Juhuu, wir haben ein Endspiel.

Rückblick: Samstag, ca. 20.20 Uhr. Schlusspfiff beim Heimspiel gegen den VFL Wolfsburg. Nach einer enttäuschenden Leistung und dem verdienten 0-2 steht der HSV auf dem 17. Tabellenplatz. Bei noch ausbleibenden 6 Spielen und 4 Punkten Rückstand auf Platz 15 rechnen viele Fans mit dem ersten Abstieg aus der Bundesliga. Die Stimmung ist am Boden. Nach dem 3-2 des VFB Stuttgart gegen Werder Bremen, rückt der HSV am darauffolgenden Sonntag dann auch noch auf Platz 18. Schlimmer geht nimmer. Fans kommen mit dem ständigen Auf und Ab nicht mehr zurecht. Erklären den Abstieg des HSV als gegeben. Andere begraben das letzte bisschen Hoffnung. Wenige Daueroptimisten glauben weiter an den Klassenerhalt. Warum, wissen sie oft selber nicht, denn mit Realismus hat das alles nicht mehr viel zu tun. Warum ich einer von denen bin, die damals wie heute an den Klassenerhalt glauben? Ich kann es auch nicht zu 100% erklären. Überwiegend habe ich zunächst stets unser Restprogramm vor Augen gehabt und mich immer wieder an die Spiele erinnert, in denen die Mannschaft zumindest teilweise Leistung abgerufen hat. Und die noch ausstehenden Gegner waren von ihrer „Normalform“ auch meist weit entfernt.

Nach der Verpflichtung von Bruno Labbadia nur weitere 2 Tage später, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll… Wie aus dem Nichts kam er daher. Dass er kurzfristig einer Mannschaft weiterhelfen kann, hatte er zwar schon oft bewiesen. Aber wieso sollte das, gerade bei diesem HSV noch einmal funktionieren?

Es folgte in Bremen das erste Spiel, in dem wir wieder mithalten konnten. Und ohne den Aussetzer von Behrami, hätten wir wohl einen Punkt mitnehmen können. Dann die Erlösung gegen Augsburg, ein, zumindest in meinen Augen, Überraschungssieg in Mainz und mit sehr viel Glück und einem Kacar, das 1-1 gegen den SC Freiburg.

Nur 4 Spieltage später stehen wir jetzt auf Platz 14 (!!!) mit einem Punkt VORSPRUNG auf den Reliplatz Nr. 16. aber es sind auch nur 2 Punkte bis ganz nach unten! Trotzdem haben wir in 4 Spielen 5 Punkte gutgemacht.

Wir sind wieder im Spiel! Wir haben es in der eigenen Hand !!! Das bedeutet: wir sollten aufhören, auf die anderen zu gucken! Wir müssen Leistung bringen! Wir müssen siegen! Wir müssen punkten! Wir haben uns selber in diese Situation gebracht und müssen uns jetzt auch, verdammt nochmal, an den eigenen Haaren wieder dort unten rausziehen! Noch ist alles möglich!

Daher werde ich am Samstag auch mit Vorfreude nach Stuttgart fahren, um die Mannschaft mit Leidenschaft und Emotion nach vorn zu puschen! Wir für euch, ihr für uns!

Also:

‪#‎alleManninblaunachStuttgart‬
oder auch
‪#‎alleManninblauvordenFernseher‬

‪#‎alleMannanBord‬ ‪#‎NurderHSV‬

(CM)

Wenn der Gojko mit dem Kacar…

Bruno Labbadia benimmt sich an der Seitenlinie nicht viel anders, im Vergleich mit den meisten anderen seiner emotionalisierten Trainerkollegen. Gestikulierend kennen wir die Herren. Wild rufend, laut schimpfend, unruhig hin und her tigernd und… seit gestern gibt es den Bruno-Nicker.
Einmal, zweimal, dreimal den Oberkörper vor und zurück, und…. drin ist die Kugel!
Man könnte meinen, er habe ihn reinhypnotisiert, so entrückt sah er aus, der Bruno, bevor Gojko Kacar auf dem Rasen das tat, was Bruno ihm am Spielfeldrand mental vorlebte.
Erneut Gojko Kacar sorgte dafür, dass das Abstiegsduell gegen den FC Freiburg nicht der vorzeitige Todesstoß für den HSV wurde.

Doch fangen wir vorne an.

Es kam, wie es kommen musste. Der HSV wirkte in der 1. Halbzeit verängstigt, ja fast wieder so verunsichert, wie vor den Siegen gegen Augsburg und Mainz.
Bloß keinen Fehler machen, so die Devise, die übrigens auch für den Spielaufbau galt.
Wieder waren es meist lange Bälle, die von hinten nach ganz vorne gehen sollten, aber leider selten den eigenen Spieler fanden.
Hinzu kam ein überraschend schwaches Innenverteidiger Duo, das unbedrängt Bälle ins Nirwana-Aus schoss und so dem Gegner immer wieder einen Spielaufbau schon hinter der Mittellinie ermöglichte.
Auch das Gewinnen von Kopfball-Duellen wollte Djourou und Rajkovic gestern seltenst gelingen. Ein verlorenes davon sorgte dann auch für das zu der Zeit berechtigte 0:1 für die Gäste. Und das bereits nach 25 Minuten.
Wenn es ein Positivum zu diesem Zeitpunkt gab, dann nur, dass die Mannschaft nach dem Rückstand nicht, wie noch einige Wochen vorher, auseinander fiel. Der Wille den Ausgleich zu machen war da, die Abschlüsse jedoch (mal wieder) teilweise erschreckend harmlos.
Zu Beginn der 2. Halbzeit hatte man gar mehrmals das Glück, einen Mann wie René Adler im Tor zu haben.
Der wird beim Abspielen der Bälle (die zu gefühlt 90% beim Gegner landen) zwar kein Manuel Neuer mehr, er aber war es, der den Ausbau des knappen Gästevorsprungs mit einigen Weltklasseaktionen ein ums andere Mal verhinderte.

In der 58. Minute hatte Labbadia ein Einsehen und holte den eher harmlosen Holtby (was mit dem los ist, verstehe wer will…) vom Platz, tauschte ihn gegen einen offensiven Marcel Jansen.

20 Minuten später kam Rudnevs für Ostrzolek. Nun war klar: Bruno setzte alles auf eine Karte. Und das war gut so. Denn endlich kam Leben in die Bude, die Chancen fanden auf beiden Seiten des Rasens statt.

Und in der 90. Minute, als die Fans sich schon fast mit dem so bekannten Gefühl der Niederlage abfanden, kam er. Der Mann, den mal wieder niemand auf dem Zettel hatte, der mal wieder das gewisse Quentchen mehr wollte, als so manch anderer auf dem Platz: Gojko Kacar (und Bruno Labbadia ) netzten ein! 1:1!
Wenn ihr mich fragt, und nach dem vorhergegangenen Spielverlauf, ein mehr als glückliches Resultat!

Nicht das 1. Mal taten wir uns gegen einen Gegner „auf Augenhöhe“ schwer. Mir persönlich wurde die Woche über auch schon wieder mit zu vielen medialen Lorbeeren rumgeschmissen.

Ja, und natürlich längst auslaufende Verträge verlängert.
Leute! Alle wollen, egal wohin es geht, einen Neuanfang. Das funzt aber nicht, wenn man mit all denen, die gehen sollen, jetzt plötzlich wieder verlängern muss, weil der ein oder andere endlich geradeaus gegen den Ball treten kann.

Sollte Bruno nächstes Jahr mit jemandem direkt planen, ok, aber doch bitte nicht mit allen, die jetzt (berechtigter Weise) ihre Tasche packen müssen!
Apropos Tasche packen. Der Spieltag ist noch nicht vorbei. Noch können wir bis auf Platz 16 rutschen und das Spiel gegen Stuttgart wird ein noch heißerer Tanz auf Messers Schneide, als eh schon befürchtet!
Fußball ist ein Mannschafts- und vor allem Laufsport. Hast du keine Anspielstationen im Mittelfeld und vorne, wird das auch mit Toren nix. Also gilt es, noch mindestens zwei Schippen draufzulegen!
Leichter wird es jedenfalls nicht. Ich habe gegen die Schwaben ein noch dumpferes Gefühl im Bauch, als gegen Freiburg. Aber vielleicht baut Bruno bis dahin ja seine mentalen Fähigkeiten auf Freistöße, Ecken oder 25m Schüsse aus. Kacar macht bestimmt mit!
(mg)

Von eisenharten Eiern oder : Es ist immer noch 5 vor 12!

Jaaaaaa….. Und wieder einmal fiel um 17.20h die Anspannung endlich ab und es galt, 3 ganze Punkte zu feiern!
Keine Bonunspunkte, liebe Gemeinde, wichtige Punkte, soooo wichtige Punkte, die über Kampf und Lauf erkämpft wurden!

Dass Mainz, neben dem Punktverlust auch noch einen bitteren Preis bezahlen musste, in Form der schlimmen Verletzung von Elkin Soto, machte einen emotionalen Sonntagnachmittag noch ein bisschen emotionaler. Auch von dieser Stelle aus noch einmal ein von Herzen kommendes „alles Gute und werd bald wieder so gesund, wie möglich!“ Das Angebot vom Mainzer SpoDi Heidel, Soto eine nicht geplante Vertragsverlängerung anzubieten, spricht für die Mainzelmännchen. Fußball kann doch noch menschlich sein!

Der Shitstorm, der allerdings im Anschluss über Raffael van der Vaart runterging, ist nicht nur unnötig, sondern auch ungerecht.
Denn an der bösen Verletzung des Mainzer Kolumbianers trifft unseren Kapitän keine Schuld. Sotos Knie wird direkt in die Familienplanung des in Bewegung befindlichen van der Vaarts geknickt, der wiederum den Ball und nicht den Gegner traf.
Von Absicht oder bösem Umnieten kann also keine Rede sein.
Angesichts des schnellen Aufstehens unseres Kapitanos, nach dem Tritt ins Allerheilige kann man nur spekulieren: der Mann hat Eier aus Stahl „wink“-Emoticon

Nerven aus demselben Material mussten alle HSVer mal wieder während der vorausgegangenen 95 Minuten beweisen.
Denn gerade zu Beginn der 2. Halbzeit sah das alles eher nach Verwalten der knappen Führung, als nach dem eisernen Willen, nachzulegen, aus.
Und so war es wohl nicht nur für mich absehbar, dass der Ausgleich, der in der Kabine erstarkten Mainzer, dann doch noch fiel.
Wieder nur 1 Punkt… Einer, der zwar im Keller der Tabelle alles durcheinanderwürfelt, aber nicht wirklich weiterhelfen würde…

Ein … Bonuspunkt…. ICH KANN DAS WORT NICHT MEHR HÖREN!
Denn die gibt es nicht mehr! Nicht in unserer Situation! Die DARF es nicht geben!
Und: die gab es dann auch nicht!
Dank eines Mannes, der die Gemüter der Sportchefs und Vorstandsmitglieder, der Ärzte und auch der Fans in den letzten Jahren bewegte, wie kaum ein anderer. Gojko Kacar hämmerte in der 87. Minute den Ball zum 1:2 ins Tor!
Gojko Kacar, einer, der nie aufgebeben hat und der mit einer Quasi-Entlassung in der Tasche gegen den Abstieg kämpft, als gäbe es kein Morgen mehr!
Zumindest eine ähnliche Einstellung muss man wohl, zumindest in den letzten beiden Spielen Rajkovic, Jansen und nicht zuletzt auch van der Vaart zuschreiben.

Doch ganz ehrlich, als ich vergangene Woche die Schlagzeile las, dass man auf eine Nicht-Abstiegsprämie verzichten wolle, hielt sich meine Begeisterung reichlich in Grenzen. Schließlich hat sich die Mannschaft ja auch, mit Verlaub, selber in diese Misere gebracht. Und für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass alles daran gesetzt wird, nicht den 1. aller Bundesligaabstiege in Hamburg hinnehmen zu müssen, sondern sich anständig vom Verein, der ja die letzten Jahre auch nicht schlecht bezahlt hat, zu verabschieden, und sich zeitgleich auch für andere Vereine zu empfehlen!

Ja, wir haben (und wir hatten) es immer selber in der Hand, was aus diesem einstmals so stolzen, erfolgreichen Verein wird! Vom Fan, über die Angestellten, dem Vorstand, bis hin zum Trainer und den Spielern.
Und während wir Fans zum supporten und zuschauen verdammt sind, haben es Trainer und Spieler zu bewerkstelligen, dass am Freitag nachgelegt wird. Denn nur dann war der gestrige Sieg und der Kampf gegen Augsburg wirklich wichtig.
Labbadia scheint in die Köpfe der Spieler gedrungen zu sein, wie kein anderer vor ihm. Warum auch immer muss Hamburg wohl immer kurz vor dem Abgrund stehen, bevor der Ernst der Lage erkannt wird.
Immernoch ist es 5 vor 12! Ich hoffe, das wird nicht vergessen! Viel zu oft schlich sich in der Vergangenheit, nach 2 gewonnenen Spielen, wieder eine gewisse Zufriedenheit ins Spielerlager.
Das DARF nicht passieren!
Und um mal mit einer Phrase zu schließen, die einem bekannten Bayernkeeper zugeordnet wird: „Eier, Jungs, ihr braucht Eier!“
Und zwar alle welche aus Eisen, so, wie unser Kapitän gestern…
(mg)

Gesamtkörperliche Gänsekombi

Die vergangenen Wochen waren hart, sehr hart für einen HSV Fan. Erst wurde Joe Zinnbauer entlassen, Peter Knäbel übernahm als Interimstrainer. Wie aus dem Nichts gezaubert kam, zwei unterirdisch verlorene Spiele später, Bruna Labbadia. Ich gebe zu, mein ansonsten unerschütterlich positiver Glaube schmolz zu der Zeit von (Spiel-) Tag zu Tag mehr.
Im Spiel 1 unter Labbadia ging es ausgerechnet in meine Heimatstadt, zum Derby nach Bremen. Bei unserm OFC-Stammtisch, der Hamburger Stadtmusikanten, habe ich 1 Stehplatzkarte ergattern können. Ich wollte, entgegen meinen Erfahrungen der vergangenen Jahre, wieder ein Nordderby im Stadion verfolgen. Die Angst und Nervosität wurden aber von Tag zu Tag mehr, so dass ich die Karte letztendlich einem mir bekannten HSVer abgetreten habe. Im Stadion hätte ich es nicht ausgehalten! Und auch vor dem Fernseher habe ich gelitten. Typisch für den HSV der letzten Wochen wurde ein verdienter Punkt, durch einen individuellen Fehler oder auch Dummheit, kurz vor dem Abpfiff hergeschenkt. Abermals hatten wir also das Nordderby verloren!
Nach der ersten Niedergeschlagenheit habe ich dann aber gleich am nächsten Tag erneut zugeschlagen. Mein Sohn und ich würden den HSV gegen Augsburg, live auf der Südtribüne Block 12A erleben. Was solls… Wir müssen als Fans alles geben, so lange es möglich ist. So zumindest meine trotzige Devise.
Je näher der „Matchday“ kam, desto nervöser wurde ich (wieder einmal). Eine nie dagewesene unglaubliche Anspannung breitete sich aus. So wurde ich am Samstag bereits um 6.15 Uhr wach. Hellwach! Irgendwie haben mein Sohn und ich die Zeit bis 11 Uhr totgeschlagen, uns dann auf den Weg in den Volkspark gemacht. Um 12:38 Uhr landeten wir bei leichtem Regen. 1 knappe Stunde blieb, bevor wir ins Stadion konnten. Wir überbrückten die Zeit und besorgten uns T-Shirts der Aktion #alleMannanBord, die der SC in einer Auflage von 1887 Stück anbot. Bereits gegen 14.10 Uhr waren wir auf unseren Plätzen. Ich dachte es ging nicht, aber die Anspannung wuchs wirklich noch weiter. Endlich war es dann soweit. Lotto & Pape gaben wieder alles, die Nordtribüne & das ganze Stadion sang sich mit „Hamburg meine Perle“ langsam ein. Als dann pünktlich um 15.30 Uhr die Choreo von „poptown“ zum Vorschein kam, bestand mein ganzer Körper nur noch aus Gänsehaut. Die Stimmung im gesamten Stadion war plötzlich irgendwie „magic“. Diese Mischung aus Anspannung, Freude, Angst, Gänsehaut usw. habe ich in dieser Form so noch nicht erleben dürfen. (Beim Hinspiel in der Reli, gegen Fürth, war es im Vergleich sehr entspannend. Zumindest für mich :-))
Dann ging es endlich los. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass diese Mannschaft heute nicht verlieren kann. Sie spielte nach vorne und es gab endlich wieder einige Chancen, die ihren Namen auch verdienten. Beim 1-0 durch Olic, der seinen 1. Treffer für den HSV feiern durfte, explodierte der Volkspark förmlich. Auf die Jubeltraube sprang Rafa mit so einer Sprungkraft drauf, dass ich schon Angst hatte, irgendeiner verletzt sich dabei.
Die bis hierher bereits sehr gute Stimmung, schlug jetzt in überragend um. Und dann kam La-La-Sogga… Nach einer gefühlten Ewigkeit schlug sein Kopfball zum 2-0 im Gehäuse der Augsburger ein. WAHNSINN!!! 2 Tore in einem Spiel!!! In einer HALBZEIT!!! Hammergeil… Wie es für unseren HSV leider typisch ist, musste noch der Anschlusstreffer in der 1. Halbzeit fallen. Augsburg verkürzte auf 1-2. Und das Zittern begann von vorn…
Halbzeit: Fix und fertig ging es in die Pause. Ich hatte das Gefühl, auf dem Platz gestanden und mitgelaufen zu sein. So fertig war ich körperlich.
Ab der 46. Minute wuchs die Anspannung wieder rapide an…. Seltsamerweise entlud sie sich (zumindest bei mir) mit dem Ausgleichstor der Augsburger.
Und dann kam erneut La-La-Sogga… Bereits nach seinem Tor zum 2-0 konnte man sehen, wie befreit er wirkte. Auch wenn seine technischen Möglichkeiten limitiert zu sein scheinen, hatte ich das Gefühl, einen neuen Mitspieler auf dem Platz zu sehen. Stieber köpfte im Strafraum zu PML, der mit einem satten Knaller aufs Tor von Hinz, direkt im Gegenzug den 3-2 Siegtreffer markierte. 1-2 Spieler vorher, wäre der Ball wahrscheinlich auf dem Dach der Arena gelandet. Aber nicht an diesem Tag.
Die letzten Minuten, vor allem ab der 88. Minute, waren gefühlsmäßig die Hölle… Nach knapp 3 Minuten Nachspielzeit war es aber überstanden, und der Jubel kannte keine Grenzen.
WAHNSINN !!!!!!!
Es war ein riesen Erlebnis, dieses Spiel live und dieses wahnsinnige Gefühl mitzuerleben.
„magic“
Für mich war dieses Spiel eine Art Wiederauferstehung. Meine Hoffnung ist wieder zu 100% da und ich glaube absolut, dass das Wunder wahr wird. Jetzt bloß nicht nachlassen, Jungs! Noch ist nichts gewonnen, aber auch noch nichts verloren! UNABSTEIGBAR!!
NUR DER HSV
(CM)

Suche Siegermannschaft, biete Hühnerhaufen

Hut ab, Bruno Labbadia, für mich haben Sie der Mannschaft in fünf Tagen mehr Leben eingehaucht als Peter Knäbel, Zinnbauer (sorry, Joe) und Slomka zusammen! Wer mich kennt der weiß, eigentlich gehöre ich eher zu den Skeptikern. Ich kritisiere die Leistung der Mannschaft oft einen Ticken eher als so manch anderer, aber meine Vereinsbrille ist trotzdem größer als man vielleicht denkt.
Wie die meisten von euch war ich gestern vor dem Spiel nicht ansprechbar und tierisch nervös. Und so unsicher, was genau würde ich sehen? Erneut eine Mannschaft die den Namen nicht verdient hat, weil jeder einzelne Spieler mit sich selbst und der Angst vor dem Ball beschäftigt ist? Oder wieder mal ein schnelles Gegentor, das alle Hoffnungen mitnimmt und das Team dann auseinanderfallen lässt wie ein Puzzle, das Kinderhände einfach mal vom Tisch fegen?
Und wie skeptisch schaute ich auf die Entscheidung unseres Vorstandes. Gerade Labbadia! Der schöne Bruno, dem in Hamburg ja nicht gerade der beste Ruf vorauseilt! Dass wir mit Knäbel straight in LIGA 2 gerumpelt wären war mir klar. Aber Bruno???

Übermotivation sorgt für Punktverlust

Die ersten Interviews hörten sich nicht schlecht an, das Trainingslager war eine gute Idee. Und auch die Feststellung, dass man an die Köpfe der Spieler müsse hat mir gut gefallen.
Der Sonntag rückte näher, die Nervosität stieg.
In der 1. Halbzeit war ich wirklich erstaunt. War das der HSV der sich in der Woche davor noch so desolat im Passen und Zweikampf dargestellt hat? War das der HSV, der keinen Weg zuviel ging und Adler zum meist angespielten Mann gemacht hatte? Plötzlich war sogar ein zaghaftes Umschaltspiel zu erkennen. Zugegeben, einige lange Bälle waren eher für die Tribüne, und vor dem Tor regiert noch immer zu oft die Angst und es mangelt an Zielwasser. Es fehlt die so dringend nötige Leichtigkeit. Vielleicht auch ein wenig Glück, von dem wir aber anscheinend bereits letztes Jahr so gut wie 100% aufgebraucht haben…
Dass unser Kapitano Glück hatte, dass wir nicht 80 Minuten in Unterzahl spielen mussten und auch der Elfer kurz vor Ende (beide Aktionen wirklich selten dämlich!) sind für mich Zeichen der Übermotivation. Man wollte etwas hervorbringen das so eben noch nicht möglich ist. Auch der beste Magier kann aus einer Matratze nicht mal eben eine Luxussänfte machen oder aus einem verunsicherten Hühnerhaufen eine Siegermannschaft.
Aber es waren Ansätze zu erkennen!

Labbadia ist erwachsen geworden

Man merkte, dass insbesondere der Mannschaftsgedanke wieder belebt wurde. Man lief für die anderen mit. Hinten stand man weitestgehend kompakt und versuchte, sich wieder daran zu erinnern wie man FUßBALL spielt! Und endlich hüpfte an der Außenlinie auch mal wieder jemand auf und ab und versuchte, das zarte Pflänzchen am Leben zu erhalten. Für mich sieht es so aus als sei Labbadia erwachsen geworden. Die eineinhalb Jahre ohne Job, dafür wohl mit einigen Fortbildungen, sind ihm gut bekommen.
Tja, Leute. Und das Fazit? Man kann nur stark hoffen, dass die Entscheidung, sich vom Phantom Tuchel zu befreien, nicht zu spät kam.
Und da ist sie wieder, die Skeptikerin in mir. Die hat Labbadia noch nicht vertreiben können. Nächste Woche gegen Augsburg ohne Behrami und Holtby! Wahrlich kein Selbstgänger! Denn ebenso wie die Hoffnung als letztes stirbt, rinnen uns die lebensrettenden Punkte langsam durch die Finger, wie der Sand am Strand von Usedom. Und dass wieder alle anderen Vereine in unsere Karten spielen, davon kann man auch nicht ausgehen.
Labbadia, übernehmen Sie!
(mg)

Der neue (alte) Trainer

Wir haben alle gesehen, Peter Knäbel ist nicht der richtige Trainer für die #MissionKlassenerhalt. Dietmar Beiersdorfer hat es auch eingesehen und reagiert. Die Wunschlösung Thomas Tuchel hat sich nicht realisieren lassen, warum auch immer. Eine Entscheidung, die wir ohne Zorn akzeptieren sollten, denn der HSV hat sich nicht gerade als schöne Braut präsentiert. Ausserdem wissen wir auch nicht, ob der angekündigte Rücktritt Klopps beim BvB eine Rolle gespielt hat.

Der neue Trainer ist ein alter Bekannter, Bruno Labbadia. Er wird, wie jeder andere Trainer auch, nicht die Wunschlösung aller sein, aber er ist trotzdem ein guter Trainer, wahrscheinlich der beste, der auf dem Markt verfügbar ist.

Nun sollten wir alle unsere persönlichen Empfindungen zurückstellen und die Mannschaft mit ihrem neuen Trainer voll unterstützen. Nicht nur im Stadion, sondern auch indem wir ihn nicht in den sozialen Netzwerken, wie wir Fans es ja gerne tun, in alle Einzelteile zerlegen.

Wer mit dem Trainer, der Mannschaft, der HSV-Führung oder wem auch immer abrechnen will, den bitten wir, zu warten, bis die Saison gelaufen ist.

Hoffen wir jetzt auf ein bisschen Ruhe im Verein, damit sich die Mannschaft auf die #MissionKlassenerhalt konzentrieren kann.

Nur der HSV
Eure Blogperlen

Die pure Verzweiflung

Was waren es noch für Zeiten, wo alle zusammengehalten, den Verein beigestanden haben, die Spieler unterstützt haben, ihre Empfindlichkeiten beiseite gelegt haben…

Wir sind jetzt auf Platz 18. Ja, das ist FAKT. Es kann jetzt nur noch bergauf gehen. Auch FAKT.

Wir sind jetzt da, wo uns die Dauernörgler immer hinhaben wollten (oder uns immer gesehen haben…)

Aber eins haben sie noch nicht geschafft: Wir spielen immer noch in der ersten Liga. Auch FAKT!

Wie groß die Verzweiflung jetzt bei vielen ist, erkennt man u. a. am Wunschtrainerkarussell, auf dem wirklich alle dabei sind: Labbadia, Matthäus, Magath, Lorant, Neururer…

Die letzte verzweifelte Suche nach einem Fünkchen Hoffnung, lässt einen nicht mehr normal denken. Auch ich bin zur Zeit in einer Art luftleerem Raum, suche einen Funken Hoffnung. Irgendetwas, woran ich mich klammern kann.

Und da bin ich jetzt wieder bei den Fakten gelandet: Wir haben noch 6 Spiele vor der Brust. Am Sonntag DAS Nordderby überhaupt. In Bremen. Wenn es eine Wende geben kann, dann doch da. Ich bin mir sicher, das Spieler wie Diekmeier (auch wenn er noch verletzt ist), van der Vaart, Drobny, HW4 der Mannschaft einimpfen werden, dass das ein ganz besonderes Spiel ist, nicht nur für die Spieler, sondern auch für uns Fans. Auch Bremen hat im Moment eine kleine Schwächeperiode, wie man gestern sehen konnte. Sie haben eine unglaubliche Rückrunde gespielt. Aber auch das können sie nicht bis zum Ende durchziehen.

Also. Sonntag alles in die Wagschale legen und die Wende einläuten. Was kann es geileres geben, als ausgerechnet in Bremen den Grundstein für den Klassenerhalt zu legen. Es sind 2 Punkte bis zu den Bonusspielen.
(CM)

Also: #alleMannanBord #nachvorn #nurderHSV

PS: Wenn es eine kleine Chance geben sollte, dann holt Tuchel sofort. Er kann nur gewinnen.

Ein Tor, ein Korn oder tausche Angst gegen Trotz, verdammt nochmal!

Wo fang ich an? Bei dem Chaos, das rund um den HSV in meinem Kopf herrscht, dauert es Stunden, wenn nicht gar Tage, um sie zumindest in die richtige Reihenfolge zu bringen. Aber wie steht es schon in der Beschreibung unseres Bloginhaltes: wir möchten Gedanken, Erfahrungen und Gefühle mit Euch teilen.
Dann teile ich sie mal, meine Gefühle, auch wenn sie einem Großteil unserer Leser vielleicht nicht passen.

Ich bin enttäuscht von der Leistung, die ehemals große und/oder hoffnungsvolle Namen, wie Holtby, van der Vaart, Lasogga, Müller und Ostzrolek inzwischen auf den Rasen bringen.
Ich bin enttäuscht, dass aus unserem Mittelfeld keine Impulse nach vorne gegeben werden, weil man immer und ständig nur zerstören muss, um nicht noch weiter unterzugehen!
Ich bin entsetzt über viele Fehl- und ständige Rückpässe, technische Fehler, in fast jedem Spiel ein Totalausfall, der dem Verein letztendlich Punkte kostet und meist dafür sorgt, dass die Mannschaft komplett auseinander fällt!
Und ich bin entsetzt über diese völlige Ideenlosigkeit vor dem Tor! Gestern hatte ich großes Mitleid mit Ivi, der gerannt ist, geackert hat und meist allein auf weiter Flur stand!
Ich bin ernüchtert! Dabei bin ich mit jeder Menge Hoffnung aufgewacht. Die Aktion des sc’s (Alle Mann an Bord) hatte auch bei mir ein Pflänzchen der Hoffnung gepflanzt. Es ist zertrampelt worden, von einer, insbesondere in der 2. Halbzeit, blutleeren Mannschaft. Ach, sagte ich Mannschaft? Vergesst es! Das ist und wird nie ein Team! „Es hat jeder Angst, den Ball zu bekommen“! „Es läuft niemand für den anderen“! Das sind keine Sätze von mir, nein, das sind Sätze von Heiko Westermann, gegen Wolfsburg für mich noch einer der Besten!

Ich las gestern sinngemäß den Satz „Angst essen Spielerkönnen auf“.
Genau so sieht es aus, liebe Leute! Da hat sich eine tiefe Angst in die Köpfe der Spieler gefressen, die aus großen Namen ebensolche Angsthasen macht!
Zudem hat es keiner der bisherigen Übungsleiter geschafft, sowas wie Teamgeist in den zusammengewürfelten Haufen zu injizieren!
Und um das Trio der Sätze zu komplettieren: „hätten wir Fans Einfluss, würden wir CL spielen“, las ich jüngst. Stimmt! Insbesondere aus der Nordkurve war gestern die Unterstützung riesengroß! Nicht umsonst kamen lobende Worte von Knäbel und entschuldigende auch aus Teilen der Mannschaft! Die Hamburger Fanszene ist und bleibt erstligareif!

Ausblick ohne Vereinsbrille

Und wisst ihr, was ich am schlimmsten finde? Das sind die Stimmen die mir immer versuchen einzureden, dass sie überhaupt nicht mit Punkten gegen Wolfsburg, Leverkusen und auch jetzt noch gegen Bremen gerechnet haben (gegen BREMEN!!! Die haben in der Hinrunde genauso gestochert haben, wie wir. Und jetzt rechnen wir nicht mal gegen Bremen mit Punkten??????)

Wer das behauptet, muss sich bloß mal die Spieltagesposts durchlesen! Im übrigen: auch gegen solche Mannschaften haben wir früher mal gepunktet! Wo bitte ist die immer wieder angesprochene Qualität des Kaders? was üben die verdammt nochmal in der Woche, in den unzähligen Einheiten, wenn man nicht mal EIN Tor nach Standards hinbekommt und spätestens jeder 3. Pass beim Gegner landet??? All das ist, so mein Eindruck, nach Joe’s Rausschmiss eher noch schlimmer geworden! Dafür hätte man Knäbel nicht auch noch verbrennen müssen!
Tuchel hin und Tuchel her!

Ach locker, tönt es hier und da, dann hauen wir einfach Augsburg, Mainz, Freiburg und am besten auch noch Stuttgart weg. Leute erhaltet euch euren Optimismus. Ich gönne ihn euch von ganzem Herzen! Manchmal beneide ich euch sogar darum. Aber glaubt ihr das wirklich? Wer gestern das Paderborn-Spiel oder auch Freiburg gegen Schalke gesehen hat der weiß: in diesem Jahr wird es mehr als eng damit, dass zwei Mannschaften noch blinder sind, als wir. Da hat man den Abstiegskampf nämlich angenommen und ersetzt Angst durch Trotz!
Das sehe ich bei uns noch nicht und ich wüsste auch niemanden, der diese Wandlung schaffen sollte! Und dass ich hte gerade den Bremern die Daumen drücken soll, passt so herrlich in das eh schon bestehende Chaos in meinem Kopf!

Ich liebe diesen Verein, ich verehre die Raute und mir blutet das Fanherz. Ich gehe mit diesem Verein auch in die 2. Liga. Das, was mich aber wirklich heftigst mitnimmt, ist das WIE…
Wenn ich nur wüsste, woher die Hoffnung kommen soll, die ich so gern hätte, ich würde sie mit Kusshand nehmen!
„Früher“ gab es bei mir für jedes HSV- Tor einen Korn. Heute müsste man sich eigentlich jedes Spiel im Nachhinein schön saufen…
(mg)

Auf geht’s, kämpfen siegen!

Ich finde, abkotzen, daß wir abgestiegen sind, das können wir immer noch machen, wenn es wirklich soweit ist. Auch wenn viele es nicht mehr hören mögen, aber die Oper ist erst zuende, wenn die dicke Frau da vorne aufgehört hat, zu singen. Nicht vorher. Und bis dahin erwarte ich, daß jeder HSV-Fan entweder hilft, die Klasse zu halten, indem er die Mannschaft unterstützt oder zumindest den Rand hält, denn dieses Gejammere ist kontraproduktiv. Die Mannschaft braucht jetzt alle Unterstützung, die möglich ist, egal, ob sie es verdient hat, oder auch nicht. Das spielt nämlich im Moment nicht die geringste Rolle. Es geht hier nicht um Spieler X oder Y, es geht um den HSV. Es geht auch nicht darum, ob Spieler X 100.000 im Monat bekommt und Spieler Y sogar 300.000. Diese Neiddebatte bringt uns nicht weiter. Es geht um den HSV, um unseren HSV. Wie sagen wir so schön, Spieler kommen und gehen, aber unser HSV der bleibt bestehen.

Und all, die hier jammern und weinen, die frustriert bis in die Unterhose sind, daß die bösen bösen Spieler ihren HSV in den Abgrund geführt haben, sollten sich lieber fragen, wie kann ich vielleicht noch irgendetwas dazu beitragen, daß der HSV eventuell noch die Liga hält. Nein, die Fans sind nicht in der Pflicht, die Spieler sind es, aber die Fans sollten doch wollen, daß der HSV erstklassig bleibt, oder?

Wir erwarten eine Mannschaft auf dem Platz, die mutig auftritt und den Abstiegskampf annimmt. Schaut nur ein Spieler hier mal rein, in die Foren und Gruppen im Internet, der hätte spätestens dann jeden Mut verloren, jeder Kampfeswille wäre dahingeschmolzen. Wie soll die Mannschaft mutig kämpfen, wenn die Fans sich in die Hose machen? Wie soll die Mannschaft mit Selbstvertrauen in die nächsten 7 Spiele gehen, wenn die Fans schon aufgegeben haben … 7 Spieltage vor Saisonende.

Uns Fans bleibt nur die Frage: Was kann ICH tun, damit die Mannschaft eventuell noch die Klasse hält?
-Zuversicht verbreiten, auch wenn es schwer fällt. Wer das nicht kann, wofür ich vollstes Verständnis habe, der soll die Klappe halten.
-Kampfeswille verbreiten. Unterstützen wir den HSV mit Parolen, Fanmärschen, Support im Stadion und vielem mehr. Zeigen wir der Mannschaft, daß wir nicht aufgeben und daß aufgeben keine Option für einen HSVer ist.
Und auch hier gilt, wer das nicht kann, der soll sich zurückhalten, im Interesse unseres HSV. Man muß nicht jedem auf die Nase binden, daß man hoffnungslos ist, man muß nicht jedem auf die Nase binden, daß man meint, das ist alles verlorene Liebesmüh. Wer nicht mitmachen will, der soll sich zurückhalten. Nicht für mich, nicht für die Mannschaft, sondern für unseren HSV.

Wie wollen wir die Mannschaft davon überzeugen, daß es sich lohnt zu kämpfen, wenn wir den Kopf in den Sand stecken? (fb)

ps: Dem einen oder anderen wird dieser Beitrag bekannt vorkommen. Geschrieben wurde er ursprünglich für die Diskussion in einer Facebookgruppe

Eigentlich wollte ich heute noch nichts zum Spiel schreiben

Eigentlich wollte ich heute noch nichts zum Spiel schreiben, aber mich wühlt zuviel auf, das raus muß.

Ich habe Peter Knäbel für einen sehr intelligenten Mann gehalten, aber seine taktische Aufstellung gestern war daneben. Ich schrieb noch meinem Mitblogger Krischan per PN „Die Abwehr steht zu hoch, das geht in die Hose“, da fiel auch schon das erste Tor. Und mit diesem schnellen Tor war auch alles hinüber, was sich die Mannschaft und Peter Knäbel vorgenommen haben. Diese taktisch offensive Ausrichtichtung gegen einen Gegner wie Leverkusen hat die gleiche taktische Intelligenz, wie die offensive Aufstellung Zinnbauers gegen die Bayern.
Das Spiel war vercoacht, die Niederlage geht auf Knäbels Kappe, die Mannschaft hatte nie eine Chance, das Spiel positiv für sich zu gestalten.
Die Mannschaft wusste das auch, sie wusste, daß sie keine Chance hatte und so hat sie dann auch gespielt. Sie hat für den Rest des Spiels ihr Pensum runtergespielt, ohne Leidenschaft, ohne Kampf, ohne Inspiration. Warum? Weil sie von oben alleine gelassen wurde. Von Oben und von der Seitenlinie, was aber, da der SpoDi gleichzeitig auch der Trainer ist, dasselbe ist. Von der Seitenlinie, weil Knäbel im ganzen Spiel nicht reagiert hat, weder so, noch so. Ich hätte Verständnis dafür gehabt, wenn er nach der 7ten Minute Lasogga als zweite Spitze gebracht hätte, frei nach dem Motto „Alles oder Nichts“

Knäbel meinte nach dem Spiel: „Wir wollten einen offenen Schlagabtausch verhindern und sind dann selbst da reingelaufen. Das war natürlich ein enttäuschender Beginn“. Warum in Gottes Namen lässt er die Abwehr dann so hoch stehen?
„Heute hatten wir keine elf Männer auf dem Platz“ Ja, wie denn? Wir hatten auch keinen „Mann“ an der Seitenlinie. Der Trainer muß das vorleben, was er den Spielern predigt, den unbedingten Willen zum Gewinnen. Ich habe an der Seitenlinie nur Ratlosigkeit gesehen.

Hoffentlich fällt unserer sportlichen Führung bald die Lösung ein

Didi Beiersdorfer meinte über die Fans: „Wir brauchen gerade jetzt unsere Fans, für die es auch harte Zeiten sind. Sie zeigen unglaubliche Haltung und Präsenz“
Dem kann ich voll zustimmen. Gestern waren die Fans die ganze Zeit voll da, aber es wollte einfach kein Funke von der Tribüne auf die Mannschaft überspringen. Was die Lautstärke anging, war es ein Heimspiel für unsere Mannschaft, aber die Mannschaft zeigte keine Reaktion darauf … traurig.

Trotzdem kann ich mich seinem Appell nur anschliessen: Die Fans sind jetzt ganz wichtig, auch wenn es bittere, harte Zeiten sind.

Moment, ich hab da doch tatsächlich noch ein paar Leute vergessen, zu erwähnen. Leute, die auch nicht so ganz unschuldig an dem Desaster gestern sind: Die Mannschaft!

Egal, wer wie an der Seitenlinie steht, egal, wie ratlos derjenige ist, die Mannschaft darf sich so nicht präsentieren. Wir haben mit Djourou, Westermann und Behrami Führungsspieler auf dem Platz, die in solchen Fällen die Mannschaft auch führen müssen. Und kommt mir nicht damit, daß es doch keine Führungsspieler sind, doch sie sind es. Sie müssen mit ihren Mannschaftskollegen zusammen dafür sorgen, daß man nicht nach einem Gegentor zusammenklappt, sie müssen durch Leistung, auch wenn in der 7ten Minute ein eklatanter Fehler begangen wird, voran gehen, sie müssen aufmuntern, sie müssen laut werden, je nachdem, was gerade gebraucht wird. Sie müssen die Mannschaft dirigieren, ihnen zeigen, was zu tun ist, ihnen Tips geben, wenn etwas schief läuft (zB Matze O mal sagen, daß er nicht zum fünften oder sechsten mal seinen Gegenspieler anschiessen soll, wenn der Rest der Mannschaft in der Vorwärtsbewegung ist). Sie müssen auch den Gegernspieler mal umsensen, um die eigene Mannschaft wachzurütteln und dem Gegner zeigen „Bis hierher und nicht weiter“. All das erwarte ich von diesen Spielern, aber auch von den anderen. Da muß Körperspannung zu sehen sein, da muß Wut, Aggression und Wille zu sehen sein, selbst wenn sie nur fünf Meter über den Platz gehen, während das Spiel unterbrochen ist. Das erwarte ich!. Die Fans haben das gestern, ich schrieb es schon, vorgelebt, die Mannschaft muß nachziehen.
Ich erwarte als Fan, daß man den anderen zumindest den Rasen umpflügt, wenn man schon sonst nichts auf die Reihe kriegt.

Es sind noch sieben Spiele.
In diesem Sinne: Nur der HSV (fb)

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