Turnvater Jahns Fußlümmelei

Puuh, das war ein hartes Stück Arbeit gegen Dynamo Dresden.
Als Mike Walpurgis Trainer wurde, hab ich noch die Frage gestellt, wer sich wohl anpassen müsse: die Mannschaft mit ihrem mitspielenden System oder der Trainer mit seinem „Beton anrühren und Kontern“.
Inzwischen wissen wir, der Trainer hat sich mit seinem System durchgesetzt.

Dynamo hat sehr gut und sehr tief gestaffelt gestanden, was es uns als angreifende Mannschaft schwer gemacht hat. Normal lässt man dann den Ball geduldig laufen und wartet darauf, daß sich die Gegner müdegelaufen haben.
So sehr müdegelaufen haben sich die Dresdner aber nicht, denn sie sind einfach gut gestaffelt stehengeblieben und haben die Spieler übergeben.
Und der HSV hat versucht, den Gegner zu locken, indem sich Bates, van Drongelen und Pollersbeck den Ball hin- und herschoben. Die Dresdner blieben jedoch diszipliniert hinten und haben den HSV machen lassen.
Ein Punkt gegen den Dino wäre für Dynamo ja durchaus in Ordnung gewesen.
Christian Titz hat in der 2. Halbzeit mit Mangala und Hwang zwei Spieler eingewechselt, die durchaus in der Lage waren, sich auch mal im eins gegen eins durchzusetzen und den Gegner einfach stehen zu lassen.
So kam die Abwehr in Bewegung und es entstanden Lücken, es entstand Unordnung. Und einmal konnten wir diese Unordnung ausnutzen.
Hwang hat ein sehenswertes Tor gemacht. Danach änderte sich das Spiel. Dynamo übernahm das Zepter, rannte gegen unser Tor an, aber die Null blieb bestehen.

Viele halten den Sieg für unverdient, aber ich sehe das anders.
Wir werden des Öfteren in dieser Liga solchen tiefstehende Gegner gegenüberstehen und es wird immer ein Geduldsspiel.
Stehen Ito und Holtby zur Verfügung, dann wird es für uns leichter. Beide sind in der Lage, die generische Abwehr in Bewegung zu bringen.

Gegen den Jahn aus Regensburg wird es ein anderes Spiel.
Die Spielweise der Oberpfälzer geht eher in die Richtung der Bielefelder. Das heißt, sie werden nicht so dicht stehen und höher pressen. Normal sollten wir das Spiel gewinnen.

Am Donnerstag spielen wir dann auswärts in Fürth. Das wird sehr schwer. Vor der Saison haben die meisten den Kleeblättern nichts zugetraut und sie im Abstiegskampf vermutet.
Im Moment stehen sie auf Platz drei, wobei Köln ein Spiel mehr hat.
Es wird also das absolute Spitzenspiel des Spieltags. Und sie stehen dort nicht aus Zufall, sondern sie spielen auch recht gut.
Zuletzt haben sie Kiel mit 4:1 aus dem Stadion geschossen und mit Keita-Ruel einen reinen Vollstrecker in ihren Reihen, der auch schon, wie Lasogga, 5 Tore auf dem Konto stehen hat.
Ein Spieler mit einer interessanten Vita: Er ist ein in Wuppertal geborener Franzose mit senegalesischen Wurzeln. Von 2011-2014 saß er im Knast, wegen Raubüberfalls.
In der Mannschaft ist zudem ein alter Bekannter, mit dem wir nicht so gute Erfahrungen gemacht haben: Julian Green.

Offiziell an der Spitze

Bernd Hoffmann ist jetzt offiziell vom kommissarischen zum Vorstandsvorsitzenden mit Vertrag befördert worden.
Unterm Strich sehe ich das positiv, denn ich traue ihm am ehesten zu, den Verein aus der Krise zu holen.
Denn auch wenn, wir im Moment die Tabelle anführen, ob es am Ende so ist, wissen wir nicht.
Und die wirtschaftlichen Probleme sind noch immer groß.
Die Präsidentschaft des eV muß er abgeben. Das Präsidium führen Moritz Schäfer und Thomas Schulz bis zur nächsten MV alleine.

Last but not least: es wird gemunkelt, daß Peters den Verein verlassen wird. Bislang ist aber die Ursprungsquelle die Bild und laut der spielt Fiete schon bei den Bayern. Schaun mer mal, ich fände es schade.

Hoffen wir auf sechs Punkte in den nächsten beiden Spielen. Nur der HSV (fb)