Vorschau #SCFHSV

Puuh, gerade erst gespielt, jetzt schon wieder dran. Man kommt mit dem Bloggen kaum hinterher.

Am Sonntag haben wir klar gegen Hoffenheim gewonnen. Klar und verdient.
Die TSG war angeschlagen und wie ich im letzten Blog vorrausgesagt hab, es fehlt bei ihnen der „Flow“, der sie im letzten Jahr stark gemacht hat.
Sie litten auch noch unter der Niederlage vom EL-Spiel gegen Braga. Körperlich und psychisch.
Und man merkte ihnen, vor allem Trainer Nagelsmann, an, daß die Nerven blank liegen.

Unserer Mannschaft dagegen war die Lust aufs Spiel deutlich anzusehen, was dazu führte, daß man bereit war, große Wege zu gehen.
Gerade in der ersten Halbzeit waren wir immer mit mehreren Leuten beim Angriff vor dem Ball und bei der Abwehr hinter dem Ball.
Das Umsschalten klappte gut und die Laufbereitschaft stimmte auch.

Mir gefällt die Körpersprache unserer Mannschaft, die immer besser wird.
Ich hab den Eindruck, man lässt sich von den jungen Spielern anstecken, die unbekümmert ihr Spiel aufziehen.
Gut so.
Mathenia war ein sicherer Rückhalt.
Santos zeigte, warum man ihn geholt hat (ich bin froh, daß er uns im Sommer nicht verlassen hat).
Diekmeier ist in der Form seines Lebens (er führt mit drei Assists die Scorerliste an). Papa hatte, das war richtig interessant anzusehen, Sandro Wagner an die Kette gelegt, das IV-Duo hat gut harmoniert und als wir auf Dreierkette unmgestellt haben, funktionierte van Drongelen sofort.
Jung und Sakai haben ein solides Spiel abgeliefert, Jung hat sogar sein erstes Bundesligator gemacht.
Kostic kommt immer besser in Fahrt. Vergleicht man den jetzigen Kostic mal mit dem, den wir aus Stuttgart befreit haben, erkennt man einen Riesenunterschied. Gisdol hat ihm beigebracht, defensiv zu arbeiten und er hat unwahrscheinlich an Körper zugelegt. Nun muß er nur noch am rechten Fuß arbeiten.
Hunt spielte mal nicht auf der Zehn, sondern wich auf die rechte Seite aus. Auch wenn er in der Zentrale effektiver ist, war der Schachzug genau der richtige. Denn in der Mitte hat Bobby Wood als hängende Spitze gespielt, der mit seiner intensiven Spielweise die Hoffenheimer sehr beschäftigte.
Damit haben sie Körner gelassen und Wood hat immer wieder Lücken für seine Mitspieler gerissen. Ich wünschte, er hätte sich mit einem Tor belohnen können, die Chancen waren da.
Und vorne in der Spitze Fiete Arp.
Wie er läuft, wie er sich bewegt, wie er taktisch denkt, wie er den Ball führen kann, ohne draufzugucken … seufz, ich bin verliebt.
Taktisch hat Gisdol genau die richtige Lösung für das Spiel gefunden.
Und hier noch ein Lob an unseren Trainer: Die Mannschaft hat spielerisch einen Riesensprung nach vorne gemacht. Und das liegt nicht nur an den Youngstern, auch die „Alten“ haben sich entwickelt.
So variabel, wie der HSV jetzt auftritt, habe ich ihn zuletzt unter Jol gesehen.
Und nicht nur, daß wir uns taktisch auf den Gegner einstellen können, wir können die Taktik auch im Spiel ändern.
Daß ich das noch erleben darf…

Der HSV macht im Moment einen großen Schritt zu einem „normalen“ Verein.

Freiburg
Am Freitag spielen wir unser viertes Freitagsspiel auf Eurosport.
Mehr als jeder andere Verein, wahrscheinlich sogar mehr als die meisten anderen Vereine in der gesamten Saison noch spielen werden.
Freiburg ist direkter Konkurrent, steht mit 11 Punkten nur zwei hinter uns.
Wollen wir auch nach dem Spiel noch vor Freiburg stehen, dürfen wir nicht verlieren.

Ich gehe aber noch weiter, wir sollten tunlichst alles daran setzen, daß wir das Spiel auch gewinnen.
Ich sprach vom nicht vorhandenen Flow der Hoffenheimer.
Hier könnten wir mal selber in den Fluss kommen, die Brust würde breiter werden und wir würden mit einem gewissen Selbstvertrauen und Spaß die wichtigen nächsten Spiele bestreiten.
Selbstvertrauen, bisher war ich immer etwas skeptisch, wenn ich das Wort mit unseren Jungs in Verbindung gebracht hab.
Irgendwie gab es in den letzten Jahren diesen Aggregatzustand nicht so wirklich. Entweder waren wir verunsichert oder wir waren überheblich.
Dazwischen gab es kaum was.
Das sehe ich bei der Truppe jetzt nicht.
Und auch dafür möchte ich Gisdol danken. Ein Teil des Dankes geht auch an Jens Todt, der mit seiner Personalpolitik und dem Fokus auf Mentalität gute Weichen gestellt hat.
Mentalität ist in gewissem Maß ansteckend. Es wurden mental nicht so gute Spieler abgegeben und dafür mental gute Spieler geholt.
Die Mannschaft hat es verbessert.

Freiburg hat sich diese Saison auch noch nicht gefunden. Man hat einige Leistungsträger abgeben müssen und nicht ersetzen können.
Man hat im Moment sieben Verletzte, unter ihnen so namhafte Spieler wie Niederlechner, Frantz und Kempf.
Streich findet mit der jeweils agierenden Mannschaft nicht so recht die Balance.
Das erklärt, warum sie dort unten in der Tabelle zu finden sind. Auch wenn sie gegen Mainz gewonnen haben, gut waren sie nicht.
Aber gerade weil Streich seine Mannschaft noch nicht gefunden hat, sind sie schwer auszurechnen.
Weil die Punkte nicht nur für uns, sondern auch für Freiburg sehr wichtig wären, wird es, wie man so schön sagt, ein intensives Spiel werden.

Aber auch wenn Freiburg zu Hause, im Dreisamstadion kickt, da bin ich mir sicher, wird Streich den HSV das Spiel machen lassen.
Von daher würde ich Hunt wieder in die Mitte ziehen und Ito in die Startelf beordern. Das schafft ein Maximum an Durcheinender und eine nichteingespielte Abwehr kann man so am besten knacken.
Am DM würde ich nichts ändern, selbst wenn Ekdal wieder fit sein sollte.
Zudem würde ich mit der Viererkette anfangen, die auch gegen Hoffenheim auf dem Platz stand.

Hoffen wir also, daß die Mannschaft heiß ist, so heiß, daß wir in Freiburg drei Punkte holen. Ich bin zuversichtlich (fb)

 

Lieber Relegationsplatz!

Lieber Relegationsplatz!

Einen „Running Gag“ nannte dich gestern der Sky-Moderator, während der HSV und die TSG Hoffenheim aufliefen. Denn mal wieder warst du von den Rothosen besetzt.

Eine Situation, die dir nicht fremd ist.Wir hatten ja nach dem 34. Spieltag, in den vergangenen drei Jahren, bereits zweimal das Vergnügen.

Und nach den Samstags-Spielen des aktuellen Spieltages war es mal wieder soweit. Mit 10 Punkten stand der HSV auf Platz 16.

Bloß weg hier. Du kennst das.

Gestern nun traf der HSV auf einen angeschlagenen Gegner, der in der Woche zuvor aus der EL gekegelt wurde und aus den letzten sechs BuLi-Spielen nur einen Sieg mitnahm.

Trotzdem steht Julian Nagelsmann mit seiner Mannschaft noch immer auf Platz 7!

Ein Abbild der aktuellen Bundesliga, die zwischen Platz 2 und 7 gerade mal 6 Punkte Unterschied bietet.

Unser Trainer hatte, im Gegensatz zum Spiel gegen Schalke, nicht viel verändert. Außer, dass Wood erstmalig in der Startelf neben Arp startete, Ito auf der Bank saß.

Ambitioniert und mit viel Tempo liefen die Rothosen an.

Nach bereits zwei Minuten waren sie gewarnt. Ein Querpass von Zuber konnte, dem Fußballgott sei Dank, von Demirbay nur knapp am Tor vorbei versenkt werden.

In der 7. Minute lief es, gut für uns, schlecht für unsere Gäste.

Ausgerechnet unser Außenverteidiger Santos ließ Zuber auf links stehen und versuchte, den im Strafraum lauernden Fiete Arp anzuspielen. Dort allerdings sorgte letztendlich Kevin Akpoguma dafür, seine eigene Mannschaft in Rückstand zu bringen.

Toooooor! Egal wie es zustande kam.

Aber in dem Moment waren wir dich, lieber Platz 16, los.

Trotz eines höheren Ballbesitzes von fast 63% gelang den Hoffenheimern in den nächsten 20 Minuten nichts Erwähnenswertes.

Der HSV spielte oft sauber nach vorne, Diekmeier setzte mit mehreren Sprints Akzente (er hatte mit 64 die meisten Aktionen am Ball!) und auch die Manndeckung funktionierte um Klassen besser, als in vielen anderen Spielen. Die Gäste entdeckten dagegen das Fehlpassspiel.

Nur knapp 64% ihrer Pässe gelangten an den eigenen Mann.

Die ansehnlichen Grätschen des Mentalitätsmonsters Papadopoulus waren ein ums andere Mal Stoppschild für gegnerische Bälle. Er nahm auch Sandro Wagner erfolgreich aus dem Spiel. Der wechselwillige Hoffenheimer blieb insgesamt blass.

Auffällig war auf der anderen Seite weiterhin Douglas Santos, der am Ende eine Zweikampfquote von 78% mit in die Kabine nahm.

Santos entwickelt sich klasse. War auf links erneut ein Fels in der Brandung.

Ich schätze mal, damit sind seine Abwanderungsgedanken erstmal auf brasilianisches Eis gelegt.

In der 49. Minute semmelte Wood einen volleygenommenen Ball an den linken Pfosten. In der 63. schenkte er Baumann einen sicheren Ball, indem er ihn, frei vor ihm stehend, direkt in die Arme schoss.

Das hätte jeweils das 2:0 sein können und zeitgleich eine willkommene Erleichterung für den so lange torlosen Amerikaner!

Gleiches gilt für Kostic, der in der 61. einen Steilpass von Sakai aus sechs Metern und extrem spitzem Winkel flach aufs Tor lenkte. Baumann erreichte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen und spitzelte ihn am langen Pfosten vorbei.

Auch Arp versemmelte ein 2:0, als er, von links kommend an Akpoguma vorbei ins Zentrum gelang. Dort verzog er aber leider den Schuss auf das lange Eck. Baumann klärte zum Eckball.

20 Minuten vor dem Ende wachten die Hoffenheimer auf. Gisdol reagierte mit einem defensiven Wechsel. Van Drongelen kam für Hunt.

Noch in der gleichen Minute (75) fiel der Brustlöser für Kostic. Ein tolles Freistoßtor aus 30 Metern. Soooo wichtig für den HSV und soooo wichtig für Kostic selber.

In der 88. Minute durfte sich dann Dennis Diekmeier, wenn es denn auch dieses Mal wieder nicht zu einem Tor gereicht hatte, einen weiteren Scorrerpunkt auf den Deckel schreiben. Per Kopf bedient er Gideon Jung, der aus neun Metern erfolgreich einnetzte.

3:0! Sieg im Volksparkstadion.

Tschüss, Platz 16!

Wichtig wird es sein, am kommenden Freitag (juchuh, endlich mal wieder Eurosport…), gegen den direkten Konkurrenten, Freiburg, nachzulegen! Denn so wie oben, ist es auch unten in der Tabelle äußerst kuschelig. Auf Freiburg trennen uns nur zwei, auf Bremen fünf Punkte. Im Mittelfeld geht es mit nur einem Punkt Unterschied auf Wolfsburg (Gegner am 9.Dezember!) und zwei Punkten auf Mainz, die momentan Platz 13 belegen, nach oben.

Sorry lieber Relegationsplatz. Aber irgendwie habe ich so überhaupt keinen Bock auf dich.

Der Sieg gestern war eine Mannschaftsleistung. Eine souveräne noch dazu. Wir haben tolle Ansätze gesehen, zwei schöne Tore und es standen 11 Kämpfer auf dem Platz die wussten, um was es geht.

Wenn wir diese Leistung stabilisieren können, habe ich keine Angst vor dir.

Ich hoffe wir sehen uns nicht so bald wieder,

deine (mg)

Vorschau #HSVTSG und ein paar Zahlen

Vor der eigentlichen Vorschau noch eine Rückschau: Es geht um die veröffentlichten Zahlen des HSV. Die 13 Mio Verlust haben ja viele schon mitbekommen. Was sagt die Bilanz ansonsten aus und wie ist sie zu bewerten?

Der Verlust kommt wie folgt zustande: Abfindungen für Bruno, für Spahic und im Vorstand für Hilke.
Hilke wird wahrscheinlich nichts bekommen haben, aber dafür Didi bummelige 1,5 Mio.
Und dann sind da noch die Zusatzkosten durch die Winterverpflichtungen. Damit sind wir insgesamt wohl nicht weit von den 13 Mio entfernt.

Fremdkapital von 105 Mio. Das Fremdkapital ist gedeckt (das war nicht immer so beim HSV). Ca 23 Mio ist mit sogenannten Besserungsscheinen verbunden. Der größte Teil davon sind Kredite von Kühne, die nur bei Europacupteilnahmen zurückgezahlt werden müssen.

Der Rest der Zahlen ist schwer zu bewerten, da wir in der Saison die AG mit ihren Töchtern verschmolzen haben, die Zahlen also nicht so ganz zu vergleichen sind.

Im Großen und Ganzen steht und fällt das finanzielle Konstrukt mit dem sportlichen Erfolg. Allein an Mediengeldern (TV, Internet) macht jeder Platz 2,5 Mio aus. Der HSV plant in diesem Jahr mit dem 12. Platz. Eine realistischen Vorgabe, denke ich.

Sollte nichts Unvorherhgesehenes geschehen, wird man im Winter auch keine zusätzlichen Spieler holen, die den Gewinn weiter drücken würden. Offen hat das zwar keiner der Offiziellen so gesagt, aber man hört das immer wieder durch. Ich denke, das ist auch durchaus in Ordnung so.

Kommen wir zur Nachschau des letzten Spiels: Schalke spielt keinen schönen Fußball, aber das sehr konzentriert. Sie machen wenig Fehler und lauern auf die Fehler des Gegners.
Diesen Gefallen hat Gideon Jung ihnen dann auch getan. Konoplyanka hatte sich festgelaufen, macht nen Ausfallschritt zur Seite und Jung rempelt ihn im 16er um. Den Elfer kann man geben, das war tolpatschig.
Geärgert hat mich, daß die Pfeife von Robert Hartmann, im Gegenzug bei einer ähnlichen Situation mit Arp, stumm blieb.

Was in dem Zusammenhang noch erwähnt werden sollte: Ito hatte nicht seinen besten Tag und musste Gelb-Rot-gefährdet nach 35 Minuten runter.
Max fällt nach einem kleinen Schubser von Jung sehr theatralisch und stirbt fast.
Embolo hatte nach seiner Gelben Karte Narrenfreiheit und hätte sich dreimal eine Gelbe Karte einfangen müssen.
Ein grobes Foul gegen Fiete, ein taktisches Foul in voller Geschwindigkeit (Jung bekam gegen Bayern dafür Rot) und ne unheimlich freche Schwalbe. Hartmann wollte ihn nicht vom Feld schicken … auffällig.

Im Großen und Ganzen geht der Sieg von Schalke trotzdem in Ordnung. Was micht nur wundert und viel über die (nicht vorhandene) Qualität der Liga aussagt: Schalke steht mit dem Rumpelfußball auf Platz zwei.

Und nun zum Spiel am Sonntag. Wir müssen wieder mal nachlegen und wir müssen punkten, damit die beiden Mannschaften hinter uns nicht an uns vorbeiziehen können.
Im Gegenzug haben wir keine Chance einen Platz gut zu machen.
Ok, abgerechnet wird am Schluß, aber für die Moral wäre es nicht verkehrt, wenn wir nächsten Freitag vor Freiburg stehen würden, wenn wir im Breisgau spielen.
Ausserdem müssen wir einfach mal Punkte sammeln, so oder so. Verlieren sollten wir also nicht. Somit ist schon ein gewisser Druck da.

Die TSG hat gestern in der EL 3:1 in Braga verloren. Sowohl gestern, als auch gegen Frankfurt haben sie im 3-5-2 gespielt, die Aussen stehen also recht hoch.
Letzte Woche sind sie lange Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen, am Ende konnte man dann noch den Ausgleich erzielen.
Gestern ist man 90 Minuten hinterher gelaufen.
Das geht an die Psyche und strengt auch körperlich an.
Das kann ein Vorteil sein. Wir sollten von Anfang an hellwach sein, denn ein weiterer Rückstand, möglichst früh, würde Hoffenheim zermürben, da bin ich mir sicher. Hoffenheim ist gestern auch aus der EL ausgeschieden, kann im letzten Spiel keinen der beiden ersten Plätze mehr erreichen.
In der aktuellen Buli-Tabelle stehen sie NOCH auf Platz 6, müssen aufpassen, daß von unten keiner kommt und sie überholt. Der „Flow“ der letzten Saison ist weg

Wie wir auflaufen werden, wird wie immer unter Gisdol interessant sein.
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß sogar Holtby in der Startelf steht.
Hunt ist anscheinend angeschlagen, Holtby soll gut trainiert haben und die TSG mag es nicht, wenn sie extrem gepresst werden. Das kann Holtby wie kein anderer aus dem Kader.
Ansonsten erwarte ich vorne Arp und auf den Aussen Kostic und Ito. Ich kann mir auch eine 5erkette mit Dennis, Mavraj, Papa, van Drongelen und Santos vorstellen, davor Jung.
Ekdal wird sehr wahrscheinlich für Sonntag noch nicht fit sein, leider. So oder so, wir müssen über die Emotion kommen, das ist wichtig.
Nur so machen wir die letzten paar Prozent frei, die wir brauchen.
Leider ist das Stadion bei weitem nicht ausverkauft.

Gisdol erwartet Gnabry und Uth in der Startelf, Wagner soll angeschlagen sein.
Er ist eh in ein Formtief gefallen, seit das Gerücht aufkam, daß er im Winter ev zum FCB wechseln wird.
Ich erwarte vorne auch noch Demirbay, der die Spitze in Szene setzen soll und auch den einen oder anderen Distanzschuß anbringen wird, wohlwissend, daß Mathenia die nicht mag.
Wenn man Kerim aber auf den Füßen steht, dann verliert er oft die Lust. Und das ist es, was wir machen müssen: ihnen die Lust am Fußball nehmen, ohne Karten zu ziehen. Engagiert spielen und trotzdem diszipliniert.

Ich denke das wird was. Auf die drei Punkte am Sonntag (fb)

Vorschau S04HSV

Endlich wieder Fußball, nach der Länderspielpause und diesem Aufsichtsratsgedöns, bei dem der HSV wieder mal schlecht aussieht.

Nachdem wir ein gutes Heimspiel mit drei gewonnenen Punkten hinter uns gebracht haben, frage ich mich, und da bin ich nicht alleine, wie dieser Sieg wohl einzuschätzen ist.
Sicher, es ging nicht ohne das nötige Glück.
In der ersten kniffligen Szene nach 3-4 Minuten hätte es schon die Führung für die Gäste geben können. Stattdessen muss in der 13. Minute ein Stuttgarter mit Gelb-Rot vom Platz, dessen zweite Gelbe nicht jeder Schiedsrichter gegeben hätte.
Am 1:0 war dann Ron-Robert Zieler nicht ganz unbeteiligt.

In der zweiten Halbzeit brauchten die Stuttgarter einen Handelfmeter (gut gesehen vom Videoassistenten, auch wenn es gegen uns war), um auszugleichen.
Kurzzeitig drohte das Spiel zu kippen, aber wir haben uns rausgearbeitet, -gekämpft, -gespielt, wie immer man das sehen mag. Als Folge davon haben wir das 2:1(Kostic) und 3:1(Arp) gemacht, beide durch Diekmeier vorbereitet, der zuvor den Elfer für die Gäste verursacht hatte.
Zwischenzeitlich hätte er auch treffen können (müssen?). Dann wäre sein Tag wohl perfekt gewesen.
Bis auf Sakai in der ersten Halbzeit hat die gesamte Mannschaft überzeugen können.
Angefangen bei Mathenia, der mit Ginczeks Chance auch mal einen Unhaltbaren entschärft hat.
Die Flügel scheinen sich inzwischen gut zu ergänzen.
Sowohl das Päarchen Santos/Kostic harmoniert gut, wie auch Diekmeier/Ito.
Hunt dirigiert das Spiel und Arp macht in der Spitze sehr vieles richtig, vom Tor mal abgesehen (Tore sind immer richtig). Er läuft gut, er bewegt sich taktisch gut, er steht immer richtig, weiß genau, wo das Tor steht.
Ihm und Ito zuzuschauen macht Spaß.

Wie werden wir gegen Schalke agieren?
Bis auf die Langzeitverletzten fehlt nur Ekdal. Gisdol hat also die Qual der Wahl. Bobby, der nicht zur Nationalmannschaft war, hat sein Knie geschont, es geht ihm besser. Er ist bereit für den Konkurrenzkampf und hat ihn auch angenommen.
Von daher ist die Frage in erster Linie, wie ist die Form der einzelnen Spieler und wie erwartet man Schalke.

Es fehlen dort auf jeden Fall Bentaleb und auf der Kippe steht Goretzka.
Schalke wird mit einer Fünferkette auflaufen, mit sehr offensiv agierenden Aussen und einem spielstarken Mittelfeld.
Das ist Chance und Gefahr gleichermaßen.
Mit Max auf der 6 hat man einen ballsicheren Verteiler, der aber doch noch gewisse Schwächen im Zweikampf hat. Überlaufen wir die Aussen und behalten den Ball flach im Spiel, dann könnten sich Lücken auftun, die wir nutzen können.
Die Gefahr ist in erster Linie das offensive Mittelfeld mit Kono und dem jungen McKennie.
Der Sturm mit Di Santo und Burgstaller ist nicht berauschend, wenn man ihnen nicht zuviel Platz lässt.
Tedesco gab in der Woche ein Interview, in dem er die Philisophie aufzeigte.
Man möchte weniger den Ball laufen lassen, sondern den Gegner, was immer das auch heißen mag.
Schalke spielt mit ballsicheren Spielern, das erfordert höchste Konzentration von unserer Seite. Aber trotz der ballsicheren Spieler, haben sie Probleme damit, dem Gegner das Spiel aufzudrängen. Man lebt in erster Linie von der individuellen Klasse und davon, daß der Gegner die Geduld verliert.
Schalke muß das Spiel machen.

Spielen wir mit Kostic, Hunt und Ito in der offensiven Mittelfeldreihe, dann kann es zu Problemen führen, wenn Ito und Kostic pressen wollen und Hunt das Timing verpasst.
Pressing ist nur gut, wenn alle mitmachen, am besten, wenn es wie auf Zuruf plötzlich geschieht (Pressingfalle). Das hat schon der alte Happel gelehrt. Viel Arbeit kommt auf das DM bei uns zu. Ekdal fällt aus, Sakai hat gegen Stuttgart geschwächelt … Jung ist wohl gesetzt. Ich bin gespannt, ob Gisdol unseren Käpt’n einsetzt, oder doch lieber draussen lässt.
Eine verlorene Halbzeit kann er sich gegen Schalke nicht wieder ungestraft nehmen. Janjicic wäre erste Alternative. Den Kader schätze ich wie zum Stuttgartspiel ein. Das bedeutet, daß Holtby wieder draussen vor wäre.
Verständlich, Lewis ist ein reiner 10er (noch dazu nicht in Topform), alle anderen sind flexibler einsetzbar, man könnte also individueller reagieren.
Vor 2 Wochen war ich mir nicht sicher, ob Sakai und Walace beide im Kader sind, durch den Ausfall von Ekdal sind sie wohl safe.

Gegen Stuttgart waren wir die bessere spielbestimmende Mannschaft. Wir hatten Passquoten, die recht gut waren, Zweikampfquoten, die recht gut waren. Das brauchen wir gegen Schalke auch, wenn wir gewinnen wollen.
Und wir müssen 90 Minuten konzentriert sein (plus Nachspielzeit).
Schalke hat zwar inzwischen schon 20 Punkte gesammelt, aber so richtig überzeugt haben sie mich nicht.
Da geht was, aber es wird nicht einfach.
Mit einer Leistung wie gegen Berlin oder Mainz holen wir nix. (fb)

WM ohne Holland und Italien … Muahahaha

Ok, das war es auch schon mit der Schadenfreude.
Eine WM sollte ein Tunier mit den besten Mannschaften der Welt sein. Deswegen muß man sich dafür qualifizieren.
Ok, es kommen trotzdem nicht nur die Besten mit, dazu ist das Leistungsgefälle zwischen Europa/Südamerika und dem Rest der Welt zu groß.

Wenn aber Fußballmächte wie zB Italien und Holland nicht bei den großen Tunieren dabei sind, dann ist das, entschuldigt die Wortwahl, scheiße.
Ja, ich freue mich, daß Island wieder dabei ist.
Ich freu mich auch für Länder wie Polen, Serbien und die Schweiz.
Aber ein eh schon langweiliges Tunier verliert noch mehr den Reiz, wenn die Topländer zu Hause bleiben müssen.

Ok, deren Probleme sind hausgemacht, das weiß ich auch, aber trotzdem finde ich es blöd.

Ich hoffe, daß die Topnationen sich endlich mal am Riemen reißen, und sich aus der Krise befreien, damit wir bei den nächsten großen Turnieren wieder auf sie als Gegner treffen.
Wie sagte Hägar der Schreckliche: Viel Feind, viel Ehr. Eine WM gegen Underdogs zu spielen ist also nicht das, was den Reiz ausmacht. Hoffen wir, daß die großen Nationen wieder in die Spur zurückfinden.

Besonders leid tut mir das Ausscheiden Italiens für einen der Größten des Fußballs, für DIE Torwartlegende schlechthin, für Gianluigi Buffon.
Der sportliche Erfolg machte ihn zu einem erfolgreichen Fußballer. Sein untadeliger Charakter als unheimlich fairer Sportsmann, an dem sich die Werners, Draxlers usw ein paar dicke Scheiben abschneiden können, haben ihn zu einem der größten Fußballer, die es je gegeben hat gemacht. Ohne ihn ist der Fußball wieder ein Stück ärmer geworden.

Und das Ganze lässt sich auch auf unsere Bundesliga übertragen. Egal ob HSV, Werder Bremen (jetzt gibts Haue), Köln oder Stuttgart, diese Clubs müssen für eine gute interessante Liga endlich wieder in die Spur kommen.
Die Plastikclubs mögen mehr Geld haben, aber sie sind beliebig. Sie sind austauschbar, sie sind langweilig, selbst wenn sie Fußball wie vom anderen Stern spielen. Sie berühren die Herzen der Fans nicht.

Bei all der Häme, die auch ich äußere (das gehört dazu), wünsche ich mir eine Liga oder auch Nationentuniere mit den Mannschaften, die da einfach hingehören, mit Mannschaften, die man lieben oder hassen kann, mit Mannschaften, die die Herzen der Fans berühren. (fb)

Es langweilt nur noch

Kühne hat sich mal wieder zu Wort gemeldet und ich stelle fest, es regt mich nicht so auf, wie es sollte. Mir scheint, man erwartet schon gar nichts anderes mehr.

Fakt ist, egal was beim HSV passiert, die Verantwortlichen, und dazu zähle ich auch Klaus Michael Kühne, haben ihre Streitigkeiten gefälligst intern zu regeln!
Egal was der Grund für den Weg an die Öffentlichkeit war, der jetzt eingeschlagene Weg ist und bleibt der falsche.
Mit jedem Gang an die Öffentlichkeit wird dem HSV Schaden zugefügt.

Kühne fordert HSVPlus2.0 … wenn ich einem solchen Projekt zustimmen sollte, dann höchstens um zu erreichen, daß Leute wie er endlich mal die Klappe halten.
Mir scheint, er ist sich gar nicht bewusst was er jedesmal anrichtet, wenn er sich an die Medien wendet.
Erst gibt er dem HSV Geld, um ihm zu helfen, dann haut er auf den selben HSV drauf und beschädigt ihn.
Wenn er Probleme im Leben hat, dann soll er zumindest den HSV aussen vor lassen. Eigentlich tut er damit sonst nichts anderes, als sich in die Gruppe von Hunke, Ertel, & Co einzureihen.
Wie sagte jemand neulich so passend(sinngemäß): „All die schlechten Ergebnisse verleiden mir nicht den HSV, aber diese öffentlich geführten Streitigkeiten. Wir haben die letzten Wochen gelitten, weil der HSV ein Spiel nach dem anderen verloren hat. Nun hatten wir mal Grund zur Freude und dann kommt Kühne“.
Ich kann ihn verstehen, obwohl ich, wie oben geschrieben, doch schon etwas mehr abgestumpft bin.
Klaus Michael Kühne kommt mir vor, wie meine Oma. Wenn sie mal einen Schein rüberwachsen ließ, konnte sie ihn nie ganz loslassen, man musste ihr den Schein, der einem hingehalten wurde, gefühlt richtig aus der Hand ziehen. Und ein paar Tage später hieß es dann „Dieses oder jenes kannst du für mich tun, du hast letzte Woche ja auch Geld bekommen“.
So nicht.

Zu Kühnes Forderungen:
Mir scheint, er ist muksch, weil sein Kandidat für den Aufsichtsrat nicht berücksichtigt wird.
Er möchte gerne, daß Gernandt Teil des neuen Aufsichtsrates bleibt. Der Verein, in Person von Jens Meier, ist dagegen.

Kühne steht meiner Ansicht nach ein Platz für einen seiner Vertrauten im AR zu.
Aber das heißt nicht, daß der Verein jedem Vorschlag von ihm zustimmen muß.
Karl Gernandt hat in den letzten drei Jahren gezeigt, daß er für diesen Posten nicht geeignet ist.
„Exzellent gewollt ist nicht exzellent gemacht“, sagte er vor drei Jahren bei seiner Wahl. Er ist exzellent gescheitert.
Also liegt es jetzt an Klaus Michael Kühne, ohne an die Öffentlichkeit zu gehen, für einen wählbaren Ersatzkandidaten zu sorgen.
Und hier empfehle ich keinen zu nehmen, der in einem Abhängigkeitsverhältnis zu Kühne steht.
Es sollte eine Person sein, der er vertraut, die aber eine gewisse Neutralität inne hat.
Für einen direkten Vertrauten, der zB in einer seiner Firmen arbeitet, hat sich Kühne mit seinem Verhalten, meiner Ansicht nach, den Weg verbaut.

In der mopo fiel der Name Bernd Hoffmann. Dieser Mann wäre ein Glücksfall für den HSV.
Wir müssen nicht über seine Defizite im zwischenmenschlichen Bereich reden, aber er würde Sachlichkeit mitbringen, Leistungswillen und nicht zuletzt mehr Kompetenz, als viele andere Kandidaten.
Es wird nicht leicht mit ihm werden. Er ist schwierig. Aber das sind Leute, die etwas verlangen, nunmal oft.
Und der Aufsichtsrat ist kein Ponyhof, sondern dort soll gut und effizient für den HSV gearbeitet werden.
Daß Hoffmanns Herz immer noch für den HSV schlägt, das erkennt man schnell, wenn man ihn auf den Mitgliederversammlungen oder ähnlichen Veranstaltungen trifft.
Er wäre, dadurch daß er in keinem Abhängigkeitsverhältnis zu Kühne steht, auch jemand, der ihm bei Bedarf seine Grenzen aufzeigen könnte.

Hoffen wir also, daß am Ende alles gut wird und wir einen AR bekommen, der besser ist als das, was wir in den letzten Jahren hatten. Oben werden die Weichen für Erfolg gestellt

Hoffen wir, daß das Thema Aufsichtsrat in Zukunft wirklich langweilig wird, weil es dort einfach flutscht und ruhig gearbeitet wird. (fb)

Unsere „kleinen Großen“: Fluch oder Segen?

Zwei Monate ohne Sieg. 7 Punkte aus zehn Spieltagen. Die Medien sägen am Stuhl von Markus Gisdol. Aus dem Verein heraus wird Ruhe suggeriert. Trotz allem wusste man: das Team war gestern zum Siegen verdammt, um dem Trainer eben diesen wackelnden Stuhl zu erhalten.

Sei es nun der Druck von außen oder die von Gisdol angedrohten strengeren Zügel, die Startaufstellung ließ beide Vermutungen zu.

 

So fand sich ein Lewis Holtby plötzlich auf der Tribüne, Bobby Wood auf der Bank wieder, während Jann-Fiete Arp und Tatsuya Ito in der Startelf standen.

Mit viel Feuer großem Willen auf beiden Seiten, wirkte das Spiel von Anfang an oft hektisch und vor allem kräftezehrend. Chancen gab es auf beiden Seiten. Leider fehlte es bei den Hamburgern zunächst erneut an Glück beim Abschluss.

 

Der erste Aufreger des Spiels: die Gelb-Rote Karte für Dženis Burnić. Der hatte erst kurz zuvor Gelb gesehen und legte sich nun mit Hunt an, der stolpert und fiel.  Die Geister scheiden sich noch heute: Foul oder nicht? Kann oder muss?

Ich gebe ehrlich zu, es hätte nicht unbedingt eine Gelbe sein müssen. Aber im Zuge der ausgleichenden Gerechtigkeit, die es ja bekannter Weise in jeder Saison gibt (geben MUSS), hatte ich in dem Moment kein Mitleid mit den Stuttgartern, die ab der 13. Minute in Unterzahl spielen sollten.

Im Übrigen weiß man in Hamburg ja aus leidvoller Erfahrung, dass man sich auch gegen Teams mit einem Mann weniger, nicht sonderlich viel leichter tut.

 

In der 20. Minute gab Zieler den Rothosen Schützenhilfe. Mit dem Knie lenkte er einen (gut) geschossenen Freistoß von Hunt ins eigene Tor.

 

Durch Ito und Arp kam gefühlt die doppelte Kreativität ins Spiel. Der wendige Japaner machte auf seiner rechten Seite mächtig Wirbel und Arp begeisterte mit überlegten Pässen und einigen guten Szenen im Stuttgarter 16er.

Dass Diekmeier, in der 28. Minute das 2:0 auf dem Fuß hatte… der Mantel des Schweigens hüllt die 100prozentige Chance kuschelig ein.

Dafür machte er das Geschenk der Gäste in der 55. Minute wieder wett. Der Videoschiri griff ein, hatte im 16er Hand von Dennis gesehen. Der anschließende Elfmeter brachte das 1:1.

 

Diekmeier die 3.: nach einem Pass von Ito auf Hunt, der, gefühlvoll geschossen zu Diekmeier fand, landete eine Flanke sauber auf Kostic. Der ließ sich nicht lange bitten und köpfte zum 2:1. Jubel im Volkspark und immerhin ein Scorrerpunkt für unseren rekordtorlosen Rechtsaussen..

Auch in der 69. Minute war Diekmeier beteiligt, als zum zweiten Mal in der Bundesliga die Stunde von Jann-Fiete Arp schlug. Er tanzte Pavard und Baumgartl, nach einem Zuspiel von Dennis  aus und schob aus 13 Metern den Ball ins linke Eck.

Sieg für Hamburg, 3 Punkte für Gisdol. Ein Trainerstuhlbein der bereits drei abgesägten, dürfte wieder dran sein.

 

Jann-Fiete Arp, Tatsuya Ito. Hoffnungsträger oder von Gisdol aus der Not heraus geboren? Segen oder Fluch für die beiden, die plötzlich von überall mit Lob überschüttet werden? Brechen sie unter den entstehenden Erwartungen ein oder trumpfen sie auf?

Ich persönlich denke, dass viel am persönlichen Umfeld liegen wird und natürlich am Charakter der zwei Youngsters selber, sich nicht von Beratern bequatschen und vom großen Geld zu früh verführen zu lassen.

Todt und Gisdol setzen dabei auf ein funktionierendes Team, das für Sicherheit und Bodenhaftung sorgen soll.

Wo der Weg hingeht, das weiß sicherlich nur der Fußballgott allein. Denn auch wenn sich „Uns Uwe“ mal wieder sorgt, man könne „seinen Fiete“ verheizen, gibt es für beide Möglichkeiten prominente Beispiele.

 

So debütierte auch ein Julian Draxler, im Januar 2011, mit 17 Jahren, bei Schalke (übrigens gegen den HSV). Er ist heute Kapitän der U21 und spielt, wenn er nicht gerade für Paris Saint-German aufläuft, auch unter Jogi Löw in der Nationalmannschaft.

 

Leroy Sané erhielt im Alter von 19 seinen ersten Profivertrag, bei Schalke, debütierte in der Liga aber bereits 2014 (aufgrund von Verletzungssorgen im Kader, kommt euch das bekannt vor ;-)), gegen, na, gegen wen? Genau, gegen Stuttgart. Heute, das ist bekannt, kickt er erfolgreich bei Manchester City und dürfte, ebenso wie Draxler, wohl zum WM-Aufgebot von Löw, im kommenden Jahr, zählen.

 

Und dann hätten wir da noch Marco Marin, der mit 18 Jahren, im Kader von Mönchengladbach, damals 2. Liga, debütieren durfte. In der Saison 2009/10 zählte er dann bereits zum Stamm der Bremer Weserelf. Von dort zog es ihn, bereits drei Jahre später auf die Insel, wo von Chelsea aus eine wahre Leihodyssee für den in Jugoslawien geborenen Marin begann. Er kennt, mit jetzt 28 Jahren, schon Fußballplätze in halb Europa. Unter anderem kickte er für Florenz, für Anderlecht und Trabzonspor, bevor er bei Oympus Piräus strandete. Nach der WM 2008, im deutschen Nationaltrikot, wurde es auch in der Natio still um den kleinen Flitzer. „Ja, ich könnte mir eine Rückkehr vorstellen und würde sicher vielen Vereinen mit meiner Spielweise helfen können“, so wurde der Linksaußen jüngst in der „Sport Bild“ zitiert.

 

Auch so kann es gehen…

 

Lieber Uwe Seeler. Sorge dich (mal) nicht. Ich habe das Gefühl, Arp, Knöll, Ito, Janjijic und wie unsere „kleinen Großen“ alle heißen, sind bei Markus Gisdol und auch den alten Hasen, rund um Papa Papa in guten Händen. Man merkt ihnen die Freude am Fußball an, man genießt die Sorglosigkeit, mit der sie den Ball verarbeiten, freut sich an ihren Ideen, die sie auf den Platz bringen und darüber, dass ihre Einsätze dafür sorgen, dass einige der Etablierten sich nicht mehr nur auf ihren gut dotierten Verträgen ausruhen können. Vielleicht ist das für sie eine schöne Art des Weckdienstes.

In dem Sinne: weiter so!

Kurz über die 3 Punkte freuen, trainieren, trainieren, trainieren und nach der (doofen) Länderspielpause den Schwung aus dem Stuttgart-Spiel mitnehmen, nach Schalke!

(mg)

Vorschau #HSVVFB

Der Druck wächst
Ob man will oder nicht, ob man der Meinung ist, wir sollen Ruhe behalten oder auch nicht, was sich nicht verleugnen lässt, ist, daß der Druck auf Gisdol und die Vereinsführung wächst. So langsam müssen Ergebnisse her.

Wir sind gut in die Saison gestartet, wir haben die Spiele, in denen man keine Punkte erwartet nicht gepunktet, wir haben allerdings auch dann nicht gepunktet, wenn man hätte punkten müssen. Und das ist unser Problem. Hannover hätte man auch „ohne 4“ schlagen können und müssen, Leverkusen hätte man schlagen können und vor allem die letzten drei Spiele, aus denen wir nur einen von neun möglichen Punkten geholt haben.

Gegen Berlin waren wir nicht gut, aber trotzdem waren wir klar die bessere Mannschaft. Besonders die letzten 20 Minuten, wo Gisdol Hunt, Ito und Arp eingewechselt hat.
Was aufgefallen ist: Wir stehen mit der 5erkette zwar defensiv besser, aber dadurch fehlt uns im Zentrum ein Ideengeber, der die drei Offensiven in Szene setzen kann. Um so ärgerlicher, daß wir schon wieder durch Konzentrationsmängel in Rückstand geraten ist. Sogar zweimal auf die gleiche Art und Weise. Wie schon gegen Mainz und einigen anderen Spielen. Und auch in der Offensive fallen immer wieder Konzentrationsmängel auf. Ein schlampiger Pass, ein Torabschluß, bei dem man merkt, der Spieler ist irgendwie nicht auf den Ball und den Schuss fokussiert.
In den Heimspielen sind die Spieler besser unter Spannung, gegen bessere Gegner sind sie auch besser unter Spannung. Da machen wir die besten Spiele.
Wie bekommen wir die Mannschaft auch gegen Gegner wie Mainz, Hertha und den VfB unter die nötige Spannung? Das ist die Kernfrage, die noch dringlicher ist, als wer gerade stürmt oder mit welcher Formation wir auflaufen.

Kommen wir auf das Herthaspiel zurück. Neben den beiden Standards, bei denen wir gepennt haben ist mir folgendes grundsätzlich aufgefallen: Wir sind mit der Fünferkette gestartet. Defensiv war das ne recht gute Leistung, von den beiden Aussetzern mal abgesehen. Aber dann hatten wir Probleme nach vorne. Hertha hat uns nicht einmal den Gefallen getan, die Ordnung im Spiel aufzugeben.
Dadurch kam ein langweiliges Spiel zustande.
Die einen wollten nicht, die anderen konnten nicht. Nach ca 70 Minuten kamen Ito, Hunt und Arp ins Spiel. Und ich hab die Rehenfolge der Nennungen ganz bewusst gewählt, auch wenn es nicht die zeitliche Abfolge war.
Mit Ito kam ein Spieler, der mit seinen Dribblings, seinen intensiven Läufen, seinen 1zu1-Zweikämpfen ne Menge Unordnung in das Spiel der sonst so auf Ordnung bedachten Berliner gebracht hat.
Mit Hunt kam ein Spieler, der diese Ordnung durch kluge Pässe ausnutzen konnte.
Ito riss die Lücken für Hunts Pässe auf.
Und Arp war dort, wo ein Stürmer sein soll: Am 16er wartete er auf seine Möglichkeiten und darauf, die von Hunt und Ito verursachten Fehler im Herthaner Abwehrverbund zu nutzen.
Einmal klappte das auch hervorragend.
Fiete Arp ist jetzt der Held.
Was viele dabei allerdings übersehen: Bobby musste sich vorher noch oft die Bälle and der Mittellinie abholen. Das erschwert einen Torabschluss für ihn besonders, weil er auf dem Weg zum Tor wertvolle Körner lassen muß.
Für Hahn und Kostic gilt Ähnliches. Die Art zu spielen ist kraftraubend und auch wenn wir kein Konditionsproblem haben, so fehlt den Spielern vorne oft die nötige Ruhe.

Unsere Schwäche ist das Zentrum. Wir haben mit Sakai und Ekdal gespielt, aber uns fehlte die Bindung zum gegnerischen 16er.
Vielleicht wäre es mal wieder angebracht, Walace eine Chance zu geben.
Ok, er hat defensive Probleme, aber er kann den Ball besser nach vorne bringen. Gegen Hertha war die Mannschaft zu defensiv ausbalanciert. Und, nun kommen wir wieder zum eigentlichen Problem: durch Unkonzentriertheit haben wir zwei dumme Tore gefangen.
Als wir offensiver aufgestellt waren, hatte man den Eindruck, die Hintermannschaft stand mehr unter Spannung und spielte konzentrierter. Zumindest war das meine subjektive Wahrnehmung.

Kommen wir zum Spiel am Samstag:
Ich denke, wir werden offensiver aufgestellt sein, als gegen Hertha. Viele erwarten Fiete und Ito von Beginn, ich bin mir da nicht so sicher.
Das Spiel wird von unserer Seite sicherlich intensiver geführt werden. Leider müssen wir noch einmal auf Jung verzichten, Danke Marco Fritz!
Bei Stuttgart fehlen in erster Linie Badstuber und der Gefangene von Ascobar (oder so ähnlich, der argentinische Treter, äh, 6er ist gemeint). Beide sind Verluste für die Stuttgarter.
Ich vermute, Aogo wird auf die 6 rücken und ein gutes Spiel machen. Leider ist Ginczek auch ausnahmsweise mal fit. Der hat eine brutale Qualität, wenn er nicht gerade verletzt ist. Aufpassen müssen wir auf Akolo und auch Terodde, der wohl später eingewechselt wird. Der trifft wieder. Diese drei Spieler dürfen keine Freiheiten bekommen. Dann ist das Spiel schon fast gewonnen.

Hoffen wir auf ein konzentriertes Spiel und damit dann auch drei Punkte (fb)

ps: Der Trainer, das merkt man genau, erreicht die Mannschaft noch vollkommen. Wir spielen taktisch das, was er will, wir lassen uns nicht hängen usw. Es fehlen sämtliche Zeichen, daß das Verhältnis nicht stimmen würde. Auch wenn die Ergebnisse fehlen, bin ich überzeugt, wir kommen mit Gisdol aus dem Keller raus