Alle Beiträge von Fiete Börnsen

Kein Grund zur Panik

Heute fängt die Vorbereitung an. Auch wenn noch nicht alle Spieler da sind (Nationalspieler, Verletzte und Neuzugänge fehlen noch), so geht es zumindest wieder los.

Schauen wir auf unseren Kader:
-Im Tor haben wir keine Sorgen. Adler, Drobny und Brunst

-In der Abwehr haben wir in der IV Djourou, Cléber und Tah. Ausserdem noch Jung, der aber eventuell noch verliehen wird. Rechts Diekmeier und den verletzten Götz und links Ostrzolek und Marcos.
Für die Abwehr ist der HSV gerüchteweise an einem 18jährigen Nigerianer dran (der wahrscheinlich schon 20 ist ^^ ). Muhammend Musa, so sein Name, ist in erster Linie RV, kann aber zur Not auch LV spielen. Schaun mer mal, was draus wird.

-im Mittelfeld haben wir Diaz, Jiracek, Demirbay, Holtby, Stieber, Ilicevic, Müller, Gouaida und Olic (ich hoffe, ich hab niemanden vergessen). Valon Behrami wird sehr wahrscheinlich den Verein verlassen, der Verein will, der Spieler will. Steinmann soll verliehen werden, Gojko Kacar liegt ein Angebot zur Vertragsverlängerung vor, aber er will noch erst ein Gespräch mit Bruno führen, bevor er es annimmt, so zumindest die Presse. Sollte Gojko bleiben, dann wird wahrscheinlich niemand mehr für’s defensive Mittelfeld kommen. Die Doppel6 mit Kacar/Jiracek und Diaz/Demirbay ist ausreichend besetzt. Wenn man gutes Geld für Valon bekommt, könnte ev noch was passieren, aber ich persönlich denke eher nicht.
Vorne soll der Österreicher Gregoritsch kommen, 7 Spieler für drei Positionen, das langt, wenn man nicht international spielt.

-Im Sturm haben wir Lasogga, Rudnevs, Altintas und Müller, Olic und Gregoritsch können dort auch spielen.

Insgesamt sind das 25 Spieler, damit kann man in die neue Saison gehen.

Wenn also Kacar verlängert und die beiden anderen Neuzugänge (Gregoritsch und Musa) kommen, haben wir einen Kader, der funktionieren kann. Kein Kader, um Europa anzugreifen, aber das erwarten wir ja auch nicht.

Wenn das Geld stimmt, könnte ich mir vorstellen, daß wir uns vielleicht noch den einen oder anderen weiteren Neuzugang leisten, jung, perspektivisch, aber das ist kein Muß.

Also kein Grund zur Panik (fb)

Eine Ode an Heiko Westermann

Mit Heiko Westermann geht der wohl umstrittenste Spieler des HSV seit vielen Jahren den Verein.
Auf der einen Seite hat er den Ruf, oftmals entscheidende Fehler zu machen.
Auf der anderen Seite ist er ein Kämpfer, der immer alles für den Verein gegeben hat. Bei ihm stand nie das ICH im Vordergrund, sondern immer das WIR. Eine Eigenschaft, die ihn auch zum Mannschaftskäpt’n werden liess. Es gibt sicherlich bessere Fußballer in der Liga, aber es gibt nicht viele bessere Menschen. Er hat da gespielt, wo er hingestellt wurde, ohne sich zu beschweren. Er hat überall sein möglichstes versucht, auch wenn es nicht seine Optimalposition war. Er war in erster Linie Innenverteidiger. Einer derjenigen, die keine Fehler machen dürfen, denn sonst ist nur noch der Torhüter da, um das Tor zu verhindern. Er war nicht fehlerfrei, aber seien wir mal ganz ehrlich: Wer ist das schon. Selbst welcher IV ist das schon. Selbst die Guten seiner Zunft machen ab und an mal Fehler und auch seine Mitspieler machen Fehler. Und er hat nie gezögert, zu versuchen, diese Fehler auszubügeln. Er hat sich nie versteckt. Während Mitspieler sich mitunter schön nah an den Gegenspieler gestellt haben, damit der Ball nicht zu ihnen kommt, war er immer anspielbar.
Und auch nach verlorenen Spielen hat er sich den unangenehmen Fragen der Journalisten gestellt, wenn andere mit gebeugtem Kopf an den Mikrofonen vorbeigegangen sind.

Ich bin traurig, daß er geht.

Trotzdem ist es richtig, daß er geht. Die Mannschaft des HSV muß ein vollkommen neues Gesicht bekommen, es muß ein neuer Geist in die Mannschaft installiert werden. Die jetzigen Spieler sind es zu sehr gewohnt, zu verlieren, sie sind auch den Trott des HSV zu sehr gewohnt. Und Heiko Westermann steht in gewisser Weise, auch wenn es nicht seine Schuld ist, für den Niedergang des HSV. Er kam, als es begann bergab zu gehen.
Wenn es nach mir ginge, würden auch Ivo ilicevic und Gojko Kacar kein neues Vertragsangebot bekommen. Aus genau dem selben Grund, sie stehen für die Zeit des Niedergangs, auch wenn ich sie ebenfalls nicht als Schuldige sehe.

Wir brauchen frischen Wind in der Mannschaft, deshalb ist es gut, daß Heiko geht. Auch wenn ich traurig bin.
Für mich bleibt Heiko immer einer der großen HSVer, auch wenn sein Name nicht für Erfolg steht. (fb)

ps: Teilweise liest sich das schon fast wie ein Nachruf. Liegt vielleicht dran, daß mir die Tränen in den Augen standen, als ich das geschrieben hab.
pps: Heiko, ich wünsche dir alles Gute! Ich hoffe, du findest einen Verein, in dem du noch lange glücklich spielen kannst. Wenn es geht im Ausland, damit wir nicht gegen dich spielen müssen, denn das würde sich falsch anfühlen.
Und hoffentlich kommst du dann zu uns zurück.

Von HSVPlus, Rautenherz und anderen „Beratern“ des HSV

Die Saison ist schlecht gelaufen, da brauchen wir nichts schönreden, und nun stehen sie wieder alle auf der Matte: Die Möchtegernberater des HSV.

Mit den Machern von HSVPlus ist unsere gegenwärtige HSVFührung ja schon seit der Wahl auf Kriegsfuß. Diese agiert nicht so, wie die Initiatoren von HSVPlus es gerne hätten. Schon früh hat man „seine Hilfe angeboten“ und diese wurde abgelehnt. Das führte prompt dazu, daß im Juni letzten Jahres eine konzertierte Aktion gegen unseren neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gefahren wurde … mit zweifelhaftem Erfolg. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist angeschlagen, aber ansonsten hat man gar nichts erreicht. Im Gegenteil, durch diese Aktion hat man das Tischtuch gänzlich zerschnitten. Jetzt bleibt ihnen nur noch die Möglichkeit so oft und so viel wie möglich gegen die HSV-Führung zu ätzen, um diese zu schwächen, damit sie irgendwann mal abgelöst wird. Tolle Strategie! Man schädigt den HSV, damit man selber alles besser machen kann? Dabei haben sie es ja noch nicht mal geschafft, einen Aufsichtsrat inklusive Vorsitzenden auszusuchen, der ihre Ziele vernünftig umsetzt.
Ich will nicht behaupten, daß die Intitiatoren von HSVPlus dem Verein nicht hätten helfen können. Ich behaupte auch nicht, daß sie es nicht vielleicht hätten besser gemacht. Das kann und will ich nicht bewerten. Aber ich gebe zwei Dinge zu bedenken:
-Otto Rieckhoff hat als AR-Vorsitzender schon in der Personalie Carl Jarchow ein nicht besonders gutes Händchen bewiesen. Mit der Personalie Karl Gernandt ist ihm anscheinend auch nicht der große Glücksgriff gelungen. Unfehlbar sind die Macher von HSVPlus also auch nicht.
-Und der zweite Punkt ist: Die permanenten Einmischungen von aussen haben dazu geführt, daß wir seit Jahren eine Führungskrise beim HSV haben. Jeder meint, er müsse mitmischen, jeder mischt mit und das Chaos ist das Resultat

Von daher stehe ich hier eindeutig auf der Seite der HSV-Führung … auch wenn sie Fehler macht, die ich ja auch anspreche.

Der nächste Fall ist die Einmischung der Rautenherzen, die ja ein ganz tolles revolutionäres Konzept zur Nachwuchsförderung erarbeitet haben, daß der HSV so nicht übernehmen will. Es geht sogar so weit, daß man die Gerichte einschalten musste.
Jedem steht es frei, Ideen zu haben. Jedem steht es frei, sie dem HSV mitzuteilen. Es steht aber nur dem HSV, bzw der HSV-Führung, zu, zu entscheiden, ob man diese Ideen übernimmt oder auch nicht. Auch, ob man vielleicht Teile dieser Ideen umsetzt und andere nicht. Niemand anderes hat das zu entscheiden! Sonst haben wir bald wieder Zustände, wie vor HSVPlus und das wollen wir alle nicht wirklich. (fb)

Déjà vu?

Sommer 2014. Der HSV hat mit Mühe, Not und Glück den Klassenerhalt geschafft.
Ein Umbruch innerhalb der Mannschaft sollte erfolgen.
Um den Hoffnungsbringer Hakan Calhanoglu sollte ein neues, schlagkräftiges Team aufgebaut werden, hörte man aus Vorstandskreisen.
In der Winterpause 2013/14 hatte Hakan, mit mächtig großen Treueschwüren dem Hsv gegenüber, seinen Vertrag verlängert, in dem sich auch der damalige Spodi, Oliver Kreutzer, sonnte.
Doch kaum war die Saison vorbei, da kam die Kehrwende. Entgegen seinen großspurigen Ankündigungen wollte Hakan schnell groß rauskommen und sofort CL spielen.

Das Angebot von Bayer 04 kam da gerade recht. Nachdem sein mehrfach vorgetragener Wunsch intern beim HSV auf taube Ohren stieß, und er nicht mehr weiter wusste, suchte und fand er einen anderen Weg. Er ließ sich krankschreiben.
Entweder Wechsel oder Gelber Zettel. Hakan begann, den HSV zu erpressen.
Unter den Fans traf diese Maßnahme natürlich auf wenig Gegenliebe, er wurde schnell zum Feindbild und, meiner Meinung nach, für den HSV nicht mehr tragbar.
Seine Erpressung hatte am Ende Erfolg. Er wechselte für etwa 14 Mio Euro zu Bayer Leverkusen…

Sommer 2015 – Der HSV hat mit Mühe, Not und Glück, aber am Ende verdient, den Klassenerhalt, in einem dramatischen Finale gegen den KSC, geschafft.
Wieder einmal soll im Sommer ein Umbruch erfolgen.
Spieler wie VDV und Jansen haben den Verein bereits verlassen. Weitere 4 Verträge laufen aus, von denen vermutlich 1-2, stark leistungsbezogen, doch noch verlängert werden sollen.
Um die Rückkehrer Tah und Demirbay, so war aus der Führungsetage zu vernehmen, soll eine neue, schlagkräftige Mannschaft aufgebaut werden. Das Ziel: nie wieder Relegation!

Jetzt kommt abermals ausgerechnet Bayer Leverkusen um die Ecke und will Tah verpflichten. Daran scheiden sich momentan die Geister.
Einige meinen, 6/7/8 Mio Euro seien sehr gutes Geld , damit könne die Mannschaft sinnvoll verstärkt werden. Andere wiederum sagen, er darf nicht verkauft werden.
Und zu denen gehöre ich auch. Warum?

Wir, der HSV, haben uns im vergangenen Jahr erpressen lassen.
Erpressen von einem Spieler mit langfristigem Vertrag!
Will der HSV nicht zum Selbstbedienungsladen der Liga werden und weiterhin (für Spieler, Berater und/ oder Konkurrenten) erpressbar bleiben, darf er einem Transfer in diesem Sommer NICHT zustimmen.
Es gab / gibt eine Ausstiegsklausel von 15 Mio (mit Vetorecht und Anpassung des Gehalts), und von 25 Mio ohne Vetorecht. Egal ob diese Fristen jetzt abgelaufen sind oder nicht. Diese Beträge müssen in meinen Augen unbedingt erzielt werden, so man sich doch für einen Verkauf entscheidet. Alles andere würde einen weiteren Gesichtsverlust bedeuten: Der HSV hätte ein zusätzliches, riesengroßes Imageproblem!

‪#‎NurderHSV‬

(CM)

Fietes Saisonrückblick V

Dies ist der letzte Teil des Saisonrückblicks.

Zeit, um ein (persönliches) Resümee zu ziehen.

Fassen wir zusammen: Vor gut einem Jahr haben wir, mit der Wahl von HSVPlus, die Weichen für unseren Verein vollkommen neu gestellt. Die Satzungsänderung war, wenn ich diesen Begriff auch ungern verwende, alternativlos. Allerdings ist HSVPlus nicht frei von Fehlern. Es gibt Schwächen in der Satzung, an denen wir arbeiten müssen. Der Aufsichtsrat ist sicherlich auch nicht das Gelbe vom Ei, aber es ist meiner Ansicht nach ein AR, mit dem wir leben können. Karl Gernandt sollte aber, zumindest in Sachen Öffentlichkeitsarbeit noch dazulernen. Nicht in jedes Mikro, das am Weg steht, muss man reinsprechen. Beherzigt er das in Zukunft nicht, sollte er an der Spitze des ARs abgelöst werden.

Was den Vorstand angeht… Ich bin mir nicht sicher. Sportliche Kompetenz ist gegeben, aber um ein Unternehmen wie den HSV zu leiten, braucht es mehr. Ob Didi mit seinen Kollegen dieses „mehr“ leisten können? Ich bin mir nicht sicher. Frank Wettstein kenne ich nicht, von ihm hört man auch nichts. Was ja nicht unbedingt etwas Schlechtes heißen muss. Er fliegt für die Öffentlichkeit unbemerkt unter dem Radar. Insofern kann man seine Qualität schlecht beurteilen.

Joachim Hilke war schon Bestandteil des Vorstands vor der Strukturänderung. Ich hätte auf dem Posten des Marketingchefs lieber einen neuen Mann gesehen, der frischen Wind mitbringt. Allerdings… bei dem sportlichen Erfolg und dem ganzen Chaos im Verein, haben wir doch noch recht gute Sponsoringverträge … wegen ihm? Trotz ihm? Auch das ist nur schwer zu beurteilen.

Didi halte ich, wie bereits erwähnt, für einen guten Sportchef, weniger für einen guten Vorstandsvorsitzenden. Ich bin noch immer der Ansicht es fehlt ihm an Entscheidungsfreude. Besonders dann, wenn Chefqualitäten gefordert sind. Also zum Beispiel, wenn es um unangenehme Entscheidungen geht. Für einen Chef ist Didi einfach zu nett, zu lieb und zu ehrlich.

Apropos Entscheidungsfreude. Didi wollte, so jedenfalls mein Eindruck, Tuchel unbedingt. Er konnte ihn aber nicht kriegen und hätte fast den Zeitpunkt verpasst, auf Plan B umzusatteln! Wir sind dem Abstieg nur um Haaresbreite entronnen. Die Verantwortung dafür trägt unser Vorstandsvorsitzende, Dietmar Beiersdorfer, der nicht in der Lage war, früher von Plan A auf Plan B umzuschalten! Was mich zudem stört: Er stärkt seinem Team nicht den Rücken, gibt Spielern keinen Rückhalt, verteidigt den Verein nicht in der Öffentlichkeit.

Die Frage ist, welche Konsequenz zieht man aus dieser Erkenntnis?

Ich für mich bin zu dem Schluß gekommen, wir brauchen einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Dietmar Beiersdorfer kann meinetwegen im Vorstand bleiben, aber unter einer anderen Führungsperson.

Der Sportchef, oder auch Direktor Profifußball, Peter Knäbel, hat noch nicht zeigen können, ob er eine erfolgreiche Mannschaft zusammenstellen kann. Was er aber gezeigt hat, ist, dass er ne Plaudertasche ist, die kaum einem Mikro aus dem Weg gehen kann und dass er ein schlechter Trainer ist. Was ich ihm aber richtig krumm nehme ist die Tatsache, dass er als Trainer die Spieler in der Öffentlichkeit schlecht gemacht hat. Nicht nur kein Rückhalt, sondern Spieler in der Öffentlichkeit in die Pfanne hauen. Für mich ein absolutes NoGo. Ich denke wir sollten uns, bei aller Fachkompetenz, die er ev haben mag, von ihm trennen. Didi wird SpoDi, da wird er ja auch nicht unbedingt mehr gebraucht.

Nächster Punkt: Die Öffentlichkeitsarbeit. Viele schießen sich dabei auf unseren Mediendirektor Jörn Wolf ein. Für mich trifft man damit nicht ganz den Kern. Jeder im Verein muß sich Gedanken darüber machen, wie er in der Öffentlichkeit rüberkommt. Unser Image ist negativ? Dann müssen sich unter Umständen alle im Verein einem gesamtheitlichen Coaching unterziehen. Ein Eindruck beginnt damit, dass Didi, also der Chef vom Ganzen, nur am Stammeln ist, wenn er ans Mikro geht. Klingt sympathisch, wenn jemand eine Schwäche hat, ist aber nicht zielführend. Sicheres Auftreten und flüssiges Reden kann man lernen. Wenn nicht, ist man falsch auf dieser Position. Hinzu kommen solche Dinge, wie das gestrige Interview von Hilke im Abendblatt. Ein absolutes Armutszeugnis. Es sollte ein Interview sein, das einen positiven HSV zeigt. Alles in Ordnung, Planungen im Soll. Was dabei rauskam: der HSV will den Dino und die Uhr abschaffen, Shitstorm inklusive. Die Erhöhung der Preise für Dauerkarten der Kinder und Behinderten wurden nach außen mindestens genauso desolat kommuniziert! Nach dem Relegationsspiel hat sich die gesamte Führungsriege des HSV dem Shitstorm der Öffentlichkeit ergeben. Alle sind abgetaucht, anstatt auch da mal gegenzuhalten. Andere Vereine machen es vor, wie sowas geht! Allen voran unser Erzrivale von der Weser. Auch hab ich den Eindruck im Verein hat man noch immer nicht die sozialen Netzwerke verstanden. Seien es die Foren, Facebook oder Twitter. Ist schon so’ne Sache mit dem Internetz. Immerhin haben wir ne anständige HP Ok, bedenkt man woher wir kommen, dann mag das ja alles ein riesen Fortschritt sein, aber verglichen mit anderen Vereinen ist unsere Öffentlichkeitsarbeit einfach nur Mist. Professionell sieht anders aus!

Unterm Strich: 1) Wir brauchen jemanden an der Spitze des Vereins, der Entscheidungen treffen kann. 2) Wir müssen mehr zusammenstehen. Beginnen muss das an der Führungsspitze. Intern kann man sich zoffen, nach außen muss man wie eine Familie zusammenstehen. 3) Es sollte nicht mehr so viel gesabbelt werden, aber wenn, dann richtig. 4) wir alle sollten unser Auftreten in der Öffentlichkeit überdenken! Denn nicht nur was man sagt, sondern auch das was man tut, wird beobachtet.

Und wenn wir schon beim Thema sind: Wir kuschen meiner Ansicht nach viel zu sehr vor den anderen. Auch wenn es im Moment sportlich nicht so läuft, sind wir immer noch der HSV, einer der größten Fußballvereine Deutschlands mit 70.000 Mitgliedern. Der Verein, der bei den Zuschauerzahlen in Europa an achter Stelle steht und der die zweitmeisten Auswärtsfans der Liga stellt. Demut ja, was die Erwartungen an die sportlichen Erfolge angeht. Aber nicht, was unser Ansehen in der Öffentlichkeit betrifft. Da dürfen wir schon aufrecht durch die Gegend laufen.

Ich hoffe euch hat mein Saisonrückblick gefallen. Selbst dann, wenn ihr hier und da meine Meinung vielleicht nicht teilt. Ich habe versucht direkt und ehrlich zu sein, ohne beleidigend zu werden. Wenn ihr einiges anders seht, wir können gerne drüber diskutieren. Vielen Dank für’s Lesen und auch für die bisherigen Rückmeldungen (fb)

Die anderen Teile findet Ihr hier:

Fietes Rückblick Nr. I

Fietes Rückblick Nr. II

Fietes Rückblick Nr. III

Fietes Rückblick Nr. IV

Fietes Saisonrückblick als .pdf Datei in kompletter Ausführung zum lesen oder ausdrucken

 

 

Fietes Saisonrückblick III

In diesem Teil widme ich mich der Hin- und Rückrunde

Köln 0:0, Paderborn 0:3 im eigenen Haus und Hannover 0:2 und die Bayern vor der Brust. 6 Punkte aus diesen drei Spielen war eigentlich das, was ich erwartet hatte, Didis Erwartungen waren wohl nicht viel anders, also wurde Slomka freigesetzt und Joe Zinnbauer „bis auf weiteres“ als Cheftrainer engagiert. Das „bis auf Weiteres“ zeigt mir, Joe sollte anscheinend nur für den Übergang Trainer sein.
0:0 gegen die Bayern, ein guter Start, überhaupt, Joe hat die Defensive dicht gemacht und nach vorne, das würde wohl noch kommen, so war damals meine Meinung und auch die vieler anderer.
Gladbach nur mit Pech verloren, gegen Frankfurt durch nen Sonntagsschuß von Piazon, Dortmund gewonnen, Hoppendorf ein gutes Unentschieden, es lief gar nicht sooo schlecht. Berlin war ein grausamer Rückfall in alte Zeiten. Gegen Bayer und Bremen haben wir dreifach punkten dürfen, wenn wir nicht zuhause gegen Stuttgart mit unserem grottigen Spiel verloren hätten, dann wäre die Hinrunde trotz der Probleme in der Offensive und den Leistungsschwankungen durchaus in Ordnung gewesen. So hatten wir 17 Punkte, wie gesagt, mit einem Sieg gegen Stuttgart wären es 20 Punkte gewesen, man war durchaus im Plan.

Die Winterpause sollte dazu genutzt werden, die Schwächen aufzuarbeiten, also das Passspiel und den Torabschluß verbessern. Dazu verstärkte man sich auch noch mit Ivica Olic (Mit Lasogga, Rudnevs und dem immer noch verletzten Beister als einzige Stürmer in die Saison zu gehen, war eh knapp)
Und man holte mit Marcelo Diaz einen Spieler, der 90 Minuten aktiv war, der das Spiel aus dem DM leiten konnte und der selbst unter Druck nicht die Nerven verlor und ball- und passsicher blieb, selbst wenn der Gegner intensiv presst (die Nervenstärke sollte sich noch auszahlen)
Schade nur, daß die beiden erst auf den letzten Drücker kamen. Beide waren in der Vorbereitung nicht dabei und auch nicht beim ersten Rückrundenspiel.

Die Rückrunde begann mies. Statt gegen den Aufsteiger im eigenen Stadion den Grundstock für eine ordentliche Rückrunde zu legen verloren wir 0:2. Schnell wurde klar, wir haben weiterhin große Probleme, spielerisch Lösungen zu finden. Also gegen Paderborn und Hannover wieder hinten dichtmachen und vorne hilft der liebe Gott. Es funktionierte. Joe wurde mutig und probierte es wieder spielerisch … gegen die Bayern … und ließ damit seine Spieler ins offene Messer rennen. Das Spiel war eindeutig vercoacht, wir verloren 0:8! Irgendwie war das der Anfang vom Ende. Spielerisch entwickelten wir uns rückwärts, also das Spiel gegen Hertha kam, war klar, das ist ein vorgezogenes Endspiel, ein Spiel, das man gewinnen MUSS. Und wie fast immer, wenn solche Spiele kamen, verloren wir.
Daß Joe zu dem Zeitpunkt seinen Hut nehmen musste, war eine Entscheidung, die viele nachvollziehen konnten. Ein Schritt, der im Grunde zu spät kam, die Mannschaft hatte nach dem Bayernspiel das Vertrauen zu Joe verloren, die Mannschaft fiel auseinander.
Den nun folgenden Schritt hat wohl so wirklich kein Mensch begriffen: Peter Knäbel, unser Direktor Sport, sollte die Mannschaft bis zum Saisonende führen.
Auch wenn ich diese Entscheidung versucht hab zu verteidigen … wenn ich ehrlich bin, ich war geschockt! Ein Mann mit dem Charisma einer Schlaftablette (sorry), der vor etlichen Jahren mal als Spielertrainer einen schweizer Drittligisten trainiert hat, sollte in dieser extrem schwierigen Phase den Klassenerhalt retten? Das konnte nur in die Hose gehen und es ging auch prompt in die Hose. Peter Knäbel ist als Trainer grandios gescheitert. So sehr, daß er auch als Sportdirektor Schaden genommen hat!

Aber dann hatte der Fußballgott ein Einsehen mit uns HSV-Fans und Bruno Labbadia wurde der neue Trainer.
Ein Sieg im ersten Spiel blieb uns verwehrt, aber es war schon mehr Struktur im Spiel zu sehen, als vorher. Die Spieler guckten nicht mehr so hilflos, wie unter Peter Knäbel, Bruno gab ihnen Sicherheit.

Zeitgleich hat der SC viel dafür unternommen, um die Fans hinter die Mannschaft zu bringen (dranglauben/AlleMannanBord). Mit der beispiellosen Unterstützung der Fans und Bruno Labbadia als Trainer gelang das, woran viele nicht mehr geglaubt haben, man erreichte noch die Relegation.
Tendenziell wurde das Spiel unserer Mannschaft immer besser, wir entfernten uns vom „Joe-Zinnbauer-Style“
Bruno setzte auch zunehmend auf Spieler, die im Grunde keine Zukunft mehr bei uns haben sollten: Kacar, Ilicevic usw. Sie dankten es ihm mit Leistung. Behrami der sich beim Wolfsburgspiel noch in der Halbzeitpause heftig mit Djourou gezofft hatte, war ganz aussen vor, man munkelt aber, daß das wenig mit seiner Oberschenkelzerrung zu tun hat.

Unter Bruno spielte man gegen Bremen gut, gegen Augsburg und Mainz sehr gut, aber man verpasste es, den Sack gegen Freiburg und Stuttgart zuzumachen. Gerade gegen Stuttgart war es eigentlich unerklärlich. Man hatte nach einer Viertelstunde das 1:0 geschossen und brach dann ein, anstatt mit dem Selbstbewusstsein des Führenden das Spiel zu dominieren. In diesem Spiel hätten wir den direkten Abstieg schon vermeiden können und es hätte nur ein Punkt, unabhängig von den anderen Spielen, am letzten Spieltag gereicht, um die Klasse sicher zu halten. Aber die Mannschaft wollte es lieber spannend. Ich verstehe bis heute nicht, warum sich die Mannschaft nicht mehr gewehrt hat. So musste heftigst gezittert werden.

Die Relegation gegen den KSC begann nicht gut. Rouven Hennings hat mit einem Glücksschuß schon nach 4 Minuten das Tor getroffen. Das schockte unsere Mannschaft sichtlich. In der Folge steckte man zwar nicht auf, aber es gelang wenig. Erst in der zweiten Halbzeit erholten wir uns davon und wurden immer etwas besser. Nachdem Ivo den Ausgleich schoss, dominierten wir das Spiel. Unterm Strich ein gerechtes Unentschieden.
In Karlsruhe lief es dagegen anders. Der HSV war über weite Strecken des Spiels eindeutig die bessere Mannschaft. Man gönnte sich nur eine kleine Phase, in der man den Druck etwas heraus nahm. Karlsruhe nutzte das, um in Führung zu gehen. Von da ab gab es Powerplay von Seiten des HSV. Nach einem strittigen Freistoßpfiff versenkte Marcelo Diaz den Ball direkt im Tor … Verlängerung. Bemerkenswert war, daß eigentlich Rafa den Ball selber schießen wollte. Alles konzentrierte sich auf Rafa, aber Diaz reagierte nach dem Pfiff am schnellsten. Der Mann hat Nerven aus Stahl. In der Verlängerung hatte der KSC dem Drängen des HSV kaum noch etwas entgegenzusetzen. Der schon fast geniale Schachzug von Bruno, Cléber als, tja, als was eigentlich? Als Mann für alle Fälle aufs Feld zu schicken, zeigte Wirkung. Cléber brachte den Pass so in den Strafraum, daß Müller ihn nur noch einnetzen brauchte. Nun war der Widerstand gebrochen, der KSC hätte in 5 Minuten noch zwei Tore schießen müssen. Da änderte der strittige Elfmeter in den Schlußminuten auch nichts dran.

Dies ist sicherlich nicht der interessanteste Teil meines Saisonrückblicks, aber ich finde das gehört dazu. Morgen geht’s weiter (fb)

Fietes Rückblick Nr. I

Fietes Rückblick Nr. II

Fietes Rückblick Nr. IV

Fietes Rückblick Nr. V

Fietes Saisonrückblick II

Im zweiten Teil des Saisonrückblicks widme ich mich den Transfers. Wie man allgemein lesen kann, haben wir ja über 30 Mio investiert … und trotzdem nur Abstiegskampf.
Fakt ist, wir haben über die gesamte Saison Spieler für 33 Mio geholt, aber auch Spieler für 23 Mio verkauft. Netto haben wir also 10 Mio investiert.
Bei den Verkäufen sticht Hakan IQ10 hervor. 14,5 Mio haben wir für ihn eingenommen, wir haben damit aber auch 14,5 Mio an Qualität verloren, das wird oft vergessen. Über seinen Charakter will ich mich hier nicht auslassen, aber Fußball spielen kann er.
Der nächstgrößere Posten bei den Verkäufen ist Milan Badelj. Er wurde verkauft, weil es für ihn ein gutes Angebot gab (4 Mio) und er uns gerade wenn es eng wurde, nicht sehr geholfen hat. Außerdem hatten wir mit ihm und Tolgay Arslan zwei recht ähnliche Spielertypen auf dem Platz.
Das meiste Geld haben wir für die Verpflichtung von Pierre-Michel Lasogga ausgegeben. Ein Spieler, der schon in der Saison vorher für uns gespielt hat, also nur zur Qualitätssicherung und nicht zur Verstärkung des Kaders. Für meine Begriffe haben wir zu viel für ihn bezahlt, aber ich kann durchaus die Gründe dafür verstehen. Er war der Spieler, der mit 15 Toren in nur 24 Spielen der Torgarant war. Und er hat nicht nur oft getroffen, sondern auch wichtige Tore geschossen, wie zB das eine Tor in der Relegation. Spieler, die zweistellig treffen, sind nunmal teuer. Und von ihm wusste man, daß er in Hamburg funktioniert.
Mit Nicolai Müller holte man sich einen Spieler, der in Mainz nicht nur 10 Tore und 4 Assists gemacht hatte, der auch alle drei Positionen im OM spielen kann. In Mainz hat er links, rechts, zentral hinter dem Sturm und sogar als Mittelstürmer. Er gilt auch als schneller Spieler, passt also in das Anforderungsprofil von Slomka. Ob man wirklich für ihn 4,5 Mio hätte ausgeben müssen, sei mal dahingestellt, richtig angekommen ist er in Hamburg auch noch nicht.
Ersatz für Milan Badelj sollte Valon Behrami sein. Ein Spieler, den Didi schon gerne in seiner letzten Zeit als SpoDi des HSV nach Hamburg gelotst hätte. Möglich war seine Verpflichtung nur, weil er Knieprobleme hatte und deshalb nicht immer trainieren konnte. 3,5 Mio wurde für ihn ausgegeben. Er sollte der Führungsspieler im DM werden, Teil der Achse Adler-Behrami-van der Vaart-Lasogga. Dumm nur, daß trainingsfaule Spieler, die dazu noch Probleme mit der Autorität haben, nicht als Führungsspieler taugen. Ich frage mich, ob man das nicht hätte besser wissen können, aber dazu fehlte vielleicht ja die Zeit.
Matthias Ostrzolek kam von Augsburg und wollte sich verbessern … hmm, hat nicht so ganz geklappt. Daß es nicht geklappt hat, lag zum Teil auch an ihm, denn so richtig überzeugen konnte er auch nicht und wurde teilweise durch Ronny Marcos ersetzt. Ronny ist ein feiner Kerl, aber kein Erstligaspieler, das sagt also einiges über die Leistung von Matze aus.
Mit Lewis Holtby kam einer der Bruchwegboys nach Hamburg, aber sein Können hat er leider nur am Bruchweg zeigen können. Seither läuft er seiner Leistung hinterher, wechselt oft die Vereine, kommt nie richtig zur Ruhe. Hochmotiviert schafft er es auch nicht beim HSV, der Mannschaft den Stempel aufzudrücken. Vielleicht kommt es ja noch, er wird wohl bleiben und seit langer Zeit mal bei einem Verein in die zweite Saison gehen.
Zoltán Stieber galt von Anfang an als unerwünscht (Danke Karl Gernandt), war aber letztlich ein guter Ergänzungsspieler, der durchaus mit den als Leistungsträger geholten Spielern mithalten konnte. Ein Spieler, der Spaß am Fußball hat und damit auch die Mannschaft belebt.
Cléber Reis wurde offensichtlich als Vorgriff auf die Zukunft geholt. Als Brasilianer hat er erwartungsgemäß Anpassungsschwierigkeiten, aber wenn er gebraucht wurde, war er da. Ich denke, er wird sich noch weiter entwickeln.
Über Julian Green decken wir lieber den Mantel des Schweigen, zum Glück war er nur geliehen

Aufgrund der Probleme der Hinrunde und des Abgangs von Tolgay Arslan wurden in der Winterpause Ivica Olic und Marcelo Diaz geholt.
Olic hatte in der ersten Saisonhälfte 5mal für Wob getroffen, wusste also durchaus, wo das Tor steht. Ausserdem ist er jemand, der nie stillsteht (im Gegensatz zu einigen seiner Mannschaftskameraden) und auch in seiner Trainingsauffassung ein Vorbild für die jungen Spieler ist. Er wird nicht jünger, das merkt man ihm schon an, aber eine Saison schafft er noch. Danach soll er im Jugendbereich des Vereins arbeiten, ich vermute, im Trainerteam. Vermutlich eine gute Entscheidung, einen so engagierten Spieler dort einzubinden.
Die Verpflichtung von Marcelo Diaz war ein Zeichen dafür, daß man erkannt hat, woran es in der Mannschaft fehlt. Er ist ein Spieler, der sehr engagiert ist, der von hinten das Spiel leiten und aufbauen kann und der selbst unter Druck nicht die Nerven verliert, sondern den Gegner noch ausspielen kann. In Zeiten intensiven Pressings ist das Gold wert. Schade, daß er so lange in der Rückrunde verletzt war. Wie nervenstark er ist, haben wir ja auch in Karlsruhe erfahren dürfen.

Auffällig, aber typisch für Dietmar Beiersdorfer, viele der Transfers wurden erst in letzter Minute getätigt. Wie soll sich eine Mannschaft einspielen, wenn die Spieler nicht die Vorbereitung mitmachen können?

Unterm Strich: Ich denke, man hat größtenteils die richtigen Spieler geholt, daß es in dieser Saison nicht lief, lag meiner Ansicht nach nicht an der Qualität der Spieler. Oftmals wurde meiner laienhaften Ansicht nach zuviel bezahlt und die Spieler kamen zu spät. Sorry, wenn man schon keine Schnäppchen holt, dann doch bittesehr rechtzeitig. (fb)

Fietes Rückblick Nr. I

Fietes Rückblick Nr. III

Fietes Rückblick Nr. IV

Fietes Rückblick Nr. V

Fietes Saisonrückblick I

Uff, ich bin immer noch feddisch.
Diese Saison hat uns Fans mal wieder alles abverlangt, dabei sollte doch
alles besser werden.

Ich möchte die Saison in meinen persönlichen Saisonrückblick packen. Da dieser etwas ausführlicher wird, verteile ich ihn auf mehrere Teile. Da es mein persönlicher Rückblick ist, wird sich nicht jeder in allen meinen Äusserungen wiederfinden, aber in den Kommentarfunktionen können wir ja gerne darüber diskutieren.

Im letzten Jahr haben wir am 25.05. die Satzungsänderungen nach HSVPlus beschlossen. Das war ein großer Akt, wir brauchten minimum 75% der abgegebenen Stimmen und die Gegner von HSVPlus waren sehr aktive Vereinsmitglieder mit der Unterstützung der aktiven Fanschaft. Um viele Stimmen zu bekommen, mussten Kompromisse eingegangen werden, durch die chaotische Führung des Vereins unter Ertel, Hunke & Co war der HSV in extreme Schieflage geraten, es war also keine Zeit zu verschenken.

Die Kompromisse, die ich persönlich eingegangen bin, waren die Möglichkeit für Anteilsverkäufe (ich denke auch heute noch, man hätte es anders regeln können) und auch die Sache mit dem Beirat. Das wird über kurz oder lang zu Ärger führen, einen Vorgeschmack gab es bei der letzten MV ja schon. Allerdings muß ich zugeben, ich weiß selber nicht, wie man das besser gestalten kann.

Trotz dessen, war HSVPlus alternativlos und ich freue mich noch immer, daß wir es geschafft haben. Der 25.05.14 bleibt für mich immer noch ein Feiertag für den HSV.

Bei der Kandidatenvorstellung für den Aufsichtsrat wurde von Karl Gernandt betont, man solle vom Aufsichtsrat nichts mehr hören und sehen. Wäre schön gewesen, er hätte sich an diese Worte gehalten. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn sich der AR-Vorsitzende mal zu Worte meldet, aber dann zu den Themen, die ihm zustehen. Das operative Geschäft ist Sache des Vorstands. Trainer, Spieler, Neuverpflichtungen usw sind nicht seine Verantwortlichkeit, ich wünsche und erwarte in Zukunft darüber aus dem AR nichts mehr zu hören.

Bei dieser Kandidatenvorstellung wurde auch ein Name genannt, der mich enttäuscht hat: Dietmar Beiersdorfer. Als SpoDi hätte ich seine Verpflichtung verstanden, als Vorstandsvorsitzenden, oder CEO, wie es neudeutsch ja heißt, halte ich ihn für eine Fehlbesetzung. Da hätte ich mir jemanden gewünscht, der keinen Stallgeruch hat, der entscheidungsfreudiger ist. Es muß keiner sein, der bei jedem beliebt ist, er soll einfach nur gute Entscheidungen treffen. Von Didi wissen wir, er ist keiner, der gerne Entscheidungen trifft.
Trotzdem war HSVPlus der richtige Weg

Die Amtszeit unseres neuen AR war noch nichtmal angefangen, da gab es schon den ersten Ärger: Kreuzer, der seinen Job gemacht und Zoltán Stieber verpflichtet hat, bekam einen öffentlichen Rüffel vom neuen AR-Vorsitzenden: „Diesen Transfer hätten wir so nicht getätigt“. Wow, noch nicht im Amt und schon den ersten Fettnapf zielsicher getroffen … toll.

Die HSVPlus-Gruppe versuchte einzugreifen und scheiterte. Man hatte den Einfluss verloren. Das hatten sich anscheinend einige anders vorgestellt. In der Sache gebe ich der HSVPlus-Gruppe Recht, denn Karl Gernandt hat sich nicht gerade gut verhalten. Auf der anderen Seite wollten wir einen Aufsichtsrat, der sich nicht von den vielen verschiedenen Gruppierungen beeinflussen lässt. Weder von der Hunke-Gruppe, noch der Delta-Loge oder der der cfhh, die den SC damals fest im Griff hatte. Der AR sollte von all diesen verschiedenen Gruppierungen autonom agieren. Sachen, wie zB die Abberufung eines Sportdirektors, weil er von „interessierten Kreisen“ zur lame Duck verbrannt wurde, sollte es nicht mehr geben. Und das traf jetzt eben auch die HSVPlus-Gruppe.
Was diese darauf versuchte, war ein Rückfall in alte HSV-Zeiten. Weil man den AR-Vorsitzenden nicht direkt beeinflussen konnte, wählte man den Schritt an die Öffentlichkeit. Karl Gernandt wurde systematisch diskreditiert …. Pfui!
Auch Wenn Karl Gernandt und der Rest des Aufsichtsrats nicht immer gute Entscheidungen getroffen haben, es ist gut für den HSV, daß sie autonom geblieben sind.

Sagt euch der Name Klaus Meetz noch was? Niemand würde seinen Namen noch kennen, wenn er nicht versucht hätte, auf juristischem Weg den Willen von 87% der anwesenden Mitglieder zu verhindern. Letztlich hat es dazu geführt, daß die neue HSV-Führung später das Amt übernehmen konnte und in der wertvollen Transferperiode und Vorbereitungsphase auf die neue Saison, Zeit verloren hat.

Didi musste sich, noch nicht mal im Amt, auch schon mit dem allgegenwärtigen Kühne herumärgern. Didi hatte angekündigt, mit jedem Angstellten Gespräche zu führen, angefangen beim Trainer. KMK hat daraufhin klargestellt, daß er eine Entlassung Slomkas erwartet. Wie verhält man sich da? Ich bin überzeugt, daß am Ende des Gespräches die Entlassung Slomkas gestanden hätte. Aber wenn er das gemacht hätte, wäre Didi in der Öffentlichkeit eine Marionette Kühnes gewesen. Und viel schlimmer noch, Kühne hätte gedacht, daß er damit durchkommt, wenn er sich über Interviews ins Geschäft des HSV einmischt. Egal wie Didi sich entscheidet, es war ein denkbar schlechter Start in den neuen Job. (fb)

Fietes Rückblick Nr. II

Fietes Rückblick Nr. III

Fietes Rückblick Nr. IV

Fietes Rückblick Nr. V

Der neue (alte) Trainer

Wir haben alle gesehen, Peter Knäbel ist nicht der richtige Trainer für die #MissionKlassenerhalt. Dietmar Beiersdorfer hat es auch eingesehen und reagiert. Die Wunschlösung Thomas Tuchel hat sich nicht realisieren lassen, warum auch immer. Eine Entscheidung, die wir ohne Zorn akzeptieren sollten, denn der HSV hat sich nicht gerade als schöne Braut präsentiert. Ausserdem wissen wir auch nicht, ob der angekündigte Rücktritt Klopps beim BvB eine Rolle gespielt hat.

Der neue Trainer ist ein alter Bekannter, Bruno Labbadia. Er wird, wie jeder andere Trainer auch, nicht die Wunschlösung aller sein, aber er ist trotzdem ein guter Trainer, wahrscheinlich der beste, der auf dem Markt verfügbar ist.

Nun sollten wir alle unsere persönlichen Empfindungen zurückstellen und die Mannschaft mit ihrem neuen Trainer voll unterstützen. Nicht nur im Stadion, sondern auch indem wir ihn nicht in den sozialen Netzwerken, wie wir Fans es ja gerne tun, in alle Einzelteile zerlegen.

Wer mit dem Trainer, der Mannschaft, der HSV-Führung oder wem auch immer abrechnen will, den bitten wir, zu warten, bis die Saison gelaufen ist.

Hoffen wir jetzt auf ein bisschen Ruhe im Verein, damit sich die Mannschaft auf die #MissionKlassenerhalt konzentrieren kann.

Nur der HSV
Eure Blogperlen

Ein Tor, ein Korn oder tausche Angst gegen Trotz, verdammt nochmal!

Wo fang ich an? Bei dem Chaos, das rund um den HSV in meinem Kopf herrscht, dauert es Stunden, wenn nicht gar Tage, um sie zumindest in die richtige Reihenfolge zu bringen. Aber wie steht es schon in der Beschreibung unseres Bloginhaltes: wir möchten Gedanken, Erfahrungen und Gefühle mit Euch teilen.
Dann teile ich sie mal, meine Gefühle, auch wenn sie einem Großteil unserer Leser vielleicht nicht passen.

Ich bin enttäuscht von der Leistung, die ehemals große und/oder hoffnungsvolle Namen, wie Holtby, van der Vaart, Lasogga, Müller und Ostzrolek inzwischen auf den Rasen bringen.
Ich bin enttäuscht, dass aus unserem Mittelfeld keine Impulse nach vorne gegeben werden, weil man immer und ständig nur zerstören muss, um nicht noch weiter unterzugehen!
Ich bin entsetzt über viele Fehl- und ständige Rückpässe, technische Fehler, in fast jedem Spiel ein Totalausfall, der dem Verein letztendlich Punkte kostet und meist dafür sorgt, dass die Mannschaft komplett auseinander fällt!
Und ich bin entsetzt über diese völlige Ideenlosigkeit vor dem Tor! Gestern hatte ich großes Mitleid mit Ivi, der gerannt ist, geackert hat und meist allein auf weiter Flur stand!
Ich bin ernüchtert! Dabei bin ich mit jeder Menge Hoffnung aufgewacht. Die Aktion des sc’s (Alle Mann an Bord) hatte auch bei mir ein Pflänzchen der Hoffnung gepflanzt. Es ist zertrampelt worden, von einer, insbesondere in der 2. Halbzeit, blutleeren Mannschaft. Ach, sagte ich Mannschaft? Vergesst es! Das ist und wird nie ein Team! „Es hat jeder Angst, den Ball zu bekommen“! „Es läuft niemand für den anderen“! Das sind keine Sätze von mir, nein, das sind Sätze von Heiko Westermann, gegen Wolfsburg für mich noch einer der Besten!

Ich las gestern sinngemäß den Satz „Angst essen Spielerkönnen auf“.
Genau so sieht es aus, liebe Leute! Da hat sich eine tiefe Angst in die Köpfe der Spieler gefressen, die aus großen Namen ebensolche Angsthasen macht!
Zudem hat es keiner der bisherigen Übungsleiter geschafft, sowas wie Teamgeist in den zusammengewürfelten Haufen zu injizieren!
Und um das Trio der Sätze zu komplettieren: „hätten wir Fans Einfluss, würden wir CL spielen“, las ich jüngst. Stimmt! Insbesondere aus der Nordkurve war gestern die Unterstützung riesengroß! Nicht umsonst kamen lobende Worte von Knäbel und entschuldigende auch aus Teilen der Mannschaft! Die Hamburger Fanszene ist und bleibt erstligareif!

Ausblick ohne Vereinsbrille

Und wisst ihr, was ich am schlimmsten finde? Das sind die Stimmen die mir immer versuchen einzureden, dass sie überhaupt nicht mit Punkten gegen Wolfsburg, Leverkusen und auch jetzt noch gegen Bremen gerechnet haben (gegen BREMEN!!! Die haben in der Hinrunde genauso gestochert haben, wie wir. Und jetzt rechnen wir nicht mal gegen Bremen mit Punkten??????)

Wer das behauptet, muss sich bloß mal die Spieltagesposts durchlesen! Im übrigen: auch gegen solche Mannschaften haben wir früher mal gepunktet! Wo bitte ist die immer wieder angesprochene Qualität des Kaders? was üben die verdammt nochmal in der Woche, in den unzähligen Einheiten, wenn man nicht mal EIN Tor nach Standards hinbekommt und spätestens jeder 3. Pass beim Gegner landet??? All das ist, so mein Eindruck, nach Joe’s Rausschmiss eher noch schlimmer geworden! Dafür hätte man Knäbel nicht auch noch verbrennen müssen!
Tuchel hin und Tuchel her!

Ach locker, tönt es hier und da, dann hauen wir einfach Augsburg, Mainz, Freiburg und am besten auch noch Stuttgart weg. Leute erhaltet euch euren Optimismus. Ich gönne ihn euch von ganzem Herzen! Manchmal beneide ich euch sogar darum. Aber glaubt ihr das wirklich? Wer gestern das Paderborn-Spiel oder auch Freiburg gegen Schalke gesehen hat der weiß: in diesem Jahr wird es mehr als eng damit, dass zwei Mannschaften noch blinder sind, als wir. Da hat man den Abstiegskampf nämlich angenommen und ersetzt Angst durch Trotz!
Das sehe ich bei uns noch nicht und ich wüsste auch niemanden, der diese Wandlung schaffen sollte! Und dass ich hte gerade den Bremern die Daumen drücken soll, passt so herrlich in das eh schon bestehende Chaos in meinem Kopf!

Ich liebe diesen Verein, ich verehre die Raute und mir blutet das Fanherz. Ich gehe mit diesem Verein auch in die 2. Liga. Das, was mich aber wirklich heftigst mitnimmt, ist das WIE…
Wenn ich nur wüsste, woher die Hoffnung kommen soll, die ich so gern hätte, ich würde sie mit Kusshand nehmen!
„Früher“ gab es bei mir für jedes HSV- Tor einen Korn. Heute müsste man sich eigentlich jedes Spiel im Nachhinein schön saufen…
(mg)