Ein Jahr ohne Relegation

Gestern vor zwei Jahren hatten wir gerade ganz knapp in der Relegation gegen Fürth den Klassenerhalt klargemacht. So etwas möchte ich nie wieder erleben müssen, auch wenn ich mir darüber klar bin, daß es besser ist, als abzusteigen. So etwas gönne ich auch keinem Feind, ausser den Bremern.

Das war ganz schlimm!
 
Vor zwei Jahren war ich noch der Meinung, ich müsse den HSV im Stadion unterstützen. Ein Fehler.
Ok, den HSV zu unterstützen ist kein Fehler, aber meine Gesundheit hat extrem gelitten.
Im letzten Jahr war ich schlauer, ich hab das Rückspiel mit einem Freund zusammen gesehen, damit wir uns nach dem Spiel zur Not trösten können … oder wie geschehen, zusammen feiern. Aber es ist am Fernseher nicht so ein Druck, wie im Stadion. Alle, die mit nach Fürth oder Karlsruhe gefahren sind, haben meine Hochachtung.
 
Ich bin ja eigentlich ein positiver optimistischer Mensch. Ich habe nie dran gezweifelt, ok, fast nie, daß wir die Klasse halten. Aber im letzten Jahr, das gebe ich zu, hab ich mir das erste Mal in meinem Leben überlegt, wo Sandhausen liegt. Ich weiß es immer noch nicht, und das ist gut so!
 
Heute drücke ich den Nürnbergern den Daumen. Warum? Ganz einfach, ich bin ein egoistischer HSVer.
 
Im Grunde ist es mir egal, welche der beiden Mannschaften im nächsten Jahr in der Bundesliga spielt. Ich bin der Meinung, beide Mannschaften gehören in die Buli, dafür dürften gerne einige andere absteigen. Und besonders Heribert Bruchhagen würde ich es gönnen, daß er einen Bundesligisten übergibt und keinen Absteiger. Aber wenn der FCN aufsteigt und die Eintracht absteigt, dann gibt das für unseren HSV ne gute Million mehr Fernsehgelder. Das ist nicht zu verachten, besonders da der HSV so klamm ist.
Also, ich bin für den HSV und damit für Nürnberg
 
Aber auf jeden Fall werde ich es genießen, heute und Montag ganz entspannt vor dem Fernseher ein gutes, weil hart umkämpftes, Fußballspiel zu sehen (fb)
 
ps: Wir Blogperlen senden Marco Russ die besten Wünsche zur Genesung