#matchday #HSVBMG

Heute ist es mal wieder so weit. Ein Schlüsselspiel steht wieder mal an. In unserem Wohnzimmer empfangen wir heute die Borussia aus Mönchengladbach. Nach dem desaströsen 0-8 in München ist die Mannschaft wieder einmal) in der Pflicht, seinen Fans und auch ganz Fussballdeutschland zu zeigen, dass die Mannschaft Willen hat, sich gegen den Abstieg zu wehren. Für mich ist es heute ein sogenanntes „Bonusspiel“. Gladbach spielt in Normalform nicht auf unserer Stufe. Daher wäre ein Punkt für mich schon ein Sonderpunkt. Für mich zählt in erster Linie die Einstellung. Eine Mannschaft die alles gibt: Kämpfen, kratzen, beißen. Von der ersten bis zur allerletzten Minute. Wie Joe es in meinen Augen richtig gesagt hat, möchte ich nach dem Spiel stolz auf die Mannschaftsleistung sein können. Da ist es mir auch egal, welche 11 oder auch 14 Spieler auf dem Platz gestanden haben. Es gilt JETZT, Fahrt aufzunehmen, um in den kommenden Wochen da zu sein und die Schwächen der Gegner auszunutzen. Punkten um jeden preis. Schönspielen? Das sollen die anderen.

#nurderHSV
(CM)

Die 7 Thesen des Boulevard und meine Meinung dazu:

These 1. Der HSV ist untrainierbar!

-Der HSV hat seit einigen Jahren am laufenden Band die Trainer gewechselt. Jol, Labbadia, Veh, Oenning, Fink, van Marwijk, Slomka … Fink war der einzige, der länger als ein Jahr die Mannschaft trainiert, aber selbst er war nichtmal zwei Jahre dabei. Wie sollte die Mannschaft da zu irgendeinem Trainer eine Beziehung aufbauen, wie soll sie lernen, den Trainer zu respektieren, ihm zu vertrauen, er lässt sie ja eh bald wieder im Stich (zumindest kommt es ihnen unterbewusst so vor). Sie lernen sich auf sich selbst zu verlassen, was zwangsläufig dazu führt, daß ihnen die Führung fehlt.
Die wechselnden Sportchefs und die Tatsache, daß die Führung des HSV mehr mit sich selbst zu tun hatte, als damit, den Verein kompetent zu führen, hat auch dazu geführt, daß die Mannschaft ihrer Führung nicht vertraut.
Beleuchten wir das nochmal genauer: unter Jol, Labbadia und Veh waren wir lediglich „Downperformer“. Nach der Wahl von Ertel, Hunke, Ehrhardt und Klüver, der Demission Hoffmanns und Oenning als Trainer ist das Vertrauen der Mannschaft in ihre Führung endgültig erloschen. Ich denke mal, die Vertragsverlängerung mit Oenning hat ihnen den Rest gegeben.
Das Ergebnis ist folgerichtig: Ja, der HSV ist untrainierbar.

These 2. Beim HSV wird kein Spieler besser!

-Wenn die Mannschaft nicht richtig trainiert (wird), dann kann auch kein Spieler besser werden. Also ist diese These leider wahr

These 3. Mit Beiersdorfer ist der Fußball nicht besser geworden

-Das sehe ich etwas differenzierter. Erstens ist Beiersdorfer nur mittelbar für das Training und das Spiel verantwortlich. Von daher hat er auch nicht unbedingt den direkten Zugriff auf die Leistung. Zweitens, wie ich oben bereits dargestellt hab, ist es schwer, die Mannschaft zu trainieren. Von daher ist es auch nur sehr schwer große Fortschritte zu machen. Der Karren ist sehr festgefahren, deshalb hift es auch nicht mehr, so wie zB in Bremen, einige neue Reize zu setzen und es läuft wieder. Didi betont, wie akribisch Joe und sein Team arbeiten (Ok, das erwarte ich von jedem Trainer und das hören wir auch über jeden Trainer, wie das aktuelle Trainingslager immer das Schwerste ist, daß die jeweiligen Profis mitgemacht haben). Bisher habe ich unterm Strich eine Entwicklung nach vorne gesehen. Zweieinhalb Schritte vor, zwei Schritte zurück, so läuft es im Moment. Immer wieder Rückschläge, unbegreifliche Rückschläge.
Zur Beurteilung, ob der Fußball unter Didi besser geworden ist, muß man aber auch zwangsläufig fragen: „Besser als wann?“. Vergleichen wir den jetzigen Fußball mit der letzten Rückrunde, dann sage ich „ja, er ist besser geworden“. Vergleiche ich den Fußball mit der „Vor-Oenning-Zeit“, dann muß ich leider sagen „nein“. Dazwischen haben wir immer mal wieder kurzfristig gut gespielt, aber nie über einen längeren Zeitraum.

These 4. Der HSV steigt ab!

-Nein, das glaube ich nicht. Wir spielen besser als im letzten Jahr, wir punkten immer mal wieder. Zerfleischen wir uns nicht selbst, wie wir es diese Woche tun, dann haben wir sehr gute Chancen, unser Ziel, den Klassenerhalt rechtzeitig zu sichern, zu erreichen.

These 5. Im Sommer gibt es im HSV-Kader einen Schnitt!

-Das will ich doch hoffen. Wir brauchen diesen Umbruch, wir müssen unverbrauchte Spieler holen, um diesen Teufelskreis, in dem wr stecken, zu durchbrechen. Vor allem die Führungsspieler der Vergangenheit, Rafa, Heiko und Marcell, müssen den Verein verlassen. Und das ist keine Entscheidung gegen einen Spieler, sondern für eine neue Struktur in der Mannschaft. Es wurden Spieler wie Behrami, Olic und Diaz geholt. Spieler, die vorangehen, die immer alles geben. Davon werden wir noch mehr brauchen, um aus dem Tal herauszukommen.

These 6. In Hamburg ist der Druck zu groß!

-Zu groß … hmm … der Druck ist sehr groß, das ist wahr, die Erwartungshaltung ist sehr groß, auch das ist wahr. Das erleben wir ja immer wieder, der HSV soll nur die Klasse halten, dabei aber gerne jedes Spiel gewinnen. Tut er das nicht, ist wieder mal Weltuntergang angesagt.
Wie geagt, der Druck ist groß, und der Druck macht es für die Mannschaft nicht leichter. Von daher muß man sagen, daß der Druck zu groß ist, ja.
Allerdings ist auch ein gewisses Maß an Druck nötig, denn gerade diese Mannschaft neigt dazu, sich schnell auf vermeintlichen Erfolgen auszuruhen.

These 7. Joe Zinnbauer ist der richtige Trainer!

-Eine These, die ich eindeutig mit „ja“ beantworten kann. Wir haben andere nemhafte Trainer gehabt und sie haben es nicht geschafft, die Mannschaft voran zu bringen. Joe macht es kein Stück schlechter, eher sogar besser. Und das, obwohl er weniger Geld kostet, als seine Vorgänger.

Ich sehe diese Saison als Übergangsphase. Der gesamte Verein wurde umgekrempelt, aber die Veränderungen brauchen Zeit, um zu greifen. Das geht nunmal nicht von heut auf morgen. Im Mai wurde Geduld angemahnt und alle haben davon gesprochen, daß sie diese Geduld auch haben wollen. Nun merke ich allerdings, wie die Fans zunehmend ungeduldiger werden. Wir werden aber weiterhin Geduld haben müssen. Ziel dieser Saison ist immer noch der Klassenerhalt (möglichst vor dem letzten Spieltag). Es hat sich an dieser Zielssetzung nichts geändert und wir sind auf Kurs. Wichtig wird es in den nächsten Wochen sein, nicht wieder nach unten durchgereicht zu werden. Vom Grundsatz her haben wir in der Hinrunde festgestellt, daß wir, die Bayern mal ausgenommen, an guten Tagen gegen jedes Team punkten können. Bleibt das so, wovon ich ausgehe, dann werden wir spätestens gegen Stuttgart den Klassenerhalt fix machen.
Dafür ist es aber auch wichtig, daß wir Fans ruhig bleiben und versuchen, die Mannschaft zu unterstützen, wenn wir im Stadion sind und daß wir auch nach Spielen, wie dem gegen die Bayern, nicht die Nerven verlieren und fordern, daß alles was bisher gelaufen ist, übern Haufen geworfen wird. Wir brauchen eine kontinuierliche Entwicklung, kein Hüh und Hott. Nur so kommt der Verein zur Ruhe und zum Erfolg (fb)

Nachschlag: Russisch Roulette im Bayernland

Nun mag ja der ein oder andere den vergangenen Samstag als nicht so schlimm empfinden. Immerhin haben wir mal wieder einen Rekord gebrochen. Wenn auch einen negativen. Hauptsache Rekord! Die höchste Niederlage in der Vereinsgeschichte wurde eingefahren. Heureka!
Und die Punkte? Die waren doch eh nirgendwo einkalkuliert.
Moment…. Waren sie nicht?
Kamen da unter der Woche keine Rufe nach ausgezogenen Lederhosen, und Sprüche á la „nach einem 0:0 in der Hinrunde werden wir es denen schon zeigen?“
Und bei irgendeinem dieser Rufe und der Melodie des so klangvollen „Europokaaal“ muss Joe wohl gerade besonders genüsslich tief eingeschlafen sein, als ihm eine Vision kam, mit der man sich, die Mannschaft, die Nation und vor allem die Bayern (was ham die gelacht) so richtig überraschen konnte!
War ich stets ein Verfechter des 2-Stürmer-Systems bin ich Samstag, 60 Minuten vor Anpfiff fast von meinem malträtierten Sofa gefallen, als ich die nebulöse Aufstellung sah.
Olic und Rudi, zwei Sturmspitzen (naja gut, eineinhalb).
Dahinter Stieber. Gegen die Bayern!!!
Van der Vaart mit Diaz im Mittelfeld und Jansen VOR Marcos auf Außen, den ich nach 30 Minuten, einem natürlichen Mutterinstinkt folgend, dann am liebsten mal schützend in den Arm genommen hätte.
Auf der anderen Seite Götz auf Außen, vor ihm (laut Aufstellung jedenfalls) besagter Stieber, der sich aber eben eher nach vorne agieren, als nach hinten reagieren sah. Somit war auch der „Welpe“ alleingelassen und völlig überfordert (von van der Vaart hat man übrigens hier auch nichts gesehen!)

Wie gesagt, ich weiß nicht, was Joe geträumt hat, als er diese Jungs ins Rennen gegen wutschnaubende Bayern schickte, die den Start der Rückrunde (für ihre Verhältnisse) versemmelt hatten.
Dass Rajko einem, in den letzten Spielen wirklich enttäuschenden Westermann weichen musste, daran ist man ja schon fast gewöhnt.
Ich habe mir sagen lassen, dass es wirklich Verträge mit Stammplatzgarantie gibt (wer sich die hat einfallen lassen, sollte lieber Halma spielen!).
Dass auch unser Kapitän einen solchen zu haben scheint, muss seit vergangenem Samstag ebenso angenommen werden. Oder er hat Joe im Vorweg das Auflaufen anderweitig aus dem Kreuz geleiert!

Für mich, liebe Leute, war dieses Spiel gegen die Bayern beileibe keines, das man schon vorher zu Experimentierzwecken gebrauchen sollte (und wenn, dann eines zum Ausprobieren, wie hinten am besten die Null stehen bleibt)! Für mich war das Spiel gegen die Bayern beileibe keines, was man im Vorweg schon punktemäßig hat abschreiben müssen! Es ist noch nicht ganz ein halbes Jahr her, da trotzte man ihnen einen Punkt ab. Mit einer Mannschaftsleistung! Mit Willen, mit Einsatz! Wo ist das alles hin? Mal ganz davon abgesehen, dass wir uns das Torverhältnis so richtig versaut haben! Ich hoffe, das wird nicht noch mal ausschlaggebend sein, wenn es um den Relegationsplatz geht!

Lieber Joe Zinnbauer! Setz den ausgelaugten Rafael van der Vaart endlich mal auf die Bank und stell, auch in der Innenverteidigung nach Leistung auf! Wirf deine jungen Spieler nicht den Wölfen zum Fraß vor, gehe behutsam mit ihnen um! Ach ja, und eins noch: Bis es absehbar ist, dass den Worten auch Taten folgen können, haltet doch einfach gesammelt mal den Sabbel! Ich möchte nämlich inzwischen weder von Herrn Knäbel, noch von einem Herrn Zinnbauer und erst recht nicht von einem völlig überforderten Kapitän IRGENDWAS von Wiedergutmachung hören! Ich will es, verdammt noch mal, einfach nur sehen!
Ich habe fertig!
(mg)

P.S.: ja, auch ich habe gesehen, dass der Schiri mehr als einmal zu unseren Ungunsten entschieden hat! Aber, liebe Leute, letztendlich ist es wurscht, ob wir mit 5,6 oder 8:0 (oder zu 1) Titanic spielen oder war es Russisches Roulette??? Könnte passen, denn wenn es so weiter geht, bleibt bald nur noch eine Patrone, die verfeuert werden kann…

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