Fietes Saisonrückblick III

In diesem Teil widme ich mich der Hin- und Rückrunde

Köln 0:0, Paderborn 0:3 im eigenen Haus und Hannover 0:2 und die Bayern vor der Brust. 6 Punkte aus diesen drei Spielen war eigentlich das, was ich erwartet hatte, Didis Erwartungen waren wohl nicht viel anders, also wurde Slomka freigesetzt und Joe Zinnbauer „bis auf weiteres“ als Cheftrainer engagiert. Das „bis auf Weiteres“ zeigt mir, Joe sollte anscheinend nur für den Übergang Trainer sein.
0:0 gegen die Bayern, ein guter Start, überhaupt, Joe hat die Defensive dicht gemacht und nach vorne, das würde wohl noch kommen, so war damals meine Meinung und auch die vieler anderer.
Gladbach nur mit Pech verloren, gegen Frankfurt durch nen Sonntagsschuß von Piazon, Dortmund gewonnen, Hoppendorf ein gutes Unentschieden, es lief gar nicht sooo schlecht. Berlin war ein grausamer Rückfall in alte Zeiten. Gegen Bayer und Bremen haben wir dreifach punkten dürfen, wenn wir nicht zuhause gegen Stuttgart mit unserem grottigen Spiel verloren hätten, dann wäre die Hinrunde trotz der Probleme in der Offensive und den Leistungsschwankungen durchaus in Ordnung gewesen. So hatten wir 17 Punkte, wie gesagt, mit einem Sieg gegen Stuttgart wären es 20 Punkte gewesen, man war durchaus im Plan.

Die Winterpause sollte dazu genutzt werden, die Schwächen aufzuarbeiten, also das Passspiel und den Torabschluß verbessern. Dazu verstärkte man sich auch noch mit Ivica Olic (Mit Lasogga, Rudnevs und dem immer noch verletzten Beister als einzige Stürmer in die Saison zu gehen, war eh knapp)
Und man holte mit Marcelo Diaz einen Spieler, der 90 Minuten aktiv war, der das Spiel aus dem DM leiten konnte und der selbst unter Druck nicht die Nerven verlor und ball- und passsicher blieb, selbst wenn der Gegner intensiv presst (die Nervenstärke sollte sich noch auszahlen)
Schade nur, daß die beiden erst auf den letzten Drücker kamen. Beide waren in der Vorbereitung nicht dabei und auch nicht beim ersten Rückrundenspiel.

Die Rückrunde begann mies. Statt gegen den Aufsteiger im eigenen Stadion den Grundstock für eine ordentliche Rückrunde zu legen verloren wir 0:2. Schnell wurde klar, wir haben weiterhin große Probleme, spielerisch Lösungen zu finden. Also gegen Paderborn und Hannover wieder hinten dichtmachen und vorne hilft der liebe Gott. Es funktionierte. Joe wurde mutig und probierte es wieder spielerisch … gegen die Bayern … und ließ damit seine Spieler ins offene Messer rennen. Das Spiel war eindeutig vercoacht, wir verloren 0:8! Irgendwie war das der Anfang vom Ende. Spielerisch entwickelten wir uns rückwärts, also das Spiel gegen Hertha kam, war klar, das ist ein vorgezogenes Endspiel, ein Spiel, das man gewinnen MUSS. Und wie fast immer, wenn solche Spiele kamen, verloren wir.
Daß Joe zu dem Zeitpunkt seinen Hut nehmen musste, war eine Entscheidung, die viele nachvollziehen konnten. Ein Schritt, der im Grunde zu spät kam, die Mannschaft hatte nach dem Bayernspiel das Vertrauen zu Joe verloren, die Mannschaft fiel auseinander.
Den nun folgenden Schritt hat wohl so wirklich kein Mensch begriffen: Peter Knäbel, unser Direktor Sport, sollte die Mannschaft bis zum Saisonende führen.
Auch wenn ich diese Entscheidung versucht hab zu verteidigen … wenn ich ehrlich bin, ich war geschockt! Ein Mann mit dem Charisma einer Schlaftablette (sorry), der vor etlichen Jahren mal als Spielertrainer einen schweizer Drittligisten trainiert hat, sollte in dieser extrem schwierigen Phase den Klassenerhalt retten? Das konnte nur in die Hose gehen und es ging auch prompt in die Hose. Peter Knäbel ist als Trainer grandios gescheitert. So sehr, daß er auch als Sportdirektor Schaden genommen hat!

Aber dann hatte der Fußballgott ein Einsehen mit uns HSV-Fans und Bruno Labbadia wurde der neue Trainer.
Ein Sieg im ersten Spiel blieb uns verwehrt, aber es war schon mehr Struktur im Spiel zu sehen, als vorher. Die Spieler guckten nicht mehr so hilflos, wie unter Peter Knäbel, Bruno gab ihnen Sicherheit.

Zeitgleich hat der SC viel dafür unternommen, um die Fans hinter die Mannschaft zu bringen (dranglauben/AlleMannanBord). Mit der beispiellosen Unterstützung der Fans und Bruno Labbadia als Trainer gelang das, woran viele nicht mehr geglaubt haben, man erreichte noch die Relegation.
Tendenziell wurde das Spiel unserer Mannschaft immer besser, wir entfernten uns vom „Joe-Zinnbauer-Style“
Bruno setzte auch zunehmend auf Spieler, die im Grunde keine Zukunft mehr bei uns haben sollten: Kacar, Ilicevic usw. Sie dankten es ihm mit Leistung. Behrami der sich beim Wolfsburgspiel noch in der Halbzeitpause heftig mit Djourou gezofft hatte, war ganz aussen vor, man munkelt aber, daß das wenig mit seiner Oberschenkelzerrung zu tun hat.

Unter Bruno spielte man gegen Bremen gut, gegen Augsburg und Mainz sehr gut, aber man verpasste es, den Sack gegen Freiburg und Stuttgart zuzumachen. Gerade gegen Stuttgart war es eigentlich unerklärlich. Man hatte nach einer Viertelstunde das 1:0 geschossen und brach dann ein, anstatt mit dem Selbstbewusstsein des Führenden das Spiel zu dominieren. In diesem Spiel hätten wir den direkten Abstieg schon vermeiden können und es hätte nur ein Punkt, unabhängig von den anderen Spielen, am letzten Spieltag gereicht, um die Klasse sicher zu halten. Aber die Mannschaft wollte es lieber spannend. Ich verstehe bis heute nicht, warum sich die Mannschaft nicht mehr gewehrt hat. So musste heftigst gezittert werden.

Die Relegation gegen den KSC begann nicht gut. Rouven Hennings hat mit einem Glücksschuß schon nach 4 Minuten das Tor getroffen. Das schockte unsere Mannschaft sichtlich. In der Folge steckte man zwar nicht auf, aber es gelang wenig. Erst in der zweiten Halbzeit erholten wir uns davon und wurden immer etwas besser. Nachdem Ivo den Ausgleich schoss, dominierten wir das Spiel. Unterm Strich ein gerechtes Unentschieden.
In Karlsruhe lief es dagegen anders. Der HSV war über weite Strecken des Spiels eindeutig die bessere Mannschaft. Man gönnte sich nur eine kleine Phase, in der man den Druck etwas heraus nahm. Karlsruhe nutzte das, um in Führung zu gehen. Von da ab gab es Powerplay von Seiten des HSV. Nach einem strittigen Freistoßpfiff versenkte Marcelo Diaz den Ball direkt im Tor … Verlängerung. Bemerkenswert war, daß eigentlich Rafa den Ball selber schießen wollte. Alles konzentrierte sich auf Rafa, aber Diaz reagierte nach dem Pfiff am schnellsten. Der Mann hat Nerven aus Stahl. In der Verlängerung hatte der KSC dem Drängen des HSV kaum noch etwas entgegenzusetzen. Der schon fast geniale Schachzug von Bruno, Cléber als, tja, als was eigentlich? Als Mann für alle Fälle aufs Feld zu schicken, zeigte Wirkung. Cléber brachte den Pass so in den Strafraum, daß Müller ihn nur noch einnetzen brauchte. Nun war der Widerstand gebrochen, der KSC hätte in 5 Minuten noch zwei Tore schießen müssen. Da änderte der strittige Elfmeter in den Schlußminuten auch nichts dran.

Dies ist sicherlich nicht der interessanteste Teil meines Saisonrückblicks, aber ich finde das gehört dazu. Morgen geht’s weiter (fb)

Fietes Rückblick Nr. I

Fietes Rückblick Nr. II

Fietes Rückblick Nr. IV

Fietes Rückblick Nr. V

Fietes Saisonrückblick II

Im zweiten Teil des Saisonrückblicks widme ich mich den Transfers. Wie man allgemein lesen kann, haben wir ja über 30 Mio investiert … und trotzdem nur Abstiegskampf.
Fakt ist, wir haben über die gesamte Saison Spieler für 33 Mio geholt, aber auch Spieler für 23 Mio verkauft. Netto haben wir also 10 Mio investiert.
Bei den Verkäufen sticht Hakan IQ10 hervor. 14,5 Mio haben wir für ihn eingenommen, wir haben damit aber auch 14,5 Mio an Qualität verloren, das wird oft vergessen. Über seinen Charakter will ich mich hier nicht auslassen, aber Fußball spielen kann er.
Der nächstgrößere Posten bei den Verkäufen ist Milan Badelj. Er wurde verkauft, weil es für ihn ein gutes Angebot gab (4 Mio) und er uns gerade wenn es eng wurde, nicht sehr geholfen hat. Außerdem hatten wir mit ihm und Tolgay Arslan zwei recht ähnliche Spielertypen auf dem Platz.
Das meiste Geld haben wir für die Verpflichtung von Pierre-Michel Lasogga ausgegeben. Ein Spieler, der schon in der Saison vorher für uns gespielt hat, also nur zur Qualitätssicherung und nicht zur Verstärkung des Kaders. Für meine Begriffe haben wir zu viel für ihn bezahlt, aber ich kann durchaus die Gründe dafür verstehen. Er war der Spieler, der mit 15 Toren in nur 24 Spielen der Torgarant war. Und er hat nicht nur oft getroffen, sondern auch wichtige Tore geschossen, wie zB das eine Tor in der Relegation. Spieler, die zweistellig treffen, sind nunmal teuer. Und von ihm wusste man, daß er in Hamburg funktioniert.
Mit Nicolai Müller holte man sich einen Spieler, der in Mainz nicht nur 10 Tore und 4 Assists gemacht hatte, der auch alle drei Positionen im OM spielen kann. In Mainz hat er links, rechts, zentral hinter dem Sturm und sogar als Mittelstürmer. Er gilt auch als schneller Spieler, passt also in das Anforderungsprofil von Slomka. Ob man wirklich für ihn 4,5 Mio hätte ausgeben müssen, sei mal dahingestellt, richtig angekommen ist er in Hamburg auch noch nicht.
Ersatz für Milan Badelj sollte Valon Behrami sein. Ein Spieler, den Didi schon gerne in seiner letzten Zeit als SpoDi des HSV nach Hamburg gelotst hätte. Möglich war seine Verpflichtung nur, weil er Knieprobleme hatte und deshalb nicht immer trainieren konnte. 3,5 Mio wurde für ihn ausgegeben. Er sollte der Führungsspieler im DM werden, Teil der Achse Adler-Behrami-van der Vaart-Lasogga. Dumm nur, daß trainingsfaule Spieler, die dazu noch Probleme mit der Autorität haben, nicht als Führungsspieler taugen. Ich frage mich, ob man das nicht hätte besser wissen können, aber dazu fehlte vielleicht ja die Zeit.
Matthias Ostrzolek kam von Augsburg und wollte sich verbessern … hmm, hat nicht so ganz geklappt. Daß es nicht geklappt hat, lag zum Teil auch an ihm, denn so richtig überzeugen konnte er auch nicht und wurde teilweise durch Ronny Marcos ersetzt. Ronny ist ein feiner Kerl, aber kein Erstligaspieler, das sagt also einiges über die Leistung von Matze aus.
Mit Lewis Holtby kam einer der Bruchwegboys nach Hamburg, aber sein Können hat er leider nur am Bruchweg zeigen können. Seither läuft er seiner Leistung hinterher, wechselt oft die Vereine, kommt nie richtig zur Ruhe. Hochmotiviert schafft er es auch nicht beim HSV, der Mannschaft den Stempel aufzudrücken. Vielleicht kommt es ja noch, er wird wohl bleiben und seit langer Zeit mal bei einem Verein in die zweite Saison gehen.
Zoltán Stieber galt von Anfang an als unerwünscht (Danke Karl Gernandt), war aber letztlich ein guter Ergänzungsspieler, der durchaus mit den als Leistungsträger geholten Spielern mithalten konnte. Ein Spieler, der Spaß am Fußball hat und damit auch die Mannschaft belebt.
Cléber Reis wurde offensichtlich als Vorgriff auf die Zukunft geholt. Als Brasilianer hat er erwartungsgemäß Anpassungsschwierigkeiten, aber wenn er gebraucht wurde, war er da. Ich denke, er wird sich noch weiter entwickeln.
Über Julian Green decken wir lieber den Mantel des Schweigen, zum Glück war er nur geliehen

Aufgrund der Probleme der Hinrunde und des Abgangs von Tolgay Arslan wurden in der Winterpause Ivica Olic und Marcelo Diaz geholt.
Olic hatte in der ersten Saisonhälfte 5mal für Wob getroffen, wusste also durchaus, wo das Tor steht. Ausserdem ist er jemand, der nie stillsteht (im Gegensatz zu einigen seiner Mannschaftskameraden) und auch in seiner Trainingsauffassung ein Vorbild für die jungen Spieler ist. Er wird nicht jünger, das merkt man ihm schon an, aber eine Saison schafft er noch. Danach soll er im Jugendbereich des Vereins arbeiten, ich vermute, im Trainerteam. Vermutlich eine gute Entscheidung, einen so engagierten Spieler dort einzubinden.
Die Verpflichtung von Marcelo Diaz war ein Zeichen dafür, daß man erkannt hat, woran es in der Mannschaft fehlt. Er ist ein Spieler, der sehr engagiert ist, der von hinten das Spiel leiten und aufbauen kann und der selbst unter Druck nicht die Nerven verliert, sondern den Gegner noch ausspielen kann. In Zeiten intensiven Pressings ist das Gold wert. Schade, daß er so lange in der Rückrunde verletzt war. Wie nervenstark er ist, haben wir ja auch in Karlsruhe erfahren dürfen.

Auffällig, aber typisch für Dietmar Beiersdorfer, viele der Transfers wurden erst in letzter Minute getätigt. Wie soll sich eine Mannschaft einspielen, wenn die Spieler nicht die Vorbereitung mitmachen können?

Unterm Strich: Ich denke, man hat größtenteils die richtigen Spieler geholt, daß es in dieser Saison nicht lief, lag meiner Ansicht nach nicht an der Qualität der Spieler. Oftmals wurde meiner laienhaften Ansicht nach zuviel bezahlt und die Spieler kamen zu spät. Sorry, wenn man schon keine Schnäppchen holt, dann doch bittesehr rechtzeitig. (fb)

Fietes Rückblick Nr. I

Fietes Rückblick Nr. III

Fietes Rückblick Nr. IV

Fietes Rückblick Nr. V

Fietes Saisonrückblick I

Uff, ich bin immer noch feddisch.
Diese Saison hat uns Fans mal wieder alles abverlangt, dabei sollte doch
alles besser werden.

Ich möchte die Saison in meinen persönlichen Saisonrückblick packen. Da dieser etwas ausführlicher wird, verteile ich ihn auf mehrere Teile. Da es mein persönlicher Rückblick ist, wird sich nicht jeder in allen meinen Äusserungen wiederfinden, aber in den Kommentarfunktionen können wir ja gerne darüber diskutieren.

Im letzten Jahr haben wir am 25.05. die Satzungsänderungen nach HSVPlus beschlossen. Das war ein großer Akt, wir brauchten minimum 75% der abgegebenen Stimmen und die Gegner von HSVPlus waren sehr aktive Vereinsmitglieder mit der Unterstützung der aktiven Fanschaft. Um viele Stimmen zu bekommen, mussten Kompromisse eingegangen werden, durch die chaotische Führung des Vereins unter Ertel, Hunke & Co war der HSV in extreme Schieflage geraten, es war also keine Zeit zu verschenken.

Die Kompromisse, die ich persönlich eingegangen bin, waren die Möglichkeit für Anteilsverkäufe (ich denke auch heute noch, man hätte es anders regeln können) und auch die Sache mit dem Beirat. Das wird über kurz oder lang zu Ärger führen, einen Vorgeschmack gab es bei der letzten MV ja schon. Allerdings muß ich zugeben, ich weiß selber nicht, wie man das besser gestalten kann.

Trotz dessen, war HSVPlus alternativlos und ich freue mich noch immer, daß wir es geschafft haben. Der 25.05.14 bleibt für mich immer noch ein Feiertag für den HSV.

Bei der Kandidatenvorstellung für den Aufsichtsrat wurde von Karl Gernandt betont, man solle vom Aufsichtsrat nichts mehr hören und sehen. Wäre schön gewesen, er hätte sich an diese Worte gehalten. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn sich der AR-Vorsitzende mal zu Worte meldet, aber dann zu den Themen, die ihm zustehen. Das operative Geschäft ist Sache des Vorstands. Trainer, Spieler, Neuverpflichtungen usw sind nicht seine Verantwortlichkeit, ich wünsche und erwarte in Zukunft darüber aus dem AR nichts mehr zu hören.

Bei dieser Kandidatenvorstellung wurde auch ein Name genannt, der mich enttäuscht hat: Dietmar Beiersdorfer. Als SpoDi hätte ich seine Verpflichtung verstanden, als Vorstandsvorsitzenden, oder CEO, wie es neudeutsch ja heißt, halte ich ihn für eine Fehlbesetzung. Da hätte ich mir jemanden gewünscht, der keinen Stallgeruch hat, der entscheidungsfreudiger ist. Es muß keiner sein, der bei jedem beliebt ist, er soll einfach nur gute Entscheidungen treffen. Von Didi wissen wir, er ist keiner, der gerne Entscheidungen trifft.
Trotzdem war HSVPlus der richtige Weg

Die Amtszeit unseres neuen AR war noch nichtmal angefangen, da gab es schon den ersten Ärger: Kreuzer, der seinen Job gemacht und Zoltán Stieber verpflichtet hat, bekam einen öffentlichen Rüffel vom neuen AR-Vorsitzenden: „Diesen Transfer hätten wir so nicht getätigt“. Wow, noch nicht im Amt und schon den ersten Fettnapf zielsicher getroffen … toll.

Die HSVPlus-Gruppe versuchte einzugreifen und scheiterte. Man hatte den Einfluss verloren. Das hatten sich anscheinend einige anders vorgestellt. In der Sache gebe ich der HSVPlus-Gruppe Recht, denn Karl Gernandt hat sich nicht gerade gut verhalten. Auf der anderen Seite wollten wir einen Aufsichtsrat, der sich nicht von den vielen verschiedenen Gruppierungen beeinflussen lässt. Weder von der Hunke-Gruppe, noch der Delta-Loge oder der der cfhh, die den SC damals fest im Griff hatte. Der AR sollte von all diesen verschiedenen Gruppierungen autonom agieren. Sachen, wie zB die Abberufung eines Sportdirektors, weil er von „interessierten Kreisen“ zur lame Duck verbrannt wurde, sollte es nicht mehr geben. Und das traf jetzt eben auch die HSVPlus-Gruppe.
Was diese darauf versuchte, war ein Rückfall in alte HSV-Zeiten. Weil man den AR-Vorsitzenden nicht direkt beeinflussen konnte, wählte man den Schritt an die Öffentlichkeit. Karl Gernandt wurde systematisch diskreditiert …. Pfui!
Auch Wenn Karl Gernandt und der Rest des Aufsichtsrats nicht immer gute Entscheidungen getroffen haben, es ist gut für den HSV, daß sie autonom geblieben sind.

Sagt euch der Name Klaus Meetz noch was? Niemand würde seinen Namen noch kennen, wenn er nicht versucht hätte, auf juristischem Weg den Willen von 87% der anwesenden Mitglieder zu verhindern. Letztlich hat es dazu geführt, daß die neue HSV-Führung später das Amt übernehmen konnte und in der wertvollen Transferperiode und Vorbereitungsphase auf die neue Saison, Zeit verloren hat.

Didi musste sich, noch nicht mal im Amt, auch schon mit dem allgegenwärtigen Kühne herumärgern. Didi hatte angekündigt, mit jedem Angstellten Gespräche zu führen, angefangen beim Trainer. KMK hat daraufhin klargestellt, daß er eine Entlassung Slomkas erwartet. Wie verhält man sich da? Ich bin überzeugt, daß am Ende des Gespräches die Entlassung Slomkas gestanden hätte. Aber wenn er das gemacht hätte, wäre Didi in der Öffentlichkeit eine Marionette Kühnes gewesen. Und viel schlimmer noch, Kühne hätte gedacht, daß er damit durchkommt, wenn er sich über Interviews ins Geschäft des HSV einmischt. Egal wie Didi sich entscheidet, es war ein denkbar schlechter Start in den neuen Job. (fb)

Fietes Rückblick Nr. II

Fietes Rückblick Nr. III

Fietes Rückblick Nr. IV

Fietes Rückblick Nr. V

Die Uhr – pro und contra

Die Uhr

In den letzten Tagen und Wochen wird vieles beim HSV kontrovers diskutiert, das ist gut so.
Unter anderem redet man auch viel über unsere Uhr. Deshalb muß sie auch ein Thema bei den Blog-Perlen sein.

Pro:
René Adler sagte über die Uhr: „Baut die Uhr ab, stellt sie ins Museum. Hauptsache, wir spielen 1. Liga.“
Philipp Max vom KSC meinte: „Es ist an der Zeit, daß wir dem Dino die Uhr abstellen“

Was sagt uns diese Uhr? Sie sagt uns und aller Welt, der HSV ist der Dino, der HSV ist der Verein, der von Anfang an dabei war. Nicht die Bayern oder der BvB, nicht Wob oder gar Rasenballsport Leipzig, sondern der HSV.

Und wie ist diese Aussage zu betrachten:
Erstens ist es ein Alleinstellungsmerkmal. Für’s Marketing sind solche Alleinstellungsmerkmale ein Segen.
Diese Aussage zeigt aber auch die ganze Tradition, die dieser große Club zu bieten hat. Wir Fans sind stolz darauf, Fan vom Dino zu sein. Auch der Fan, der sagt „Mir ist die Tradition egal, Hauptsache, wir spielen erfolgreich“ ist ein wenig stolz auf diese Uhr und auf das, wofür sie steht. So banal und unpragmatisch das auch klingt, es ist so. Der Fußball lebt von Emotionen, die Uhr ist ein Teil der Emotionen dieses Sports.

„Baut die Uhr ab, stellt sie ins Museum. Hauptsache, wir spielen 1. Liga.“ sagt René Adler. Klar, die Hauptsache ist, daß wir erste Liga spielen. Aber hindert uns, oder vielmehr die Spieler, die Uhr daran? Ich denke nein. Wenn jemand sich durch die Uhr gehemmt fühlt, dann geht er falsch an die Sache ran. Die Uhr ist keine Belastung, vielmehr sollte sie für die Spieler ein Ansporn sein. Es muß einen Spieler doch mit Stolz erfüllen, für einen so traditionsreichen Verein, wie den HSV, die Stiefel zu schnüren, egal wie chaotisch es in den letzten Jahren zuging. Diesen Stolz kann man durchaus in positive Energie umwandeln. Diese Tradition, die die Uhr verkörpert, ist eine Stärke, die man hervorheben kann.
Und ich bin überzeugt, daß im Abstiegskampf der eine oder andere noch ein wenig mehr gelaufen ist, weil er nicht derjenige sein möchte, der die Uhr zum Stillstand gebracht hat. Absteigen ist nicht schön, aber die Uhr zum Stehen zu bringen, diesen Makel möchte niemand in seinem Lebenslauf stehen haben.

„Es ist an der Zeit, daß wir dem Dino die Uhr abstellen“ meinte Max vollmundig vor dem Spiel gegen den HSV. Die Uhr ist sicherlich eine Kampfansage und auch Provokation des HSV an die anderen Vereine. Aber lebt der Fußball nicht auch von den Frozzeleien mit den anderen Fans? Die Uhr ist bildgewordene Frozzelei des HSV gegen die anderen Mannschaften, aber eine harmlose, nicht auf Beleidigungen basierende Frozzelei. Es wird niemand herabgewürdigt, es wird nur auf unsere Tradition, auf unsere Leistung in der Vergangenheit hingewiesen. Das gehört zum Fußball dazu.

Wie ich schrieb, die Uhr ist ein Zeugnis der Leistungen in der Vergangeheit. Im Grunde können wir uns nichts dafür kaufen, daß wir so lange in der ersten Liga sind (nimmt man mal den Marketingeffekt aus). Aber sie hindert niemanden daran, seine Leistungen im Hier und Jetzt zu bringen. Sie ist nicht die Ursache dafür, daß es in den letzten Jahren bei uns nicht läuft, wie gewünscht.

Die Uhr ist ein positiver Ausdruck unserer Tradition und beim Thema Tradition halte ich es wie Georg Bernard Shaw: „Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ Lasst uns unsere Uhr, damit sie uns den rechten Weg leuchten kann(fb)

Contra:
Die Uhr muss weg! Alles auf Null, Neuanfang, Umbruch (der gefühlt 87te!). Und bei der Gelegenheit auch gleich weg mit der Uhr, die uns bei jedem Heimspiel darauf hinweist, wie lange wir schon in der Bundesliga sind! Alles weg, das ist momentan in beim HSV. Also, zumindest wenn es nach den meisten Medien und einer Menge an Stimmen inner- und vor allem außerhalb des Vereins geht. Und womit sind sie der Meinung? Mit Recht! Zum zweiten Mal hintereinander sind wir dem Abstieg von der Schippe gesprungen. Zeit, etwas zu ändern! Zeit, die Spielern, denen man mit dieser Uhr ständig ein mahnendes Relikt vor die Nase hält, zumindest von diesem Druck zu befreien! Zeit, Fussball- Deutschland zu zeigen, dass wir uns nicht nur auf die Uhr reduzieren lassen und gut und gerne auf sie verzichten können! Und nicht zuletzt Zeit, das Symbol für den Beginn des Niedergangs erfolgreicher Spielzeiten endgültig einem Neustart zu opfern. Schließlich hängt die Uhr seit 2001, dem Anfang vom (fast) Ende… Mir fallen spontan zwei sehr gute Standorte für die TickTack, die uns HSVer wie nichts anderes in Pro und contra spaltet, ein: bringt sie ins Museum! Dort kann sie, neben Pokalen und Meisterschalen, meinetwegen einen Ehrenplatz erhalten! Oder baut ihr ein neues Zuhause im Rahmen des Campusses, wo die vielen Nachwuchssportler mit einem Blick wissen, in welch geilem Verein sie doch gelandet sind, sobald sie draufschauen! Alles, nur nicht im Stadion brauch ich diesen „uhrzeitlichen“ Mahner! Wir HSVer haben doch nun wirklich viel mehr zu bieten! Wir haben ein geiles Stadion, „Hamburg unsere Perle“ und ab dem kommenden Jahr dann auch hoffentlich wieder eine Mannschaft, die mit gutem Fußball begeistert und junge Spieler, die die Raute in ihrem Herzen tragen! Und wie sang schon Herbert Grönemeyer vor Jahren so schön: „Zeit, dass sich was dreht!“ PS: Nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich bin durchaus stolz darauf, dass wir als einzige Mannschaft noch nie abgestiegen sind. Ich bin auch stolz, dass wir der DINO sind. (cm)

Von Demut und Dankbarkeit!

Näääääää, liebe Leute! Aber nicht von mir! Hätte jetzt sicherlich auch niemand erwartet, denn wer mich und meine Statements die letzten Tage ein wenig verfolgt hat der weiß, dass ich bei dem Thema inzwischen einen riesen (sorry) Kotzeimer neben dem PC stehen habe 😉

Also, nochmal von vorne:

Von Tränen und dicken blauen Kissen!

Schon besser!
Wobei wir zunächst festhalten, dass es sich um meinen ureigensten Augenüberfluss und bei dem dicken blauen Kissen NICHT um meinen Mann handelt, wie man mir jüngst schon mal unterstellen wollte.
Aber fangen wir am Anfang an.
Normalerweise schlafe ich bei Vollmond gute drei Tage vorher bis drei Tage danach, miserabel. La Luna und ich, das will so gar nicht zusammen!
In der Nacht von Mittwoch auf vergangenen Donnerstag störte nichts mein Gebubel. Was beim anschließenden Fußballspiel rauskam, wissen wir ja inzwischen. Mein HSV stümperte sich zu einem gequälten 1:1, gegen verdammt starke Karlsruher.
Und so stand ich am Montag, gegen 9Uhr, mit schreckensgeweiteten Augen senkrecht im Bett. Ich hatte durchgeschlafen!
Der Tag war gelaufen, der HSV abgestiegen! Ich war fest davon überzeugt und nervte meine bessere Hälfte (ja, ja, nicht nur die!) mindestens jede 30 Minuten mit einem entsprechenden Beitrag und dem dazu passenden Gesichtsausdruck. Irgendwann ging er einkaufen (macht er sonst fast nie!) und ließ mich mit meinem Gesichtsausdruck allein!

Ich hatte leider keine Zeit, beleidigt zu sein und rettete mich mit mehr oder weniger sinnvollen Beschäftigungen über den Tag.
Essen? Überbewertet! Trinken? Ein Bier für die Ruhe und nen Schnaps für die Nerven.
Anpfiff.
Ich saß regungslos, einem Standbild gleich, auf dem von der Saison malträtierten Sofa. Nur meine linke Hand langte ab und zu zum Bierglas, in dem irgendwie ein Loch sein musste, da es ständig leer war!
Zwischendurch sah ich irgendwas, das wirklich wie Fußball aussah! Wieder sah man das eigentlich in den Spielern schlummernde Potential. Wie immer dann, wenn der Druck am größten war!

Ich überlebte die 1. Hälfte mehr oder weniger unbeschadet. Allerdings wuchs die Angst vor einem endgültigen 0:0, mit dem die Karlsruher auf- und wir abgestiegen wären.
Doch nix mit 0:0, es ging noch schlimmer! Nach der Pause drehten die Karlsruher auf! Mein Mann hatte inzwischen die Korn-Gemisch-Flasche an den Tisch geholt. Wahrscheinlich lag es an unserem Konsum, dass die Karlsruher meinten, dem Korn müsse jetzt mal ein Tor folgen. In der 78. Minute netzten sie, zu meinem größten Entsetzen, ein!

Das war der Moment für das dicke, blaue Kissen! Ab der Minute öffneten sich meine Schleusen, das Kissen fing den Tränenfluss auf und musste einen ständig wachsenden Druck meiner es fest umklammernden Arme ertragen!
Ich war durch! Durch mit mir, durch mit dem Tag, durch mit dem HSV, der war abgestiegen! Ich versuchte krampfhaft mir vorzustellen, wie sich 2. Liga anfühlt. Ich schaffte es nicht!
Dermaßen in Gedanken entging mir selbst der von Gräfe (zu Recht oder Unrecht, mir sowas von Latte) gepfiffene Freistoß in der 90. Minute. Auch egal. Durch den nicht enden wollenden Tränenschleier hätte ich eh nichts gesehen…
Ein Jubelschrei vom benachbarten Sessel und eine dementsprechende Geräuschkulisse aus dem Fernseher ließ mich aufschrecken!

Diaz, du Fußballgott! Wie, bitte wie hat er das gemacht???
Seit wann kann Diaz Freistöße á la Schaladingens?
Meine Anspannung entlud sich in einem Urschrei! Eigentlich hätten sämtliche Nachbarn in dem Moment die Feuerwehr rufen müssen. Taten sie aber nicht, sie kennen das schon.
Ich schrie, ich heulte, ich trommelte auf dem Tisch herum! Alles auf einmal! Jaha Leute, ich bin Multitasking fähig!!!

Der Rest ist schnell erzählt, wir haben am nächsten Tag einfach ein Abpumpkommando bestellt, der das Wohnzimmer wieder trocken legte, denn besser wurde das mit den Schleusen auch beim 1:2 nicht wirklich. Und der Elfmeter für Karlsruhe wurde durch den nicht enden wollenden…. Ach, ihr wisst schon… 😉

Relegation 2014? Kinderkram, Leute!
Das, was uns der HSV in diesem Jahr zumutete, war Folter und gehört eigentlich völkerrechtlich zumindest negativ erwähnt!

Aller guten Dinge sind 3? Nicht mit mir, ihr Lieben! Sollte man aus den vergangenen zwei grottenschlechten Saisons nichts gelernt haben, wandere ich zur nächsten Relegation ganz einfach aus! Und das dicke, blaue Kissen kommt mit!
(mg)

P.S. Bevor Fragen kommen: der Cent ist beim Juwelier 😉

Es ist doch nur Fußball! Es ist doch nur Fußball???

Warum einfach, wenn es auch umständlich geht? Der HSV macht es seinen Fans weiterhin nicht leicht. Das 1. Relegationsspiel endet 1:1. Das Hoffen, Bangen, die Angst um den Klassenerhalt geht weiter! In meinen Augen war es genau der befürchtete Abstiegsk(r)ampf. Während der HSV bemüht war, einen geordneten Spielaufbau, mit Zug zum Tor hinzubekommen, und mit dem Kopfball von Olic auch gleich eine große Chance zur 1-0 Führung hatte, gelang (natürlich) ausgerechnet dem Ex-HSVer, Ex-St.Paulianer und gebürtigem Oldesloer Rouwen Hennings das 0-1. Danke übrigens an Herrn Simon von der ARD, für die gefühlten 150 Erwähnungen. Unsere Abwehr sah beim Gegentor unglücklich aus. Anscheinend hatte man nicht mit einem Schuss aus der Entfernung gerechnet. Warum Hennings allerdings, aus der Position und so vollkommen frei zum Schuss kommen durfte, ist mir heute noch ein Rätsel. Fortan konnte man die Angst und Unsicherheit unserer Elf mit den Händen greifen. Karlsruhe war schwer bespielbar, zog sich engmaschig immer weiter zurück, blieb nach vorne aber weiterhin sehr gefährlich.

Unsere Mannschaft machte kein so schlechtes Spiel. Es gab, in der abgelaufenen Saison schon wirklich schlechtere Leistungen! Sie waren immer bemüht, nach vorne zu spielen, jedoch fehlte der entscheidende Pass in die Spitze oder mal eine gefährliche Flanke. Ebenso kamen viele Pässe sehr ungenau zum Mitspieler, so dass der ballannehmende Spieler meist eher „dösbaddelig“ aussah und hier und da vielleicht der Eindruck entstand, dass nicht gekämpft wurde. Den Willen und den Einsatz möchte ich der Mannschaft aber auf alle Fälle NICHT absprechen. Die beiden Sperren von Kacar und HW4 tun weh, können aber durch VdV und Diekmeier ersetzt werden. Es ist somit für Rafa die Möglichkeit, sich positiv zu verabschieden.

Es war, nur noch mal zur Erinnerung, gestern ein Spiel UM DEN VERBLEIB IN DER BUNDESLIGA und KEIN Spiel in der Champions League. Aufgrund des Spielverlaufs ist das 1-1 glücklich aber auch nicht unverdient und immer noch eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Montag. Zumindest wenn man an die letzten 30 Minuten der 2. Halbzeit anknüpft. Immerhin: Im 3. Spiel einer Relegation wieder nicht verloren. In Karlsruhe reicht ein Sieg, egal wie, oder auch ein 2:2.

Noch was: In den vergangenen Tagen, Wochen habe ich in diversen Blogs sehr viel zum Thema „Fan sein“ gelesen. Es gab diverse Diskussionen, wie nah es vielen Fans geht, was gerade mit dem HSV passiert. Diese Debatten finde ich sehr interessant und es amüsiert mich immer mehr, je öfter ich es lese. „Besserfans“ ??? In meinen Augen gibt es so etwas nicht. Als HSV Fan und Fan im Allgemeinen, kannst Du stiller Beobachter, leidenschaftlicher Allesfahrer, zurückhaltender Beobachter, schreiender Kuttenträger, emotionaler Facebookschreiber, Dauer-Twitterer oder was sonst noch sein. Wer will da urteilen, was besser oder was schlechter ist? Für mich eine absolut überflüssige Diskussion.

Auch die Debatte um „Es ist doch nur Fußball“ finde ich spannend. Vor ein paar Tagen hat der von mir sehr geschätzte Rebiger (https://twitter.com/rebiger) einen Blog geschrieben, in dem er beschreibt, dass er Fan ist, ihn die Geschehnisse aber nicht so mitnehmen, wie andere. Er leidet jedenfalls nicht an Schlafproblemen oder ähnlichem. Ich habe ihn um ein Rezept gebeten, leider ohne Erfolg. Er meinte, das kommt mit dem Alter. Da ich aber die 40 auch schon hinter mir habe, sieht es um eine „Heilungschance“ doch sehr unrealistisch aus 🙂 . Ich beneide ihn für seine Gelassenheit sehr. Ich hätte auch gerne etwas davon. (https://einhundertvierzigplus.wordpress.com/…/es-ist-doch-…/)

Bis Montag heißt es jetzt wieder für uns alle: Kopf frei kriegen, kämpfen und dann die Mannschaft ein allerletztes Mal unterstützen.

Für den einen ist es Fußball, für die anderen die schönste Sache der Welt 😉
‪#‎NurderHSV‬

(CM)

Von Altverträgen und Beta-Blockern

Inzwischen schäme ich mich meiner Tränen nicht mehr. Denn ich weiß, sie fließen automatisch, so es denn auch nur einen Grund dafür gibt. Ein Tor zum Beispiel.
Also stand ich vergangenen Samstag seit dem 1:0, in der 49. Minute, realistisch gesehen 45 Minuten „unter Wasser“.
Dabei hatte die 1. Halbzeit nicht wirklich Anlass zur Hoffnung gegeben, viel zu oft sah man nur wieder dieses gewohnt unsichere Ballgeschiebe. Schlimm genug, dass man in die übrigen Stadien schauen musste, da man sich nicht mal mehr aus eigener Kraft retten konnte. Das bange Schauen hatte früh Sinn: Alle spielten (mal wieder) für uns, nur wir selber nicht. Und ich rechnetet eigentlich auch mit Auswechselungen, zur 2. Halbzeit. By the Way, was man mit Rudi gemacht hat, dass er nicht mal das vielbesungene Scheunentor trifft… Es wird mir wohl ein Rätsel bleiben!
Dass das erste Tor von Ivo kam, freut mich umso mehr. Er hat sich für das stetige Umpflügen des Rasenackers endlich mal wieder belohnt!
Positiv herauszuheben sei an dieser Stelle erneut Kacar, der im ansonsten oft so toten Mittelfeld das ein oder andere Mal für gute Balleroberungen sorgte.
Dass ein anderer der längst Aussortierten und von einigen Trainern zum Un-Fußballer erklärten Spieler dann für die Entscheidung sorgte, passt in die Saison, wie die unzählbaren Trainer, die sich an dem nicht vorhandenen Mannschaftsgefüge die Zähne ausbissen.
Slobodan Rajkovic netzte in der 58. per Kopf ein, nachdem auch ein Holtby endlich mal das tat, wofür man ihn geholt hat: Vorlagen geben. Und sei es „nur“ durch einen Standard!
Sichtbar war genau DAS der so lang ersehnte Brustlöser. Plötzlich kamen auch mal lange Pässe an und die Mannschaft präsentierte sich als Mannschaft! (Danke, Bruno!)

Dem Trainer allein sollte übrigens auch obliegen, sich die Mannschaft für die neue Saison zusammenzustellen! Das wird ihm in der 1. leichter fallen, als in der 2. Liga! Denn im Unterhaus werden uns sicherlich mehr Leistungsträger verlassen müssen, als in Liga 1! Wobei man, menschlich gesehen, von allen Spielern, nach DER Saison eigentlich erwarten könnte, dass sie bei Abstieg freiwillig auf die Hälfte ihres reichlichen Salärs verzichten (ja ich weiß, das ist ein frommer Wunsch!)
Jedenfalls steht auch für Labbadia die Entscheidung an, ob man mit Kacar oder Rajkovic verlängern soll oder eventuell auch auf einen Westermann nicht verzichten mag.

Für mich sind Gojko und Slobo inzwischen authentischer und auch mehr der Raute verbunden, als ein Jansen oder ein van der Vaart, die während der gesamten Saison mehr enttäuschten, als begeisterten. Und ich hoffe inständig, Bruno lässt beide am Donnerstag draußen!
Und ich bin ehrlich, für mich gehören ALLE Altverträge (so leid es mir für einige tut) nicht verlängert.
Neuanfang ist Neuanfang und genug Erfahrung bleibt mit Leuten wie Olic, Djourou, Adler, Holtby und Díaz auch im Team! Die, die bleiben, müssen sich ihrer Rolle als Führungsspieler bewusst werden und die jungen Spieler (die hoffentlich von unten hochgezogen werden) langsam an die Mannschaft heranführen. Ohne dass da wieder der Druck des Klassenerhaltes dahintersteht, wie es nur allzu oft schon bei Einsätzen von Gouida oder Götz der Fall war. Das wird einige Jahre der Konsolidierung bedeuten, die wir hoffentlich im gesicherten Mittelfeld der Liga überleben. Und wir brauchen wieder einen Kapitän, der seinen Namen auch verdient!

Doch bevor all das angepackt wird gilt es, den Klassenerhalt in der Bundesliga zu besiegeln. Mit einer erneuten Mannschaftsleistung und der tollen 2. Halbzeit gegen Schalke im Rücken! Und bitte, bloß nicht wieder der Statistik nachgeben und einem guten Spiel zwei grottige folgen lassen! Nur ein Funken falscher Arroganz reicht nämlich aus, um aggressiv zu erwartenden Karlsruhern zu unterliegen! Einige haben ja jetzt schon nichts anderes im Kopf, als unsere (für mich) dämliche Uhr abzubauen. Meinetwegen könnt ihr das gerne machen, ihr Karlsruher, aber die Punkte bleiben gefälligst in Hamburg! Im Übrigen seid gewarnt, das haben schon ganz andere versucht! By the Way, diese Hasstiraden, die uns momentan aus allen Ecken der Republik entgegenschlägt, gehen mir mächtig auf den Wecker! Kümmert euch doch bitte alle um eure eigenen Vereine, damit haben fast alle genug zu tun!
Für uns geht das Zittern jedenfalls vorerst weiter, der Beta-Blocker-Verbrauch steigt. Denn: noch ist nichts gewonnen!!!!!
Spätestens Mittwoch-Nacht werden 1000de HSV-Fans erneut schlaflos bleiben und dem Herzschlagfinale entgegenzittern. Uns bleibt aber auch nix erspart…
(mg)

P. S. Aberglauben? Ich doch nicht!
Am Samstag kam mir, aus einer alten Jacke, ein Centstück entgegengetrullert. Den werde ich jetzt bis nächsten Montag mit mir rumtragen. Sollten wir den Klassenerhalt schaffen, ich lass ihn mir vergolden 😛

Juhuu, wir haben ein Endspiel.

Rückblick: Samstag, ca. 20.20 Uhr. Schlusspfiff beim Heimspiel gegen den VFL Wolfsburg. Nach einer enttäuschenden Leistung und dem verdienten 0-2 steht der HSV auf dem 17. Tabellenplatz. Bei noch ausbleibenden 6 Spielen und 4 Punkten Rückstand auf Platz 15 rechnen viele Fans mit dem ersten Abstieg aus der Bundesliga. Die Stimmung ist am Boden. Nach dem 3-2 des VFB Stuttgart gegen Werder Bremen, rückt der HSV am darauffolgenden Sonntag dann auch noch auf Platz 18. Schlimmer geht nimmer. Fans kommen mit dem ständigen Auf und Ab nicht mehr zurecht. Erklären den Abstieg des HSV als gegeben. Andere begraben das letzte bisschen Hoffnung. Wenige Daueroptimisten glauben weiter an den Klassenerhalt. Warum, wissen sie oft selber nicht, denn mit Realismus hat das alles nicht mehr viel zu tun. Warum ich einer von denen bin, die damals wie heute an den Klassenerhalt glauben? Ich kann es auch nicht zu 100% erklären. Überwiegend habe ich zunächst stets unser Restprogramm vor Augen gehabt und mich immer wieder an die Spiele erinnert, in denen die Mannschaft zumindest teilweise Leistung abgerufen hat. Und die noch ausstehenden Gegner waren von ihrer „Normalform“ auch meist weit entfernt.

Nach der Verpflichtung von Bruno Labbadia nur weitere 2 Tage später, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll… Wie aus dem Nichts kam er daher. Dass er kurzfristig einer Mannschaft weiterhelfen kann, hatte er zwar schon oft bewiesen. Aber wieso sollte das, gerade bei diesem HSV noch einmal funktionieren?

Es folgte in Bremen das erste Spiel, in dem wir wieder mithalten konnten. Und ohne den Aussetzer von Behrami, hätten wir wohl einen Punkt mitnehmen können. Dann die Erlösung gegen Augsburg, ein, zumindest in meinen Augen, Überraschungssieg in Mainz und mit sehr viel Glück und einem Kacar, das 1-1 gegen den SC Freiburg.

Nur 4 Spieltage später stehen wir jetzt auf Platz 14 (!!!) mit einem Punkt VORSPRUNG auf den Reliplatz Nr. 16. aber es sind auch nur 2 Punkte bis ganz nach unten! Trotzdem haben wir in 4 Spielen 5 Punkte gutgemacht.

Wir sind wieder im Spiel! Wir haben es in der eigenen Hand !!! Das bedeutet: wir sollten aufhören, auf die anderen zu gucken! Wir müssen Leistung bringen! Wir müssen siegen! Wir müssen punkten! Wir haben uns selber in diese Situation gebracht und müssen uns jetzt auch, verdammt nochmal, an den eigenen Haaren wieder dort unten rausziehen! Noch ist alles möglich!

Daher werde ich am Samstag auch mit Vorfreude nach Stuttgart fahren, um die Mannschaft mit Leidenschaft und Emotion nach vorn zu puschen! Wir für euch, ihr für uns!

Also:

‪#‎alleManninblaunachStuttgart‬
oder auch
‪#‎alleManninblauvordenFernseher‬

‪#‎alleMannanBord‬ ‪#‎NurderHSV‬

(CM)

Wenn der Gojko mit dem Kacar…

Bruno Labbadia benimmt sich an der Seitenlinie nicht viel anders, im Vergleich mit den meisten anderen seiner emotionalisierten Trainerkollegen. Gestikulierend kennen wir die Herren. Wild rufend, laut schimpfend, unruhig hin und her tigernd und… seit gestern gibt es den Bruno-Nicker.
Einmal, zweimal, dreimal den Oberkörper vor und zurück, und…. drin ist die Kugel!
Man könnte meinen, er habe ihn reinhypnotisiert, so entrückt sah er aus, der Bruno, bevor Gojko Kacar auf dem Rasen das tat, was Bruno ihm am Spielfeldrand mental vorlebte.
Erneut Gojko Kacar sorgte dafür, dass das Abstiegsduell gegen den FC Freiburg nicht der vorzeitige Todesstoß für den HSV wurde.

Doch fangen wir vorne an.

Es kam, wie es kommen musste. Der HSV wirkte in der 1. Halbzeit verängstigt, ja fast wieder so verunsichert, wie vor den Siegen gegen Augsburg und Mainz.
Bloß keinen Fehler machen, so die Devise, die übrigens auch für den Spielaufbau galt.
Wieder waren es meist lange Bälle, die von hinten nach ganz vorne gehen sollten, aber leider selten den eigenen Spieler fanden.
Hinzu kam ein überraschend schwaches Innenverteidiger Duo, das unbedrängt Bälle ins Nirwana-Aus schoss und so dem Gegner immer wieder einen Spielaufbau schon hinter der Mittellinie ermöglichte.
Auch das Gewinnen von Kopfball-Duellen wollte Djourou und Rajkovic gestern seltenst gelingen. Ein verlorenes davon sorgte dann auch für das zu der Zeit berechtigte 0:1 für die Gäste. Und das bereits nach 25 Minuten.
Wenn es ein Positivum zu diesem Zeitpunkt gab, dann nur, dass die Mannschaft nach dem Rückstand nicht, wie noch einige Wochen vorher, auseinander fiel. Der Wille den Ausgleich zu machen war da, die Abschlüsse jedoch (mal wieder) teilweise erschreckend harmlos.
Zu Beginn der 2. Halbzeit hatte man gar mehrmals das Glück, einen Mann wie René Adler im Tor zu haben.
Der wird beim Abspielen der Bälle (die zu gefühlt 90% beim Gegner landen) zwar kein Manuel Neuer mehr, er aber war es, der den Ausbau des knappen Gästevorsprungs mit einigen Weltklasseaktionen ein ums andere Mal verhinderte.

In der 58. Minute hatte Labbadia ein Einsehen und holte den eher harmlosen Holtby (was mit dem los ist, verstehe wer will…) vom Platz, tauschte ihn gegen einen offensiven Marcel Jansen.

20 Minuten später kam Rudnevs für Ostrzolek. Nun war klar: Bruno setzte alles auf eine Karte. Und das war gut so. Denn endlich kam Leben in die Bude, die Chancen fanden auf beiden Seiten des Rasens statt.

Und in der 90. Minute, als die Fans sich schon fast mit dem so bekannten Gefühl der Niederlage abfanden, kam er. Der Mann, den mal wieder niemand auf dem Zettel hatte, der mal wieder das gewisse Quentchen mehr wollte, als so manch anderer auf dem Platz: Gojko Kacar (und Bruno Labbadia ) netzten ein! 1:1!
Wenn ihr mich fragt, und nach dem vorhergegangenen Spielverlauf, ein mehr als glückliches Resultat!

Nicht das 1. Mal taten wir uns gegen einen Gegner „auf Augenhöhe“ schwer. Mir persönlich wurde die Woche über auch schon wieder mit zu vielen medialen Lorbeeren rumgeschmissen.

Ja, und natürlich längst auslaufende Verträge verlängert.
Leute! Alle wollen, egal wohin es geht, einen Neuanfang. Das funzt aber nicht, wenn man mit all denen, die gehen sollen, jetzt plötzlich wieder verlängern muss, weil der ein oder andere endlich geradeaus gegen den Ball treten kann.

Sollte Bruno nächstes Jahr mit jemandem direkt planen, ok, aber doch bitte nicht mit allen, die jetzt (berechtigter Weise) ihre Tasche packen müssen!
Apropos Tasche packen. Der Spieltag ist noch nicht vorbei. Noch können wir bis auf Platz 16 rutschen und das Spiel gegen Stuttgart wird ein noch heißerer Tanz auf Messers Schneide, als eh schon befürchtet!
Fußball ist ein Mannschafts- und vor allem Laufsport. Hast du keine Anspielstationen im Mittelfeld und vorne, wird das auch mit Toren nix. Also gilt es, noch mindestens zwei Schippen draufzulegen!
Leichter wird es jedenfalls nicht. Ich habe gegen die Schwaben ein noch dumpferes Gefühl im Bauch, als gegen Freiburg. Aber vielleicht baut Bruno bis dahin ja seine mentalen Fähigkeiten auf Freistöße, Ecken oder 25m Schüsse aus. Kacar macht bestimmt mit!
(mg)

Von eisenharten Eiern oder : Es ist immer noch 5 vor 12!

Jaaaaaa….. Und wieder einmal fiel um 17.20h die Anspannung endlich ab und es galt, 3 ganze Punkte zu feiern!
Keine Bonunspunkte, liebe Gemeinde, wichtige Punkte, soooo wichtige Punkte, die über Kampf und Lauf erkämpft wurden!

Dass Mainz, neben dem Punktverlust auch noch einen bitteren Preis bezahlen musste, in Form der schlimmen Verletzung von Elkin Soto, machte einen emotionalen Sonntagnachmittag noch ein bisschen emotionaler. Auch von dieser Stelle aus noch einmal ein von Herzen kommendes „alles Gute und werd bald wieder so gesund, wie möglich!“ Das Angebot vom Mainzer SpoDi Heidel, Soto eine nicht geplante Vertragsverlängerung anzubieten, spricht für die Mainzelmännchen. Fußball kann doch noch menschlich sein!

Der Shitstorm, der allerdings im Anschluss über Raffael van der Vaart runterging, ist nicht nur unnötig, sondern auch ungerecht.
Denn an der bösen Verletzung des Mainzer Kolumbianers trifft unseren Kapitän keine Schuld. Sotos Knie wird direkt in die Familienplanung des in Bewegung befindlichen van der Vaarts geknickt, der wiederum den Ball und nicht den Gegner traf.
Von Absicht oder bösem Umnieten kann also keine Rede sein.
Angesichts des schnellen Aufstehens unseres Kapitanos, nach dem Tritt ins Allerheilige kann man nur spekulieren: der Mann hat Eier aus Stahl „wink“-Emoticon

Nerven aus demselben Material mussten alle HSVer mal wieder während der vorausgegangenen 95 Minuten beweisen.
Denn gerade zu Beginn der 2. Halbzeit sah das alles eher nach Verwalten der knappen Führung, als nach dem eisernen Willen, nachzulegen, aus.
Und so war es wohl nicht nur für mich absehbar, dass der Ausgleich, der in der Kabine erstarkten Mainzer, dann doch noch fiel.
Wieder nur 1 Punkt… Einer, der zwar im Keller der Tabelle alles durcheinanderwürfelt, aber nicht wirklich weiterhelfen würde…

Ein … Bonuspunkt…. ICH KANN DAS WORT NICHT MEHR HÖREN!
Denn die gibt es nicht mehr! Nicht in unserer Situation! Die DARF es nicht geben!
Und: die gab es dann auch nicht!
Dank eines Mannes, der die Gemüter der Sportchefs und Vorstandsmitglieder, der Ärzte und auch der Fans in den letzten Jahren bewegte, wie kaum ein anderer. Gojko Kacar hämmerte in der 87. Minute den Ball zum 1:2 ins Tor!
Gojko Kacar, einer, der nie aufgebeben hat und der mit einer Quasi-Entlassung in der Tasche gegen den Abstieg kämpft, als gäbe es kein Morgen mehr!
Zumindest eine ähnliche Einstellung muss man wohl, zumindest in den letzten beiden Spielen Rajkovic, Jansen und nicht zuletzt auch van der Vaart zuschreiben.

Doch ganz ehrlich, als ich vergangene Woche die Schlagzeile las, dass man auf eine Nicht-Abstiegsprämie verzichten wolle, hielt sich meine Begeisterung reichlich in Grenzen. Schließlich hat sich die Mannschaft ja auch, mit Verlaub, selber in diese Misere gebracht. Und für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass alles daran gesetzt wird, nicht den 1. aller Bundesligaabstiege in Hamburg hinnehmen zu müssen, sondern sich anständig vom Verein, der ja die letzten Jahre auch nicht schlecht bezahlt hat, zu verabschieden, und sich zeitgleich auch für andere Vereine zu empfehlen!

Ja, wir haben (und wir hatten) es immer selber in der Hand, was aus diesem einstmals so stolzen, erfolgreichen Verein wird! Vom Fan, über die Angestellten, dem Vorstand, bis hin zum Trainer und den Spielern.
Und während wir Fans zum supporten und zuschauen verdammt sind, haben es Trainer und Spieler zu bewerkstelligen, dass am Freitag nachgelegt wird. Denn nur dann war der gestrige Sieg und der Kampf gegen Augsburg wirklich wichtig.
Labbadia scheint in die Köpfe der Spieler gedrungen zu sein, wie kein anderer vor ihm. Warum auch immer muss Hamburg wohl immer kurz vor dem Abgrund stehen, bevor der Ernst der Lage erkannt wird.
Immernoch ist es 5 vor 12! Ich hoffe, das wird nicht vergessen! Viel zu oft schlich sich in der Vergangenheit, nach 2 gewonnenen Spielen, wieder eine gewisse Zufriedenheit ins Spielerlager.
Das DARF nicht passieren!
Und um mal mit einer Phrase zu schließen, die einem bekannten Bayernkeeper zugeordnet wird: „Eier, Jungs, ihr braucht Eier!“
Und zwar alle welche aus Eisen, so, wie unser Kapitän gestern…
(mg)

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