Der Verein gibt die Philosophie vor

Als Reaktion auf zahlreiche Diskussionen der letzten Tage möchte ich noch eines vertiefen:
 
Der Verein gibt die Philosophie vor!
 
Wir sind jetzt alle begeistert, dass wir plötzlich ansehnlicheren Fußball beim HSV sehen.
Wie kommt es dazu, daß wir gerade jetzt diesen Fußball spielen?
Vordergründig mag man sagen, das liegt an Titz.
Schließlich ist er der Trainer, der so spielen lässt.
Wenn man sich das Ganze aber genauer betrachtet, dann stellt man fest, daß die Gründe dafür tiefer liegen.
 
Nach der Ausgliederung ist Didi VV geworden.
Er hat Knäbel als SpoDi und vor allem Peters als Direktor Sport installiert.
Alle drei haben zusammen ein Konzept entwickelt, wie man beim HSV Fußball spielen lassen will.
In der Jugend hat man dieses Konzept entwickelt, es sollte schon länger auch in den Profibereich übernommen werden.
Da man aber immer mit dem Rücken an der Wand stand und ausserdem die Trainer (Bruno und Gisdol) in ihrer TrainerDNA für einen anderen Fußball standen, hat man es nicht riskiert.
Erst jetzt, nachdem man gemerkt hat, mit dem bisherigen Fußball gewinnen wir keinen Blumenpott mehr, geschweige denn irgendwelche Spiele, hat man es umgesetzt.
Eine Art alles oder nichts, wohlwissend, ein „weiter so“ bringt den garantierten Abstieg.
Man hatte nichts mehr zu verlieren.
Bruchhagen war dagegen, also musste er gehen.
 
Das, was wir jetzt unter Titz sehen, ist das Ergebnis langjähriger Arbeit der sportlichen Führung des HSV, unter der Leitung von Bernhard Peters.
 
Somit lässt Titz zwar diesen Fußball spielen, aber auch nur, weil er gezielt für diesen Fußball ausgesucht und ausgebildet wurde.
Es ist anzunehmen, daß wir, wenn Christian Titz kein Trainer mehr beim HSV ist, trotzdem weiterhin diesen Fußball sehen und der Trainer entsprechend dazu ausgesucht wird.
Wir werden somit das erfüllen, was viele immer wieder gefordert habe: der Verein gibt die Philosophie vor, der Trainer setzt sie um.
Auch der Spielerkader wird nach den erforderlichen Kriterien zusammengestellt.
 
Dieses Wissen lässt mich ruhiger schlafen, als all die, die sich Sorgen machen, daß Christian Titz nach der Saison nicht mehr unser Trainer sein könnte.
Es heißt also nicht so sehr „In Titz we trust“, sondern eher „in Peters we trust“.
Immer wieder wird kolportiert, daß Bernd Hoffmann unbedingt einen großen Namen auf dem Trainerposten sehen möchte.
Nein, Namen sind ihm egal. Es sollen die Besten, die zum HSV passen, kommen.
Und im Moment ist Christian Titz das Beste, was dem HSV passieren konnte (fb)