Was spielen wir eigentlich für ein System – der Taktiktisch

In der letzten Saison haben wir ja das 4-5-1 bis zum Erbrechen durchgenudelt und das nicht unbedingt in seiner schönsten Art. Wie werden wir in Zukunft spielen?

Nun kann man das noch nicht so genau sagen, dazu ist es eigentlich noch zu früh. Aber der Telekom-Cup und die (potentiellen) Neuzugänge sagen doch schon etwas aus. Meiner Ansicht nach werden wir in Zukunft mit einem 4-3-3 rechnen können, zumindest bei eigenem Ballbesitz. Die 4er-Kette hat dabei ihre altbekannten Aufgaben zu erfüllen. erste Spieleröffnung und einer der AV geht mit nach vorne, mitunter auch mal beide, je nach Situation. Mit Spahic haben wir einen Spieler, der die Spieleröffnung auch spielen kann. Das Abfallen lassen der 6er haben wir vorgestern nicht mehr gesehen.
Dann spielen wir mit einem 3er-Mittelfeld, das fast unbegrenzt rotieren kann. Kein klassischer 6er, kein klassischer 10, sondern drei Spieler, die von box to box spielen können. Das erklärt auch, warum Ekdal den Vorzug vor Maxim erhält, Maxim arbeitet nicht gerne hinten. Dieses Dreigestirn kann dann je nach Situation variieren und bedeckt die gesamte Zentrale. Die Aufgabe ist es, das Spiel zu eröffnen und auch die Defensivarbeit gemeinsam zu leisten. im Mittelfeld gibt es auch keine reinen Flügelspieler (LM/RM), im Grunde drei 8er. Das Herz des gesamten Spiels. Für dieses Mittelfeld haben wir Diaz, Kacar, Jiracek, Steinmann, Demirbay, Holtby und wahrscheinlich noch Albin Ekdal.

Vorne spielen wir dann mit einem Dreiersturm. Ein Mittelstürmer und zwei Aussenstürmer. Diese Aussenstürmer haben nicht mehr so viel mit den Defensivaufgaben zu tun, wie noch im 4-5-1 und können sich mehr aufs Toreschiessen konzentrieren, bzw darauf, den Mitspieler in Szene zu setzen. An Gouaida konnte man gestern schon sehen, daß es ihm gut bekommt, wenn er nicht so viel nach hinten arbeiten muß. Er ist richtig aufgeblüht.

Schaffen wir es, oder vielmehr, schafft Bruno es, der Mannschaft beizubringen, daß jeder Spieler mehr für den anderen da sein muß, als es bisher der Fall war, dann könnte diese offensivere Ausrichtung der Mannschaft auch ohne Verlust unserer Defensivstärke funktionieren.

Die neue Saison wird torreicher als die letzte, soviel scheint klar zu sein. Hoffentlich findet Bruno auch die richtige Balance.
Entscheidend wird aber sein, wie gut das neue Mittelfeld harmoniert und agiert (fb)