Fietes Hinrundenrückblick 17/18

Der Bauch tut weh vom vielen Essen, der Rücken vom liegen (ich erwarte von euch jetzt ein mitleidiges oooooohhhhh), es wird Zeit, sich an den Rückblick zu machen.

Hinter uns liegt eine Hinrunde, die viele Fragen offen lässt.

Sie fing gleich mit Druck an.
Pokal in Osnabrück an der Bremer Brücke, wir, der Erstligist, gegen den Drittligisten in Überzahl…. verloren.
Die Bundesliga hatte noch nicht mal begonnen und schon brannte es mal wieder lichterloh beim HSV.
Nun ja, zumindest keine Doppelbelastung mehr…

In den ersten beiden Spielen der Buli gab es Wiedergutmachung.
Wir gewannen gegen Augsburg und Köln, allerdings ohne wirklich zu überzeugen.
Im Heimspiel gegen Augsburg gelang Nicolai Müller nach 8 Minuten das 1:0. Er jubelte, und das war es dann für ihn, mindestens bis April 2018.

Im nächsten Spiel verletzte sich Hunt, Mavraj musste mit Gelb-Rot runter und wir gewannen trotzdem.
Diese beiden Spiele waren ein bisschen was Besonderes, denn sie waren die einzigen, die noch mit der Taktik der Vorsaison gespielt wurden.
In den folgenden Partien haben wir es dann weniger mit Bolzen, sondern mehr mit Fußball versucht.

Im darauffolgenden Heimspiel gegen Leipzig haben wir noch Kostic und van Drongelen verletzungsbedingt verloren. Van Drogelen hatte zuvor einige sehr gute Spiele als LV gemacht.
Im Grunde haben wir gegen Leipzig gut mitgehalten, aber durch eine Unaufmerksamkeit unserer Abwehr gelang Keita das 0:1, der Anfang der Niederlage.

Gegen Hannover mussten wir ohne vier Stammspieler ran, weil Bobby sich in der Zwischenzeit auch verletzt hatte.
Vorne mit zwei Stürmern, die Schipplock und Jatta hießen.
Holtby und Hahn auf den Aussen. Das erschwerte es gewaltig. Trotzdem wären Punkte möglich gewesen.
Beide Gegentore fielen über unsere linke Seite, wo Santos ein nicht besonders gutes Spiel machte.
„Funfakt“: Für den verletzten Felipe (der immer für nen Bock gut ist) wurde von Hannover der frisch von Düsseldorf verpflichtete Bebou eingewechselt, der seine gute Leistung mit einem Tor krönte.
Ich hätte ihn gerne als Ersatz für Müller gesehen, den man nach seinem Knieschaden noch hätte verpflichten können.
Aber uns fehlte dafür anscheinend das Geld.

Gegen Dortmund und Leverkusen spielten wir nicht schlecht, verloren aber trotzdem jeweils mit 3:0.

Das Heimspiel gegen Bremen ging 0:0 aus, wir schafften es einfach nicht, uns gegen tiefstehende Bremer Chancen zu erarbeiten.
Wir waren fast das gesamte Spiel am Drücker, bekamen aber den Ball nicht ins Tor.
Der junge Ito stand in der Startelf und wusste zu begeistern. Nach gut 50 Minuten musste er runter. Für ihn kam Holtby, der völlig von der Rolle war. Ich glaube, das war das schlechteste Spiel von ihm, im HSV-Dress.
In den Schlußminuten hatte der junge Fiete Arp sein Bundesligadebüt.

Auswärts gegen Mainz, waren wir erneut die bessere Mannschaft, schossen zwei schön herausgespielte Tore und verloren trotzdem, durch drei individuelle Fehler. Bitter! Oder soll ich lieber dämlich sagen?

Gegen Bayern gut mitgehalten, die Bayern durften sich beim Schiri wieder mal alles erlauben (besonders Vidal), bei uns fliegt Jung wegen einer Kleinigkeit mit Rot vom Platz.
Ein gutes Spiel, mal wieder ein Lob vom Gegner, aber kein einziger Punkt in Sicht.

Berlin, Berlin, wir fuhren nach Berlin. Und wie immer ohne Punkte zurück.
Wieder waren wir eigentlich die bessere Mannschaft, kassierten aber zwei identische Eckballgegentore, weil wir schlicht weg pennten.
Beide Male stieg ein Berliner unbehelligt in einer Traube Hamburger Spieler hoch und nickte das Ding ins lange Eck.
Im Stadion war ich bedient. Als ich das Spiel relive gesehen hab, war ich richtig angepisst. In unserer Situation sollten wir tunlichst in jedem Spiel 90 Minuten lang wach sein.

Danach folgten drei gute Spiele, von denen wir zwei gewonnen haben. Hoffnung auf ein versöhnliches Hinrundenende machte sich breit.

Und als man dachte, wir fahren mit Schwung in den Breisgau, mauerten wir uns gegen Freiburg ein. Die Devise war „Unentschieden reicht“ und es wurde auch nur ein Unentschieden.

Danach ermauerte sich Wolfsburg ein Unentschieden gegen uns.
Diese Truppe, die so gespickt mit herausragenden Einzelkönnern ist, mußte gegen den HSV mauern. Den Trainerwechsel haben sie schon hinter sich gebracht, ich vermute, es war nicht der letzte.

Englische Woche mit Partien gegen die Eintracht und Gladbach.
Beide Spiele waren gut. Aber wieder machten wir uns das Leben selber schwer und beendeten die Hinrunde mit einem Punkt aus drei Spielen.
Nicht nur ich hätte wohl eher mit vier, ev sogar sieben Punkten gerechnet.
Ein lausiger Punkt gegen schlechte Wolfsburger und damit berechtigterweise nur Platz 17.
Hätten wir zumindest das Spiel gegen Wolfsburg gewonnen, dann wären wir mit 17 Punkten auf Platz 16, punktgleich mit dem 13. Platz.
Für die Psyche wäre das enorm wichtig gewesen.
Aber wie geschrieben, es wären in dieser Hinrunde auch noch deutlich mehr Punkte möglich gewesen. Ich will nicht übertreiben, aber wir hätten mindestens mit 20 Punkten in die Pause gehen müssen, mindestens!

Erneut verkackten wir die Spiele gegen unsere direkten Tabellennachbarn und wieder mal verkackten wir die englischen Wochen.

Ja, wir spielen endlich Fußball, mehr Fußball als in den Jahren zuvor, aber wir gewinnen nicht.
Und das macht mich etwas ratlos, das belastet mich.
Wir schaffen es nicht, unseren Fußball in Punkte umzumünzen.
Ok, da sind wir in dieser bekloppten Bundesliga nicht die einzigen. Tendenziell stehen die Mannschaften besser da, die es gar nicht erst versuchen, Fußball zu spielen, sondern nur gegen den Ball arbeiten. Aber das kann es doch nicht sein.

Kommen wir zum Ausblick:
Brauchen wir Verstärkungen? Das Konto sagt nein, das Spiel sagt ja.
Das Konto können wir nur ausgleichen, wenn wir endlich mal mit dem eingeplanten Geld auskommen. Zudem muss realistischer geplant werden und nicht mit Platz 8, wie in der Vorsaison.
Schaffen wir unsere sportlich gesetzten Ziele mit diesem Kader? Das ist die entscheidende Frage.

Ich denke, wir können zumindest den Klassenerhalt ohne Neuverpflichtungen packen.
Platz 12, wie geplant, wird schon schwieriger, nachdem wir zu viele Punkte einfach hergeschenkt haben.
Wenn wir neue Spieler holen sollten, dann gibt es zwei Möglichkeiten, die ich akzeptabel (aber auch nur das) finde.
Die erste Möglichkeit wäre, Kühne gibt weiteres Geld und wir holen für die Zentrale eine Verstärkung.
Wir brauchen dort Spieler die es schaffen, unsere Offensive so in Position zu bringen, daß sie klare Abschlüsse tätigen können.
Uns mangelt es an klaren Torchancen.
Wir schießen statistisch gesehen oft genug aufs Tor, aber nur in Situationen, in denen unser Stürmer unter Druck stehen.
Es fehlt Kreativität im Mittelfeld.
Es ist nicht nur der letzte Pass, der fehlt.
Es ist auch sehr oft der Spielaufbau, die gute Idee, wie man den jeweiligen Gegner knacken kann.
Und uns fehlen Spieler, die passsicher sind, deren Pässe ankommen, die auch erahnen können, wo der Mitspieler hinläuft und dadurch das Spiel ein wenig von der Statik nehmen, um es in Fluss zu bringen.
Aber so ein Spieler kostet.
Zweite Möglichkeit wäre, wir ziehen einen geplanten Transfer vor.
Nehmen wir mal an, wir suchen einen guten 8er/10er, der Hunt und Holtby ersetzen soll, deren Verträge im Sommer auslaufen.
Würde man diesen Ersatz jetzt schon verpflichten, dann könnte er uns in der Rückrunde helfen.

Wir haben gute und sehr gute junge Talente. Sie werden von uns gut ausgebildet. Aber wir sollten wissen, sie sind nicht die Spieler, die uns den Kopf retten.
Das können sie nicht leisten, auch nicht, wenn sie Fiete Arp heißen. Wir müssen dringendst zusehen, daß wir die Mannschaft in ruhige erfolgreiche Bahnen lenken. Dann, und nur dann haben die Spieler die Chance, bei uns zu reifen, nur so können wir sie auch länger halten.
Erfolgreich heißt für uns, einen relativ sicheren Mittelfeldplatz zu ergattern.
Kämpfen wir die gesamte Zeit nur um den Klassenerhalt, müssen wir ev wieder von unserer spielerischen Linie weg, um die Klasse mit Kampf zu halten.
Aber, darüber müssen wir uns im Klaren sein, dann ist Fiete im Sommer weg. Und wir können ihm nicht mal böse sein!

Nur mit Talenten geht es nicht. Wir brauchen ein Gerüst von guten Spielern, an denen sich der Rest der Mannschaft orientieren kann.
Und dieses Gerüst, ist es erstmal aufgebaut, gilt es auch über längere Zeit mal zu halten.
Das ist enorm wichtig!
Von daher ist eine Verlängerung mit Dennis zB auch sehr wünschenswert. Und auch sonst müssen wir mit einigen Spielern, wie zB Jung, langfristig planen.
Spieler, die wir länger halten können, die auch die DNA der Mannschaft mit prägen können.
Einen Ekdal würde ich auch gerne dabei sehen, wenn er auch immer wieder mit Verletzungen zu tun hat, und Papa gehört für mich dazu.
Alles keine Spitzenspieler, die würde man uns eh wegkaufen, aber Spieler, die Beständigkeit in die Mannschaft bringen.
Nach Dennis ist Gideon Jung der „zweit-dienstälteste“ Spieler der Mannschaft, dabei ist er gerade mal dreieinhalb Jahre im Verein.
Eine richtige Basis fehlt uns im Moment total.

Wie gesagt, die Mischung macht es.
Nicht nur junge Spieler, sondern auch erfahrene, nicht nur Führungsspieler, sondern auch Mitläufer, nicht nur solide Arbeiter, sondern auch kreative Köpfe…
Aber die gesamte Mannschaft muß einen gemeinsamen Guss haben, zu einer Einheit zusammenwachsen.
Wo die „DNA“ beim HSV liegt, kann ich momentan nicht erkennen. Hmm, das klingt jetzt negativ. Ist aber nicht so negativ gemeint. Wir sind im Wandel und ich weiß nicht, wohin der Weg des Trainers uns bringt, wo der Weg letztlich enden soll, wo die Zukunft ist. Ich bin aber sicher, der Trainer weiß es und hat einen Plan für unsere „DNA“.

Immerhin ist sie näher an der Realität orientiert, als das, was Beiersdorfer dem HSV einimpfen wollte.
Wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen.
Zumindest hoffe und erwarte ich es von der jetzigen Führung. Nicht wieder mit Gewalt versuchen, einige Schritte zu überspringen und dabei auf die Schnauze fallen.

Ich sprach vorhin die Passgenauigkeiten bei unseren Spielern an.
Ich bin dafür, wir investieren 2 Mio in einen „Skills Lab“ (das in Deutschland bekannteste ist der „Footbonaut“).
Ein „Werkzeug“, von dem man keine Wunder erwarten darf, aber das das Paßspiel verbessern würde und von allen Mannschaften im Verein genutzt werden kann.
Also auch die Jugend würde davon profitieren. Und soviel ich weiß, steht so ein Teil bei Peters auch auf der Wunschliste.
Zwei Millionen ist ne Menge Geld, aber ein Spieler, der gewisse bessere Qualität im Paßspiel mitbringt, kostet auch locker mal zwei Millionen mehr, ein Jugendspieler, der irgendwann mal ne höhere Ablöse bringt … ich denke, das könnte sich rechnen. Denn die Passgenauigkeit ist bei uns ein großes Manko.
Schaffen wir nur 3-4% mehr an den richtigen Mann zu bringen, dann wäre das schon ne ganze Menge. Denn da könnte dann der entscheidene Pass dabei sein, bzw der entscheidene Fehlpass verhindert werden.

Aber das ist Zukunftsmusik. Im Moment gilt es, die Rückrunde deutlich besser zu gestalten.
Ein Sieg gegen Augsburg wäre nicht schlecht.
Gegen Köln nachlegen, dann würden wir wieder etwas ruhiger agieren können.
Das momentan „gute“ aber unerfolgreiche Spiel, ist gefährlich.
Und wir sollten zusehen, daß wir in der Rückrunde gegen Frankfurt relativ safe sind, so daß wir nicht im Heimspiel gegen Gladbach zittern müssen, womöglich noch auf Schützenhilfe angewiesen sind.
Es ist ruhig im Verein.
Teilweise ist es mir auch zu ruhig.
Aber Gisdol hat sich schon den Frust von der Seele geredet. Und das macht Hoffnung. Denn das bedeutet, dass man sich der Gefahr bewusst ist.
Hoffentlich können sich unsere Spieler auch ohne den gnadenlosen Druck des Existenzkampfes aus dem Keller befreien.

Ich wünsche uns allen eine schöne ruhige erfolgreiche Rückrunde, euer Fiete

Hallo lieber Relegationsplatz…

…da sind wir wieder…
Dank Freiburg, die gestern die Gladbacher mit 1:0 abfertigten, stehen wir mal wieder auf Platz 16.
Jedenfalls bis heute Abend, denn dann könnte es passieren, sollte Bremen in Leverkusen punkten, dass wir noch tiefer rutschen.

Es gibt so Tage, da könnte man gut darauf verzichten, eine Spielanalyse der letzten Partie zu verfassen.
Ebenso gut könnte man die 90 Minuten HSV/ Frankfurt aber auch in einem Satz zusammenfassen: Zehn Minuten gut gespielt, 20 Minuten gepennt, den Rest mit Mann und Maus dem Rückstand hinterhergelaufen.
Das wäre allerdings zu einfach.
Denn über das Spiel gestern Abend könnte man auch genauso gut Romane schreiben.

Versuchen wir es mit dem guten, alten Mittelweg.

Werfen wir nur einen Blick auf die Statistik, ohne das Spiel gesehen zu haben und das Ergebnis zu wissen, müssten wir davon ausgehen, dass der HSV glorreich gewonnen hat.

21 zu 10 Torschüsse stehen da zu buche.
Bei fast identischer Laufleistung hatten die Rothosen 64 Prozent Ballbesitz und nur sieben Fouls nötig, während die Frankfurter (insbesondere in der 2. Halbzeit) 26 mal zutraten, festhielten oder umgrätschten.
Für mich war Schiri Gräfe so manches Mal dabei zu sparsam mit Gelben Karten. Insbesondere Kevin Prince Boateng kann sich mehr als glücklich schätzen, nur eine davon gesehen zu haben.
Auch bei den Fehlpässen hielten sich beide Mannschaften die Waage. Von 483 kamen bei den Hamburgern immerhin 359 an. Die Zweikampfquote ist allerdings mit 61 Prozent noch immer locker ausbaubar.
Und doch gingen am Ende die Hessen mit drei Punkten nach Hause.
WIE konnte das passieren?

Es begann doch so positiv.
Im Volkspark sei man inzwischen wieder auf gutem Weg, eine Festung zu werden, hieß es. Die Defensive entwickle sich zum Bollwerk, schrieben die Medien. Die letzten drei Spiele wurden nicht verloren.

Es waren gerade fünf Minuten vergangen, da sollte Scooter schon zum Torjubel aufspielen. Papaaaaa!!!! …netzte einen Ball ein… der vorher im Aus war…
Shit!
Vier Minuten später durften dann Scooter doch noch singen und Papa jubeln.
Der Junge kann nicht nur Grätsche, der kann auch Tor!
In einem Gewimmel aus Heim-und Gastmannschaft schraubte er sich, nach einem Eckball von Hunt nach oben und köpfte den Ball ins kurze Eck. Führung für die Hausherren.

Was nach diesem Erfolgserlebnis in den Köpfen der Spieler geschah, wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben.
Die Fans durften sich genau sechs Minuten siegesgewiss fühlen, da träumte Mathenia gemeinsam mit seinen Vorderleuten Mavraj und Walace wohl schon seelig von der Weihnachtsfeier.
Mit den Fingerspitzen lenkte unser Torwart einen Ball von Marius Wolf, aus 13 Metern abgedroschen, ins Netz.
Ausgleich…
In der 24. Minute marschierte Chandler dann, rechts völlig unbedrängt, bis in den Strafraum. Am zweiten Pfosten passte Jung nicht auf, Gacinovic löste sich in seinem Rücken und nahm Chandlers Querpass dankend an.
Aus elf Metern netzte er frei stehend links unten ein, dieses Mal war Mathenia schuldlos.
Nach 36 Minuten holte Gisdol Walace, der wohl einen gebrauchten Tag erwischt hatte, vom Platz und brachte Albin Ekdal, der sofort gut ins Spiel fand.

Mit einer 2:1 Führung im Rücken ging es für die Frankfurter in die Kabine. Die Hamburger hatten Glück, dass das Ergebnis nicht noch zwei, drei Tore höher war. Als „vogelwild“ bezeichnete Heribert Bruchhagen die Spielweise seiner Jungs, in den Minuten nach dem Führungstreffer. Besser kann man es nicht beschreiben.

Gisdol schien in den 15 Minuten Pause allerdings auch die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn in den zweiten 45 Minuten brannten unsere Jungs auf dem Rasen ein wahres Feuerwerk ab.
Arp hatte in der 50. Minute den Ausgleich auf dem Fuß.
Unser Dennis, Dieki, Diekmeier schaute in der 54. Minute etwas perplex, als er den Ball, nach einem Pass von Ekdal, ins Netz beförderte.
Nach 197 Bundesligaspielen sein 1. Tor?
Nein. Ein paar Zentimeter Abseits verhindern das Ende seiner Torloszeit.
Keine drei Minuten später hätte Papa fast ein Double feiern können, eine Minute später hatte es Ekdal erneut auf dem Fuß.

Als Gisdol, in der 67. Minute Ito gegen Waldschmidt tauschte, stand es 9:0 Torschüsse für die Hamburger!
Der erste Schuss aufs Tor von Mathenia gelang den Hessen in der 82. Minute!
In der 83. Minute kam dann Sven Schipplock für Mavraj.
Gisdols letzte Patrone zündete jedoch nicht… Naja, wir alle wissen, „saufen bis…“ geht weiter, auch wenn selbst die vier Minuten Nachspielzeit statistisch den Hamburgern gehörten. Es sollte nicht sein.
Der HSV musste sich seinen Gästen geschlagen geben. Ungerecht, aber so isses.

Dabei hätte man schon vorher gewarnt sein müssen. Denn 15 von ihren 22 Punkten holten die Frankfurter auswärts. Naja, inzwischen sind es gar 18 von 25.
18 Punkte, das Wunschziel Heribert Bruchhagens zur Winterpause.
Wäre, wäre, Fahrradkette (frei nach Loddar Matthäus). Denn das ist jetzt nur noch mit einem Sieg, am kommenden Freitag gegen Gladbach möglich.
(mg)

P.S.: Ach ja, und dann waren da ja noch einige Vollhonks auf der Nord, die ihr eigenes Wohnzimmer mit Pyros beschmutzten.
Schönen Dank auch, ihr Vollpfosten. Wir haben es ja!

Vorschau #BMGHSV

Ich bin immer noch enttäuscht, daß wir gegen Frankfurt verloren haben. Im Grunde genommen waren wir die bessere Mannschaft, aber 15-20 Minuten lang einfach von der Rolle.

Wir sind gut gestartet, legten furios los, und verloren nach dem 1:0 die Kontrolle über das Spiel.
Ist man nach der schnellen Führung zu lässig geworden?
Im DM bekamen wir keinen Zugriff aufs Spiel, der Rest der Mannschaft wurde nervös, man machte leichte Fehler, stand zu weit weg vom Mann.
Es fehlt in so einem Moment ein Spieler im Mittelfeld, der das Heft in die Hand nimmt, das Spiel beruhigt, runterfährt und dann neu antreibt.
Der fehlte, also musste Gisdol zu einem anderen Mittel greifen, und er wechselte Albin Ekdal für Walace ein.
Damit musste man sich auf ein neues Spiel konzentrieren und bekam den Fokus, weg vom Angsthaben, hin zum Spiel, wieder.

In der Folgezeit merkte man erneut, woran es bei uns hapert: Tore schießen, gute Torszenen kreieren.
Frankfurt hatte sich nach der Führung hinten reingestellt.
Normalerweise lieben wir es Tempo und Hektik zu verbreiten, um davon zu profitieren, aber gegen Frankfurt funktionierte das nicht.
Die Eintracht muß man besser ruhig und sachlich auseinander spielen. Das können wir (noch) nicht, dafür sind unsere Spieler auch nicht unbedingt die richtigen.
Ausserdem haben wir uns von der Eintracht zu sehr den Schneid abkaufen lassen.

Naja, und wenn wir dann mal vorm Tor waren, dann landete der Ball trotzdem irgendwie nicht im Netz…
Ausnahme war der Ball von Dennis, der aber hauchdünn im Abseits stand. Im Zweifel für den Angreifer heißt eigentlich die Devise, ich denke, hier wäre Zweifel angebracht gewesen.

So haben wir aus einem größtenteils guten Spiel 0 Punkte geholt. Und bei aller Liebe zur Natur, am Ende zählen die Punkte und deshalb tut die Niederlage weh.

Was erwartet uns heute gegen Gladbach.

Wir werden ohne Bobby (Knie) und Dennis (Oberschenkel) antreten müssen. Zudem hat Walace gestern das Training mit Problemen in der Gesäßmuskulatur abgebrochen. Ob er heute wieder einsatzfähig ist, weiß ich nicht.
Aber auch Gladbach hat Probleme. Es fehlen Zakaria, Kramer, Hofmann, Traore, Strobl und Benés, Herrmann und Jantschke sind angeschlagen und wohl nichts für die Startelf.

Ich persönlich vermute, Sakai wird Dennis ersetzen.
Dadurch wird es ein ganz anderes Spiel auf rechts werden, denn er ist nicht so impulsiv, wie Dennis.
Um trotzdem etwas mehr Speed auf der Seite zu bekommen, wird, so denke ich, André Hahn kommen.
Die Doppel 6 wird mit Jung und Ekdal bespielt werden, ansonsten alles wie immer.

Bei Gladbach werden wohl Ginter und Cuisance im DM spielen und damit defensiver auftreten, als bisher. Für Ginter rückt Oxford in die IV.

Auf den Außenpositionen erwarte ich Grifo und Hazard, vorne Rafael und Stindl

Ich glaube an ein Unentschieden. Auch wenn bei den beiden Wundertüten der Liga ebenso alles andere möglich ist.
Den Siegtreffer hätte heute Dennis geschossen, er ist aber leider nicht dabei.
Wichtig ist, man lässt die Gladbacher Offensive nicht in Fahrt kommen, man unterbricht den Spielaufbau so früh wie möglich und spielt ein bisschen griffiger als in den letzten Spielen, aber bitte mit dem richtigen Maß, sodaß wir ohne Karten auskommen (fb)

Vorschau #HSVSGE

Moin
Auf die Schnelle noch vor dem Spiel mein Blog.

Gegen Wolfsburg haben wir leider nur einen Punkt ergattern können. Schade, ich hab mit drei gerechnet und diese drei wären auch drin gewesen. Zumindest für alle ausser Mario Gomez, der ja der Ansicht war, daß seine Mannschaft gut gespielt hatte und hinten defensiv nichts zugelassen hat. Aber zu seine Ansichten gleich noch mehr.

Bis auf die Anfangszeit des Spiels, wo beide Mannschaften sich regelrecht neutralisiert haben, war der HSV die eindeutig bessere Mannschaft. Wir sind mehrfach gut vors Tor gekommen, es fehlte der vernünftige und vor allem erfolgreiche Abschluß. Die besten Chancen hatten Fiete, Dennis und Aaron. Fiete versucht den Ball mit Effet am Torhüter vorbeizuschlenzen, nachdem er seinen Gegner gut hat aussteigen lassen. Nicht genug Effet, der Ball ging neben das Tor. Er hätte natürlich auch Aaron bedienen können, wie er selber zugibt, aber, und da kommen wir zu seiner Chance, der haut, wenn er im Sechszehner draufhalten soll, eher über den Ball, als daß er drauf geht. Das dritte mal in drei Spielen, grmpf, das muß besser werden. Ansonsten hat er ein gutes Spiel gespielt und mit Abstand die meisten Meter gelaufen. Die Torchance von Dennis wäre eine 100%ige gewesen, wenn, ja, wenn es nicht Dennis gewesen wäre. Nicht richtig platziert, zu leichte Beute für Casteels.

Die hochgelobte Wolfsburger Offensive war abgemeldet. Einige sprechen davon, daß die Wolfsburger einen schlechten Tag hatten, aber ich sehe es eher so, daß unsere Defensive so gut war, daß sie nichts auf die Kette bekommen haben. Großes Indiz dafür war Mario Gomez, der so genervt von Papa war, daß er sich zu einer Tätlichkeit hinreissen ließ. Der Schiedsrichter ließ ihn wider Erwarten auf dem Platz. Und nach dem Spiel machte er sich im Interview so richtig Luft. Papa sei kein fairer Sportsmann, so wie er. So wie er? Hat er das wirklich gesagt? Ja, hat er. Naja, dann ist es wohl fair, dem Gegenspieler von hinten in die Kniekehle zu treten.
Er bemängelte, daß Papa sich hat fallen lassen und nach dem Pfiff sofort wieder aufgestanden war. Ja und? Das ist in der Bundesliga leider üblich. Und warum das üblich ist, liegt daran, wie man in der Woche vorher bei der Tätlichkeit von Goretzka gegen Özcan gesehen hat, man bekommt als Opfer nur Recht, wenn man sich fallen lässt. Ansonsten gehen die Täter immer leer aus. Bei Müller und Ribery in der letzten Saison war es ja auch so. Der Franzmann kneift Mü in die Wange, Mü macht nichts draus und Ribery darf anschließend das Gegentor vorbereiten.
Mal nebenbei, das Handspiel in der Relegation gegen Braunschweig, das war anscheinend auch eine besonders faire Geste. Spacken, der sollte mal dringend die Finger von seinen bewusstseinsverändernden Mittel lassen.

Kommen wir zum heutigen Spiel. Heimkönner gegen Auswärtskönner, beides defensivstarke Mannschaften, es riecht nach einem 0:0. Da glaub ich aber nicht dran. Warum? Ganz einfach: Die SGE reisst schon die Klappe auf, meint, sie wären mit 22 Punkten was Besonderes, während der HSV in ihren Augen nur Fallobst ist. Wer so von sich eingenommen ist, der bekommt meist die Rechnung serviert. In diesem Fall einen 1:0 Heimsieg.

Ich würde mit der selben Startaufstellung spielen, wie gegen Wolfsburg. Ich vermute allerdings, daß Gisdol Ekdal für Walace bringen wird. Aufpassen müssen wir auf Haller, der mich sehr an Modeste erinnert. Eindeutig ein sehr guter Einkauf der Frankfurter. Neben ihm wird wohl Rebic spielen, der sich mit ihm sehr gut ergänzt. Santos wird es mit Wolf zu tun bekommen, der immer besser in Form kommt. Und unsere Zentrale wird sich mit Boateng beschäftigen müssen. Mal sehen wie es ihm schmecken wird, wenn er abgemeldet ist.

Wie gesagt, es wird ein unansehnliches Spiel mit gutem Ausgang für uns. (fb)

Vorschau #HSVWOB

Morgen geht die Bundesliga weiter.
Am Samstag empfängt der HSV Wolfsburg.
Das Spiel letzten Freitag war nicht besonders schön anzusehen, aber am Ende stand ein Punkt und das ist es, was letztlich zählt.

Trotzdem, ich bin mit der Spielweise nicht zufrieden. Ich bin der Ansicht, wir sollten uns angewöhnen, auf Sieg zu spielen.
Wir sollten uns angewöhnen, einen Sieg als normal anzusehen und uns etwas mehr über Niederlagen und Unentschieden ärgern.
Wir sollten uns angewöhnen, Siege zu wollen und nicht nur nicht verlieren zu wollen.

Vor 2-3 Monaten wären diese Worte von mir noch nicht gekommen, aber inzwischen sehe ich die Mannschaft ein gutes Stück weiter.
Ich bin überzeugt, die Einstellung zum Spiel hat verhindert, daß wir alles gegeben haben, um diesen Sieg gegen den direkten Konkurrenten zu erkämpfen, zu erspielen.
Fußball findet ein gutes Stück im Kopf statt.
Die Bayern sind nicht nur deshalb erfolgreich, weil sie die besseren Spieler haben, sondern auch, weil es für sie selbstverständlich ist, gewinnen zu wollen.
Und wenn sie nicht gewinnen, dann unternehmen sie etwas, damit sie gewinnen, sie nehmen es nicht hin, zu verlieren.
Natürlich können wir uns nicht mit den Bayern vergleichen, werden noch öfter eine Niederlage hinnehmen müssen.
Trotzdem muß es unser Anspruch sein, gegen direkte Konkurrenten zu gewinnen.
Und es muß unser Anspruch sein, gegen Wolfsburg zu Hause zu gewinnen.

Gisdol kann aus dem Vollen schöpfen. Am Anfang der Woche hatte er 23 Spieler im Training. Also wird es 5 Spieler treffen, die nicht im Kader sind.
Macht euch drauf gefasst, daß euer Liebling auch dabei sein könnte.

Ohne zu wissen wie Gisdol plant, versuche ich mal einen Ausblick.
Wolfsburg kommt unter Martin Schmidt immer besser in Tritt und sie haben eh die bessere individuelle Qualität.
Insbesondere Malli blüht unter Schmidt so richtig auf.
Das Prunkstück ihrer Mannschaft ist die Offensivabteilung.
Mit Malli, Didavi, Origi und Gomez haben sie auffällig gute Einzelspieler, die das Zusammenspiel gerade lernen.
Ihnen würde ich mit einer 5erkette begegnen.
Hinter der Offensivreihe haben sie die Aggroabteilung. Dort werden die Fouls begangen, die auch mal rüde werden können.
In der IV sind sie gut besetzt.
Ihre Schwachstellen sind die Aussenverteidiger.
Von daher würde ich mit zwei 6ern vor der 5erkette agieren, dann Kostic links, Hunt rechts und vorne Fiete Arp.
Unter Umständen auch ein 6er, Hunt ins OM und Ito auf rechts.
Über die Flügel würde ich versuchen, sie zu knacken.

Das Spiel wird ruppig. Guilavogui hat schon sowas angedeutet.
Schmidt hat betont, daß das Spiel deutlich kämpferischer sein wird, als gegen Gladbach.
Unsere Jungs werden das hören und von Anfang an versuchen dagegenzuhalten. Auch scheint man in Wob der Ansicht zu sein, man haben noch ne Rechnung offen. Ich bin wirklich gespannt, ob man unter diesen Vorzeichen das Spiel mit 22 Man beendet.
Maxi Arnold steht nach der Rotsperre wieder zur Verfügung und ich vermute ihn in der Startelf.

Wir wollen gewinnen, das hat Gisdol klargemacht.
Und Schmidt macht die Mannschaft jetzt schon heiß.
Das wird also ein sogenanntes „intensives“ Spiel werden. Wenn das Publikum mitspielt, wovon ich ausgehe, werden wir gewinnen.
Aufgrund der Tabellenlage wäre das auch sehr wichtig.
Wir müssen jetzt punkten, damit wir auf einem ordentlichen Tabellenplatz überwintern können. Das schafft Ruhe, das schafft Frieden, das schafft Konzentration und nicht zuletzt ein gutes Gefühl.
Ich bin zuversichtlich (fb)

Ja, nein, vielleicht

Altaaa! Was hat er abgeledert, vorgestern bei Eurosport, der Matthias Sammer! Der HSV habe sich wie eine Jugendmannschaft benommen, solle den Ball doch an den Platzwart geben, wenn man nicht damit spielen wolle und Mathenia müsse der rechte Fuß doch schon weh tun, vom vielen Ball-nach-vorne-dreschen (wo er dann meist einen Freiburger traf…)

Die HSV-Gemeinde ist empört.
Alle? Nein. Einige hatten kurzfristig die hanseatische Brille weggelegt und fanden viel Wahres an den Worten des „Mal-fast-beinahe-SpoDis“ des Bundesliga Dinos.
Sie ist halt gespalten, die Fan-Seele.
In die „find ich alles nicht so schlimm“-Gemeinde und die, die sich nach einem ordentlichen Spiel gegen Hoffenheim einfach mehr erwartet hätte als die magere Kost, die am Freitag geboten wurde.

Doch fangen wir vorne an.
Oder nein, vielleicht eher hinten oder mitten drin.
Denn schon lange vor dem Abpfiff konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, als habe Gisdol am Freitag, eine eindeutige Unentschieden-Devise ausgegeben.
Sinngemäß sah das dann so aus, dass der Trainer vor den Mikros irgendwie erleichtert wirkte: „besser ein Punkt mit einem nicht so ansehnlichen Spiel, als schön spielen und ohne Punkte nach Hause fahren“. Noch ein Beweis gefällig? Gisdol weiter: „Wir hatten uns im Vorfeld vorgenommen, alles reinzuhauen, um zu Null zu spielen.“

Diekmeier und auch Papadopoulus schlugen thematisch in dieselbe Kerbe.

JA.
Natürlich ist es besser, mit einem Unentschieden vom Platz zu gehen, als erneut auf dem so ungeliebten Relegationsplatz zu landen.
NEIN,
spielerisch war da gestern wirklich nicht mehr drin. Vergeblich suchte man nach Spielfluss, Kreativität und einer Idee, das Bollwerk der Freiburger zu durchbrechen.
Besonders schlimm war das auf der rechten Seite zu sehen, von der so gut wie keine Torgefährlichkeit ausging. Diekmeier zog sich oft nach hinten zurück und Hunt hatte genug damit zu tun, den Rasen im (mal wieder nicht vorhandenen) Mittelfeld wenigstens ein wenig platt zu laufen.
VIELLEICHT
hätte Gisdol das spätestens zur Pause auch sehen müssen und Ito gegen Wood (der gestern leider erneut blass blieb) tauschen sollen, um neuen Schwung zu bringen.

Am Anfang der Partie war zunächst mal ein gegenseitiges Abtasten zu spüren. Wie viel würde gehen, in Freiburg? Wie früh fangen sie an, das Aufbauspiel zu stören, wie sehr mauern sie sich ein, in der eigenen Hälfte.
Und während den Hamburgern die ersten Minuten gehörten, schnappten sich die Gastgeber die zweite Viertelstunde.
Sechs zu sechs lautet die Eckenbilanz, in den ersten 15 Minuten, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht.
Die Halbzeit plätscherte dahin. Jeder war bemüht, keine Fehler zu machen und lieber auf die der anderen zu warten. Hunt wirkte, im Gegensatz zu letzter Woche müde. Von Wood war nichts zu sehen und auch Fiete Arp wartete ein ums andere Mal darauf, mit Pässen gefüttert zu werden. Kostic blieb farblos und Sakai… ich mag ihn wirklich gerne. Aber was da an Fehlpässen fabriziert wurde, tat manchmal wirklich weh! Santos spielte erneut souverän, leistete eine bemerkenswerte Abwehrarbeit und versuchte ab und an auch mal einen zaghaften Ausflug nach vorne.
Hätten wir den Papa, mit seinen sowohl sehenswerten als auch effektiven Grätschen nicht, wer weiß, ob es torlos in die Kabine gegangen wäre.

JA.
Das Unentschieden ging zum Halbzeitpfiff durchaus in Ordnung.
NEIN.
Als Hamburger hatte man die Hoffnung, dass Gisdol in der Pause die richtigen Worte findet noch nicht aufgegeben. Schließlich hatte man ja noch genau vor Augen, dass die Mannschaft durchaus besseren Fußball spielen und auch das Mittelfeld mit dem Spielgerät inzwischen kreativer umgehen kann.
Wie gut, dass die Freiburger sich im Abschluss genauso schwer taten, wie die Rothosen.
VIELLEICHT
war da Hoffnung, dass beide Mannschaften es begriffen hatten, dass ein Punkt nicht so wirklich viel hilft, um aus dem Tabellenkeller eine Stufe weiter nach oben zu klettern.

In der 53. Minute, Glück für die Gäste. Der von Ravet ausgelöste Torjubel wurde allerdings vom Schiri (mit Recht) als Abseitstor zurückgepfiffen.
Anschließend war es fast ein Spiel auf nur noch ein Tor. Die Augsburger drängten auf den Siegtreffer. Nachdem zwei, drei gefährliche Chancen gerade noch abgewendet wurden, wechselte Gisdol.
Doch was war das? Als HSVer rieb man sich einigermaßen verdutzt die Augen.
Hunt ging und Wallace kam?
Spätestens jetzt dürfte die ausgegebene Devise jedem klar gewesen sein.
Der positionsgetreue Wechsel von Wood gegen Hahn, in der 87. Minute sollte dann wohl nur noch ein paar Sekunden mehr von der Uhr nehmen.
Und „Saufen bis der Schipplock trifft“ geht weiter. Denn in der 92. Minute, als ein sichtlich enttäuschter Fiete Arp auf die Bank musste, war auch Sven wohl nur noch ein Körnchen in Gisdols Sanduhr.

JA,
die kämpferische Einstellung war auch Freitag erkennbar. Man hat sich halt mit Mann und Maus nach hinten orientiert. Damit ging das Mittelfeld und die Torgefahr flöten.
Mit einer Laufleistung von 113 Kilometern war man auch nicht faul. Man war halt nur nicht effektiv, was das Erreichen des gegnerischen Strafraumes und den Torabschluss anging.
NEIN.
Mit einer Passquote von 61 Prozent KANN man nicht zufrieden sein. Von 320 gespielten kamen gerade mal 196 an! Das ist indiskutabel. 21 Torschüsse der Freiburger stehen neun von unserer Mannschaft entgegen.
VIELLEICHT
Wird dieser Punkt am Ende ja noch ganz wichtig. Vielleicht geht dieses Spiel aber auch als vertane Chance in die Annalen ein.

„Wir spielen inzwischen einfachen Fußball“, sagte Sakai im Anschluss an das Spiel. Den Vergleich mit den Bayern zu kommentieren erspare ich mir an dieser Stelle mal. Denn bekanntlich liegt zwischen Schwarz und Weiß immer noch eine Menge Grau. Und wenn das letzte Woche auch einfacher Fußball war, dann nehme ich doch lieber den von letzter Woche nächste Woche nochmal!
(mg)