Ich bin entsetzt

Ja klar, auch wegen des Spiels am Sonntag, aber darüber hatte ich ja schon geschrieben. Nein, was mich wirklich entsetzt, also viel mehr als die bescheidene Leistung vom Pokalspiel, ist, daß der HSV wieder anfängt sich selbst zu zerfleischen.
Die Spieler taugen alle nichts, Peter Knäbel muß sofort gehen, die Rufe nach Magath (Muahahaha) werden laut, der äusserst erfahrene Sportdirektor Stefan Effenberg soll Knäbel ersetzen, Labbadia soll seinen Hut nehmen … man, was hab ich heute und gestern für’n Humbug gelesen. Und das entsetzt mich.

Mich entsetzt es auch, daß es nicht mehr diejenigen sind, die immer nur am Meckern sind, sondern es sind ganz gemäßigte Leute, die auf die wunderlichsten Ideen kommen

Jungs und Mädels, wir werden wahrscheinlich einen schweren Start in die neue Saison haben. Wir werden zu Anfang wahrscheinlich wenig Punkte sammeln. Und wir werden wahrscheinlich erstmal ganz unten in der Tabelle stehen und in der gesamten Saison um den Klassenerhalt spielen.
Es wird wahrscheinlich eine sehr schwere Saison werden.

Aber da müssen wir durch. Wir haben die Mannschaft neu zusammengestellt. Und diese neue Mannschaft spielt ein neues System, ein sehr schwierig zu spielendes System. Dieses System muß die Mannschaft erst lernen. Das dauert, zumal wir auch festgestellt haben, daß die Mannschaft noch nicht so weit ist, wie wir es eigentlich erwartet (erhofft) haben.

Deshalb bitte ich euch um Geduld. Ok, ich weiß, daß einige hier jetzt schon innerlich auf die Barrikaden gehen, aber das ändert nichts an der Tatsache, daß diese Dinge nicht von jetzt auf gleich funktionieren. Wir werden wahrscheinlich erstmal viel Lehrgeld zahlen, viele Punkte liegen lassen. Aber ich bin überzeugt, daß wir aus diesem Tal wieder rauskommen. Wichtig ist dabei, daß wir nicht alles in Frage stellen, sondern, auch wenn es schwer fällt, Bruno, der Mannschaft und auch Knäbel vertrauen. … auch wenn’s schwer fällt.

Habt Vertrauen, wir schaffen das, zerfleischt euch nicht selber, verfallt nicht in Panik und schmeisst jetzt nicht mit dem Hintern das um, was wir mühsam aufgebaut haben. (fb)

Ich glaub es geht schon wieder los ♫

Man, was war die Vorfreude groß, endlich geht die Saison los. Natürlich war ich nervös, der Pokal hat seine eigenen Gesetze, statistisch scheitern in etwa ne handvoll Buliclubs in der ersten Runde, eine Niederlage war nicht ausgeschlossen. Eigentlich kann man sagen, immer wenn ein Bundesligaverein seinen Gegner nicht zu 100% ernst nimmt, dann geht es schief. Aber die Mannschaft präsentierte sich in der Vorbereitung gut, nie pomadig, immer engagiert, immer mit dem Willen, Vollgas zu geben. Warum sollte also ausgerechnet unser HSV im Pokal scheitern?

Tja, was soll ich sagen? Es ging schief und warum? Ja, man hat den Gegner nicht zu 100% ernst genommen.

Schauen wir uns die Aufstellung an: Mit Spahic und Cléber spielte eine IV, die so noch nicht zusammen gespielt hatte. Ok, da Djourou sich noch kurz vor dem Spiel verletzt hatte, ließ sich das nicht ändern. Auf RV spielte aber nicht Diekmeier, der fast die gesamte Vorbereitung dort gespielt hat, sondern Neuzugang Sakai. Das Mittelfeld, also die Schaltzentrale des Spiels bestand aus Ekdal, Diaz und Holtby. Zwei Spieler, denen Spielpraxis und auch noch Fitness fehlt. Als wäre es ein Testspiel.

Hat Bruno damit ev unbewusst das Signal gegeben, das Spiel sei nicht wichtig, es muß nicht Vollgas gegeben werden?

Ich weiß es nicht, aber Fakt ist, es fehlte der Mannschaft von Anfang an an der nötigen Körperspannung. Die Pässe waren großkotzig geführt, Laufen ohne Ball nicht vorhanden, das alte „Stehen-Ball annehmen- kurz laufen-Ball abspielen“ war wieder präsent. Pässe wurden wieder in den Rücken der Spieler gespielt und wenn der Ball doch mal in den Lauf kam, dann ist der Spieler nicht gelaufen.

Es kommt einem alles soooo bekannt vor … und wir wollten das doch nie nicht mehr erleben, daß die Mannschaft so auftritt

Ich hab neulich noch geschrieben, daß das System des HSV (von dem ich gestern nicht mal ansatzweise was erkennen konnte) sehr anspruchsvoll ist. Das bedeutet dann aber auch für die Spieler, daß sie, bis sie das Spiel verinnerlicht haben, immer 100% geben müssen, immer hellwach sein müssen. Gestern haben sie gespielt, als hätten sie am Abend zuvor noch nen gemeinsamen Grillabend mit Bier und Kurzen gehabt haben. Von 100% waren sie weit weit entfernt. Der einzige, der die 100% zumindest in Sichtweite hatte, war Ivo Ilicevic. Er hat gezeigt, warum Bruno ihn halten wollte.

Ich verstehe nicht, warum die Mannschaft sich so präsentiert hat. Selbst wer die Bayern im Kopf hat, muß sich doch sagen: „Ich geb heute alles, damit wir mit Schwung das Auftaktmatch bestreiten können“. Statt Schwung ist man auf die Nase gefallen, muß sich aufrappeln und das Gas geben fällt um so schwerer.

Ich dachte, das will ich ehrlich sagen, die Mannschaft wäre weiter. Spielerisch weiter und vor allem mental weiter. Ich bin enttäuscht. (fb)

Deutscher Meister wird nur der HSV

Nach meinen beiden Bloggeschwistern, möchte ich dann heute auch meine persönliche Saisonvorschau zum Besten geben.
Aufgrund der Statistik muss die Saison 2015/16 ja nur um die Plätze 2-18 gespielt werden. Da der HSV immer Deutscher Meister geworden ist, wenn SV Darmstadt 98 mit dem HSV gemeinsam in der ersten Bundesliga gespielt hat, brauch man keine große Vorschau mehr erstellen. Ich versuche es trotzdem mal.
Meine Abschlußtabelle:
1. Der FC Bayern München wird auch in diesem Jahr wieder Deutscher Meister und damit wieder einen neuen Rekord (4x Meister in Folge) aufstellen. Damit sollte Pep Guadiola ein halbwegs versöhnlichen Abgang beschert werden. International glaube ich max. an ein ¼ Finale in der CL.
2. Der BVB ist wieder da. Borussia wird in diesem Jahr erneut oben mitspielen und am Ende knapp Vizemeister. Nicht weil sie so stark spielen, sondern da Wolfsburg mit de Bruyne seinen besten Spieler noch abgeben wird.
3. Die zweite Borussia aus Mönchengladbach hat an Qualität kaum verloren und als eingespielte Truppe wird erneut Platz 3 erreicht.
4. Nach dem gerade oben erwähnten Abgang von Kevin de Bruyne reicht es in Wolfsburg immerhin noch zu Platz 4 und damit zur CL-Quali.
5. Knapp an den CL Plätzen vorbei wird Bayer Leverkusen, mit einem neuen Trainer und einer Aufholjagd in der Rückrunde, den sicheren Platz in der EL erreichen.
6. Schalke 04 wird sich tabellarisch nicht verbessern und auf Platz 6 ins Ziel hecheln.
7. Nach einem etwas zerfahrenen Start in die neue Saison fängt sich der FC Augsburg und landet am Ende auf Platz 7 voraussichtlich erneut der Platz zur EL Qualifikation.
8. Dank eines starken Schlussspurtes geling Hoffenheim noch Platz 1 im Abstiegskampf und damit Platz 8.
9. Kölle schafft mit einer müden Saison ohne Begeisterung Platz 9
10. Knapp, ganz knapp wird die Eintracht aus Frankfurt, mit ihrem 3. Trainer in der Saison, noch Platz 10 erreichen. Nur dank des besseren Torverhältnisses.
11. Ein enttäuschender 11. Platz für den HSV… Kein Deutscher Meister. Keine Relegationstitelverteidigung… Die Fussballfans in Deutschland sind empört. Die Medien noch empörter.
12. Mainz 05 schafft eine durchschnittliche Saison und liegt am Ende irgendwo im Niemandsland.
13. Stuttgart gelingt in den letzten Wochen, nach diversen Aufs und Abs, der letztendlich verdiente Platz auf der goldenen Ananas.
14. Puh… das war knapp… Die verbotene Stadt rettet sich im letzten Spiel, mit einem 4-3 gegen Eintracht Frankfurt, und klettert von Platz 16 auf Platz 14.
15. Hannover…. Nur durch die Niederlage der Berliner in Mainz retten sich die 96er grad noch so auf den letzten direkten Nichtabstiegsplatz. Das war eng…
16. HaHoHe… Die Hertha muss in die Verlängerung und geht als Nachfolger des HSV in die Religation
17. Ingolstadt schafft ohne Felgenralle nur den direkten Abstieg.
18. SV Darmstadt 98 erleidet das gleiche Schicksal wie Paderborn. Sehr gute erste Hinserie und dann ein Einknicken in der Rückrund. Bis bald liebe Lilien.
*** Ich habe in dieser Saison wirklich absolut keine Vorstellung, wer wo landen wird. Daher bitte meine Saisonvorschau mit einem Augenzwinkern betrachten
(CM)

„Tomorrow my friend, tomorrow“

Manu´s persönlicher Blick auf den Saisonstart

Die Sommerpause ist endlich vorüber. Und das Gros des Kaders steht. Lange hat es gedauert, bis sich endlich etwas tat. Merkwürdig hat es begonnen, mit Abfindungen, die man zu zahlen bereit war, um Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen.
So, wie bei Lasse Sobiech oder bei Maxi Beister. Speziell dessen Weggang haben einige nicht verstanden. Wenn ich ehrlich bin, gehörte ich anfangs auch dazu. Inzwischen bin ich beruhigt. Alles richtig gemacht! Für Maxi hoffe ich, dass das gezahlte Lehrgeld dafür reicht, um sich wieder zu fangen und in Mainz seine Karriere auf Reset zu drücken und somit von vorne zu beginnen.

Ein weiterer Spielerblock, der uns verlassen hat, bestand aus nicht verlängerten Verträgen. Ich für meinen Teil kann sehr gut damit leben, dass van der Vaart jetzt in Spanien kickt (oder auch nicht) und Jansen ein erfolgreicher „Frührentner“ ist. Für Heiko freue ich mich, dass er ebenfalls unter südlicher Sonne weiterspielen kann.
Wenn ich auch hier ehrlich bin: bei mir wären die Verträge von Kacar und Ivo nicht verlängert worden. Nicht, weil ich etwas gegen die Zwei hätte oder meine, sie könnten nicht kicken, allein aus dem Grund, weil es für mich dann ein kompletterer „Neustart“ gewesen wäre. Auch habe ich Bedenken, dass Ivo, verletzungsbedingt, wieder mehr die Bank drückt, als auf dem Platz zu stehen. Ihm sei etwas anderes vergönnt!
Der 3. Grund, mich gegen die Verträge zu entscheiden liegt in der Tatsache, dass wir gerade im Mittelfeld und auf links außen eigentlich gut aufgestellt sind. In dem Zusammenhang würde ich auch einen Gouaida nie nicht ausleihen! Dass der Junge Bundesliganiveau hat, hat er bereits mehrfach bewiesen!
Für mich gehört ins MF unbedingt ein Diaz, der nicht nur mit seinem Tor zum 1:1 inzwischen Heldenstatus genießt. Er kommt mit Rückenwind von der Copa Amerika und hat für mich gar Kapitänspotential. Spätestens seit dem „Tomorrow my friend, tomorrow“ für Kapitän van der Vaart. Diese Worte, da bin ich mir sicher, haben uns die Liga erhalten!

Besonders gefreut habe ich mich über die Verpflichtung von Sven Schipplock. Ich glaube der Junge macht auch einem Pierre Michel mal richtig Feuer unterm A… Habe das Gefühl, der kann das gut gebrauchen.
Überhaupt hoffe ich, dass Bruno seinem Leistungsprinzip treu bleibt. Spielen darf der, der im Training die beste Leistung gebracht hat und der, der es am meisten „will“.
Die Einstellung wird die Spreu vom Weizen trennen. Zumindest sollte es so sein! Es darf einfach nicht mehr passieren, dass der „große HSV“ an seiner ölig vorgetragenen, verdammten Arroganz scheitert und somit Punkte gegen die vermeintlich Kleinen liegen lässt! Ich zahle gern drei Euro ins Phrasenschwein, der Spruch „11 Freunde müsst ihr sein“ ist aktueller denn eh und je! Fußball ist und bleibt ein Mannschafts – und ein Laufsport. An beidem hat es uns, meiner Meinung nach, in der letzten Saison gefehlt! Und mit Laufen meine ich ausdrücklich nicht das reine Reißen von Kilometern, sondern das Spiel ohne Ball oder auch das defensive nach hinten arbeiten, der Jungs aus dem Sturm. Alle hochbezahlten, talentierten Individualisten auf dem Platz nutzen nichts, wenn niemand für den anderen läuft.

Für meinen Geschmack fehlt uns noch ein variabler 10er. Einer, der nicht „nur“ im Strafraum netzen kann, sondern auch mal vor dem 16er abzieht und trifft. Ein feiner Techniker eben. Ob Pizarro der richtige Mann gewesen wäre? Ich wage es zu bezweifeln. Für mich ist er, vom Spielertyp her, ähnlich wie Lasogga. Ich möchte lieber eine laufstarke offensive Verbindung zwischen Mittelfeld und Sturm.

Ansonsten, und da wiederhole ich mich gerne, hat mich das Gesehene in Harsewinkel durchaus positiv gestimmt. Bringt die Mannschaft das auf den Platz, was Bruno sehen will, sollten wir mit dem direkten Abstieg nichts zu tun haben. Und das allein wäre ja schon mal ein riesen Fortschritt! Auf meiner Bundesliga – Stecktabelle aus dem Kicker, thront der HSV auf Platz 11. Alles, darüber, wäre eine Überraschung, alles darunter, bis Platz 15 noch ok.
In dem Sinne: auf geht’s, Hamburg!
(mg)

Fietes Saisonvorschau

In einem Fußballblog darf natürlich eine Saisonvorschau nicht fehlen, dies ist die meinige, die anderen werden noch folgen.

Kurzer Rückblick auf das Ende der letzten Saison: Bruno übernahm das Team kurz vor Schluß, als (fast) alle bis auf Fiete das Team schon in der zweiten Liga gesehen haben. Er schaffte die Herkulesaufgabe und wir erreichten die Relegation, obwohl die anderen Vereine sich doch noch heftig gewehrt haben. Er holte mit der Mannschaft noch 10 Punkte in 6 Spielen. Teils dadurch, daß das Spiel ein Plus an Struktur hatte, teils dadurch, daß diese 6 Spiele Kraftakte waren und auch mit einem kleinen bisschen Glück, ohne das nichts geht.

In der darauf folgenden Relegation blieb uns das Glück zunächst verwehrt: Hennings traf in der 4ten Minute mit einem perfekten Schuß ins Tor, nachdem Olic vorher einen guten Kopfball über das Tor gesetzt hatte. Das brachte die Mannschaft völlig aus der Spur, während der KSC vermeintlich Oberwasser bekam.

Doch unsere Mannschaft zeigte Charakter und kämpfte sich zurück, bestimmte zunehmend das Spiel und schoß auch den verdienten Ausgleich.

Im Rückspiel waren wir klar überlegen, aber Yabo machte das Tor für den KSC. Das Glück war mal wieder auf Karlsruher Seite. Bis zur 89. Minute, wo Manuel Gräfe auf Freistoß entschied, den zugegebenermassen nicht jeder pfeift (Der aber keine Fehlentscheidung war!). Diaz mit seinem Können und seiner Nervenstärke verwandelte den Schuß dann direkt. Den Karlsruhern ging dann in der Verlängerung, wie schon am Ende des Hinspiels die Luft aus und das zweite Tor war nur folgerichtig und fiel durch Müller nach guter Vorbereitung durch unseren „Stürmer“ Cléber. Bei dem Powerplay musste das Tor einfach fallen. Der Klassenerhalt war geschafft.

Neue Saison-neues Glück

Die neue Saison konnte also mit Rückenwind beginnen. Während man im Jahr zuvor zwar im Umfeld diesen Rückenwind hatte, so waren Mannschaft und Trainer irgendwie angeschlagen in die neue Saison gestartet. Im Gegensatz zu diesem Jahr hatte man sich nur in die Relegation geschleppt, weil es zwei Mannschaften gab, die noch schlechter waren.

Zur Transferpolitik:
Als Abgänge standen van der Vaart, Westermann, Jansen, Rajkovic und Green fest. Die Rückkehrer Sobiech und Zoua sollten auch nicht übernommen werden. Ausserdem wollte man sich von Behrami und Beister trennen, es schien nicht zu passen. Maxi wurde eine Abfindung gezahlt, um den Vertrag aufzulösen und für Behrami bekam man noch 3,5 Mio.
Um den Umbruch finanzieren zu können, hat man dem Wechselwunsch von Jona Tah nachgegeben. Das spülte nochmal 7,5 Mio (plus Prämien) in die Kassen des klammen Vereins.
Dazu gesellte sich dann noch der Abgang von Brunst, der ein Angebot von Wolfsburg hatte. Dort soll er die Zweite zum Aufstieg führen, das war VW auch eine Ablöse von 200tsd wert.

Die auslaufenden Verträge von Ivo Ilicevic und Goijko Kacar wurden zu verringerten Konditionen verlängert. Besonders Ivo hat wegen seiner Verletzungsanfälligkeit noch ne heftige leistungsbezogenheit hinnehmen müssen. Ich persönlich hätte die beiden Verträge nicht verlängert, um des Umbruchs Willen. Bruno plant aber mit beiden, wie auch die Vorbereitung zeigte

Erster Zugang war das türkischen Talent Altintas. es gab zwar einige Verwirrung, aber letztlich kam er doch. Er hat ein Jahr nicht spielen können und muß noch erst aufgebaut werden.
Dann kam der Knaller: „Prügel-Spahic“ wurde verpflichtet. Sportlich auf jeden Fall eine Bereicherung, er bringt Stabilität in die Mannschaft und er hilft, die jungen Spieler zu führen. Menschlich ein ganz feiner Kerl … der aber auch anders kann. Das muß man im Auge behalten
Mit Sakai kam ein günstiger Spieler, der unseren Aussenverteidigern, insbesondere Dennis Dieckmeier Druck machen soll. Es wirkt, Dennis zeigt in der Vorbereitung ne gute Leistung, allerdings heisst das nicht, daß er jetzt auch spielt.
Als Ersatz für Alexander Brunst hat man zwei Torhüter verpflichtet. Einerseits den erfahrenen Tom Mickel, dessen Vertrag in Fürth nicht verlängert worden war, der die Zweite führen soll und als dritten Torhüter der ersten Mannschaft holte man den jungen Schweizer Andreas Hirzel. In einigen Testspielen konnte man ihn sehen und er hat mir gefallen. Ich denke, wir haben mit ihm den zweiten Torhüter für die nächste Saison gefunden, wenn Drobny die Schuhe an den Nagel hängt.
Für das Mittelfeld kamen als Verstärkung Rückkehrer Demirbay und Brunos Wunschspieler und Königstransfer Albin Ekdal.
Im Sturm haben wir uns mit dem österreichischen Talent Michael Gregoritsch und dem dynamischen Sven Schipplock verstärkt. Gregoritsch ist ein Talent, hat gute Anlagen, ist für seine Größe erstaunlich beweglich, aber halt nur ein Talent. Schipplock ist einer, der über seine Dynamik und Mentalität kommt. Der körperlich starke Stürmer meinte neulich noch: Wenn nichts mehr geht, laufen kann man immer noch. Und so spielt er auch. Trifft er ab und an mal das Tor, hat er das Zeug zum Publikumsliebling. Auf jeden Fall macht er Lasogga Druck und man kann ihn ohne Probleme auch von der Bank bringen.

Wir haben zu Beginn der Saison den Kader beisammen … das hat beim HSV Seltenheitswert, bei Didi hab ich das noch nie erlebt

Das System.
Wir spielen nicht mehr mit dem ungeliebten 4-2-3-1, sondern mit einem 4-3-3.
Das ist aber nicht die eigentliche Neuerung, denn die beiden Systeme sind so verschieden nicht.
Das Neue ist die Variablität. Die einzigen festen Positionen sind der Torhüter, die IV und der Mittelstürmer. Alles was dazwischen spielt, agiert nach Brunos Vorstellungen sehr variabel. Die AV sind offensiver ausgerichtet, als noch in der letzten Saison, gehen, wenn das Spiel es zulässt, auch öfter an die Grundlinie zum Flanken. Aber nicht nur das. Sie sind auch angehalten, offensiv in die Mitte zu ziehen, um von dort Pass oder Torschuß zu platzieren oder aber auch im DM auszuhelfen, wenn das Mittelfeld geschlossen auf dem Weg nach vorne ist.
Das Mittelfeld hat quasi alle Freiheiten. Drei Spieler ohne feste Positionen. Also verabschieden wir uns mal ganz gepflegt von Begriffen wie 6er, 8er, 10er oder ähnlich. Die Mittelfeldspieler beackern alle das gesamte Mittelfeld. Mal ist der eine vorne zu finden, mal der andere, dann spielt Spieler X auf links, der gerade noch auf Rechts zu finden war usw.
Ähnlich variabel ist auch der Sturm. Wir spielen zwar mit einem reinen Mittelstürmer, der vorzugsweise im gegnerischen 16er zu finden sein wird, aber die anderen beiden Stürmer finden wir links, rechts oder auch als hängende Spitze agierend, mal so mal so.

Ich habe das erste mal seit langer Zeit das Gefühl, bei der Kaderzusammenstellung ist man ganz gezielt zur Sache gegangen. Ich habe den Eindruck, die Mentalität passt und auch die Spieler passen zu dem, was sich der Trainer vorstellt. Große Namen sucht man vergeblich, große Namen brauchen wir auch nicht. Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader, in dem ein großer Konkurrenzkampf herrscht. Bislang mit sehr guter Stimmung dabei, wie es ist, wenn in der Saison der eine oder andere auf der Bank sitzen bleibt, sieht dann vielleicht wieder anders aus.
So sehr mich das neue System auch fasziniert, es birgt große Gefahren. Die Spieler haben große Freiheiten, und damit auch große Verantwortung. Diese Verantwortung besagt dann auch, daß man als Spieler mal für die Mannschaft zurücksteckt, auch wenn man gerne eine andere Aufgabe ausfüllen würde. Die Spieler erarbeiten sich ihre Taktik auf dem Feld selber. Das erfordert intelligente Spieler. Klappt das nicht, dann kann es im System Hühnerhof ausarten, alle hinterm Ball her. Aber ich denke, die Spieler können das.

Normalerweise sag ich, bringt den Leuten erst die einfachen Dinge bei und dann erst das Schwere. In diesem Fall geht Bruno das volle Risiko. Ich denke, es könnte klappen. Warum? Die Spieler haben sich am Ende der Saison eine Euphorie erarbeitet, die wertvoll ist. Mit Grübeln kann man aber diese Euphorie zerstören. Zum Grübeln haben die Spieler aber keine Zeit. Sie müssen lernen, viel lernen.

Unterm Strich: Ich freue mich auf die neue Saison. Die Art zu spielen macht mir Lust. Aber ich weiß, daß Bruno den Spielern viel abverlangt (hoffentlich nicht zu viel). Das wird gerade zu Anfang der Saison nicht immer so funktionieren, wie gewollt. Wir haben ein schweres Anfangsprogramm, kommen wir da einigermaßen unbeschadet durch, dann kann ich mir vorstellen, daß wir ne gute Saison spielen. Mein Tip: Platz 10-15, aber wir haben am letzten Spieltag nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.(fb)

Umfrage zur Saison 2015/16

UMFRAGE ZUR SAISON 2015/16

!!! ABGABESCHLUSS:   DONNERSTAG, 06.August 2015 um 23.59 Uhr !!!

Moin Moin,

zum Start der Bundesligasaison 2015/16 interessieren uns die unterschiedlichsten Meinungen und daher bitte ich Euch, uns die Fragen zu beantworten und per EMail zurück zu senden.

  1. Wie sieht Eure Bundesligaabschlusstabelle 2015/16 aus?

(Reihenfolge von Toralarm übernommen ;-))

Köln                            Mainz

Hoffenheim               Leverkusen

Bayern München      Dortmund

Frankfurt                    Augsburg

Ingolstadt                   Schalke

Hamburg                    Hannover

Hertha                        Gladbach

Darmstadt                  Stuttgart

Wolfsburg                   Bremen

  1. Wer wird DFB Pokalsieger 2016
  1. Ein kurzes Statement mit max. 280 Zeichen zum HSV und wo er landen wird
  1. Ein kurzes Statement zu Eurem Lieblingsverein (ebenfalls max. 280 Zeichen)
  1. Dein Twitter-Account, wenn vorhanden
  1. Deine Lieblingsmannschaft
  1. Was trifft auf Dich zu: Blogschreiber, Sportjournalist, „nur“ Fan
  1. Bist Du mit einer eventuellen Veröffentlichung Deiner Tipps inklusive Nennung etc. einverstanden? (Wer mag kann auch noch ein Foto o.ä. mitsenden)

Vielen Dank für Deine/Eure Mithilfe.

Die Ergebnisse der Umfrage werden am Freitag, vor dem 1. Spieltag veröffentlicht bei www.blog-perlen.de

Gruß

Euer BlogPerlen-Team

ZUR UMFRAGE: Umfrage ausfüllen, speichern und per mail an  christian.maass@blog-perlen.de

Gerne sende ich Euch dieses auch per Email zu.

Top oder Flop? Oder vielleicht doch etwas dazwischen?

Heute am 27.7. kamen zwei Artikel zum HSV heraus, einer von Kai Behrmann in der Welt und einer von Daniel Jovanov auf Goal.com. Während in der Welt die Meinung herrscht, daß der eingeschlagene Weg Mut macht sieht Daniel Jovanov es erwartungsgemäß negativ.

In der Welt lobt Herr Behrmann vor allem die Mentalität der Transferpolitik. Man habe sich von Spielern getrennt, die nicht passen und bei den Neuverpflichtungen darauf geachtet, daß die Neuen charakterlich zum erkannten Mentalitätswechsel passen.
Auch sieht er die Entwicklung beim HSV positiv.

Auf Goal legt Daniel Jovanov seinen Schwerpunkt auf die fehlenden Erfolge der abgelaufenden Saison, verweist noch auf die 50 Mio, die der HSV unter Beiersdorfer in Spieler investiert hat (im Gegensatz zu Bremens 10 Mio), auf die schlechten Testspiele usw.

Nun, 50 Mio hört sich ja gewaltig an. Daß dem aber auch Spielerverkäufe von knapp 35 Mio entgegenstehen, das wird geflissentlich verschwiegen. Ebenso, wie die Tatsache, daß der HSV seine Einkäufe für diese Saison weitestgehend beendet hat, während Werder noch nicht fertig ist. Auch verschweigt man gerne, daß man einige Leistungsträger der letzten Jahre ohne Ablösesummen hat ziehen lassen müssen und daß Bremen ausserdem noch einige Spieler geliehen hat, zB Öztunali.
Wenn man solche Zahlen vergleicht, dann sollte man das zur Erklärung dazuschreiben, denn die nackten Zahlen sagen nichts aus.

Die Testspiele, die ja so schlecht sind:
Schluein Ilanz: 1:13 gewonnen
Chur: 0:6 gewonnen
Gladbach 4:5 im Elfmeterschiessen gewonnen
Augsburg 1:2 gewonnen
Schneverdingen 0:7 gewonnen
Bielefeld 0:2 verloren
Bursa 1:1 unentschieden
Kassel 0:2 gewonnen

Ok, sortieren wir das mal ein: Die beiden Schweizer Mannschaften mussten gewonnen werden, auch in der Höhe.
Gladbach und Augsburg, war ganz nett, aber sagen nichts aus. Schneverdingen musste auch gewonnen werden.
Bielefeld, ok, das hätte man besser spielen müssen. Aber Bielefeld war in der letzten Phase der Vorbereitung, während wir noch in der Phase waren, wo Grundlagen trainiert werden. Nicht schön, aber vertretbar.
Bursa war ein netter Kick im Trainingslager. Bruno hat die Mannschaft dort die Trainingsinhalte spielen lassen, die die Mannschaft vorher einstudiert hat. Das sah teilweise ganz nett aus. Aber beide Mannschaften hatten schwere Beine.
Kassel, 0:2 gewonnen am Ende eines Trainingslagers, das erste mal, daß Gregoritsch und Schipplock mit dabei waren.

Für mich haben diese Testspiele keinen besonderen Wert, was die Aussagen auf die Leistung des HSV angeht. Die entscheidenen Testspiele, die mich interessieren, kommen jetzt: Aalborg und Verona. Die Mannschaft ist jetzt endlich vollzählig, die Grundlagen sind gelegt, jetzt geht es ans Spielerische. Diese beiden Spiele sind aussagekräftig und sollten tunlichst gewonnen werden. Nach Verona wird es ernst, dann geht es nach Jena zum Pokal.

Also, was ist unterm Strich zu den beiden Artikeln zu sagen? Kai Behrmann sieht alles recht positiv, vor allem, was die Entwicklung angeht.
Daniel Jovanov sieht es gewohnt negativ, kommt teilweise mit alten Kamellen, sucht gezielt das Negative.
Die Wahrheit, und da geb ich Daniel recht, liegt letztlich auf’m Platz. Und ich denke, sie wird irgendwo in der Mitte zu finden sein. Es ist nicht alles gut, wie bei Kai Behrmann und nicht alles schlecht, wie bei Daniel.
Die nächsten beiden Testspiele werden genauer Auskunft geben, wo der HSV tatsächlich steht. Ich denke aber, die Transfers könnten passen, sowohl Zu- als auch Abgänge.
Ich erwarte am Ende der Saison einen Platz zwischen 10 und 15. (fb)

Unser Trainer – gestanden, mit Köpfchen, gefordert.

Harsewinkel Trainingstagebuch, Teil 3

Es wurde voll im Kloster. Am Dienstag reiste der türkische Erstligist Bursaspor an und bezog Quartier. Die Spieler des 6. der abgelaufenen Saison bewegten sich merklich freier über das Klostergelände. Welch Wunder, müssen sie doch weniger Fans „befürchten“, als unsere Jungs. Das einzige was ein wenig an den neuen Gästen störte: ihre Trikots sind grün. Ab und an mochte man denken, hier laufen dir ständig Brämer über den Weg .
Zwei Mannschaften, ein Trainingsgelände? Logische Konsequenz: ein Testspiel am Mittwoch, ohne Anreiseweg.
Mal wieder nicht öffentlich, dafür mit einem türkischen Stream, der bei mir mit 12:2 lief (12 Sekunden Spiel, zwei Minuten Ladezeit). Also: Kk! Konntste knicken.
Endstand 1:1. ein Elfer von Lasogga und ein, wie könnte es anders sein, spätes Ausgleichstor. Sie können es also doch noch *grummel*.
Während des Spiels, und weil die muskelbepackten Ordner eben nicht überall sein konnten, überwältigten wohl irgendwelche Vollpfosten die Gitter-Absperrung und verbeulten sie dabei. Viel näher ran brachte sie das auch nicht, aber wohl eine kurzfristige Befriedigung, ein bestehendes Verbot überwunden zu haben.

Apropos Verbot. Nach dem ersten Rausschmiss vom laufenden Trainingsbetrieb habe ich es nicht noch mal versucht. Man ist irgendwann zu alt zum Kämpfen und vor allem zu stolz, erneut zurückgeschickt zu werden.
Zudem trainierten die Jungs die letzten zwei Tage auf dem vorderen Platz, sodass wir, vor der Zaunabsperrung, beste Sicht auf das Geschehen hatten. Sie liefen quasi zum Berühren nah an uns vorbei.
Auch das begeisterte Anspringen, Selfie machen und um Autogramme bitten, bei den Offiziellen, die man abends im Restaurant oder an der Rezeption traf, unterblieb. Dafür gab es das ein oder andere kurze, nette Gespräch. Es sind halt auch nur Menschen. Menschen die froh sind, wenn sie ganz normal behandelt werden (ja, Knäbel hat tatsächlich Humor ).

Zum Trainingseindruck noch ein Wort: zum 1. Mal habe ich in einem Trainingslager gesehen, dass Kombinationen und schnelles Umschaltspiel eingeübt wurden. Auch Kondition und kleine Technikspielchen, die die Konzentration fördern, waren Teil der Vorbereitung. Ohne Gegner, beim 5:5 sah auch der Torabschluss gefällig aus (die Verlierer mussten jeweils Liegestütze machen). Bei dieser Übung stach mir insbesondere unser Relegationsheld Nicolai Müller ins Auge. Der Junge hat echt nen Hammerschuss!
Und, Kinners, wir haben wohl den durchtrainiertesten Trainer der Liga. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern stand Bruno keine einzige Minute ruhig irgendwo rum und verschränkte eitel die Arme, um ab und zu dazwischen zu pfeifen.
Nein. Bruno war immer mittendrin, statt nur dabei! Er zeigte, was er wie jeweils erwartete, köpfte selber die Bälle ins Tor, wenn es bei dem ein oder anderen mal wieder nicht klappen wollte, und er lief Runde um Runde mit, beim Konditionstraining! Hut ab dafür!

Von unserer jüngsten Neuzugängen bekamen wir leider nicht viel mit. Nur aus der Presse erfuhren wir, dass erneut ein Zimmer im Sporthotel bezogen wurde.
Naja, dann halt beim nächsten Mal. Immer wieder Trainingslager, aber nie wieder Klosterpforte .
Ich gehe mit viel Hoffnung in die neue Saison. Das was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Und auch Labbadias bestimmende Art hat mir imponiert. Bruno scheint erwachsen geworden. Vielleicht überlebt er ja die Saison als HSV Trainer. Ich gönne es ihm und der Mannschaft, die endlich mal zur Ruhe kommen muss. Vor Labbadia liegt eine schwere Saison. Ein Spagat zwischen Ehrfurcht und Selbstbewusstsein, zwischen Wille und noch mehr Einsatz. Ich hoffe er bringt das in die Köpfe der Jungs!
Von mir aus kann es losgehen.
(mg)

Hinter Gittern

Trainingslager Tagebuch

Tag 2 in Harsewinkel

Nachdem ich den ersten Tag sehr spät angereist und den ganzen Trubel rund um das öffentliche Training und den gemeinsamen Fangabend nicht mitbekommen habe, geht es nach dem aufwachen erst mal zum Frühstück. Im Hoteleingang angekommen, liefen mir plötzlich einige Spieler über den Weg und vor dem Frühstücksraum saß Peter Knebel und war fleißig am telefonieren. Nachdem ich draußen mein erstes Frühstück zu mir genommen habe, wollte ich dann auch feste Nahrung zu mir nehmen. Wir gingen in den grossen Saal und wunderten uns, dass dort nur HSV Spieler und Betreuer saßen… Wir warteten dann am Eingang. Bruno Labbadia kam uns entgegen und begrüßte uns gut gelaunt mit einem erfrischenden „Guten Morgen“. Nachdem eine Mitarbeiterin des Hotels kam, zeigte sie uns dann den „Normalen“ Frühstücksraum für Hotelgäste 🙂

Es war also ein netter Start in den Tag. Zum Glück, dachte ich, gibt es für uns und den anderen Gästen, einen separaten Bereich. Die Spieler sollen sich ja 100% auf die wichtige Vorbereitung konzentrieren und dazu gehört nach meinem Empfinden auch genug Ruhe.

Nach dem Frühstück wurde das Gelände (etwa 100.000m2) erkundet. Die dem HSV zur Verfügung stehenden Fußballplätze sind umzäunt. Ein direkter Zugang zum Training wird durch die Security überwacht und somit haben auch die Hotelgäste keinen uneingeschränkten Zugang, näher ans Training zu kommen. Gut so!

Am Montag wurde noch auf dem hinteren Platz trainiert, so dass auch ein zusehen vom Zaun keinen Spaß gebracht hat. So wurde der Montag dann ausgiebig zur Erholung genutzt.

Ab Dienstag wurde dann der Platz getauscht und auf „Platz1 “ trainiert. Für die wenigen Hotelgäste und auch Fans von außerhalb machte es somit mehr Spaß, den Treiben der Jungs zu verfolgen. Die Fans stören dabei in keinster Weise das Geschehen. Die Zaungäste bewegen sich immer um die 5-10 Personen. Die Pressevertreter (gesehen Vertreter der Bild, Mopo, Hamburger Abendblatt usw.) sind etwas dichter dran um ein paar Fotos zu machen. Auch hier hat man den Eindruck, dass die Journalisten von den Spielern gar nicht wahr genommen werden.

Am Nachmittagstraining durften wir dann ein paar Meter weiter ran und hinter dem Tor uns hinsetzen, einige Worte wechseln und dem Treiben der Mannschaft verfolgen.

Ich finde es großartig, dass die Mannschaft in Ruhe gelassen wird und sich auf Ihre Aufgaben konzentrieren kann. Damit den Fans aus der Region die Möglichkeit gegeben werden kann, nah dabei zu sein, wird es am Donnerstag ein öffentliches Training um 17 Uhr geben.

‪#‎NurderHSV

‪#‎HSVinHarsewinkel

(CM)

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"Hinter Gittern"

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Von roten Trauben und Bierzeltgarnituren!

Trainingslager – Tagebuch
Tag 1 in Harsewinkel

Man, man, man, traue niemals einem Navi!
Zumindest keinem, das dich von Bremen aus (wo ich eine liebe Beifahrerin einsammelte) über Hannover nach Harsewinkel lotst. Und das auch noch an dem Tag, wo gefühlt halb Hannover, wegen eines Bombenfundes, evakuiert und gesperrt, den Nachmittag auf der Autobahn verbracht hat!
Nach 5 1/2 (fünfeinhalb!) Stunden endlich angekommen! O-ber-ab-genervt vom Rumstauen und Umleitungen fahren, begrüßt uns das Hotel Klosterpforte mit einem kräftigen Regenschauer. Na super! Das fehlte auch noch! Auch unser Parkplatz lag, dank regem Auflauf zum öffentlichen Training, gefühlte 500m vom Haupteingang, wohin wir nun mit Taschen und Koffern flüchteten.

Eine schnelle Dusche ein erstes „komm mal runter Bier“. Dabei die Karawane beobachten, die unablässig auf das Hotelgelände strömt.
Das öffentliche Training war in vollem Gang, mit geschätzten 600 Zuschauern, die sich nach knapp 90 Minuten Mannschafts – Sichtung aufmachten, Richtung Fanabend.
Auf einem separaten Teil des insgesamt ca 100.000qm Areals des ehemaligen Klosters standen (ich muss es leider sagen) lieblose 4 Bierzeltgarnituren, ein Grill- und ein Bierwagen. Von Atmosphäre, so wie ich sie aus dem Zillertal gewohnt war, leider keine Spur…

Recht pünktlich, kurz nach 20 Uhr rollte der „rote Tross“ unserer Jungs an. Jeder Einzelne war kurz danach im Gewühl der Fans verschwunden.
Die größten Trauben? Natürlich um Holtby, Lasogga und unseren Trainer, Bruno Labbadia.
Außer Olic, der auf mich einen leicht entnervten Eindruck machte (er hatte schon ein mächtig gequältes Lächeln drauf, unterwarf sich aber trotzdem klaglos dem Ansturm), waren sie alle erstaunlich gut drauf.
Ich würde wohl eher ne (weitere) Meise kriegen, angesichts der Mengen, die die Spieler teilweise umdrängelten…
Besonders locker drauf?
Cleber Reis (der wirklich jeden Scherz mitmachte. Er ist, so macht es den Eindruck, angekommen im Team) und unsere Nr. 1, Drobny. (Man, ist der riesig 😉

Mit irgendwas um die 15 Unterschriften und den dazu passenden Fotos, machte ich mich nach 30 Minuten „vom Acker“. Der Trubel nahm irgendwie kein Ende. Zudem vermisste man die Möglichkeit, irgendwo mal zwei, drei Sätze mit einem Spieler wechseln zu können. Oder selbiges mit den anderen HSVern.
Nach gut einer Stunde verließen auch die Spieler das „Schlachtfeld“, um den verdienten Feierabend einzuläuten. Erneut zog der „rote Tross“ an uns vorbei.
Auch die Fanmassen lösten sich erstaunlich schnell auf. Liebes Team vom Hotel Klosterpforten, da wäre mehr drin gewesen!
Wir beendeten den Abend bei ein, zwei Bierchen und freuten uns auf Tag 2, der mit dem Kiebitzen beim (nicht öffentlichen) Training beginnen sollte. Was daraus wurde, lest ihr morgen. Im Blog-Perlen Traininingslager – Tagebuch. Soviel kann ich jetzt schon verraten: Es bleibt spannend! 😉
#HSVinHarsewinkel
(mg)

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