Das Leid mit dem Leitbild

Der HSV ist auf der Suche nach einem Leitbild. Gut so. Darüber sollte man sich immer und ständig seine Gedanken machen.
Im Sommer gab es einen Workshop zu diesem Thema, jetzt hatte ich eine Umfrage in der Mail, eine Umfrage, die meiner Ansicht nach für die Tonne ist.

Lieber HSV. Ich will euch hier mal mitteilen, was ich für ein Leitbild für unabdingbar halte.

Als erstes eiert man nicht rum. Man hat klare Antworten auf klare Fragen. Man ist weltoffen und brät nicht so sehr im eigenen Saft, daß man schwachsinnige Umfragen für das Leitbild braucht. Ein alter Mentor von mir hat mal gesagt: „Fiete, wenn du nicht weißt, was du machen sollst, dann löse deine Gedanken, schwebe mit ihnen in die Lüfte, wie ein Adler und schau dir die Situation aus großer Höhe an. Dann erkennst du das Wesentliche.“
Wer fragen muß, ob der Klassenerhalt für den HSV wichtig ist, der hat den Sinn für das Wesentliche verloren.

Oberste Institution des HSV sind immer noch die Mitglieder.
Sie können zwar nicht mehr so direkt wie vor der Ausgliederung auf das Tagesgeschäft Einfluß nehmen (und das ist gut so), aber sie sind immer noch die oberste Instanz. Darüber muß sich ein jeder, der im HSV etwas macht, im Klaren sein. Kein Investor ist der Chef des HSV, sondern es sind die Mitglieder. Nicht die Ultras, nicht die VIPs, sondern die Summe der Mitglieder. Aller Mitglieder, nicht nur der Hamburger, schliesslich ist der HSV kein Provinzverein, sondern ein großer weltoffener Verein. Wer das nicht begreift, der wird kein für den HSV angepasstes Leitbild leben können.

Der HSV ist ein Universalsportverein. Dem ist Rechnung zu tragen. Aber das Herz des HSV ist der Bundesligafußball. Und das ist Leistungssport. Daß da der Klassenerhalt nicht infrage gestellt wird, sollte jedem klar sein, selbst wenn er Verfasser einer Umfrage ist. Und auch die Positionierung in der Bundesligaspitze muß das Ziel sein. Natürlich werden wir es nicht so einfach erreichen, aber ein Leistungssportverein mit 70.000 Mitgliedern gibt sich bestimmt nicht damit zufrieden, auf Dauer nur gegen den Abstieg zu spielen. Wir haben die Satzungsänderung am 25.05.14 beschlossen, weil wir die Amateure an der Spitze unseres Vereins leid waren. Wir erwarten Professionalität, keine Ertels, keine Jarchows und auch keine Rieckhoffs, sondern Profis. Und das Ergebnis dessen muß dann eben auch sein, daß man auf Dauer das Bestmögliche aus den Möglichkeiten des Vereins macht. Wie gesagt, wir reden vom Leistungssport.

Demut? Wenn das heisst, daß wir kurzfristig mal kleinere Brötchen backen sollten, schliesslich waren wir in den letzten Jahren nicht gerade erfolgreich, dann ja. Ansonsten: Wir sind der HSV. Wir sind ein Verein mit 70.000 Mitgliedern. Warum sollten wir uns vor irgendjemandem verstecken?

Als nächstes erwarte ich, daß man bei all dieser Professionalität immer noch menschlich bleibt. Dazu gehört, daß man den HSV als große Familie sieht. Und in einer Familie weiß ich, daß es wohl mal knartscht und knirscht, aber nach aussen hält man zusammen wie Pech und Schwefel. Dazu gehört dann auch, daß man die Spieler und Angestellten gegen Anfeindungen von Aussen schützt, sei es von der Presse, von Fremdfans, von gegnerischen Spielern und Trainern, wie auch von Schiedsrichtern.
Beispiel: Bekommt einer unserer Spieler eine rote Karte, dann erwarte ich Empörung von allen HSVern und kein hanseatisches Understatement. Anschliessend können wir unter uns sagen: Spieler X, so geht man nicht in die Zweikämpfe.
Noch ein Beispiel: Greift Rudi Völler mal wieder einen unserer Spieler an, dann erwarte ich, daß es volle Breitseite kontra gibt.

Wir sind Familie, wir akzeptieren nicht, daß irgendjemand einem Familienmitglied was tut. Wir schützen es … und bestrafen es, wenn nötig anschliessend selber. Aber erst wird einem Familienmitglied immer Schutz gewährt. (Auch einem Paolo Guerrero, Heiko Westermann oder Peter Knäbel, solange sie unsere Farben tragen!). Wer sich mit einem HSVer anlegt, muß sich darüber im Klaren sein, daß er sich mit 70.000 anlegt.

Menschlichkeit erwarte ich aber auch in anderen Bereichen: Der HSV hat eine hohe Strahlkraft in der Region. Diese sollte er nutzen, wie er es ja auch macht, um Gutes zu tun. Der Hamburger Weg ist da ein gutes Beispiel.

Wenn wir uns fragen, welches Leitbild der HSV haben sollte, sollten wir uns vielleicht kurz innehalten und uns fragen, wie würden Ernst Happel oder Helmut Schmidt jetzt reagieren. Ein bisschen Happel, ein bisschen Helmut Schmidt … das sollte unser Leitbild sein (fb)

Die gekaufte WM 2006 – Na und?

Seit Jahren gibt es Korruptions-Spekulationen bei den Vergaben für die Fußball-EM und speziell der WM. Eigentlich sollte jedem, der sich etwas mit der Materie beschäftigt und der nicht mit Scheuklappen durch die Gegend läuft klar sein, dass es um Geld geht. Und zwar um sehr viel Geld. Wie sonst ist es zu erklären, dass eine Fussball WM nach Qatar vergeben wird? Qatar und Fussball? Da gab es noch nicht mal Fussballstadien. Diese werden jetzt gebaut. Und weil es dort im Sommer für Hochleistungssport einfach zu heiß ist werden die Stadien gleich mit Klimaanlagen (!!!) gebaut. Was für ein Wahnsinn.

Wenn die USA / das FBI sich nicht der FIFA angenommen hätte, würden jetzt wahrscheinlich immer noch viele denken, dass all dieser Wahnsinn mit (ge-)rechten Dingen, zum Wohl der Allgemeinheit und der „kleinen“ Fußballverbände geschieht, wie uns einige der hohen FIFA-Funktionäre Glauben machen wollen. Dass wir die WM 2006 nur auf legalem Wege bekommen haben, ist wohl so wahrscheinlich, wie ein Champions League Titel für den HSV in der kommenden Saison…

Was mich an der Sache ganz besonders stört, ist diese Scheinheiligkeit. Auch bei der Affäre Hoeness kann ich mich noch ganz genau an die Auftritte von Uli H. erinnern, wo er „die anderen“ in den Medien lauthals des Steuerbetruges bezichtete. Mit dem für seine Art urtypischem roten Kopf hat er „die anderen“ an den moralischen Pranger gestellt. Nur wenige Monate später kam dann die „ungeschminkte (??)“ Wahrheit ans Tageslicht. Hoeness war selber ein Steuersünder. Und dass nicht zu knapp. Komplette Aufklärung im Steuerfall Hoeness? Für mich persönlich bleiben bis heute viele Fragen unbeantwortet…

Wenige Jahre später das gleiche Spiel auf anderer Bühne: Der „Spiegel“ erschüttert die Massen mit der Enthüllung über die WM Vergabe 2006: auch Deutschland hat sich sein Sommermärchen mutmaßlich erkauft. Was für ein Schock! Oder doch nicht? Jetzt wäre die Chance da gewesen, sich zu stellen und reinen Tisch zu machen. Es war (ist?) ohne Schmiergeldzahlungen nicht möglich, eine WM auf legalem Wege zu bekommen. Der DFB und all seine Verantwortlichen hätten die Chance gehabt, das ganze System FIFA auffliegen zu lassen und endlich einen sauberen Neustart einzuleiten. Aber nichts passierte. Es war wie immer. Keiner kann sich wirklich erinnern. Es wurden zivilrechtliche Schritte angedroht. Klagen sollten folgen. Keiner wollte es gewesen sein. Stück für Stück kommt jetzt die Wahrheit mal wieder scheibchenweise ans Licht. Warum? Weil wieder ein Journalist oder ein „Externer“ irgendein Beweisstück gefunden hat….
Und so wird es vermutlich noch Wochen / Monate dauern, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Schade. Chance verpasst…

Mir ist es im Grunde genommen vollkommen sch…egal, wer, wo, wie jemanden geschmiert hat. Ich bin jedem Beteiligten dankbar, der dafür gesorgt hat, die WM 2006 nach Deutschland zu bringen. Es waren Wochen der puren Begeisterung. Es waren die wohl wunderbarsten Wochen, in denen Einigkeit und Recht und Freiheit in Deutschland mehr als Worthülsen waren. „Willkommen bei Freunden“ wurde nicht nur so gesagt, es war auch so gemeint!
Allein beim Schreiben dieser Worte, bekomme ich schon wieder Gänsehaut. Es war eine geile Zeit. Das war mein Deutschland, das war meine Heimat so, wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Nicht das in der jetzigen Zeit, wo Unterkünfte von Hilfesuchenden angezündet werden. Wo Parolen auf den Straßen geschrien werden, die ich nicht wiederholen möchte.
Mein Dank gilt der großen Anzahl an freiwilligen Helfern und denen, die mit Spenden helfen. All denen, die daran mitwirken, dass nicht die negativen Ereignisse in den vergangenen Wochen Oberhand behalten. Denn das ist nicht mein Land.
Ich will die Willkommenskultur von 2006 wieder zurück haben. Dieses Mal ohne Korruption, ohne Schmiergeld, sondern nur mit viel Herz und viel Hilfe.

Mit einem Wort: mit Menschlichkeit!

(CM)

„Heller“ Wahnsinn…

Die Vier am Sky-Tisch waren sich nach dem Abpfiff schnell einig. Das Ergebnis des Samstag-Abend-Spiels war ein „leistungsgerechtes Unentschieden“.

Ein leistungsgerechtes Unentschieden gegen Darmstadt. Gegen einen Aufsteiger, der (und darauf hatte man sich schon im Vorfeld festgestellt) unorthodoxen Fußball spielt. Was auch immer das bedeutet.
Vielleicht meint das, dass die Darmstädter in jeder Halbzeit mindestens eine Viertelstunde eher wach waren, als die Hamburger?
Oder es bedeutet, dass die Lilien über lange Strecken einfach griffigeren Fußball spielten?
Vielleicht läuft es aber auch ein bisschen darauf hinaus, dass man beim Tabellennachbarn bessere Schauspiellehrer hat, die ihren Spielern, beim Freistoßschinden, einfach die sehenswerteren Übungen, zum sofortigen Ableben auf dem Rasen vermitteln.
Und das oft sogar ohne vorheriger, gegnerischer Berührung!
Sei es wie es wolle. Zufrieden kann der HSV mit 1 Punkt aus den letzten beiden Spielen wirklich nicht sein.
Wer sich allerdings so schulbubenhaft, vor dem 1:1 vorführen lässt, der hat es einfach nicht besser verdient.
Mit acht (8!) Hamburgern, die sich um alles, nur nicht um das, was sich in ihrem Rücken abspielt kümmerten, verpennte man Marcel Hellers Einlauf in den Strafraum. Völlig alleine vor René Adler, brauchte er nur noch die Flanke einnicken, die trotz der Hamburger Überzahl von Jerome Gondorf, flockig rüberkam.
Überhaupt. Diese Freistöße und Ecken, die die Gastgeber zahlreich bekamen. Ich weiß ja nicht, wie es euch ging. Aber mir wurde regelmäßig übel, wenn Konstantin Rausch sich den Ball zurecht legte.
Gäbe es den Adler nicht, und es wäre ganz dumm gelaufen, wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wären wir mit einem beschämenden 3-4:1 nachhause gefahren.
Dabei mag ich unseren Jungs nicht mal den Kampfwillen absprechen. Man ist ganz einfach spielerisch noch immer mächtig begrenzt.
Das kristallisierte sich immer dann heraus, wenn es Darmstadt gelang, den HSV in der eigenen Hälfte einzuschnüren.
Denn nach 2,3 Pässen ging der Ball entweder an den Gegner oder landete bei René Adler, dem nichts anderes übrig blieb, als ihn weit nach vorne zu dreschen.
Dort fand sich dann oft genug kein Abnehmer oder es fehlte erneut das Quäntchen Glück und Können, um das Spielgerät im Tor zu versenken.
Trotzdem herauszuheben ist für mich die Leistung von Holtby, Müller und auch Djourou.
Untergegangen sind Schipplock und leider auch Diaz.
Das was bleibt, war graues Mittelmaß (bis auf den sauber versenkten Elfer natürlich ).
Der 11. Tabellenplatz sieht besser aus, als er ist.
Nun sind es nur noch fünf Punkte bis zum Relegationsplatz und in zwei Wochen geht es gegen Dortmund.
Die werden sich mit Sicherheit nicht wieder so leicht austanzen lassen, wie in den vergangenen Jahren.
Was las ich gestern am späten Abend noch: Wir bewegen uns auf ganz dünnem Eis.
Dem ist nichts hinzuzufügen!

Zwei Sachen gilt es aber noch zu erwähnen.
Zum einen diese unsägliche Pyro- und Feuerwerkvorstellung der mitgereisten Hamburger Fans, die den Verein mal wieder mehrere 10.000 Euro kosten dürfte. Wir haben es ja…
Zum anderen würde ich von Labbadia zu gerne diese merkwürdigen Wechsel erklärt bekommen.
Insbesondere die in der 90.+ Minute.
Stieber beispielsweise hätte ich gerne viel früher gesehen!
Jung erschließt sich mir gar nicht. Sah so aus, als habe Bruno Angst, da könnte noch das 2:1 folgen. Denn mit dem Unentschieden KANN er nicht zufrieden gewesen sein.
(mg)

Hamstern, hamstern, hamstern oder auf dem schweren Weg zur 40

Heute haben wir nach der Heimschlappe gegen unsere Freunde aus Hannover wieder die Chance, die verlorenen Punkte zurück zu holen.

Es ist erst das 5 aufeinandertreffen in der Bundesliga. Das letzte Aufeinandertreffen in Darmstadt fand am 08. Mai 1982 statt und endete 2:2.

Nachdem wir in den vergangenen Woche schon diverse Ausfälle erleiden mussten, hat es gestern auch noch Dennis Diekmeier erwischt. Gerade die letzten Wochen fand ich ihn sehr ansprechend mit Formkurve nach oben. Und jetzt wird es der Mannschaft um die 6 Wochen fehlen und damit wohl erst in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen.

Formbarometer: (letzte 5 Spiele)
HSV 1 Siege 1 Unentschieden 3 Niederlagen 2-6 Tore
D98 1 Siege 1 Unentschieden 3 Niederlagen 6-8 Tore
Unser Gegner Darmstadt 98:
Tabellenplatz 13:
3 Siege, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen, 12:15 Tore, 13 Punkte
In den bisherigen 6 Heimspielen schaut Darmstadt auf 1 Sieg, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen, steht damit in der Auswärtstabelle auf Platz 13.
Direkter Vergleich:
Darmstadt 98 – HSV
0 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen, 5:12 Tore

Nach dem 11. Spieltag 2015/16
*** Verbesserung um 7 Plätze zur Vorsaison (17. Platz)
*** mit 14 Punkten haben wir 3 Punkte mehr auf der Habenseite
*** 4 Tore wurden mehr erzielt (Mit 10 Toren haben wir jetzt bereits 1 Tor mehr erzielt, wie in der gesamten Hinrunde 14/15)
*** Bei den Gegentreffern haben wir 1 Tor mehr kassiert
Auch der direkte Vergleich zur Vorsaison gegen die bisherigen Gegner ist positiv:
3 Punkte mehr auf der Habenseite,
4 Tore mehr erzielt
4 Tore weniger kassiert.
(*** Ingolstadt ersetzt den SC Freiburg und Darmstadt 98 ersetzt Paderborn)

Zum Spiel:
Kader:
Adler, Drobny, Sakai, Cleber, Djourou, Jung, Spahic, Ostrzolek, Diaz, Holtby, Arslan, Müller, Ilicevic, Gregoritsch, Stieber, Schipplock, Olic, Lasogga
Nicht im Kader: Altintas, Diekmeier, Ekdal, Hunt, Götz, Hirzel, Marcos, Rudnevs, Kacar
Meine Wunschelf: Adler – Sakai, Spahic, Djourou, Ostrzolek – Diaz, Holtby – Gregoritsch – Müller, Ilicevic, Lasogga
Ich hoffe, das Bruno zum bewährten System mit 1 Spitze zurück rudert. Mit mehr wie 1 Spitze konnte wir unter Labbadia bisher kein Spiel siegreich gestalten.

Hoffen wir auf 3 Punkte.

Nur der HSV
(CM)

Wie ein Feuerwerk ohne Rauch und Feuer…

Würde man die dicken Seufzer, all die Aufschreie und anschließenden „oohhs“, die enttäuschten Gesichter und alle Sätze wie „das gibt’s doch gar nicht“ zusammenzählen, man hätte wohl genug, um ganze Bücherbände damit zu füllen.
Der HSV brannte in der 1. Halbzeit, gegen schwache Hannoveraner, ein wahres Feuerwerk an Torchancen ab.
Oder sollte ich lieber sagen; an?
Denn zünden wollten die Chancen so gar nicht.
Dabei begann alles so vielversprechend.
Labbadia hatte meine stillen Gebete erhört und stellte mit Schipplock und Lasogga eine Doppelspitze auf. Müller legte, bereits in der 6. Minute, für Gregoritsch auf. Und der brachte das Stadion zum Jubeln.
Endlich mal wieder ein heimisches Tor aus dem Spiel heraus, ein sauberes, nigelnagelneues Tor, das Hoffnung auf mehr machte. Denn die Hannoveraner brachten auch danach nicht viel auf die Reihe.
Im Gegensatz zum HSV.
Bereits zur Pause hätte man gut und gerne 2 oder 3:0 führen können. Können? Man hätte MÜSSEN!
Besonders Nicolai Müller muss sich fragen lassen, warum er (nach einem Lattenknaller von Diaz), freistehend vor Zieler, den Ball nicht einnetzte.
Einige schöne Zuspiele, Pässe die auch mal ihren Adressaten fanden und hinten ein fast arbeitsloser René Adler, so lassen sich die ersten 45 Minuten am besten beschreiben.
Ich hatte die Hoffnung, dass Bruno den Jungs in der Pause ordentlich Dampf macht, dass sie noch einen Ticken aggressiver aus der Kabine kommen.
Doch leider war das nicht der Fall. In den ersten Minuten von Halbzeit 2 musste man ab und an sogar Angst haben, da zieht wieder der bekannte Schlendrian ein.
Und es kam, wie es kommen musste. Mal wieder war (für mein Empfinden) ein Schiedsrichter auf Spahic und seinen Rüpelruf fixiert.
Emir grätscht im Strafraum, Beche fädelt geschickt ein, fällt um und Stegemann zeigt auf den Elfmeterpunkt.
Nein, ich will nicht jammern. Schließlich haben wir im Grunde das Spiel bereits mit den verschenkten Chancen der ersten Halbzeit verloren.
Trotzdem beginnt mich, dieses Spahic-Schiri-Gebashe extrem zu nerven!
Dass selbst ein Marcel Reif meinte, der Elfer sei eher unnötig gewesen, ist erstaunlich, aber wahr. Auch Labbadia erklärte diplomatisch, Beche habe „das Geschenk dankbar angenommen“ (sinngemäß).
Zwei für den HSV nicht gegebene Elfer (ja, ja, kann, nicht muss…) lassen meine momentan schwindenden Sympathiewerte für Schiedsrichter nicht unbedingt ins Gegenteil rotieren.
Ich habe das Gefühl, alle dürfen mal vom Punkt aufs Tor, nur die Rothosen nicht!
Für mich war das 1:2 eine völlig natürliche Konsequenz. Wer vorne nicht trifft, kriegt hinten eben die Quittung dafür.
Und auch 55% Ballbesitz sorgen noch lange nicht für ein volleres Punktekonto!
Dass man aus dem heimischen Stadion nichts Zählbares mitnahm, die Punkte nach Hannover schickte, dafür sorgte dann in der 67. Minute Salif Sané, der sowohl Diekmeier als auch Djourou locker austanzte und zum 1:2 einköpfte.
Auch hier ist Statistik nur das, was sich geduldig auf Papier drucken lässt. 17:5 (!) Torschüsse lassen nicht unbedingt einen Hannoveraner Sieg vermuten.
Klingt komisch, ist aber so!
Nicht nur Labbadia, auch seine Elf war, nach dem Schlusspfiff verständlicherweise wütend. Wütend auf sich selbst und ob der vertanen Chance, sich im gesicherten Mittelfeld, weiter oben, erst einmal festzusetzen.
Aber hey, die Statistiker unter uns hätten es eigentlich wissen müssen. Denn jedes Mal, wenn es in den letzten Jahren irgendwie möglich war, einen Schritt nach oben zu machen, hatte der Fußballgott gerade was anderes zu tun.
Was soll ich sagen? Der HSV ist und bleibt vorne zu harmlos. Und ein bisschen mehr Glück vor dem Kasten könnte auch nicht schaden.
Jetzt einfach so zur Tagesordnung überzugehen und auf das Spiel gegen Darmstadt zu hoffen, das wäre mir zu einfach.
Denn auch die Lilien werden nicht drauf warten, dass es einem Lasogga, einem Schipplock oder Holtby endlich mal gelingt, wofür sie eigentlich bezahlt werden: nämlich fürs Tore schießen!
Für Labbadia gilt es in der Woche Kopf und Fuß der Jungs zu trainieren. Denn Beides brauchts, um endlich mal eiskalt den Torwart nicht an, sondern an ihm vorbei zu schießen!
(mg)

„Zu Gast bei Freunden“ …

… so lautet morgen, 17.30 Uhr das Motto, wenn Hannover 96 gegen unsere 11 aufläuft.

Das Spiel steht auch unter dem Slogan „Gemeinsam für Spiele, die zum Vorbild werden“. Damit gibt es Schützenhilfe der Rothosen für Hamburg, das sich bekanntlich für die olympischen Sommerspiele 2024 bewirbt.

Hannover 96 reist mit einem neuen Spodi an … Christian Möckel wechselt vom 1.FC Nürnberg, zum 1.11. nach Niedersachsen. Nach Martin Bader als neuem Geschäftsführer ein weiterer Nürnberger Neuzugang.
Michael Frontzek genießt, trotz des erfolgreichen Klassenerhaltes in der vergangenen Saison, kaum mehr Vertrauen bei den Fans und so wünschen sich einige sogar eine hohe Niederlage, begleitet durch einen anschließenden Trainerwechsel.
Hinzu kommt die inzwischen bekannte Antipathie gegen den Präsidenten Martin Kind. Es herrscht also großer Frust in und um Hannover.
Nach den beiden letzten Niederlagen in der Liga, zuhause gegen Frankfurt und der Pokalpleite in Darmstadt, wird sich, bei einer Niederlage, die Lage sicherlich weiter zuspitzen. Es wird also ein heißer Tanz.

Zu unserem HSV. Nach dem verdienten Sieg in Hoffenheim gab es auch in dieser Woche wieder Bewegung auf der Krankenstation. Ekdal fällt leider 3-4 Monate aus, Spahic (grippaler Infekt) und Olic (Bluterguss) werden dagegen einsatzbereit sein. Diaz, Ilisevic & Müller, die in der Woche ebenso angeschlagen waren, sind 100% einsatzfähig. Bei 2 Rückkehrern und einem weiteren Langzeitverletzten wird Arslan vermutlich nicht im Kader sein.

Formbarometer: (letzte 5 Spiele)

HSV 2 Siege 1 Unentschieden 2 Niederlagen 2-4 Tore
H96 2 Siege 1 Unentschieden 2 Niederlagen 5-6 Tore

Unser Gegner Hannover 96:

Tabellenplatz 15:
2 Siege, 2 Unentschieden und 6 Niederlagen, 9:18 Tore, 8 Punkte
In den bisherigen 5 Auswärtsspielen schaut Hannover auf 1 Sieg, 2 Unentschieden und 2 Niederlagen, steht damit in der Auswärtstabelle auf Platz 14.

Direkter Vergleich:
HSV – Hannover 96
22 Siege, 15 Unentschieden, 17 Niederlagen, 81:75 Tore
Die letzte Heimniederlage datiert aus dem Jahr 2004. Am 4.12. musste sich der HSV mit 0-2 geschlagen geben. (HSV: Pieckenhagen, Benjamin, Schlicke, van Buyten, Klingbeil, Wicky, Jarolim, Beinlich, Moreira, Mpenza, Takahara)

HSV Vergleich zur Vorsaison:
10. Spieltag 2015/16
*** Verbesserung um 4 Plätze zur Vorsaison (14. Platz)
*** mit 14 Punkten haben wir 5 Punkte mehr auf der Habenseite
*** 5 Tore wurden mehr erzielt (Mit 9 Toren haben wir jetzt bereits so viele Tore erzielt, wie in der gesamten Hinrunde 14/15)
*** Auch bei den Gegentreffern haben wir 1 Tor weniger kassiert

Auch der direkte Vergleich zur Vorsaison gegen die bisherigen Gegner ist positiv:
6 Punkte mehr auf der Habenseite,
7 Tore mehr erzielt
5 Tore weniger kassiert.
(*** Ingolstadt ersetzt den SC Freiburg und Darmstadt 98 ersetzt Paderborn)

Zum Spiel:
(voraussichtlicher)Kader:
Adler, Drobny, Diekmeier, Cleber, Djourou, Jung, Spahic, Ostrzolek, Sakai, Diaz, Holtby, Müller, Ilicevic, Gregoritsch, Stieber, Schipplock, Olic, Lasogga

Nicht im Kader: Altintas, Arslan, Ekdal, Hunt, Götz, Hirzel, Marcos, Rudnevs, Kacar

Meine Wunschelf: Adler – Diekmeier, Spahic, Djourou, Ostrzolek – Diaz, Holtby – Gregoritsch – Müller, Ilicevic, Lasogga

Hoffen wir auf 3 Punkte.

Nur der HSV
(CM)

Feiern, freuen, weiter üben, oder: Rache für Papa Bruno

Da hat Bruno Labbadia seinem neuen Ruf als „Fußballversteher“ ja mal wieder alle Ehre gemacht.
Erneut setzte er auf seinen Schützling, Pierre-Michel Lasogga, der samt seines schlabbrigen Markenzeichens von Beginn an die Stürmerrolle übernehmen durfte. Ein Stöhnen ging durch die Hälfte aller HSV-Anhänger, die wohl eher Schipplock dort erwartet haben dürften. Zum einen, da er als „besonders motiviert“ gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber galt, zum anderen, da unsere Nr. 10 bereits seit fünf Spielen die Kugel nicht einmal ins Netz brachte.

Fünf Jahre ist es nun her, seitdem die Rothosen bei Hopp &Co mit 5:1 und einer sagenhaft schlechten Leistung komplett untergingen.
Das kostete nicht nur 3 Punkte, sondern dem Trainer den Kopf. Der hieß 2010 übrigens Labbadia, somit hatte der hier noch eine Rechnung offen.
Kurioserweise droht das gleiche Schicksal jetzt seinem Gegenüber, Markus Gisdol, der mit Hoffenheim seit sechs Spielen sieglos ist.
Man merkte allen Akteuren an, dass es um etwas ging. Den Hamburgern mochte man zurufen, warum eigentlich nicht immer so? Gnadenlos wurde nicht nur der Rasen, sondern auch der ein oder andere Gegenspieler umgepflügt. Sechs gelbe und eine gelb/rote Karte sprechen für sich.
Die mitgereisten Hamburger erlebten ein Feuerwerk an Torchancen. Und doch scheiterten Gregoritsch, Lasogga, Holtby und auch Müller und Ilisevic entweder am Torgehäuse, dem starken Baumann oder beförderten das Spielgerät in den nächtlichen Himmel von Sinsheim.
Ich gebe zu, nach 70 Minuten war ich der festen Überzeugung, hier könne man noch vier Stunden weiter spielen, am Ergebnis würde sich nichts ändern!
Und das, obwohl speziell Diekmeier und Müller auf ihrer rechten Seite mächtig Dampf machten und den ein oder anderen gelungenen Pass in die Mitte brachten.

Auch der für den verletzten Aaron Hunt aufgelaufene Michael Gregoritsch ist zu dem Zeitpunkt schon ziemlich gefrustet gewesen. Mindestens drei Mal hätten seine Schüsse eine Führung für die Gäste bedeuten MÜSSEN.
Taten sie aber nicht.
Positiv ist zu erwähnen, dass der Österreicher zu jeder Zeit anspielbar war und auch den ein oder anderen wirklich ansehnlichen Pass weitergab.
Vielleicht hat Papa Labbadia ja in der Halbzeitpause noch einen draufgesattelt und seinen Schützlingen ein komplett freies Wochenende in Aussicht gestellt, sollte man hier als Sieger vom Platz gehen. Man weiß es nicht.
Jedenfalls kamen die Jungs genauso kämpferisch aus der Kabine, wie sie reingegangen waren.
Verzweiflung auch bei den Hoffenheimern, die bis dahin lediglich zweimal gefährlich in der Hamburger Hälfte aufschlugen. Aber da stand ja ein Adler! Gott sei Dank! Denn wären die Kraichgauer zu dem Zeitpunkt in Führung gegangen, ich bezweifle, dass wir da noch mal rangekommen wären!
Dem Frust über die eigene Unzulänglichkeit brachte Bicakcic schließlich einen frühen Duschgang ein. Er räumte Schipplock ab und durfte, weil vorher schon gelb verwarnt, Feierabend machen.
In der 64. Minute löste Sven Schipplock den verletzten Ekdal ab (an dieser Stelle alles Gute, hoffentlich ist es nix Schlimmes!).

Die meisten hatten sich nach 88 Minuten wohl schon mit einem weiteren, unbefriedigenden 0:0 abgefunden, da stach Brunos Auswechslungsjoker.
Eine tolle Zusammenarbeit zwischen Gregoritsch, Schipplock und Lasogga brachte die Erlösung und nach 316 torlosen Minuten endlich mal wieder einen (sehenswerten) Treffer!
Fazit:
Nicht einmal durfte man im Häuschen des Stadionsprechers die mir seit fünf Jahren so unsäglich im Ohr befindliche Torhymne („Was wollen wir trinken…“) auflegen. Die Rache für Bruno Labbadia war vollzogen. Auswärtssieg!!! 3 Punkte, die uns im gesicherten Mittelfeld verharren lassen.
Ein wohltuend unaufgeregter Trainer brachte das Spiel anschließend auf den Punkt: „wir müssen immer bis zum Anschlag arbeiten, um zu siegen“, sagte er sinngemäß. Somit heißt das: freuen, feiern, weiter üben! Denn nicht jeder Gegner wird so gnädig sein, derart viele Chancen zuzulassen, ohne zwischenzeitlich selber einzunetzen!
Für mich persönlich war es bezeichnend, dass wir im 4-4-2-System das Tor erzielt haben. Ich finde einem Lasogga und auch einem Schipplock steht ein Partner gut! Nicht zuletzt dafür, dass sie sich gegenseitig mit Bällen um den Strafraum herum füttern können!

Ach ja, eins haben wir noch: ein Luxusproblem. Denn: wohin mit dem genesenden Hunt, wenn das weiterhin mit Gregoritsch auf seiner Position so gut funktioniert .
Nun heißt es, am nächsten Sonntag gegen Hannover nachzulegen. Papa Bruno, übernehmen Sie!
(mg)

Was wollen wir trinken… #TSGHSV

Heute beginnt der 10. Spieltag mit dem Auswärtskick unseres HSV bei der TSG Hoffenheim. Anstoß um 20.30 Uhr.
In dieser Woche ist die Verletztenliste des HSV leider länger geworden, so dass Spahic (grippaler Infekt) und Olic (Bluterguss) neben Hunt (Muskelfasseriss) ausfallen werden. Dafür rückt (endlich?) Stieber in den Kader, ebenso wie Jung und Arslan. In der Innenverteidigung wird voraussichtlich Cleber den freihen Posten von Spahic einnehmen.

Unser Gegner TSG 1899 Hoffenheim:
Tabellenplatz 17:
1 Siege, 3 Unentschieden und 5 Niederlagen, 12:18 Tore, 6 Punkte

In den bisherigen 4 Heimspielen konnte Hoffenheim, in der laufenden Saison, kein Spiel für sich entscheiden und nur 2 Spiele mit einem Unentschieden beenden. Damit steht die TSG auf Platz 18 der Heimtabelle. Der HSV kommt als 10-beste-Auswärtsmannschaft. (2 Siege, 3 Niederlagen)

Direkter Vergleich:
HSV – TSG 1899 Hoffenheim
5 Siege, 3 Unentschieden, 6 Niederlagen, 14:26 Tore

Der letzte Sieg in Hoffenheim datiert auf den 11.05.2013. Die Rothosen konnten mit 4-1 (Tor für Hoffenheim: Volland, für den HSV: Son, Aogo, Jiracek, Rudnevs)

HSV Vergleich zur Vorsaison:
9. Spieltag 2015/16
*** Verbesserung um 4 Plätze zur Vorsaison (16. Platz)
*** mit 11 Punkten haben wir 5 Punkte mehr auf der Habenseite

*** 5 Tore wurden mehr erzielt (Gesamte Hinrunde 14/15: 9 Tore!)

*** Lediglich bei den Gegentreffern haben wir uns um 1 Tor verschlechtert

Auch der direkte Vergleich zur Vorsaison gegen die bisherigen Gegner ist positiv:
3 Punkte mehr auf der Habenseite,
4 Tore mehr erzielt
2 Tore weniger kassiert.
(*** Ingolstadt ersetzt den SC Freiburg und Darmstadt 98 ersetzt Paderborn)

Zum Spiel:
Kader:
Adler, Drobny, Diekmeier, Cleber, Djourou, Jung, Ostrzolek, Sakai, Diaz, Holtby, Müller, Ilicevic, Gregoritsch, Arslan, Stieber, Schipplock, Ekdal, Lasogga
Nicht im Kader: Altintas, Olic, Hunt, Spahic, Götz, Hirzel, Marcos, Rudnevs, Kacar

Meine Wunschelf: Adler – Diekmeier, Jung, Djourou, Ostrzolek – Diaz, Ekdal, Holtby – Müller, Ilicevic, Lasogga

Mal sehen, was geht.
Für die ca. 3.000 mitgereisten HSV Fans wünsche ich mir, dass wir die Torhymne der Hoffenheimer, „Was wollen wir trinken“ nicht allzu oft hören müssen.
Von jemandem der bei Brunos letztem Besuch als HSV Trainer in Sinsheim dabei war (das 5:1 war seinerzeit das Aus für Labbadia), habe ich gehört, dass dieser Song so leicht nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen ist . 😉

Nur der HSV
(CM)

SC – das unbekannte Wesen? Und: Die Rückkehr!

Heute möchte ich gleich auf zwei HSV-Termine zurückblicken. Da war zum einen die ordentliche HSV Supporters Mitgliederversammlung und zum anderen natürlich unser Spiel gegen Leverkusen. Aber fangen wir vorne an: Bereits morgens um 7 Uhr war die Nacht vorbei, um 8 Uhr ging es, gemeinsam mit meinem Sohn (10), per Auto, nach Hamburg. Um 9.30 Uhr war Einlass zur Mitgliederversammlung. Es standen in meinen Augen wichtige Punkte zur Abstimmung. So hatte die AL beispielsweise den Antrag gestellt, nur noch 2 anstatt 3 Beisitzer in der Abteilungsleitung zu haben. Bei Ablehnung hätte ein Beisitzer für den zurückgetretenen Carsten Bürger gewählt werden müssen und es wäre spannend geworden, da es wohl keine Bewerbungen gab… Der Antrag wurde bei 1 Erhaltung angenommen. Und da sind wir bei einem entscheidenden Punkt: Jedes Mitglied hätte sich für den Posten bewerben können. Die Frage: Warum stellt sich keiner zur Wahl? Es gab Zeiten, da haben sich Leute um ein Mitwirken im SC gerissen. Die Mitgliederversammlungen waren auch gut besucht. Bei der Wahl in 2014 lag die Teilnehmerzahl noch im 3-stelligen Bereich… Dieses mal haben sich gerade mal 37 stimmberechtigte Mitglieder „verlaufen“…

Man mag ja zum SC stehen, wie man will UND es wurde bei der Strukturdebatte sehr viel über den Supportes Club geschrieben und geurteilt. Er ist und bleibt aber ein wichtiger Bestandteil innerhalb des HSV. Ich habe das Gefühl, dass viele Mitglieder gar nicht wissen, welche Aufgaben die SC AL eigentlich erfüllt. Ohne sie würde es zB keine Vorteile bei den Kartenbestellungen für Mitglieder mehr geben. Die Frage, und die möchte ich auch gerne an dieser Stelle mal zur Diskussion stellen, ist, wie kann man den SC für alle wieder interessanter machen?

Um 10.45 Uhr war die Sitzung bereits beendet. Langsam machten wir uns auf den Weg ins Stadion.

Zum Spiel: Die erste Halbzeit konnten wir, dank eines sehr stark aufgelegten Rene Adlers, mit 0-0 in die Pause retten. Trotz der torlosen 45 Minuten war es eine ganz andere 11, die, im Vergleich zum Auftritt in Berlin, auf dem Platz stand. Der spielerischen Überlegenheit der Leverkusener wurden Kampf und Einsatz entgegengesetzt. In der 2. Halbzeit konnte man mit zunehmender Spielzeit dann auch einige spielerische Elemente sehen. Teilweise gab es wirklich gute Szenen, wo mit kurzen Pässen das Spiel schnell gemacht wurde und zB ein Diekmeier seine Schnelligkeit unter Beweis stellen konnte. Leider klappte es nicht so wirklich mit einer Abnahme seiner Pässe. Wie in den vergangenen Wochen auch, fehlt es eben immer noch am entscheidenden Pass in die Spitze. Hierzu finde ich das Interview von MatzAb mit Bruno Labbadia sehr aufschlussreich. Man erkennt, dass Bruno mit seinem Team einen Plan hat. Ziel ist es, aus einer guten Grundordnung und einer stabilen Abwehr heraus, das Spiel nach vorne zu verbessern. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Spielzeiten (und nur die sind für mich der Maßstab) gibt es auch hier schon kleine Fortschritte. Sicher könnten sie gerne schon weiter sein. Aber dazu sollte man bedenken, dass zum Beispiel ein Aaron Hunt, der diese Pässe verwerten könnte, sehr spät zur Mannschaft gekommen ist. Ich bin überzeugt davon, das wird sich noch finden. In dem Zusammenhang wünsche ich mir natürlich, dass Aaron wirklich nicht länger ausfällt, als „nur“ gegen Hoffenheim, wie Labbadia heute Morgen mitteilte. Drücken wir mal die Daumen und wünschen gute Besserung! Vom gestrigen Spiel möchte ich Adler, Ekdal, Hunt und allen voran Spahic herausheben. Insgesamt ist das Unentschieden für mich eher ein Punktgewinn denn zwei Punktverluste!

Alles in allem könnte es also ein guter Spieltag gewesen sein. Könnte…

Ich gehöre zu der Abteilung „Sitzer“ und bin beim Spiel nicht immer der „große Stimmungsmacher“. Daher gehe ich auch lieber zB in die Süd oder sitze dort, wo ich das Spiel in Ruhe „geniessen“ kann. Gestern saßen wir allerdings in der Nord, 28B. Zumindest konnte ich mir da mal ein eigenes Bild machen, wie so die Stimmung in der „Nord“ ist. Ich habe sie bis zu dem Zeitpunkt, als sich die Ersatzspieler von Bayer 04, der Regel entsprechend hinter dem Tor der eigenen Mannschaft, begannen warm zu machen, auch sehr genossen. Da Hakan Calhanoglu nicht in der Startelf stand, gehörte also auch er zu den Ersatzspielern. Das heizte die Stimmung merkbar an. „Natürlich“ mussten dann wieder einige Schwachköpfe ihre vollen Bierbecher und auch einige Feuerzeuge in Richtung von Hakan schmeissen. Ganz ehrlich? In dem Moment habe ich mich geschämt, ein HSV Fan zu sein… Wie kann man so bekloppt sein, auf andere Spieler mit Gegenständen zu werfen? Das gehört für mich ebensowenig ins Stadion, wie das Abbrennen von Pyro. Für solche Reaktionen habe ich NULL Verständnis. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn man diese Leute ausfindig machen und mit lebenslangem Stadionverbot bestrafen würde. Bei aller Rivalität und bei allem Verständnis für die Abneigung gegen Hakan (die ich im übrigen ebenso teile!) aber so etwas geht gar nicht. Traurig auch, dass erst der Hass auf einen Gegenspieler nötig wird, um die Stimmung richtig zum Kochen zu bringen. Mir ist vorher schon aufgefallen, dass alle anderen, ausser Mitglieder von „poptown“, die versuchten Lieder anzustimmen, sofort vom „Capo“ niedergemacht wurden, indem einfach ein anderer Fangesang angestimmt wurde. Kann natürlich sein, dass ich das falsch aufgenommen habe. Aber so kam es halt rüber. Ich würde mir da für die Nord ein größeres Gemeinschaftsgefühl wünschen. Und von „poptown“, dass sie auf die von anderen angestimmten Lieder eingehen. Wollen nicht alle den HSV nach vorne peitschen? Wollen nicht alle, den HSV unterstützen? Ich bin der Meinung, das kann man nur gemeinsam schaffen… (CM)

Komm nach Hause #HSVB04

Morgen endlich wieder Bundesliga.

Endlich wieder Heimspiel. ‪#‎HSVB04‬

Bevor ich zum Spiel komme, vorab ein Hinweis:

*************************************************************************** Vor dem Spiel um 10 Uhr findet im Volksparkstadion die ordentliche Abteilungsversammlung der Abteilung Fördernde Mitglieder / Supportes Club statt. Alle Infos:

http://www.hsv-ev.de/…/2015-10-13-ordentliche-abteilungsver… ***************************************************************************

Der HSV hat in der Woche das Motto ‪#‎kommnachHause‬ ausgegeben und damit bei einigen Fans für Unmut gesorgt. Ich finde an dem Motto absolut nichts Verwerfliches. Im Gegenteil.

Sollen Jonathan Tah & Hakan Calhanoglu doch sehen, was sie verpassen. Sollen sie sehen, welche Stimmung wir in unserem Wohnzimmer haben… Aber wer will, kann natürlich auch hinter diesem „Aufruf“ wieder mal was Böses vermuten…

Unser Gegner, Bayer 04 Leverkusen:
Tabellenplatz 7:
4 Siege, 1 Unentschieden und 3 Niederlagen, 8:9 Tore, 13 Punkte

Die Spiele in Hannover (1-0) und in Bremen (3-0) konnte Bayer erfolgreich für sich entscheiden. Bei den Bayern, in München (0-3) und in Dortmund (0-3) gab es jeweils Niederlagen. Es trifft somit die 12. beste Heimmannschaft auf die 7. beste Auswärtsmannschaft.

Direkter Vergleich: HSV – Bayer Leverkusen
27 Siege, 19 Unentschieden, 26 Niederlagen, 91:106 Tore

Die letzte Heimniederlage für den HSV gegen Bayer 04 Leverkusen datiert vom 18.05.2013. Mit 0-1 (Kiesslng) musste sich der HSV geschlagen geben.

HSV Vergleich zur Vorsaison:

8. Spieltag 2015/16
*** Verbesserung um 5 Plätze zur Vorsaison (16. Platz)
*** mit 10 Punkten haben wir 4 Punkte mehr auf der Habenseite
*** 5 Tore wurden mehr erzielt (Gesamte Hinrunde 14/15: 9 Tore!)
*** Lediglich bei den Gegentreffern haben wir uns um 4 Tore verschlechtert

*** Auch der direkte Vergleich zu 2014, bei Bayer, ist deutlich positiver: 5 Punkte mehr auf der Habenseite, 5 Tore mehr erzielt und 6 Tore weniger kassiert. (*** Ingolstadt ersetzt den SC Freiburg und Darmstadt 98 ersetzt Paderborn)

Ich schätze, dass wieder um die 54-55.000 Zuschauer das Heimspiel verfolgen werden.

Zum Spiel: Voraussichtlicher Kader: Adler, Drobny, Diekmeier, Cleber, Djourou, Spahic, Ostrzolek, Sakai, Diaz, Holtby, Müller, Ilicevic, Gregoritsch, Hunt, Olic, Schipplock, Ekdal, Lasogga

Nicht im Kader: Altintas, Stieber, Götz, Hirzel, Marcos, Rudnevs, Kacar
Meine Wunschelf: Adler – Diekmeier, Spahic, Djourou, Ostrzolek – Diaz, Ekdal, Hunt – Müller, Ilicevic, Lasogga

Ich bin sehr gespannt auf dieses Spiel und werde es live im Stadion verfolgen.

Nur der HSV
(CM)

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