Druck

Es war der 21. Spieltag der Bundesliga, in der Saison 2017/18.

Der HSV kam bei seinem zweiten Spiel unter Neutrainer Bernd Hollerbach, gegen Hannover, nicht über ein 1:1 hinaus.

Mit mageren 17 Pünktchen stand man auf dem vorletzten, also auf einem direkten, Abstiegsplatz.

Fünf Spieltage später war das Punktekonto gerade mal um einen Zähler gestiegen.

Nach einem desaströsen 6:0 gegen die Bayern durfte der zweite Trainer der Saison seine sieben Sachen, nach ebenso vielen Spielen, insgesamt drei Unentschieden und vier Niederlagen, packen.

Der wohl größte Fehlgriff des sportlichen Gespannes, Bruchhagen und Todt, Bernd Hollerbach, war bestimmt irgendwie erleichtert.

Zu groß die Altlasten seines Vorgängers Gisdol, zu hoch die Erwartungen vonseiten der Verantwortlichen und Fans.

Er hatte sich am Dino der Bundesliga sichtlich überhoben.

Der Druck auf alle Beteiligten war immens.

Der damalige, frischgebackene Aufsichtsrat Bernd Hoffmann, hatte kurz zuvor bereits das Duo Bruchhagen/Todt freigestellt. Hollerbach machte das Trio innerhalb von nur fünf Tagen komplett. Der HSV schlingerte in einem angeschlagenen Boot direkt auf den Abstieg zu.

Was danach kam, bedarf keiner weiteren Erläuterung.

Christian Titz wurde nicht nur zum neuen Hoffnungsträger, er startete auch eine immense Aufholjagd, die am Ende jedoch nicht mehr reichte.

Am vergangenen Montag fand der 21. Spieltag der 2. Liga in der Saison 18/19 statt.

Mit einem knappen 1:0 (auch dank einer tollen Parade von Julian Pollersbeck) gingen die Jungs von Trainer Hannes Wolf vom Grün. Es war kein glanzvolles Spiel. Es war mehr Krampf. Gegen tiefstehende, gut sortierte Dresdner hatten die Rothosen häufig Schwierigkeiten, die Bälle nach vorne durchzustecken und somit überhaupt abzuschließen. Hinten wackelte es bei schnellen Kontern der Dresdner oftmals in der Abwehrabstimmung.

Bis uns Lewis Holtby, nach einem slapstickreifen Patzer von Rechtsverteidiger Wahlqvist und Torwart Schubert, in der 84. Minute erlöste, dürfte so manch einer herzinfarktgefährdet gewesen sein.

Immerhin wurde mit diesem Arbeitssieg vorerst die knappe Tabellenführung des HSV gehalten. Zwar beträgt sie gerade vier Punkte, aber der 1. FC Köln hat ein Spiel weniger als die Konkurrenz.

Was bleibt ist der Druck.

Ob du unten in der Liga 1 stehst oder oben in Liga 2.

Du bist zum Siegen verdammt.

Stopp. Einen Unterschied gibt es. Nämlich den, dass man mit einem Aufstieg einem positiven, mit einem Abstieg einem negativen Ereignis entgegensieht.

Das sollte allen unseren Spielern einen zusätzlichen Schub Antrieb verleihen.

Zumal jeder auch weiß, dass sich der HSV eigentlich kein zweites Jahr im Unterhaus der Bundesliga leisten kann.

Irgendwie ist eben alles anders. Und irgendwie ist es doch alles gleich…

Zumindest einer, nämlich Hannes Wolf, ist für mich der, der für ein kleines Quentchen Ruhepuls sorgt.

Seine Aussagen sind klar, sind deutlich und sind wohltuend realistisch.

Es mag eine Phrase sein, aber „von Spiel zu Spiel zu denken“ ist wohl nicht nur gesünder für unser aller Nerven, es ist genau das, was die Mannschaft braucht und was die Fans tun sollten.

Also schauen wir jetzt auf den nächsten Samstag, wo unser HSV auf den Tabellenvierten Heidenheim trifft. Die Heidenheimer sind punktgleich mit Union Berlin und St Pauli. Erneut wird es kein leichtes Spiel und der Druck auf das Team immens sein.

(mg)

P.S.: Ein dickes Lob geht an unsere Fans, die Jann – Fiete Arp, bei seiner Einwechslung fair und mit Applaus, statt wie befürchtet mit Pfiffen, begrüßten. Eine bewusste und gute Entscheidung von Wolf, den Youngster, nach den schlagzeilenträchtigen Tagen rund um seinen Wechsel zu den Bayern, auflaufen zu lassen.

P.P.S.: Leider glänzten einige der Dresdner Fans nicht unbedingt mit fairem Verhalten. Ihre Störungen bei unserer Stadionhymne, das Zünden von zahlreichen Bengalischen Feuern und eine eher geschmacklose Choreo zerstörten das doch positive Bild, das man von ihnen, nach der Absage des Hinspieles, erhalten hatte.

Kaltstart mit Bus im Tor

Nach der gemeinsamen Barkassenfahrt, zu der die Hamburger Supporters ihre Sandhausener Gästefans, im Vorfeld auf das Zusammentreffen ihrer beiden Profimannschaften, einlud, war die Stimmung gut.
Man verstand sich. Wie eigentlich schon seit dem Hinspiel, als die Sandhausener mit ihren originellen Wegbeschreibungen im Hamburger Hauptbahnhof auf sich aufmerksam machten.
Klar ging die Fanfreundschaft dann doch nicht so weit, dass man sich gegenseitig die 3 Punkte der Partie gönnte.

Für den HSV ging es bei eisigen Temperaturen und Schneefall (mal wieder) um Big Points.
Die Sandhausener dagegen erwarteten sich Entlastung im Tabellenkeller, in dem sie auf Platz 16, mit 13 Punkten nach 19 Spielen festhängen.

Mal wieder zum Siegen verdammt.

Um es vorweg zu nehmen: das wird in jedem Spiel so sein. Denn geschenkt wird einem in Liga 2 nichts.
Zwar konnten wir unseren Vorsprung zu Platz 2 auf 4 Punkte ausbauen, da auch Köln gestern, gegen Union Berlin patzte. Aber was sind schon vier Punkte?
Neben Köln hängen uns auch Union Berlin und Pauli, mit 6 Punkten Abstand, im Nacken.

Woran Hannes Wolf arbeiten muss? Ganz klar an der Chancenverwertung. Denn bereits nach zehn Minuten hätte es, nach einem Zuckerpass von Santos auf Holtby, 1:0 stehen müssen.
Die Chancen kamen anschließend fast im Minutentakt. Khaled Narey (14.), Tatsuya Ito (18.) und zweimal Lasogga (15., 34.) hatten es auf dem Fuß.
Trotzdem dauerte es bis zur 45. Minute, bis die Hamburger jubeln durften.
Ob Jatta bei seinem Pass auf Lasogga hauchdünn im Abseits stand? Mag sein. Mir ist es allerdings lieber, nach Toren nicht erst minutenlang zittern zu müssen, weil der Schiri vom Feld aus Köln zurückgepfiffen wird.
Im Laufe der Saison gleicht sich alles aus. Auch das mit der knappen Abseitsposition.

Nehmen wir doch ganz einfach den von Dennis Diekmeier herausgeschundenen Elfer, der den Gästen, knapp 20 Minuten nach Wiederanpfiff, das 1:1 bescherte, als Ausgleich.
Er stellte seinen Körper vor Jatta rein und wartete darauf, dass der versuchen würde, den Ball zu spielen. Dann fiel Dennis um und bekam den Pfiff…
Nicht wirklich fair.
Dennis Diekmeier. Arbeitslos seit Mai, nun bei Sandhausen und auch sofort in der Startelf gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber.
Für meine Begriffe hat er mit dieser Aktion auch ein gutes Stück Frust abgebaut. Denn gegen Jatta sah er oftmals nicht wirklich gut aus. Der pfeilschnelle, frisch „verlängerte“ Rechtsaußen, zeigte, was aus ihm werden kann, wenn er weiterhin hart arbeitet und Selbstbewusstsein tankt. Toll sein Solo-Sprint, vom eigenen auf das gegnerische Tor. Leider mit schwachem Abschluss. Aber das mit den Abschlüssen hatten wir ja schon …

Insbesondere in der 1. Halbzeit hätte man sich die Sandhausener eigentlich „zurechtlegen“ können. Die Tatsache, dass der Elfmeter die erste gute Torchance der Sandhausener war, spricht Bände.
In die Pause ging man laut Statistik mit 10:0 Torschüssen für den HSV!

Gut für die Spielerpsyche und natürlich die Punkteausbeute: bereits drei Minuten nach dem Ausgleich sorgte ein Zusammenspiel von Holtby und Lasogga für die erneute Führung der Gastgeber, bei der es dann auch blieb.

Durchschnaufen ist allerdings nicht. Schon morgen geht es, um 13 Uhr, gegen den Tabellen 14ten, Bielefeld.
Ein Selbstgänger, sollte man meinen, ging doch auch das Hinspiel mit einem 3:0 für die Hamburger aus.
Für mich ist es alles andere als ein Selbstgänger. Denn wie bereits oben erwähnt, wird niemand uns etwas schenken.
Dass die Bielefelder kämpfen können, bewiesen sie nicht zuletzt am Mittwoch, als sie einen 3:1 Rückstand mit viel Willen noch in einen 4:3 Sieg gegen Dresden gedreht haben. Herausragend dabei: Fabian Klos, der nach der Pause allein auf drei Assists und einen Treffer (FE) kam.
Auf ihn wird aufzupassen sein.

Und ändert sich nichts an der Chancenverwertung, dann wird es insbesondere gegen Mannschaften wie vorgestern gegen Sandhausen, die sich gerne mit einem Punkt zufriedengeben, und dafür einen Bus ins Tor stellen, enorm schwer.
Ja, ja, ich weiß. Noch vor ein paar Monaten hatten wir nicht mal diese Chancen. Aber Fakt ist nun mal, dass nur Bälle zählen und zu Punkten führen, die IM Netz zappeln.

Wir alle, Fans, Mannschaft und Führungsteam, sollten aufhören, schon vom Rathausbalkon zu träumen. Denn wie sang schon Xavier Naidoo vor ein paar Jahren: „Dieser Weg wird kein leichter sein…“
Und ich bin sehr froh, dass Hannes Wolf ähnlich denkt.

Wir haben gesehen, wie eng es in jedem Spiel werden kann, wenn die Konzentration nicht zu jeder Zeit bei 100 Prozent liegt. Zudem haben wir die härtesten Nüsse in der Rückrunde auswärts.
Gespannt bin ich darauf, wie wir uns im Pokalspiel am Dienstag gegen Nürnberg schlagen. Ein Erstligist aus den unteren Tabellenregionen kommt in den Volkspark. Wird man den Klassenunterschied sehen?

Was ich grundsätzlich von diesem Gedanken halte, den eventuellen Aufstieg auf dem Hamburger Rathausbalkon zu feiern, und ob dieser Kader meiner Meinung nach erstligatauglich ist, davon erzähle ich euch später mal 😉
(mg)

Es geht wieder los

Ja, ich weiß, ich bin reichlich spät dran, aber es ging leider nicht anders.

Ein paar Worte noch zur MV. 10 Tage ist sie erst her, aber trotzdem haben die meisten das Thema schon abgehakt.
Marcel Jansen ist jetzt unser Präsident, und er geht mit viel Elan an den Job.
Er hat einen sehr großen Vorteil: er gehört keiner Gruppe, keiner Seite an, hat also das Potential, den Verein näher zusammenzubringen.

In den Beirat sind meine Wunschkandidaten gekommen. Patrick Ehlers war ja schon vorher drin und für Jan Wendt, der ein Überbleibsel der alten Zeit mit allen Nachteilen war, ist Mike Schwerdtfeger gekommen. Gut so. Von sechs Kandidaten sollten fünf in den Ehrenrat gewählt werden. Der eine, der es nicht geschafft hat, ist Peter Gottschalck. Auch gut so.

Auch bei den Anträgen lief fast alles vernünftig ab. Es wurde der Vorstand beauftragt, dafür zu sorgen, daß die 24,9% in die Satzung kommen. Und es wurde der „Antirassismus- und -diskriminierungsantrag“ beschlossen. Einstimmig, was ich klasse finde, aber leider nur noch von 400 Mitgliedern von über 1300, die in der Spitze da waren.

Auffällig war der ruhige besonnene Umgang miteinander. Es gab durchaus strittige Szenen, aber alle haben sich anständig benommen. So wie es sein soll. Kai Esselsgroth hat die Versammlung sehr gut geleitet. Ich betone das jetzt so sehr, weil ich ihn im letzten Jahr noch kritisiert habe.

Zum Fußball:
In der Winterpause haben wir nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Berkay Özcan ist vom VfB Stuttgart gekommen. Ich würde sagen, er ist ein Aaron Hunt in jung. So ganz grob gesehen.
Ansonsten haben wir eher interne Zugänge, Lasogga und vor allem Jung sind wieder dabei. Das ist schon ein Qualitätsgewinn.
Papa kommt auch demnächst wieder, deshalb stehen bei Lacroix die Zeichen auf Trennung.

Wo stehen wir und wo stehen die anderen?
Köln hat sich in der Winterpause wieder mal verstärkt. Das fällt aber bei deren Kader eh nicht mehr auf.
Union hat sich mit Carlos Mané für die Flügel verstärkt. Viele kennen ihn sicherlich, er war schon in Stuttgart und wir waren auch mal an ihm dran.
St Pauli hat sich unter anderem mit Alex Meier verstärkt. Er ist immer mal wieder für ein Tor gut, auch wenn er ins Alter gekommen ist.
Kiel hat auch ne Menge gemacht, unter anderem Bénes von Gladbach geliehen, um Kinsombi zu ersetzen, der sich langfristig verletzt hat.

Wir sehen also, alle haben noch etwas unternommen, um uns das Leben schwer zu machen.

Unser nächster Gegner hat sich mit unserem guten alten Dennis Diekmeier verstärkt. Das macht durchaus Sinn.

Das Spiel heute Abend wird eh spannend.
Wie kommen die Mannschaften aus der Winterpause?
St Pauli hat gestern schon mal Punkte liegen gelassen, wir sollten gewarnt sein. Sandhausen ist auch nicht mehr der schwache Gegner aus der Hinrunde. Ich bin gespannt.
Schlagen können wir uns nur selber. Wir haben genügend Qualität um klar zu gewinnen, aber zB Kiel hat uns gezeigt, daß es nur geht, wenn wir auch mit ganzer Kraft agieren. Lassen wir auch nur ein bisschen nach, gewinnen wir nicht.

Wo stehen wir am Ende?
Aufgrund der enormen Qualität ist Köln für mich der Meisterschaftsfavorit.
Berlin, St Pauli, Kiel und Heidenheim sind auch stark.
Wollen wir aufsteigen, müssen wir in jedem Spiel Vollgas geben und nicht mit einer Leistung, wie gegen Kiel, aufwarten.
Ich bin aber zuversichtlich. Es herrscht wieder zunehmend eine Kultur im Verein, die Leistung fordert und fördert.
Und obwohl nicht alles rund gelaufen ist, stehen wir immer noch an der Spitze. Wir haben noch Luft nach oben und das werte ich positiv.
Ob Rathausmarkt oder nicht ist mir im Moment wurscht. Erstmal den Bären erlegen, bevor wir das Fell verteilen.

Endlich geht es wieder los (fb)

Die Dinos treten ab und der Vorstand muss jetzt liefern

Einige waren gekommen, um Jürgen Hunke scheitern und Marcell Jansen siegen zu sehen oder dafür zu sorgen, dass die 24,9% – Anleihenveräußerung in der Satzung verankert und somit ein weiterer Verkauf von Anteilen ausgeschlossen wird. Andere wiederum saßen auf den wenig bequemen Stühlen in der Arena in Wilhelmsburg solange, bis die Fernwahlanträge mal wieder ins Nirwana befördert waren.

Leute, Leute. Mit dieser Mitgliederversammlung ist der HSV ein Stück weit in dunkle Zeiten zurückgetaucht. Damals, als in jedem Jahr bis in die späten Abendstunden debattiert und diskutiert wurde.
Damals, als sich unwichtige Menschen plötzlich wichtig fühlten, die Geschicke des Vereines fast ausschließlich in den Händen der Mitglieder lag und damals, als wir wohl der einzige Verein waren, der sich bemüßigt fühlte, eine zweite ordentliche MV im Jahr einzuberufen, weil ansonsten eine Übernachtung am Austragungsort hätte angesagt werden müssen.

Und damals, als bereits mehrere Fernwahl-Anträge, unter großem Getöse abgelehnt wurden, da sich viele stimmberechtigte Mitglieder bereits auf dem Heimweg befanden. Befinden MUSSTEN, weil der letzte Zug, die letzte Fähre oder das letzte Flugzeug startete.
Für mich ist und bleibt dieser Tagesordnungspunkt ein Makel, der wie eine dicke schwarze, tote Fliege auf allen Protokollen liegt. Die erneute Ablehnung ist (sorry) ein Arschtritt. Ausgeteilt an alle Mitglieder, die nicht aus Hamburg oder Umgebung kommen.

In Zeiten von Livestreams, Online-Abstimmungen und Briefwahlmöglichkeiten dem Verein nicht mal die Möglichkeit zu geben, verschiedene Modelle zu PRÜFEN, um danach sachlich darüber zu diskutieren, ist für mich ein No-Go!

Schade in dem Zusammenhang war wirklich, dass fast 1000 Leute, bereits nach der Präsidentenwahl fast fluchtartig den Saal verließen.
Ebenso schade aber auch, dass die Fernwahlanträge wieder mal erst ganz am Schluss der MV, nämlich nach neuneinhalb Stunden (!) auf der Agenda erschienen.
Ernsthaft, wer nach dieser Zeit noch 100%ig aufnahmefähig ist, der ist Sitzungsmarathons entweder gewohnt oder hat die Hälfte der Zeit nicht aufmerksam zugehört.

Ich weiß, dass eine Diskussion über dieses Thema so gut wie aussichtslos ist. Die Pro-und Contraseiten sind verhärtet.
Für mich ist und bleibt die Ablehnung das letzte Machtspielchen der Ewig-Gestrigen. Wenn man ihnen, durch HSVplus schon so viel an Entscheidungsbefugnissen abgenommen hat, dann wollen sie wenigstens vermeiden, auch noch das letzte Quentchen zu verlieren. Hamburger stimmen für Hamburg. So und nicht anders.

Lasst uns eine Gruppe bilden, mit Leuten, die sich im Satzungsrecht auskennen (für die richtige Formulierung) und die wissen, wie man auf der nächsten Sitzung diesen TOP ganz nach oben bringt!
Denn ehrlich: mir ist es langsam müßig, jedes Jahr aufs Neue stundenlang auf etwas zu warten, was aus formalen oder anderen Gründen anschließend abgelehnt wird. Zudem wird es immer schwieriger, die Mitglieder von außerhalb in Scharen zu motivieren, genau dieses Vorhaben durch ihre Stimme zu unterstützen. Meine Meinung!

Was war noch?
Dass Marcell nun unser Präsi ist und Jürgen Hunke schauspielreif erst Zeit stahl und dann Ralph Hartmann mit seinem Rückzug puschen wollte, wissen inzwischen alle.
Für mich ein durchschaubarer Akt, den es wirklich nicht gebraucht hätte und Hartmann, der eine wirklich gute Rede hielt, wohl auch Stimmen gekostet haben mag.

Gut, dass der unsägliche Antrag auf Abwahl des „Restpräsidiums“ Schäfer, Schulz krachend gescheitert ist und Mike Schwerdtfeger ab sofort Jan Wendt im Beirat ablöst. Zu viele Internas sind in den letzten Wochen wieder ex-statt intern aufgeploppt und die Auswahl der Kandidaten für das Präsidentenamt war alles andere als transparent oder nachvollziehbar.
Ich begrüße auch die Wahl von Patrick Ehlers im Beirat und dass Peter Gottschalk NICHT im neuen Ehrenrat sitzt.
Gemeinsam mit Jürgen Hunke haben sich damit wohl zwei weitere „Dinos“ hoffentlich von der öffentlichen Bühne verabschiedet und einer neuen Generation, mit dem jüngsten Präsidenten der Vereinsgeschichte, die Tür geöffnet.

Der muss jetzt, gemeinsam mit dem Vorstand der AG aber auch liefern.
Man sagt Jansen eine Nähe zum Vv Hoffmann nach. Sollte Thomas Schulz dauerhaft in den AR nachrücken, sind die Wellen des ehemaligen Haifischbeckens AG sehr glatt.

Auf mich machte zudem das Gespann Schäfer, Schulz und auch Wettstein einen harmonischen Eindruck.
Und auch wenn viele jetzt sicherlich mit dem Einwand kommen, dass man mit den vorgelegten Zahlen und Wortbeiträgen des Finanzvorstandes versucht habe, die Mitglieder zu beruhigen, so frage ich mich auf der anderen Seite: wäre es besser, man hätte uns mit einem kurzfristig nicht zu ändernden Horrorszenarion nach Hause geschickt?

Es wurde viel versprochen, nun muss hart und am besten erfolgreich gearbeitet werden.

Dafür die Fananleihe erneut aufzulegen halte ich persönlich für alles andere als verwerflich. Es ist durchaus üblich, dass sich angeschlagene Unternehmen damit behelfen. Und nichts anderes ist unser HSV: ein Unternehmen und angeschlagen.
Durch jahrelange Misswirtschaft, die die aktuell amtierenden Mitglieder von der Schieflage wieder in die Senkrechte bringen müssen.

Aber auch hier war es am Wochenende wie anderswo üblich: der Überbringer der schlechten Nachrichten wird an den Pranger gestellt. Jeder sollte mal darüber nachdenken, dass verschiedene Mächte jahrelang an diesem langsamen Sinken des HSV-Schiffes „gearbeitet“ haben.
Dass für einen dringend notwendigen Aufstieg gerade auch die Mannschaft ihr Scherflein hinzufügen muss, wissen die Jungs hoffentlich genau.
Denn nur alle gemeinsam werden wir das Unmögliche möglich machen!

Diese Gemeinsamkeit herzustellen und damit konstruktiv zu arbeiten, dafür steht seit Samstag auch Marcell Jansen, dem wir BlogPerlen an dieser Stelle alles Gute für seine Amtszeit wünschen.
(mg)