Reden wir das Tripple herbei?

Heute mal nicht viel zum Spiel. Ich denke mal da wissen alle, wo es haperte und wie es ausging.

Bis zur 38. Minute hat der HSV ein gutes Spiel gezeigt.
Höhepunkt war sicherlich die Chance von Schipplock, direkt nach seiner Einwechslung. Anstatt den direkten Abschluss zu suchen, sah er den Ball fordernden Müller und wollte im letzten Moment abspielen.
Was dann kam, haben alle gesehen.

Allerdings ist es inzwischen eine Qual geworden, nach Niederlagen (oder auch Siegen) in den sozialen Medien (Facebook/Twitter) etwas über den HSV zu lesen.
Egal wie der Auftritt auch war, es wird schlecht geschrieben.
Es gibt bei den Berichterstattungen über den HSV kein Grau.
Fortschritte in der Spielanlage werden nicht wahrgenommen.
Obwohl die Laufleistungen in fast jedem Spiel deutlich über denen der jeweiligen Gegner liegen, wird den Spielern Kampf und Einsatz abgesprochen.
Ich finde sehr wohl, dass in dieser Saison mehr Fußball gespielt anstatt Fußball gegrätscht wird.
Wenn es aber darauf ankam, den Abstand nach unten von 3 oder 4 Zählern nicht schrumpfen zu lassen, wurde geliefert.
Aber das wird nicht wahrgenommen.
Nach den letzten beiden Jahren, in denen wir uns jeweils nur in der Relegation retten konnten, ist das Nervenkostüm unter den HSVern scheinbar sehr dünn geworden oder nicht mehr vorhanden.
Das Tripple wird nahezu herbeigeredet.
Dass aber auch die Mannschaften, die hinter dem HSV liegen, erst mal punkten müssen, wird vernachlässigt.
Dass diese Mannschaften es tun werden, scheint selbstverständlich.
Natürlich müssen die Jungs im Spiel gegen Werder, am Freitag, ganz anders auftreten.
Es wird sicher um jeden Zentimeter gekämpft werden.
Natürlich sollte auch Bruno liefern.
Die notwendigen Punkte (wahrscheinlich 3 in 4 Spielen) müssen geholt werden.
Und natürlich hätten wir in dieser Saison schon deutlich mehr Punkte haben müssen.

Ich glaube weiterhin an die Mannschaft und an das Trainerteam.
Auch habe ich kein Problem damit, wenn viele mich als Schönredner oder realitätsfremd hinstellen.
Soll jeder machen, wie er möchte.
Ich werde meiner Linie weiterhin treu bleiben und versuchen, die Lage so objektiv wie möglich zu beurteilen.
Von Natur aus bis ich ein positiv denkender Mensch. Und das werde ich bleiben.
Also, auf ins Nordderby.
Mit Respekt aber auch mit dem nötigen Selbstvertrauen, mit Geschlossenheit und Kampfgeist.

Nur der HSV

(CM)