Vorschau #KOEHSV

Moin
Nachdem wir das Heimspiel gegen Augsburg gewinnen konnten und seit sieben Jahren das erste mal ein Auftaktspiel für uns entscheiden konnten, ist die Stimmung im Verein relativ gut. So schnell geht das.
Und das obwohl wir im Spiel nicht besonders glänzen konnten und darüber hinaus auch noch unseren besten Spieler für lange Zeit verloren haben. Nicolai Müller fällt wegen Kreuzbandriss im Knie ein gutes halbes Jahr aus. Er ist gestern in Köln operiert worden, die Op ist gut verlaufen, es ist im Moment alles im grünen Bereich. Auch von hier aus nochmal gute Besserung!

Jens Todt hat noch einiges zu tun, das Transferfenster ist noch ne knappe Woche geöffnet und wir haben noch einige Baustellen.
Auf jeden Fall muß noch was auf LV passieren. Auch wenn Rick van Drongelen seine Aufgabe in der letzten Woche gut gelöst hat, so ist er in der Innenverteidigung eingeplant und nicht auf LV. Der planmäßige linke Verteidiger, Douglas Santos, trainiert laut Gisdol gut, aber ist im Kopf nicht frei genug, um sich voll auf den HSV zu konzentrieren, Schaun mer mal, ob er das morgen kann, oder ob er in Hamburg bleiben muß. Denn Jens Todt wird noch keinen Ersatz für den abwanderungswilligen Santos präsentieren können.
Das Ganze zieht sich arg in die Länge. Favorit ist immer noch Konstantinos Stafylidis von Augsburg. Der HSV will den Spieler, der Spieler will zum HSV, nur fehlt es an der Einigung mit dem FCA. Stafylidis ist ein Spieler, der mit viel Herzblut spielt und dadurch bei den Fans sicherlich beliebt sein wird. Schwerpunkt für ihn wird aber wohl eher die Defensive sein. Er soll wohl Kostic den Rücken freihalten. Ausserdem ist er ein sehr guter Standardschütze.
Es wurden auch Ersatzkandidaten in den Medien diskutiert. Der Nürnberger Leibold spielt wohl nicht mehr die große Rolle, Mads Pederson aus von Nordsjaelland wurde genannt und besonders intensiv wurde Diego Contento aus Bordeaux diskutiert.
Der Spieler ist vielen bekannt, stammt er doch aus der Bayernschule. Und hier scheiden sich wieder die Geister in der Bewertung. Einige sind der Ansicht, der hat bei Bayern gespielt, das muß ein Guter sein.
Ich sehe es eher anders, ich empfinde seine Leistung in Frankreich eher dürftig. Und die kolportierte Ablöse von 5 Mio ist er absolut nicht wert. Aber an dem Namen soll laut Abendblatt eh nichts dran sein, hoffen wir es.
Auf jeden Fall sollte auf der Position noch dringend was passieren. Ich bin der Ansicht, selbst wenn Santos bleibt brauchen wir noch eine Alternative.

Und dann läuft natürlich die heiße Diskussion um den Ersatz für Nicolai Müller.
Erstmal muß man sich natürlich die Frage stellen, brauchen wir überhaupt einen externen Ersatz? Oder reicht es aus, wenn unsere zweite Garde in die Bresche springt? Ich muß zugeben, ich bin mir da selber nicht so sicher. Ich tendiere zu der Ansicht, daß man den Markt sondieren sollte und wenn jemand dabei ist, der passt und bezahlbar ist, dann kann man noch nen Deal machen, ansonsten lässt man lieber die Finger davon.
Die Beraterszene wittert auf jeden Fall Morgenluft und Jens Todt bekommt einen Spieler nach dem anderen angeboten.
Diskutiert werden hier im Moment in der Öffentlichkeit 2 Namen: Maxime Lestienne und Jairo Samperio. Lestienne (25) galt als großes belgisches Talent, ist dann dem Ruf des Geldes in die Wüste gefolgt, von dort wurde er mehrere Jahre nur verliehen und dann an Rubin Kazan verkauft.
Die haben anscheinend Ärger mit dem Financial Fairplay und wollen sich wohl in erster Linie deshalb von ihm trennen. Das ganze Hin und Her hat seinen Wert sinken lassen. Ob er wieder zu alter Stärke kommen würde, wenn er mal zur Ruhe kommt? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall sollten wir ihm meiner Ansicht nach nur einen leistungsbezogenen Vertrag anbieten.
Jairo Samperio kennen die meisten wohl von Mainz. Er steht bei vielen Fans hoch im Kurs, aber auch hier hab ich Zweifel. Und was mir sauer aufstößt: er war sich mit Hannover 96 bereits einig, 96 war sich mit Mainz einig, der Transfer scheiterte, weil der Berater rumzickt. Sowas sehe ich gar nicht gerne. Wer Ärger macht, bevor er herkommt, der wird auch weiterhin Ärger machen.

Kommen wir zum Spiel: Bei Köln hat sich vor allem eines getan: Modeste, deren Haupttorschütze, hat den Verein verlassen und wurde durch Jhon Cordoba aus Mainz ersetzt. Auch ein reiner Mittelstürmer, nicht ganz so geschmeidig, wie Modeste, und vor allem schießt er nicht so viele Tore.
Ich hatte erwartet, daß man deshalb die Taktik etwas ändert, weg vom Spiel für den einen Mittelstürmer hin zu mehr Vielfalt. Aber in Gladbach hat man wieder so gespielt, wie im letzten Jahr. Cordoba hat 9 Torschüsse zu verzeichnen, aber es war kein guter dabei und insofern auch erst recht kein Tor.
Das Spiel ist ausrechenbar. Ich frage mich, ob Stöger das nicht auch genauso sieht. Ich denke schon, Aber die Mannschaft muß halt erst noch lernen, daß Modeste nicht mehr da ist.

Köln hat das Auftaktspiel verloren und Köln spielt zuhause. Das bedeutet, sie stehen unter Druck, liefern zu müssen. Das Publikum, das über Jahre hinweg recht ruhig und zufrieden war, ist verwöhnter geworden. Köln muß also das Spiel machen. Und das ist etwas, was uns liegt.
Also abgesehen von unserer nicht ganz so optimalen Leistung der letzten Spiele ist der FC auch noch nicht im Spiel, es könnte also durchaus was gehen.
Wir sollten allerdings Standards vermeiden und das defensive Mittelfeld früh angreifen, damit Hector und Lehmann nicht das Spiel gezielt aufbauen können. Damit wäre uns schon viel geholfen.
Und dann versuchen den Ball zu ergattern, schnell umschalten und auch mal gefährlich abschließen.

Köln ist Favorit, Köln steht unter Druck, wir haben unsere eigenen Schwächen, das Spiel kann so oder so ausgehen. Ich tippe auf ein Unentschieden, 0:0 oder 1:1 (fb)

ps: Funfact: Bei Anpfiff sind wir in der Blitztabelle Tabellenerster. Holen wir einen Punkt, dann übernachten wir sogar als Tabellenerster. Das sollte für die Spieler doch noch nen Extraschub an Motivation bringen, oder?

Kühne, Kohle, Klappe halten…

…und ein Tor mit Folgen

Es war klar, dass Sky mit der Ausstrahlung des Interviews, mit Klaus-Michael Kühne, eine knappe Stunde vor dem Anpfiff des ersten BuLi-Spiels der Saison, hohe Wellen in der Fussballszene der Hansestadt auslösen würde. Schon Tage zuvor kamen häppchenweise Ausschnitte und Aussagen, die zumindest alle HSV-Hater wohl lechzend nach Härterem zurück ließ. Von „Luschen, die immer nur in Hamburg hängenbleiben“ und Lasogga als Flop des Jahrhunderts war da zu lesen und hören.

Was dann unter der Sonne von Mallorca gesagt wurde, hätte schlimmer sein können. Kühne, glühender HSV-Fan, erwartet schnellere Entscheidungen und kritisiert die sportliche Leitung, bei Kauf und Verkauf nicht kreativ genug zu sein. Na, wie denn, mag sich der ein oder andere fragen, wenn selbst der größte Gönner des Vereins einige Spieler als Luschen bezeichnet? Wie und vor allem für WIE viel sollte man die dann WOHIN noch verkauft bekommen?

Heribert Bruchhagen, seines Zeichens Vorstandschef und heute zu Gast im Doppelpass hatte eine Erklärung, zumindest für Kühnes Ungeduld.
So sei Kühne in seiner Firma der Alleinentscheider und seine Anordnungen würden anschließend meist sehr schnell zu erkennbaren Verbesserungen führen.
Das, so Bruchhagen, sei im Fußball eben anders. Und Kühne habe sich, sowohl für die Luschen als auch den Flop-Ausrutscher, in einem persönlichen Gespräch bereits entschuldigt.
Soweit, so gut.
Was mir allerdings aufgestoßen ist, ist die Aussage des Mäzens, er habe von den Verantwortlichen zunächst die Vertragsverlängerung von Bobby Wood erwartet, bevor Geld für die Verpflichtung für Hahn floss.
Das nenne ich mal, sollte es so gewesen sein, sehr wohl eine Einmischung ins operative Geschäft, die alle Beteiligten so vehement abstreiten.

Was bleibt ist die Erkenntnis, es geht momentan nicht mehr ohne den Wahlspanier, beim HSV. Wofür allerdings Bruchhagen am wenigsten kann.
Wie Armin Veh, durchaus auch vertraut mit dem Verhandlungspartner, ebenfalls im DoPa betonte: die Fehler wurden insbesondere in den vergangenen Jahren gemacht. Und so schnell käme man nun aus dem entstandenen Negativ-Kreisel auch nicht wieder raus.

Klar wird jetzt so manch einer sagen, wer die Musik bestellt, der sagt auch, was gespielt wird. Allerdings bin ich mir sicher, dass Kühne, hinsichtlich seines eigenen Unternehmens, nie so in der Öffentlichkeit rumpoltern würde, wie er es gegenüber dem HSV tut. Vielleicht stellt man ihm ganz einfach mal einen Medienberater zur Seite…

Wie dem auch sei. Das Thema wird uns nicht zum letzten Mal beschäftigt haben. Da bin ich mir sicher.

Ach ja, und gespielt hat man gestern ja auch noch.

Auftakt gegen Augsburg. Oder wie Sky es ausdrückte: zwei Pokaldeppen gegeneinander.
Beiden war bereits in den ersten Minuten anzumerken, dass man etwas wieder gutzumachen hatte.
Markus Gisdol stellte auf vier Positionen um. Nach seiner Ankündigung, das 3:1 in Osnabrück würde Konsequenzen haben, schickte auch Kapitän Sakai auf die Bank. Santos stand nicht mal mit im Kader.
Der HSV begann ambitioniert und scheute keinen Zweikampf.
Bereits in der 8. Minute klingelte es im Augsburger Tor. Müller netzte von links, nach Pass von Walace, in die kurze Ecke, wo Torwart Hitz sich den Ball, bei seinem Abwehrversuch, letztendlich noch selber endgültig hinter die Torlinie drückte.

Riesenjubel im Stadion und auch bei Müller, der allen jedoch Sekunden später sprichwörtlich im Hals steckenblieb. Denn beim Pirouettendrehen verdrehte sich Nikolai das rechte Knie und dabei riss das vordere Kreuzband. Das tat schon beim Zugucken weh!
Die Diagnose: mindestens sechs Monate Pause.
Ein teuer erkaufter Sieg…
Aber ein wichtiger und letztendlich auch etwas glücklich. Denn nach der Auswechslung von Müller, gegen Hunt, schalteten alle Hamburger gefühlt einen Gang zurück, während die Augsburger aufdrehten. Jung hätte sich zudem über einen Elfmeter, in der 44. Minute nicht beschweren dürfen. Schiri Siebert gab ihn nicht. Vielleicht wegen der deutlichen Schwalbe, die Gregoritsch in der 28. Minute kunstvoll drehte.
Über die brauchen wir nicht lange diskutieren. Da hat sich wohl jemand an die vergangene Saison erinnert, wo solch eine Szene gegen Hamburg, das ein oder andere Mal einen Elfer nach sich zog. Ansonsten blieb der Neuaugsburger übrigens sehr blass.
Fazit: ein wichtiger Sieg zum Saisonbeginn, mit einer ausbaufähigen Mannschaft, die besonders beim Zielwasser mal die Marke wechseln sollte!

Spannend wird die Frage sein, wie Gisdol den Ausfall von Müller kompensieren wird. Viele würden gerne Jatta sehen. Mir geht es ebenso. Und für den jungen Gambier würde das eine enorme Weiterentwicklungs-Chance bedeuten.
Aber nur Gisdol weiß, ob man ihm, mit seinen 18 Jahren und seiner persönlichen Geschichte bereits eine so große Verantwortung aufbürden kann. Ein BackUp ist er auf jeden Fall.
Nun gilt es, in der kommenden Woche gegen Köln nachzulegen. Am besten wieder mit einem Dreier und vielleicht mit noch ein bisschen mehr Konstanz, in allen Mannschaftsteilen.
(mg)

Vorschau HSV-FCA

Moin. Ich werde versuchen, zu jedem Spiel dieser Saison ne kurze Vorschau zu schreiben. Ob ich es durchhalte … wir werden es sehen.

Vorweg, was hat die Woche gebracht? Das Spiel gegen Osnabrück wurde wegen einer schlechten Leistung unserer Jungs verloren. Die Stimmung war dementsprechend mies … zurecht.

In der PK zum Spieltag hat Markus Gisdol sich gewünscht, man möge in Hamburg nicht immer alles so mies sehen. Ja, das wünsche ich mir auch. Aber es liegt an der Mannschaft, das zu ändern. Die Mannschaft spielt seit Jahren nicht das, was man von ihr erwarten könnte. Und immer, wenn die Stimmung steigt, dann kann man sich gewiss sein, die Mannschaft fährt ein paar % mit der Leistung runter, bis wieder „Holland in Not“ ist. Das Vertrauen in die Mannschaft, in die Verantwortlichen ist auf einen sehr geringen Wert gesunken. Es liegt an den Leistungen der Mannschaft, dieses Vertrauen wieder aufzubauen.

Vertrauen: Dieses scheint Kühne ja anscheinend nicht in die Verantwortlichen zu haben. Ok, kann man nachvollziehen, es gibt Gründe dafür. Es gibt allerdings auch Gründe dafür, den Verantwortlichen zu vertrauen. Aber wenn der große Investor vor einem der wichtigsten Spiele der Saison (der Saisonstart ist sehr sehr sehr wichtig!) ein Interview gibt und dort solche Dinge äussert, dann habe ich sämtliches Vertrauen in ihn verloren. Er hat gerade diese Woche mit dem Arsch all das umgerissen, was er mit seinen Millionen aufbauen will. Der Schaden für den HSV ist wieder einmal groß.
Und wenn ich schon dabei bin, auch Jarchow und Rieckhoff sollen ihre Klappe halten. Beide haben sich nicht mit Ruhm bekleckert, aber kluge Sprüche klopfen, passt nicht!

So, aber nun zum Spiel: Zu diesem Zeitpunkt stehen weder Aufstellung, noch Kader fest, aber die Hamburger Medien berichten alle unisono, daß Santos nicht im Kader ist, weil er zu Eindhoven wechseln wird. Toll, Stafylidis, der ihn ersetzen soll, ist aber noch Spieler des FCA. Wir gehen also ohne etatmäßigen LV ins Spiel. Schaun mer mal, wie Gisdol das lösen will. Ich bin eh gespannt auf die Aufstellung. Das Spiel letzte Woche müsste eigentlich Konsequenzen nach sich ziehen.

Das Spiel ähnelt von den Vorzeichen her dem Spiel gegen den FCA in der Rückrunde. Beide mit großen Problemen, beide könnten jetzt den Befreiungsschlag führen. Wir wissen alle, wie es letztes mal geendet ist … 0:4 aus Sicht des HSV. Hoffen wir also, daß es den Spielern eine Lehre ist und sie anders auftreten. Von Vorteil ist dabei, daß wir Zuhause spielen.
Augsburg wird sich wahrscheinlich wie Osnabrück hinten reinstellen und versuchen vorne durch Konter, oder aber auch durch lange hohe Bälle, Nadelstiche zu setzen. Wohlwissend, daß wir genau das nicht mögen. Bobadilla ist zu Gladbach gewechselt, Ji, Caiubi und (wie überraschend) Kacar sind verletzt. Ausserdem hat man im Vergleich zur letzten Saison Kohr, Verhaegh und Altintop verloren. Stafylidis wird aufgrund des bevorstehenden Wechsels nach Hamburg nicht spielen. Ersetzt werden diese Spieler wohl durch Khedira, Heller, Gregoritsch und vorne in der Spitze wird wohl Finnbogason auf Torejagdt gehen. Finnbogason und Heller sind schnell und könnten bei der erwarteten Taktik gefährlich werden, ausserdem wird Gregerl hochmotiviert sein und vor allem bei den Standards Gefahr bringen.

Bringen beide Mannschaft ein vernünftiges Engagement auf den Platz, halte ich unsere Mannschaft für die bessere. Allerdings kommt es mal wieder darauf an, wer mehr gewinnen will. Morgen sind wir schlauer (fb)

Ich habe da meine eigene Meinung

Ich bin immer noch angepisst, ob der Leistung unserer Spieler im Pokalspiel.
Ok, Osnabrück ist eingespielt, schließlich haben sie schon 4 Ligaspiele hinter sich, sie haben sich gezielt verstärkt und vor allem haben sie sich vorgenommen, das Unmögliche zu schaffen und sich im Pokal das Selbstvertrauen für die Liga zu holen.

Daß der Drittligist gegen den Erstligisten nicht offen aufspielt, das war zu erwarten, erst recht, weil der Gegner HSV heißt, der bekanntermaßen mit Ballbesitz nicht so scheusslich viel anfangen kann.
Die rote Karte war somit im Grunde das Beste, was den Osnabrückern passieren konnte.
Man hat sich noch mehr eingeigelt, man hat das Ereignis dazu genutzt, sich zu pushen und das Publikum hat nochmal eine Schippe an Emotionen draufgelegt.

Und was machen wir? Der gegnerische Drittligist ist nur noch zu Zehnt, das Ding schaukeln wir nach Hause … so die Einstellung unserer Spieler.
Und das kotzt mich an!
Anstatt, daß man sich sagt: „Jau, der Gegner ist nur noch zu Zehnt, jetzt legen wir ne Schippe drauf und versuchen uns an der Operation Kantersieg. Die hauen wir jetzt weg“…
Vollkommen emotionslos. Die Abwehr pennt, vorne agiert man auch oft nur halbherzig … das sah aus wie Dienst nach Vorschrift.

Ok, man muß jetzt wegen der Liga noch keine Panik schieben, aber mit der Einstellung wird das nichts, darüber sollten wir uns alle im Klaren sein. „Das ist ja nur Augsburg und die haben auch gegen nen Drittligisten verloren“.
Dieses Augsburg stand im Frühjahr ähnlich wie wir mit dem Rücken zur Wand und hat uns aufgrund der eindeutig besseren Einstellung mit 4:0 aus dem Stadion gefegt.
In diesem Spiel hätten wir alles klar machen können und haben drauf verzichtet. Wir waren nicht gallig genug, wir wollten die Sieg nicht unbedingt.
Und genau die gleiche Situation steht uns jetzt auch wieder bevor: Augsburger, die heiß sein werden, um den Saisonstart nicht vollends zu vergeigen, gegen den HSV.

Aber gegen welchen HSV? Gegen den engagierten, der sich in die Partie reinbeißt, in der Papa hinten alles abräumt und Mavraj mit konzentriertem Spiel alles daran setzt, daß die Bälle erst gar nicht so weit kommen?
Mit Offensivspielern, die dem gegnerischen Torhütern mal so richtig einheizen?
Oder sehen wir den Papa mit 0% gewonnen Zweikämpfen (wie in Osnabrück), den Mavraj, der dem Aussen zusieht, wie er den Stürmer, der hinter ihm steht in aller Seelenruhe anspielen kann, der neben dem Gegenspieler hertrabt?

Nun wird ja von den Journalisten als Schuldiger Jens Todt ausgemacht, der mit seiner Personalpolitik dafür gesorgt haben soll, daß auf dem Platz viele Spieler standen, die im Grunde weg wollten oder auch weg sollten.
Sorry, aber das ist Mumpitz! Die schlechtesten Spieler waren Jung, der zwar engagiert war, aber dem nicht all zu viel gelang, Papa und Mavraj.
Keiner dieser drei Spieler stand auch nur ansatzweise zur Disposition.
Müller sei lustlos gewesen, weil er sich vor dem 2:0 hat tunneln lassen.
Quatsch, er als Stürmer war immerhin in der Lage sich tunneln zu lassen, während die gesamte Defensive zu weit weg war, um eingreifen zu können.

So oder so, unser Spiel ist darauf angelegt, daß wir engagierter spielen, als der Gegner.
Die Mentalität der Mannschaft ist allerdings so, daß wir nur engagiert spielen, wenn wir mit dem Rücken zur Wand stehen.
Und das prangere ich eindeutig an.
Gisdol beschwert sich, in Hamburg würde man alles so negativ sehen.
Ja was denn? Unsere Erfahrungen sind nunmal sehr negativ und es ist an der Mannschaft, mal zu zeigen, daß man ihr vertrauen kann. Dieses Vertrauen, ist wieder einmal enttäuscht worden. Woher soll das Vertrauen in die Mannschaft denn kommen?

Unsere Personalpolitik war in diesem Sommer sehr davon geprägt, daß wir auf Spieler mit Mentalität geachtet haben.
Stand jetzt vergebens. Und das verstehe ich nicht. Wie kann es sein, daß Mentalitätsmonster wie Papdoupolos so lustlos agieren?
Wir als Fans tun alles dafür, daß die Mannschaft angefeuert wird. Darüber brauchen wir uns am Sonntag auch nicht beschweren.
Unsere Fans waren da, unsere Fans haben die Mannschaft so gut es ging unterstützt. Und auch am Samstag wird die Unterstützung wieder da sein. Woran liegt es, daß die Mannschaft immer wieder in den entscheidenen Momenten nicht hochmotiviert auftritt, sondern eher ihr normales Programm abspult?

Es ist egal, mit welcher Aufstellung wir am Samstag spielen. Eine Chance haben wir nur, wenn wir ein Volldampfspiel hinlegen. Ich bin mir da noch nicht so sicher. Augsburg dagegen wird Volldampf machen, da bin ich mir sicher. (fb)

Untergang oder Warnschuß?

Aus! Aus im Pokal, in der 1. Runde. Nichts Neues für Fans und Mannschaft des HSV. Schlimm ist nur, WIE man sich den in der Unterzahl spielenden Osnabrückern ergeben hat.

 

Die ersten 20 Minuten sahen wirklich nicht schlecht aus. Statt den Ball ständig vom Torwart in Richtung Sturmspitze zu dreschen und damit das Mittelfeld zu überspielen, kamen sichtlich geübte Passkombinationen zum Einsatz und das ein oder andere Schmankerl machte Hoffnung auf mehr. Sowohl der VFL Osnabrück als auch der HSV schenkte sich nichts. Heiße Zweikämpfe brachten bereits nach fünf und sieben Minuten die ersten Gelben Pappen. Jeweils eine auf jeder Seite. Hinten standen beide Mannschaften kompakt.

In der 19. Minute dann senst Appiah Wood kurz vor dem Strafraum um. Konsequente Entscheidung von Schiri Aytekin (der mir im Übrigen gestern gut gefallen hat!), Rote Karte. Die Rothosen 70 Minuten in der Überzahl.

Einige HSV – Fans lehnten sich bequem in ihren Sitzen zurück. Da konnte ja jetzt eigentlich nichts mehr schief gehen…

Denkste!

Für mich persönlich besonders bedenklich das Statement von Markus Gisdol, zum Platzverweis des Osnabrückers. Sinngemäß erklärte er, der HSV hätte anschließend wohl gemeint, einen Gang runterschalten zu können und nur noch mit 50% in die Zweikämpfe gehen zu müssen.

Eine längst bekannte und ebenso gefährliche Erkenntnis, haben die Hamburger doch genau aus diesem Grund in den letzten Spielzeiten schon den ein oder anderen Punkt liegengelassen.

Der besorgte Zuschauer fragt sich inzwischen, ob der vielbeschworene Teamgeist und die ebenso oft betonte Lust auf den Saisonstart wohl in der Kabine geblieben sind.

 

Die Osnabrücker reagierten und stellten voll auf Defensive. Der HSV rannte wie ein bockiges Kind immer und immer wieder auf das gegnerische Tor. Allerdings ohne dabei besonders große Gefahr auszuüben. Ein ums andere Mal scheiterten sie am Bollwerk des VFL und an dessen gutem Torwart. Der hohe Ballbesitz resultierte letztendlich aus viel Geschiebe rund um den gegnerischen 16er, ohne dem Kasten wirklich näher zu kommen. Das sah irgendwie hilflos aus!

 

Es kam, was kommen musste. Wer vorne nicht trifft, kassiert hinten Tore.

In der 39. Minute ging der „Kleine“ gegen den „Großen“ in Führung. Unsere Abwehr schlief den Schlaf der Gerechten. Denn während sich alle auf Sangaré konzentrierten, schob der quer und der völlig freistehende Savran musste nur noch den Fuß hinhalten.

 

André Hahn versuchte kurz darauf einen Lupfer. Die Betonung liegt auf versuchte. DAS hätte der Ausgleich sein müssen! Die Führung hatte anschließend Nikolai Müller auf dem Fuß. Nach seinem Schuss suchen die Osnabrücker den Ball wohl immer noch auf dem Stadiondach…

 

Das Spiel der Hanseaten in der  2. Halbzeit beschreibt der Liveticker der Osnabrücker Zeitung eigentlich mit einem Satz ganz gut:

„Das Spiel wird wahrscheinlich weiter nur in eine Richtung laufen, zumindest deutet der HSV es an. So lange keine Gefahr entsteht, alles gut!“

 

Wer jetzt drauf gehofft hatte, dass dem Drittligisten irgendwann die Puste ausgeht, der sah sich getäuscht. Sie standen in der Abwehr mit Mann und Maus und mussten eigentlich nur noch auf einen Fehler des HSV warten.

Und der kam dann in Minute 62. Nachdem auf der linken Seite die komplette Hamburger Abwehr ausgespielt war, stand Heider in der Mitte richtig, um den Ball zum 2:0 ins Netz zu drücken.

Eine Frage bleibt hier offen: warum war es gerade Nikolai Müller, der dem Torschützen noch am nächsten stand?

Zehn Minuten später jubelte einer, der nicht so wirklich jubeln wollte. Ahmet Arslan, einst selber HSVer versetzte seinem ehemaligen Arbeitgeber den Todesstoß. Und wieder ging es über die Flügel in die Mitte, wo sich Sakai selber außer Gefecht setzte und sonst niemand zu sehen war.

 

Der Elfmeter, in der 75. Minute, den Wood sicher verwandelte, mutierte nur zu einer Schönheitskorrektur des blamablen Ergebnisses. Es blieb beim 3:1, auch wenn der HSV in den letzten zehn Minuten nochmal aufdrehte. Doch das laue Sturmüftchen war viel zu harmlos und ein-, zweimal kam auch noch Pech dazu.

 

Kompliment an die Osnabrücker. Ihr habt den Sieg mehr gewollt.

Was bleibt als Fazit für den HSV?

Wer dachte, dass die Abwehr endlich sicherer steht, sah sich gestern getäuscht. Wer dachte, die Sturmflaute sei vorüber, der sah sich gestern getäuscht. Wer dachte, die Mannschaft sei gefestigter, der sah sich gestern getäuscht.

 

Klar ist die Zeit für einen Abgesang noch viel zu früh. Allerdings sollten Mannschaft, Trainer und Sportchef gewarnt sein.

Wie sagte Gisdol so schön: „Wir sind auf dem Boden der Tatsachen zurück.“ Der Zuschauer bleibt mit der Frage zurück: was hat ihn darauf gebracht, dort jemals weggekommen zu sein?

 

Ach, eins noch: dass auch der FC Augsburg gestern, gegen Magdeburg rausgekegelt wurde sollte uns nicht wirklich ein Trost sein.

Denn können wir wirklich am kommenden Wochenende die 3 Punkt in Hamburg behalten: nach Augsburg kommen noch 16 andere Gegner. Und die, die bisher ihren Pokalfight hinter sich brachten, haben alle gewonnen…

 

Zurück bleiben die Fans. Einige mit einem Fragezeichen im Gesicht, andere mit Ausrufezeichen. Und dann gibt es noch die, die meinen, sich langsam an solche Vorstellungen zu gewöhnen. Tun sie es wirklich? Ich glaube nicht. Es ist einfach nur noch traurig und macht irgendwie müde.

 

Last but not least sind jetzt wirklich der Worte genug. Wir wollen von niemandem im Vorfeld des nächsten Spieles sowas hören, wie man sei heiß auf das Spiel, oder dass die Mannschaft ein anderes Gesicht und Reaktion zeigen wird. Diese Phrasen kennen wir alle zur Genüge. Ich für meinen Teil möchte die Reaktion nicht aus dem Mund von Spielern, Trainer oder Spodi hören, sondern sie auf dem Rasen sehen! Die Frage bleibt, ob sie es wirklich besser können…

(mg)

 

Saisonvorschau, Teil 2. Neues Jahr – neues Glück

Endlich geht es wieder los. Nachdem wir uns im Mai darüber gefreut haben, daß die letzte Saison endlich vorbei ist, so kribbelt es jetzt wieder. Traditionell beginnt die Saison mit dem DFB-Pokal. Unser Gegner ist in diesem Jahr der VfL Osnabrück.

Aber zunächst zu dem, was bei uns geschah. Nachdem wir uns von Adler, Gregoritsch, Ostrzolek, Djourou und Bahoui getrennt haben, sind als Zugänge Julian Pollersbeck fürs Tor, André Hahn als Ersatz für Gregoritsch, Bjarne Thoelke und Rick van Drongelen für die Innenverteidigung geholt worden. Dazu kommt Rückkehrer Schipplock und Papadoupolos wurde nach der Leihe fest verpflichtet.

Julian Pollersbeck ist ein junger sehr talentierter Keeper. Er stammt aus der berühmt berüchtigten Gerry-Ehrmann-Schule, aus der schon viele namhafte Torhüter stammen. Nennen möchte ich nur Weidenfeller, Wiese, Trapp. Er ist frischgebackener U21-Europameister. Auch wenn Mathenia noch die Nase vorne hat, so denke ich, wird Polle ne gute Karriere hinlegen und über kurz oder lang unser Stammtorhüter werden. Noch macht er den einen oder anderen Fehler, aber er steckt diese gut weg und arbeitet anschließend dran, daß sie sich nicht wiederholen.
André Hahn ist ein Spieler für die drei vordersten Positionen und hat die Spielweise von Gisdol quasi im Blut. Anlaufen, Ball gewinnen, schnell umschalten und mit Geschwindigkeit Richtung Tor. Gregerl ist auch ein guter Spieler, passt aber nicht so zu unserer Spielweise. Von daher finde ich den Tausch gut, wohlwissend, daß Gregerl in Augsburg wahrscheinlich desöfteren das Tor treffen wird.
Bjarne Thoelke kam ablösefrei für ein Jahr als IV Nummer vier zu uns. Erreicht er eine gewisse Anzahl von Spielen, wird sein Vertrag automatisch verlängert. Dafür, daß er IV4 ist, hat er in den Testspielen eine gute Leistung gezeigt. Leider ist er im Moment verletzt. Ein Innenbandriss im Knie, er wird wahrscheinlich Mitte-Ende September wieder fit sein. Als zweiter Neuzugang auf der Position der Innenverteidigung wurde der 18jährige Rick van Drongelen geholt. Ruhig, abgeklärt und schon recht weit für sein Alter. Er war bei Sparta Rotterdam Stammspieler in der ersten holländischen Liga. Sparta war im Trainingslager auch unser Testspielgegner und er hat das Tor für die Holländer geschossen. Er ist auch Käpt’n der Niederländischen U19-Nationalmannschaft. Ich traue ihm durchaus zu, Papa oder Mavraj vertreten zu können.
Schipplock ist ja ein alter Bekannter. Ein guter Spieler, der leider Probleme mit dem Toreschießen hat. Eine schlechte Eigenschaft für einen Stürmer. Aber ansonsten macht er viel richtig

Es fehlt immer noch ein zweiter Linksverteidiger.
Hinter unseren beiden Brasilianern steht immer noch ein Fragezeichen. Angeblich wollen sie weg. Ich vermute, das geht von den Beratern aus. Tendenz ist im Moment, daß Santos gehen dürfte, wenn man dafür Staylidis vom FCA bekommen könnte und am Ende noch ein bisschen Geld übrig hat. Ich sehe das noch nicht ganz so und vermute, daß er, genau wie Walace, in der kommenden Saison für den HSV auflaufen wird. Stafylidis würde aber von der Spielweise und der Mentalität gut in unsere Mannschaft passen, wahrscheinlich besser als Santos. Trotzdem habe ich null Probleme, wenn er bleibt. Das gilt auch für Walace, der, wie ich angedeutet hab, auch Abwanderungsgedanken hegt. Ich mag ihn, ich mag seine Spielweise und ich denke, er ist noch lange nicht bei seinem Leistungsvermögen angekommen. Er könnte der spielerische Kopf der Mannschaft werden, wenn er noch besser integriert ist. Die Spielintelligenz und seine Passgenauigkeit lassen mich hoffen. Aber bis es soweit ist, braucht er noch ein bisschen.
Hab ich was vergessen? Ach ja, Papa wurde fest verpflichtet. 6,5Mio ist viel Geld für einen Spieler mit seiner Krankenakte. Aber er hat Qualität im Spiel und er ist die Art von positivem Verrücktem, die man in einer Mannschaft braucht. „Mentalitätsmonster“ wird er immer wieder betitelt. Ein Begriff, der sich auch auf Jukian Pollersbeck, André Hahn und Rick van Drongelen anwenden lässt. Und Stafylidis wäre auch so einer.
Und damit kommen wir zum meiner Ansicht nach wichtigsten Punkt der diesjährigen Transferpolitik. Ich habe in der Vergangenheit mitunter die Mentalität der Spieler bemängelt. In diesem Jahr scheint man ganz bewusst und gezielt auf Spieler zu achten, die die entsprechende Mentalität mitbringen. Und das macht mir große Hoffnung, daß wir endlich mal den Turnarround schaffen werden und es langsam wieder aufwärts gehen kann.

Positiv gefallen mir auch unsere jungen Spieler. Waldschmidt hatte sich zwar verletzt, aber er gefällt mir vom Auftreten und auch der Körpersprache deutlich besser, als noch im letzten Jahr. Jatta hat nen Sprung nach vorne gemacht. Er hat körperlich noch etwas zugelegt und trotzdem seine Schnelligkeit behalten. Er spielt etwas unorthodox, aber das hat durchaus auch Vorteile. Und ich setze meine Hoffnungen auf Janjicic im DM. Er macht einen recht guten Eindruck, defensiv kann er gegenhalten und offensiv versucht er, Akzente zu setzen.
Jung wirkt auf mich etwas überspielt. Ich hab den Eindruck, er hätte nach der nervenaufreibenden Saison mit anschließendem U21-Tunier noch etwas mehr Urlaub gebrauchen können.

Nach aktuellen Gerüchten könnte es sein, daß Lasogga uns leihweise Richtung England verlassen könnte. Zweitligaclub Leeds United hat Interesse an unserem Stürmer. Der Knackpunkt soll sein, wieviel des Gehalts müssen wir übernehmen?

Kommt noch der anvisierte Linksverteidiger, bin ich mit dem Kader zufrieden. Im Gegensatz zum letzten Jahr wirkt der Kader auf mich stimmig, wir haben endlich 4 Innenverteidiger und nicht nur drei, wie in den letzten Jahren und im DM mit Janjicic und auch Walace mehr Qualität und vor allem Quantität, als letzten Sommer. Wir sind zwar nicht ohne Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen, aber das Problem drängt sich nicht so auf, wie letztes Jahr. Wir haben einen Kader, dem es zwar immer noch an Qualität in der Breite fehlt, aber wir können doch die Spieler ihre Verletzungen auskurieren lassen, bevor wir sie wieder einsetzen. An der Mentaliität wurde gearbeitet und die Jungs sind heiß drauf, nicht wieder so einen Start hinzulegen, wie im letzten Jahr.
Von daher denke ich, werden wir besser in die Saison starten. Aber extrem wichtig ist dafür, daß wir sowohl Pokal, als auch das erste Saisonspiel gegen Konkurrent Augsburg FÜR uns gestalten können Der Start ist enorm wichtig!

Ich sehe uns verbessert, im Vergleich zum letzten Jahr.
Aber das gilt auch für die gesamte Liga.
Besonders auffällig ist, daß man in diesem Jahr nicht die klassischen Abstiegskandidaten hat. Mit den Aufsteigern Stuttgart und Hannover hat man zum zweiten mal hintereinander typische Erstligamannschaften als Aufsteiger. Ich sehe eine Gruppe mit Hannover, Stuttgart, Augsburg, Mainz, Frankfurt, Freiburg, Werder und dem HSV als Kandidaten im Kampf um den Klassenerhalt. Dazu kommen dann noch 1-2 Mannschaften, die nicht damit rechnen. Ziel muß es sein, diese Gruppe anzuführen. Ich bin zuversichtlich, aber der Start darf nicht misslingen.

Zu Osnabrück noch einige Worte: Der VfL ist schlecht in die Saison gestartet. Mit zwei Punkten in den ersten vier Spielen ist man in der Pflicht. Das ändert aber nichts daran, daß man eben schon vier Pflichtspiele auf dem Konto hat, während es für uns das erste ist. Ausserdem hat man mit Àlvarez und Susac schon reagiert und sie von Dresden, bzw Aue verpflichtet, um die Qualität zu erhöhen. Ich denke, Osnabrück ist besser, als es die Tabelle aussagt.
Trotzdem sind wir Favorit. Und zwar so, daß wir nur verlieren können. Gewinnen wir knapp, dann ist das in den Augen vieler eine Niederlage, gewinnen wir hoch, dann ist das selbstverständlich.

Wie gesagt, ich bin zuversichtlich, was die Saison angeht. Wir haben den Kader gut entwickelt, der Stamm ist geblieben und wurde gezielt verändert, damit er stimmiger ist. Der Start ist enorm wichtig, gelingt uns der, dann sehe ich ohne große Sorgen in die Saison. Misslingt uns der Start, dann wird es wieder haarig. Nur der HSV (fb)

Wohin wird die Reise gehen? Der HSV in der Startphase zur neuen Saison

In drei Tagen geht die Spielzeit 2017/18 in die Startlöcher. Im Pokal messen sich die vermeintlich Kleinen mit den Großen des fußballerischen Oberhauses.
Eine Woche später später steht dann der Bundesligastart auch in der 1. Liga auf dem Spielplan.

Ich für meinen Teil bin gespalten, was die Transfers des HSV angeht.
Ich habe den Eindruck, dass wir mit den Verkäufen Lücken aufreißen, um sie mit Neuzugängen wieder zu stopfen, während wir die Spieler, die eigentlich gehen könnten, nicht loswerden. Ob uns das so wirklich weiter nach vorne bringt, wird sich zeigen.

Ebenso, ob die Diskussionen um einen Abgang von Santos, nur ein weiteres Gerücht für das Medien-Sommerloch sind (Markus Gisdol will ja nichts von einem Wechselwunsch wissen). Allerdings würde die Verpflichtung von Stafylidous, vom FC Augsburg, auch hier einen 1 zu 1 Tausch bedeuten.

Dann wird ein Gregoritsch nach Augsburg verkauft und ein Hahn verpflichtet.
Ein Transfer, den ich insofern nicht nachvollziehen kann, als dass Gregerl unter Gisdol selten auf seiner bevorzugten Position als klassischer Mittelstürmer auflaufen durfte, sondern eher auf rechts die Außenlinie beackern musste. Zudem ist sicherlich auch seine Freistoßstärke nicht zu unterschätzen.

Anders sieht es in der Innenverteidigung aus. Dort herrschte ja in der letzten Saison ständig akute Brandgefahr. Vor allem dann, wenn Papadopoulus verletzt war und Mavraj nicht seinen besten Tag hatte.
Die beiden verfügen leider über ein hohes Kartenpotential, da sie nur allzu gerne in teils hitzige Diskussion mit dem Schiedsrichter gehen. Zudem spielt insbesondere Mavraj oft eine brisante Abwehrtechnik, die nicht selten mit einem Foul endet, das dann wiederum zu torgefährlichen Freistößen (oder Schlimmerem) führt.

Die Verpflichtung von Papadopoulus sehe ich ebenfalls noch immer mit gemischten Gefühlen. An seinen Qualitäten besteht sicher kein Zweifel. Auch kann jede Mannschaft ein solches „Motivationsbiest“ bestens gebrauchen.
Mich stören die sechs Millionen, die wir für einen relativ verletzungsanfälligen Innenverteidiger, an Rudi überwiesen haben. Ein wenig erinnert mich diese Verpflichtung an die von Lasogga, der seinerzeit für irre acht Millionen (und einem noch irreren Gehalt) von Berlin in die Hansestadt wechselte. Und das „nur“, weil er aktiv am Klassenerhalt beteiligt und von dort aus zum Publikumsliebling mutiert war. Wo Lasogga heute steht, wissen wir alle.

Nun denn, nach dem Weggang von Johan Djourou bestand insbesondere in der IV noch höherer Handlungsbedarf. Hier hat der sportliche Vorstand, als Back up für Papa und Mavraj, gute Arbeit geleistet und mit Bjarne Thoelke und Rick van Drongelen jung und (hoffentlich) erfolgshungrig aufgerüstet.

Dabei helfen, nicht mehr zur Schießbude der Liga zu werden, soll auch unsere neue Nummer 1, Christian Mathenia und alternativ Julian Pollersbeck.
Pollersbeck lernt gerade, dass die Bundesliga vielleicht doch ein noch anderes Kaliber ist, als die U21, mit der er vor einigen Wochen Europameister geworden ist.
Nach dem Hype um das neue „Feierbiest“, ist er durch seine Fehler in den Testspielen noch rechtzeitig wieder auf dem Boden gelandet und weiß, dass noch viel Arbeit vor ihm liegt.

Und in der Offensive?
Tja, da liegen die Hasen im Pfeffer. Da sitzen auch die Probleme, die bei Wood zur hohen Aufstockung seines Gehaltes geführt haben und nun die Wechselgerüchte um Nikolai Müller befeuern.
Didis Gehaltsverhandlungen haben bei Beratern, Spielern und Co stets ein Grinsen im Gesicht hinterlassen und sorgen momentan noch dafür, dass die Gehaltsschrauben sich nicht so ganz in die Richtung drehen, wo Vorstand und Aufsichtsrat sie gerne hätten.
Denn warum soll ein Wood für weniger Kohle auflaufen, als ein Lasogga, der zudem noch meistens die Bank drückt?
Deshalb begrüße ich die Entscheidung des Vorstandes, nicht mit Müller zu noch höheren Bezügen zu verlängern, sondern ihn, mit einem weinenden Auge, im kommenden Jahr ablösefrei ziehen zu lassen.
Der HSV darf sich nicht mehr erpressbar machen. Und wenn Müller den Charakter hat, den ich ihm durchaus zutraue, geht er auf eine erfolgreiche Abschiedstour mit dem HSV.
Was von Waldschmidt und insbesondere Schipplock zu erwarten ist? Da hilft wohl nur ein Blick in die Kristallkugel…

Auf den weiteren teuren „Altlasten“ werden wir anscheinend sitzenbleiben. Lasogga, Hunt und Holtby könnten wohl gehen, wenn denn ein adäquates Angebot vorliegen würde. Tut es aber nicht. Gerade sie sollten sie sich deshalb darüber im Klaren sein, dass Phrasen wie „wir waren heute nicht bei 100%“ gleich in der Mottenkiste bleiben sollten.

Überhaupt hat sich im spielbestimmenden Mittelfeld weder defensiv noch offensiv etwas getan, was Neuverpflichtungen angeht.
Es bleibt zu hoffen, dass sowohl Walace als auch Jung, die hinter Hunt, Holtby und Ekdal, wenn er nicht verletzt ist, für den Spielaufbau zuständig sind, in den Trainingslagern speziell an ihrer Kreativität und Technik gefeilt haben, damit der SpielAUFBAU zukünftig seinen Namen auch verdient.
Insbesondere an der Schraube wollte Gisdol ja, nach eigener Aussage, noch justieren.

Spannend wird, die Entwicklung von Porath zu beobachten (wenn er denn nicht noch verliehen wird), der genauso zu den Profis aufschließen möchte, wie Stürmertalent Fiete Arp. Der wird jedoch sicherlich noch einen weiteren Weg vor sich haben, als Bakery Jatta, der mir in den Testspielen gut gefallen hat. Er braucht allerdings eine gefestigte Mannschaft um sich herum, um Selbstbewusstsein zu tanken und auch so zu spielen.

Zu hoffen bleibt auch, dass schwere und langwierige Verletzungen weitestgehend ausbleiben, so dass sich zum Beispiel ein Gotoku Sakai oder auch Gideon Jung ganz auf ihre gelernten Positionen konzentrieren und somit das Mannschaftsspiel technisch weiterentwickeln können.
Abschließend hoffe ich auf eine Saison, in der wir endlich mal nicht bis zum letzten Spieltag als heißer Abstiegskandidat gehandelt werden…

Ich bin übrigens zu 100% bei Max Eberl und Jörg Schmadtke, die sich dafür einsetzen, die Transferphase im Sommer mit dem Anstoßpfiff des ersten Bundesligaspieles enden zu lassen. Was macht es für einen Sinn, noch zwei, drei Wochen mit einer Mannschaft zu spielen, die im Anschluss daran nie wieder in der Form auf dem Rasen steht? Denn eigentlich sollte jeder Trainer pünktlich zum ersten Spieltag seine Stammelf gefunden haben, ohne am nächsten Wochenende auf einigen Positionen erneut anders aufzustellen und vielleicht auch noch seine angedachte Spieltaktik durcheinanderwürfeln zu müssen.

Last but not least: Zum 222 Millionen Transfer von Neymar fehlen mir jegliche Worte. Für mich ist er das beste Beispiel dafür, dass der Profifußball, egal ob national oder international, auf einem gefährlichen Weg ist. Wir alle wissen, was mit immer weiter aufgepusteten Blasen irgendwann mal passiert.
(mg)

Mitmachen, mittippen, mitgewinnen: BlogPerlen – Tippkick mit tollen Preisen

Moin ihr Lieben.
Wir begrüßen zunächst mal alle neuen Leser und schicken einen herzlichen Gruß an unsere treuen „Fans“. Nun geht sie bald los, die neue Saison und viele von uns können es auch gar nicht mehr erwarten.
Rechtzeitig vor dem Anpfiff bieten wir euch erneut die Teilnahme an unserer Tippkick-Runde an.
Auf die ersten fünf, die nach den 34 Spielen der Bundesliga 2017/18 ganz oben stehen, warten tolle Preise, die sich wie folgt verteilen:

Die ersten Drei dürfen sich über Gutscheine für den HSV-Online-Shop freuen. Der Sieger erhält 75€, der Zweitplatzierte 50€ und der Dritte darf 25€ ausgeben.
Da natürlich auch Fans anderer Vereine in unserer Tipprunde herzlich willkommen sind, erhalten die, die NICHT im HSV-Online-Shop einkaufen möchten, einen entsprechend dotierten Gutschein für Amazon.
Achtung: Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.

Der Viertplatzierte erhält ein original HSV-Basecap sowie ein Cap Sport Visor (ein Kappi nur mit Schirm 😉 ) von den BlogPerlen.

Derjenige, der auf dem fünften Platz landet, dem schicken wir einen Blog-Perlen Bembel für die ganz großen Füllmengen. Lasst euch überraschen.

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Dieses Mal gibt es für Teilnehmer am #TKSchland 2018 einen Sonderpreis. Wer sich unter diesem Post, per DM oder über Twitter bei den BlogPerlen mit dem Hashtag #tkschland2018 und seinem Anmeldenamen meldet, kann als bester Tipper einen Gutschein für die Ausgabe 2018 über 50 Euro gewinnen. Zweckgebunden natürlich, für TKSchland.de in 2018.

Weitere Informationen gibt es für alle Interessierten unter TKSchland.de

Die Teilnahme an unserer Tipprunde ist kostenlos.

Wir wünschen allen Tippern viel Glück und uns HSVern eine erfolgreiche Saison. Wenn es möglich ist, ohne Abstiegssorgen…

Eure BlogPerlen: Fiete, Manu und Christian

Nachtrag: landen mehrere Teilnehmer auf den Plätzen, werden die Gewinne aufgeteilt. Passiert das auf dem 4. und 5. Platz lassen wir uns was einfallen

Los gehts:

https://www.kicktipp.de/blogperlen/