Der kleine Unterschied – In eigener Sache

Der kleine Unterschied

„Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom: Stillstand bedeutet Rückschritt!“ (Erich Kästner).
Warum wir das schreiben? Weil es in den letzten Tagen einige Stimmen gab die meinten festzustellen, dass sich nun auch wir Blog Perlen in den Strom der Negativblogger einreihen. Dass auch wir die Objektivität verloren hätten und das sei… schade.

Wisst ihr, WAS wirklich schade ist? Dass so manch einer zwischen beleidigender Hetze und enttäuschter Kritik nicht unterscheiden kann.
Dass es eben doch noch Fans gibt, die nicht einmal seitlich an ihrer blau-weiß-schwarze Brille vorbeischauen und so die Realität verdrängen.
Wie sieht denn diese Realität aus?
3 Punkte nach elf Spielen.
Ein Kader, der, geht es den Kosten nach, im Mittelfeld mitspielen müsste.
Eine Mannschaft, die positionstechnisch schlecht aufgestellt wurde und in der, so scheint es zumindest, bisher einige den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt hatte.
Oder wie ist es zu erklären, dass Markus Gisdol, neben einem gemeinsamen Tagesablauf auch den (so dringend nötigen) Deutschunterricht für unsere fremdsprachigen Rautenträger, erstmal wieder aktivieren musste?

Man kann sicher sein, er hat noch mehr Baustellen gefunden, die (Gott sei Dank) nicht an die Öffentlichkeit gekommen sind. Denn eines ist klar: wenn die Mäuse auf dem Tisch tanzen, dann ist der Kater aus dem Haus.
Will heißen: dann fehlt es an Führung, an Anweisung und an Kontrolle.

Und wem obliegt diese Kontrolle?
Wenn es der Trainer nicht tut, dann ist das Aufgabe seines Vorgesetzten, dem Sportdirektor.
Tja… und da sind wir bei einem weiteren Realitätsverlust. Die Tatsache, dass da noch immer niemand in Sicht ist, spricht nicht nur von mangelndem Durchsetzungsvermögen, sondern von Entscheidungsangst. Man kann Dinge nämlich auch gemütlich aussitzen, dann entscheiden sie sich oft genug von selber.

Ich persönlich gebe es offen zu. Als Gisdol sein Amt antrat, hielt ich ihn für fehlbesetzt. Zu farblos, zu emotionsfrei… HSV-untypisch halt. Inzwischen hat sich meine Meinung gewandelt. Ich beurteile seine Entscheidungen als durchaus sinnvoll und gut. Auch die Absetzung Djourous als Kapitän war überfällig. Man sah, dass der Schweizer mit der Aufgabe überfordert war und sich seine individuellen Fehler häuften.

All das, was nun zu lesen ist, macht allerdings wenig Mut auf Besserung. Auch, wenn die Jungs auf dem Platz, am Wochenende endlich mal ein Lebenszeichen von sich gegeben haben.

Da wo es mangelt, ist keine Änderung in Sicht. Und genau DAS ist der Grund, liebe Leser, warum auch wir Blog Perlen inzwischen den Vorstand anprangern! Denn ein Markus Gisdol kann unten noch so viel herumzappeln, wenn oben keiner (auch mal gegen den Strom) schwimmt, geht es rückwärts!

Und hier schließt sich der Kreis.
Wir werden sicherlich nicht ebenso beleidigend oder hetzerisch, wie so manch anderer in unserem Metier.
Wir geben ganz bestimmt unsere Vereinsbrillen nicht ab und suchen uns andere Farben!
Wir buddeln auch die Retter-T-Shirts erneut aus dem Schrank und füllen das Maß der Hoffnung Woche für Woche wieder auf!
Wir stehen hinter dem HSV, egal, wo er hingeht.
Aber wir legen den Finger weiterhin in die Wunde, dort, wo es nötig ist!

In dem Sinne: Jungs, enttäuscht uns nicht und haut am Wochenende die Bremer aus dem Volkspark. Gebt uns die Zuversicht wieder, dass noch nicht alles verloren ist!
Denn wenn es nicht anders geht, dann muss dieses Mal eben die Basis der Führung zeigen, wie es geht!
Vielleicht bleiben Kegel ja auch mal auf dem Kopf stehen…
(MG, FB und CM)

Ein Gedanke zu „Der kleine Unterschied – In eigener Sache“

  1. Buuh, Nestbeschmutzer! Pfui!!! Und dann auch noch so vermessen, sich für objektiv zu halten.
    .
    Aber ernsthaft…
    Wieso Deutschunterricht WIEDER aktivieren? Hat es den jemals in einer vernünftigen Form gegeben? Sind Lernfortschritte vorgeschrieben und überprüft worden? Da habe ich meine Zweifel.

    Leverkusen hat seinerzeit eigens Lehrmaterialien für Fußballprofis entwickelt um die Integration auf und neben dem Platz zu fordern und zu fördern. Der HSV stellt einem Cleber stattdessen einen 24/7 Dolmetscher zur Verfügung, der selbst heute noch Anweisungen auf dem Trainingsplatz übersetzt, übersetzen muss. Immerhin hat es dieser Herr Büttner dadurch geschafft, als erster Dolmetscher mit Platzverweis in die Bundesligageschichte einzugehen, weil er in der Relegation gegen Karlsruhe auf den Platz musste, um seinem Schützling die taktischen Anweisungen des Trainers, Bruno Labbadia, zu überbringen.
    .
    Unfassbar!!!
    .
    Aber ich bin ja auch nur so ein ‚Pester’….alles ist gut, zweimal Konkurs abgewendet, zweimal Relegation gewonnen und jetzt auf Rekordjagd…das dritte Glücksschwein…packen wir locker.

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