#BSCHSV

Der HSV zu Gast in Berlin.
Neustart Teil 1887 oder so…

„Berlin, Berlin , wir fahren nach Berlin.“
So lautet der Schlachtruf in vielen Stadion bei den DFB Pokalspielen.
Das letzte Spiel im DFB Pokal, im Olympiastadion, haben wir mit 5-3 nach Verlängerung gewonnen.
Am 24.08.1993!
Gegen die Hertha aus Berlin.
Das letzte Bundesligaspiel, aus dem wir Punkte entführen durften, war am 28.01.2012. Also auch schon 4 ½ Jahre her…

Was erwartet uns morgen? Fangen wir mit den Fakten an:

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
Assistenten: Bandurski (Oberhausen), Blos (Deizisau)
Vierter Mann: Storks (Velen)

Kader: Hertha BSC:
Jarstein – Weiser, S. Langkamp, Stark, Plattenhardt – Lustenberger, Skjelbred – Esswein, Stocker, Haraguchi – Ibisevic – Kraft (Tor), Brooks, Mittelstädt, Allan, Baumjohann, Hegeler, Kohls, Allagui, Kurt, Schieber
Trainer: Dardai
Es fehlen:
N.-J. Körber (Meniskusriss), Pekarik (Muskelfaserriss), Darida (Außenbandriss im Sprunggelenk), Duda (Aufbautraining), Kalou (aus privaten Gründen in der Elfenbeinküste)

Kader HSV:
Adler, Mathenia, Spahic, Reis, Djourou, Sakai, Santos, Ostrzolek, Götz, Holtby, Ekdal, Jung, Müller, Halilovic, Gregoritsch, Kostic, Waldschmidt, Wood, Lasogga
Trainer: Gisdol
Es fehlen:
Hunt (aufgrund privaten Trauerfall in Berlin nicht dabei), Diekmeier (Faszieneinriss in der Wade)

Beim HSV wird es spannend. Wer ist im Kader und wer wird in der ersten 11 zu finden sein? Wird Gisdol die Mannschaft durcheinander wirbeln? Was passiert mit Lasogga? Was mit Halilovic? Fragen über Fragen.

Meine persönliche Wunschformation:
Adler – Santos, Spahic, Djourou, Sakai – Holtby, Ekdal – Kostic, Müller – Lasogga, Wood

Was erwarte ich von der Mannschaft?
Ich erwarte und erhoffe mir einen zwanglosen Auftritt, dass jeder Spieler sich für weitere Einsätze empfiehlt und dort um einen Stammplatz kämpft!

Lassen wir uns überraschen.

#nurderHSV
(CM)

Zwei Jahre nach HSV Plus: Die letzte Patrone ist schon lange verschossen

Vorweg möchte ich sagen, dass ich mit der Entlassung von Bruno Labbadia und mit der dazu gehörenden Argumentation absolut konform gehe.
Eine Trennung war der richtige Schritt. Wenn ich auch den Zeitpunkt für eher unglücklich halte!
„Das Team hat ohne Zweifel Potenzial. Grundsätzlich denke ich aber, dass man in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld hätte handeln müssen. Da fehlt die Stabilität“
„Das war bei mir und Mirko Slomka damals auch so. Es gab keine klare Stellung. So etwas ist unglücklich.“
Hier kritisierte jemand vor allem die fehlende Rückendeckung für Trainer und Team aus der Vereinsspitze. Beide Kommentare stammen von Oliver Kreuzer.

„Er ist kein Karl-Heinz Rummenigge, der sich auf dem sportpolitischen Parkett zu bewegen weiß. Statt sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren und nah an der Mannschaft zu sein, verliert sich Beiersdorfer in den vielen Aufgaben. Beiersdorfer würde dem Club einen Gefallen tun, wenn er ins zweite Glied zurücktreten und wieder den Sportchef beim HSV geben würde.“
Das Zitat stammt von Lothar Matthäus.

Sowohl Oliver Kreuzer als auch Lothar Matthäus konnten den Erfolg, den sie auf dem Fußballplatz hatten, im weiteren Berufsleben nicht fortsetzen.
Trotzdem bergen beide Aussagen eine hohe Brisanz und viel Wahres.

Zu unserer aktuellen Kaderzusammenstellung wurde schon sehr viel geschrieben und diskutiert. Auch ich hätte mir im defensiven Mittelfeld, nach dem Weggang von Kacar, noch einmal Verstärkung gewünscht.
Dass die Mannschaft gerade im Spielaufbau, in den letzten Jahre große Probleme hatte, ist kein Geheimnis.
Klar, die Defensive hat sich insgesamt stabilisiert.
Das ist ein großer Verdienst von Bruno Labbadia, der auch die Stürmer an ihre Abwehraufgaben erinnert hat.
Der Spielaufbau fängt vorne beim Stürmer an, ebenso wie die Abwehrarbeit vorne beim Sturm beginnt. Gleiches gilt in die andere Richtung. Offensivspiel fängt eben auch in der Abwehr an.
Hier fehlt mir persönlich die Ausgewogenheit. Erst recht, um bei der Vergabe der EL Plätze ein Wörtchen mitreden zu können.
Für einen einstelligen Tabellenplatz sollte der Kader insgesamt aber ausreichend sein.

Fehlende Rückendeckung? Für mich gibt es da nur zwei Möglichkeiten: Entweder man glaubt an den Trainer. Dann muss man in der Öffentlichkeit auch zu 100% hinter ihm und seinem Team stehen.
Oder man glaubt nicht mehr an ihn und sein Konzept. Dann muss man sich trennen. Sofort. Egal, ob am nächsten Tag ein Spiel stattfindet, oder nicht.
Die Art und Weise, wie Bruno Labbadia behandelt wurde, finde ich absolut peinlich und für einen Verein, der in der höchsten deutschen Spielklasse unterwegs ist, unwürdig.

Didi Beiersdorfer war noch nie ein großer Redner und man sieht ihm jedes Mal deutlich an, dass er nicht gerne Rede und Antwort steht. Vor Mikrofonen fühlt er sich unwohl.
Das war früher so und wird auch immer so bleiben.
Damit muss man sich abfinden…
Will man etwas Positives daran sehen, macht es Didi ein bisschen menschlicher.
Ich persönlich finde es auch eher sympathisch, ich mag seine Art.
Aber: wir spielen mit dem HSV in der Bundesliga. Die Bundesliga und der Fußball im Allgemeinen sind in den letzten Jahren zum knallharten Geschäft geworden.
Und, sorry Didi, da braucht der HSV einen „Typen“ an der Spitze.
Jemanden mit Charisma, jemanden, der auch mal in der Lage ist, autoritär zu führen und manchmal auch nicht ganz die Wahrheit zu sagen, ohne dabei rot zu werden.
Jemanden vom Kaliber eines KH Rummenigge oder eines Joachim Watzke.

Sieht man sich bei anderen Bundesligisten um, so sind bei den erfolgreichen Vereinen aus dem oberen Drittel, keine Ex-Fußballer auf den Vorstandsposten. Die Ausnahme, die diese Regel bestätigt: Bayern München.
Während Uli Hoeneß schon immer ein knallharter Geschäftsmann war, hat Rummenigge sich die letzten Jahre aus dem Schatten von Uli rausarbeiten können. Bei Bayer Leverkusen, Dortmund, Gladbach haben jeweils starke Geschäftsmänner das Sagen.
Ebenso findet man allerorts erfolgreiche Sportdirektoren vor.
Beispiel Leverkusen: ob man Völler nun mag oder nicht. Er findet trotzdem immer wieder starke Worte, mit denen er sich vor Trainer und Mannschaft schmeißt. Geht es dabei um Schiedsrichter oder Gegner, das ist Rudi ziemlich egal.
Bei Didi treffen viele dieser Anforderungen leider nicht zu.

Bereits bei der internen Bekanntgabe, noch lange vor der Abstimmung von HSV Plus, dass vermutlich Didi Beiersdorfer der neue starke Mann beim HSV werden soll, gab es überwiegend Vorbehalte.
Wenige haben ihm diese Führungsrolle zugetraut.
Nach etwas mehr als zwei Jahren nach der Ausgliederung, haben sich die Zweifel leider bewahrheitet.
Ich habe selbst mit vielen anderen Mitstreitern für die Ausgliederung gekämpft. Daher bin ich jetzt auch so „frech“ und nehme mir raus, die Führung zu kritisieren.
Zwei Jahre habe ich immer wieder geschwiegen und Didi & Co. verteidigt.
Habe mich teilweise aufgerieben, mich mit zahlreichen Leuten sogar angelegt.

Viele, sogar sehr viele Sachen haben sich verbessert. Viele Dinge sind angeschoben worden. Alles braucht eben seine Zeit.
Trotzdem haben wir auch immer wieder Zeit verloren.
Unter anderem eben auch durch die zögerliche Haltung unseres Vorstandsvorsitzenden.
Anstatt Slomka 2014 sofort zu entlassen, wurden Vorbereitung und die ersten Spiele abgewartet. Zwei Jahre später das gleiche Drama mit Bruno Labbadia.
Warum hat Beiersdorfer nicht schon VOR DER SAISON reagiert?
Gisdol war da auch schon zu haben…
Sorry Didi, aber in diesem harten Business darf man keine Sentimentalitäten zeigen. 5 Spiele wurden (wieder einmal) verschenkt.

Es gibt weitere Sachen, die absolut unprofessionell gehandhabt wurden und damit immer wieder Futter für die ortsansässige Presse liefern. Zwei Beispiele dafür:

1. Warum trifft man sich immer wieder in der Firmenzentrale von Kühne & Nagel? Oft wurde das bereits in den Medien thematisiert und immer wieder kommt es auch dadurch in der Presse so rüber, als ob KMK den HSV nicht nur finanziell unterstützt sondern auch direkten Einfluss nimmt.
Die ZENTRALE des HSV ist das VOLKSPARKSTADION! Warum trifft man sich nicht dort? Ansonsten gibt es in Hamburg mehrere 100 andere Möglichkeiten für ein Treffen mit dem Aufsichtsrat. Sorry, aber das ist amateurhaft!

2. Auf die Frage, wie er die Außendarstellung des HSV sehe, antwortete Beiersdorfer jüngst: Das wäre nicht seine Aufgabe! Sorry, aber das ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten!
Der Vorstandsvorsitzende steht über allen und allem und ist somit die wichtigste Person beim HSV!
Wenn nicht Didi, wer ist dann verantwortlich für die Außendarstellung?

Heute titelten einige Medien, dass Beiersdorfer mit Gisdol seine letzte Patrone hat.
Sorry, aber das ist Blödsinn!
Die letzte Patrone ist schon lange verschossen worden. Entweder, Didi tritt zurück, ins zweite Glied und wird SpoDi oder er hört ganz auf!
Der Aufsichtsrat ist gefordert und muss handeln!
JETZT!
Und genau das erwarte ich nun von Herrn Gernandt und den anderen AR Mitgliedern.
So, das musste mal raus.

Nur der HSV!
(CM)

Herzlich willkommen …

Der neue Trainer heißt nun also Markus Gisdol.Hmm, lohnt es sich, sich den Namen zu merken? Ich bin mir nicht sicher, denn ich sehe auch unsere fussballerischen Probleme nicht nur auf der Ebene des Trainers, sondern weiter oben. Trotzdem: herzlich willkommen, Markus Gisdol!

Was uns mit ihm erwartet? In erster Linie Tore und Spektakel.
Wobei auch das nicht unbedingt nur Gutes bedeuten muss, denn Gisdol lässt offensiv spielen und vernachlässigt dabei jedoch leider gerne die Defensive.
Ok, das wird ihn bei den meisten Fans beliebt machen, mir allerdings kommt schon bei dem Gedanken daran das Grausen.
Torlose Unentschieden werden der Vergangenheit angehören, dafür werden wir aber öfter mal 5:3 verlieren. Ansonsten ist er jemand, der stur seinen Weg geht.

Man hat Bruno oft Sturheit vorgeworfen, aber Markus ist, meiner Meinung nach, noch ne Stufe heftiger.
Oder ist er einfach nur konsequent? Mitunter ist es ja gar nicht so verkehrt, konsequent zu sein.
Auf jeden Fall weiß er, was er will und wird den Weg gehen … bis zum bitteren Ende.

Und wie ich schon schrieb: tut sich in der Führung des HSV nichts, dann wird das Ende nah sein. Wie auch immer dieses Ende aussehen wird…
Hoffen wir darauf, daß er viele glückliche Jahre hier beim HSV verbringen darf. Viel Glück, Markus, du hast es nötig (fb)

Nachbetrachtung #HSVFCB

Mitten ins Herz

Habe ich jemals geschrieben, dass der HSV eine Wundertüte ist?
Ich nehme alles zurück.
Denn eigentlich ist der von uns allen so geliebte Fußballverein berechenbar wie eine Schweizer Kuckucksuhr.
Geht es gegen Gegner auf der so oft bemühten „Augenhöhe“, kann man sein letztes Hemd drauf verwetten, dass das in fast allen Fällen daneben geht. Ein Pünktchen wird es, wenn es hoch kommt und wenn Glück, Schiri, Rasen und natürlich der Gegner selber, mitspielt.
Setzt man dagegen nicht einen Pfifferling darauf, dass die Rothosen als Sieger vom Platz gehen, da die gegnerische Elf spielerisch besser, tabellarisch viel höher angesiedelt und das eigene Selbstbewusstsein eh gerade angekratzt ist, dann, ja dann, wachsen sie über sich hinaus und ziehen sich an den eigenen Haaren aus der Minikrise.
Was genau Bruno Labbadia mit der Mannschaft angestellt hatte, in den vergangenen vier Tagen, nach dem grottigen Spiel gegen Schalke?
Man wird es wohl nie erfahren.

Habt ihr es bemerkt? Mit diesen Worten begann ich meinen Blog am 25. Spieltag der vergangenen Saison. 2:0 gewannen damals die Rothosen endlich mal wieder gegen die starke Hertha, im Volksparkstadion.
Es scheint, als habe sich am Gesamtzustand nicht viel verändert.
18 Minuten dauerte es gestern, bis der 1. Torschuss der Bayern auf das Tor der Hamburger ging! Über 50% der Zweikämpfe gewannen die Spieler rund um Bruno Labbadia, in Halbzeit 1, vier Kilometer liefen die Hamburger mehr. Und ein bärenstarker Adler, in Freiburg noch Unglücksrabe der Partie, rettete uns mehrmals das 0:0. Die Mannschaft stand endlich mal als Mannschaft auf dem Platz! So war es nicht zu übersehen, dass sich alle an der Defensivarbeit beteiligten, jeder für jeden lief und auch die Kommunikation auf dem Platz plötzlich eine andere war.
Hatte der FC den HSV etwa unterschätzt? Augenscheinlich ja, denn in der 2. Halbzeit drehten sie auf und das Spiel verlagerte sich mehr und mehr in den hanseatischen Strafraum.
Bezeichnend, dass das Siegtor erst in der 88.Minute fiel. Im Übrigen eingeleitet durch einen Mann, der eigentlich gar nicht mehr auf dem Platz sein durfte. Wieder einmal ließ der Schiri Ribery trotz Ausraster weiterspielen! Unglaublich aber leider wahr, nach der Vorlage des bayerischen Kneifers, traf Kimmich mitten in das Herz des HSV

Nun sollte man meinen, es sei wahrlich kein Grund, auf ein 0:1 stolz zu sein. Verloren ist verloren! Und man könnte sich erneut trefflich fragen, WARUM erst jetzt zeigen die Spieler, dass sie Fußball spielen können! (Vielleicht sollten sich die Spieler diese Frage mal an die Kabinentür nageln!)
Doch standen diese 90 Minuten, gegen den ewigen Tabellenführer, ja unter einem ganz anderen Vorzeichen, der das Ergebnis fast in den Hintergrund drängte.
Der Vorstandsvorsitzende, Didi Beiersdorfer, hatte seinem Trainer schon vor dem Spiel die Rückendeckung versagt, sich am Donnerstag zudem mit Investor Klaus-Michael Kühne getroffen. Labbadia gab sich nach außen gelassen und wünschte Kühne laut Medien lediglich, dass er Hamburg genieße. Das sei eine tolle Stadt.
Beiersdorfer eierte in bekannter Art und Weise rum, sagte bisher nicht hü, sagt nicht hott, sondern musste sich wohl (mal wieder?) die Entscheidung von außen holen. Pfui, das gehört sich nicht!

Im Übrigen brach auch Labbadia, wohl abgenervt ob der Situation, die seit Tagen vorherrscht, gestern bei Sky sein Schweigen und teilte gegen Beiersdorfer aus, indem er das Fehlen eines SpoDis, als Anlaufstation zwischen Trainer und Vorstandsvorsitzendem, beklagte. Er erhielt Unterstützung von Mirko Slomka, dem es in Hamburg ja mal ähnlich ging.

So, nun ist es geschehen. Die Wirklichkeit hat den Blog eingeholt. Labbadia ist erneut Geschichte, beim HSV… Und wenn wir gerade dabei sind, alle in die Pflicht zu nehmen: so groß die Unterstützung der Spieler jetzt auch für ihren scheidenden Trainer gewesen ist, an ihnen hätte es auch gelegen, die Situation gar nicht erst soweit kommen zu lassen: rennen, kämpfen, kratzen (kneifen? ?), Pässe sauber annehmen und verteilen, laufen für die anderen… Das ist es, was alle vermisst haben!
Ach ja, und Tore schießen wäre nicht schlecht…
Der HSV IST und BLEIBT eine Wundertüte!
(mg)

P. S. Eines fehlt noch: ein dickes Danke an Bruno, für die Rettung des Dinos! Das werden wir dir nie vergessen! Viel Glück auf deinem weiteren Weg…

Unter anderen Umständen… Matchday #HSVFCB

Heute ist es mal wieder so weit. Wir empfangen den Rekordmeister, Rekordpokalsieger…

Wie immer ein besonderes Spiel. Diesmal allerdings unter ganz besonderen Vorzeichen. Es geht eigentlich nur noch um Bruno Labbadia und die Frage, wann er gehen muss.
In den vergangenen Wochen hat sich auch öffentlich sehr deutlich abgezeichnet, dass das Band zwischen Didi Beiersdorfer und Bruno Labbadia wohl zerschnitten ist. Höhepunkt waren die Aussagen von Beierdorfer einen Tag nach dem Spiel in Leverkusen und ganz besonders nach dem Freiburg-Spiel.

Was der HSV mit Bruno Labbadia veranstaltet, erinnert mich schon sehr an die Trainingsgruppe 2: er darf seine Arbeit verrichten. Mehr nicht. Das Spiel gegen den FCB hat Didi abgeschenkt. Dem Anschein nach rechnen alle mit einer hohen Niederlage, damit die Trainer-Trennung dann auch für jeden „akzeptabel“ ist.
Passend dazu ploppen plötzlich gerüchteweise Details an die Öffentlichkeit, die Brunos Person noch weiter anzählen (er wollte schon gegen Leipzig auf Halilovic verzichten, nahm ihn aber dann doch mit in den Kader und so musste PML auf die Tribüne).
Gegen Bayern zieht Bruno seine Linie durch. Halilovic ist nicht im Kader. „Wie ein trotziges Kind“, „jetzt will Bruno uns alle verarschen“ waren noch die harmlosesten Sachen, die ich auf FB, Twitter usw lesen musste.
Ich denke eher, das ist Brunos Art zu zeigen, wie ER eigentlich erfolgreich sein will!
Halilovic’s Auftreten und seine noch vorhandenen Defizite im defensiven Bereich rechtfertigen diese Maßnahme, sportlich gesehen, für mich absolut. Eigentlich.
Wenn nicht die ganzen Nebengeräusche wären…

Wir sollten uns fragen, ob wir nicht alle die Verdienste Brunos, die wir ihm, seit seinem Dienstantritt, zu verdanken haben, plötzlich vergessen oder verdrängt haben.
Bruno war es, der die Mannschaft aufrichten konnte und den eigentlich feststehenden Abstieg 2015 verhindert hat.
Natürlich hatten wir auch Glück mit dem Freistoß von Díaz. Aber ohne Bruno wären wir gar nicht dort hingekommen…

In der letzten Saison hat er die Mannschaft stabilisieren können.
Jaja… es waren nur ein paar Punkte zum 16., und mit einer Niederlage im Derby wären wir unten mit dabei gewesen. Aber wir waren es definitiv nicht. Auch darf man bei der Bilanz 2016 (20 Punkte in 21 Spielen) nicht vergessen, dass der Kader in der vergangenen Saison in der Tiefe zu schwach war und die Verletzungen auf der 6/8 schwer aufzufangen waren (Jung/Holtby/Ekdal).
Bruno hat seine Fehler gemacht, ohne Zweifel. Aber er ist definitiv nicht alleine schuld, auch wenn er jetzt als der alleinige Sündenbock dasteht.

Im Mai, nach der feststehenden Rettung auf dem Papier, beging man, in meinen Augen, den größten Fehler: Die Entlassung von Peter Knäbel.
Nach den Anfangsturbulenzen (Rucksackgate) hat er, gemeinsam mit Bruno, für mich ein gutes Gespür für die Mannschaft entwickelt.
Die Verpflichtungen von Wood und Mathenia waren die ersten guten Hinweise.
Vorne im Zentrum sollte mehr Schwung und Dynamik hinzukommen.
Ich hatte beim Team Knäbel/Labbadia ein gutes Gefühl.
Durch die Trennung und die Übernahme des SpoDi-Postens durch Beiersdorfer begann das große Problem.
Die Neuzugänge haben alle Qualität und ich sehe auch keinen Spieler, der uns nicht weiterhelfen kann. Aber nicht sofort! In der Abwehr hatten wir in der vergangenen Saison häufig Glück, dass die großen Verletzungen ausblieben. Spahic hat den Laden hinten zusammengehalten. Ohne ihn sah es oft sehr sehr dünn und gefährlich aus. Auf der 6/8 hatten wir immer wieder Probleme, da Ekdal/Holtby immer wieder ausfielen. Jung ist zwar ein guter Spieler, aber auch er hat viel mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Genau bei diesen Punkten sehe ich große Versäumnisse. Wenn alle fit sind, haben wir kein Problem.
Wenn…! In der Anfangsphase der Saison hat man aber wieder gesehen, dass dem nicht so ist.

Für heute sehe ich schwarz. Vom Gefühl her, rechne ich mit einer deutlichen Niederlage und hoffe einfach, dass Bayern mit uns sowas wie Erbarmen haben wird…

Für Bruno wünsche ich mir einen guten Abgang und hoffe, dass die Fans ihn unterstützen und feiern werden. Auch wenn er an der Situation natürlich seinen Anteil hat und auch eine Menge Fehler gemacht hat, so hat er gerade um seine Verdienste Ende der Saison 2015 einen anständigen Abschied verdient.

Mach es gut Bruno und Danke!!!
#nurderHSV

Bruno macht nen guten Job und trotzdem muß er abgelöst werden

Es ist mal wieder soweit, der Trainer wird beim HSV wohl ausgetauscht werden. Brunos Tage beim HSV sind gezählt, das pfeifen nicht nur die Spatzen von den Dächern.

Bruno kam im Frühjahr 2015, als der HSV so tief am Boden lag, wie es kaum tiefer ging. Verantwortlich für diese Krise war schon damals zum großen Teil Dietmar Beiersdorfer, der den Trainerposten provisorisch mit Slomka, mit Zinnbauer und mit Knäbel besetzte, weil er auf seinen Wunschtrainer wartete.
Jeder im Verein wusste im Grunde, daß all die Trainer nicht auf Dauer bleiben sollten.
Bruno kam auch nur, weil man durch Tuchels Unterschrift in Dortmund endlich Klarheit hatte.
Und Bruno hat uns gerettet, hat uns wieder in die Relegation geführt und hat es dort mit der Mannschaft geschafft, den KSC in Hin- und Rückspiel zu besiegen. Bruno hat die Scharte ausgewetzt, die Beiersdorfer zu hinterlassen drohte.

Und auch in der letzten Saison hat Bruno gute Arbeit geleistet. Der Kader hatte weder in der Spitze, noch in der Breite besonders viel Qualität.
Trotzdem kam am Ende ein 10ter Platz dabei heraus und wir haben am letzten Spieltag nichts mehr mit dem Abstieg zu tun gehabt. Daß das möglich war, lag unter anderem auch daran, daß Knäbel mit Bruno eine Mannschaft aufgebaut hatte, die stimmig war und passte.
Daß nicht mehr dabei heraussprang, lag unter anderem daran, daß während der kompletten Rückrunde unser eigentliches Prunktstück, das Mittelfeld, angeschlagen war.
Wir hatten dort viel mit Verletzungen zu tun, meist sind die Spieler nur zum Spiel fitgespritzt worden, an ordentliches Training war nicht zu denken.

Diesen Sommer haben wir schon wieder eine komplette Strategie über den Haufen geworfen.
Anstatt Spieler zu holen, die uns sofort helfen, hat man auf junge Talente gesetzt. Von den Feldspielern war der 23jährige Kostic die einzige Soforthilfe.
Eine Strategie, die ich auch befürworte, nur darf man sich nicht wundern, wenn es so etwas dauert, bis der Kader die nötige Qualität auch auf den Rasen bringt.
Auch wurde nur (mit Ausnahme von Mathenia) in die Offensive investiert. Hinten drückten die alten Probleme. Allerdings mit einer Änderung: Defensivallrounder Kacar hat uns verlassen.
Gleichzeitig wuchsen die Ansprüche, Kühne sprach von Platz 6-8, die Vereinsführung hat nicht widersprochen. Und es wurde aus dem Umfeld gefordert, daß der mit vielen Vorschußlorbeeren gekommene „Balkanmessi“ sofort spielen muss und zwar auf seiner Lieblingsposition, der 10.
Daß Halilovic defensiv nichts kann und nicht macht, hat das Umfeld nicht interessiert. Es interessiert immer noch niemanden!
Auch hier hat keiner dem Trainer den Rücken gestärkt, als er den defensivschwachen Halilovic auf der Bank sitzen ließ.
Es hat auch niemand der Vereinsführung um Geduld gebeten, weil die Defensive angeschlagen und ohne Verstärkungen in die neue Saison gegangen ist. Und es zeichnete sich frühzeitig deutlich ab, daß die Defensive nur funtioniert, wenn alles, wirklich alles, optimal laufen würde. Das tut es aber nicht und das Unheil nahm und nimmt seinen Lauf.

Die Ergebnisse haben wir gesehen. Wir spielen allerdings meist nicht so schwach, als daß ich sagen würde, der Trainer muß weg.
Aber wenn wir uns ein Gegentor einfangen, dann klappt mittlerweile nicht nur die Mannschaft zusammen, sondern auch unser Trainerteam.
Es kommen kommen inzwischen auch keine positiven Impulse mehr von der Bank, die Mannschaft kann sich nicht am Trainerteam aufrichten.
Und deshalb muß Bruno gehen. Er ist die ärmste Sau im Verein. Er ist das Gesicht des HSV nach der Relegation, er ist der, der sich der Presse stellt, er ist der, der seine Arbeit gut macht, er ist der, der in der Öffentlichkeit angezählt wird und Didi duckt sich einfach nur weg.
Die Krönung für mich war das interview nach dem Leipzigspiel, wo er dem Trainer noch nichtmal pro forma Rückendeckung geben wollte.
Dabei ist er derjenige, der die sportliche Verantwortung trägt.
Nein, er trägt als SpoDi und VV die Gesamtverantwortung.

Wie gesagt, an einem Austausch des Trainerteams führt kein Weg vorbei. Nach gut zwei Jahren kann man sich auch ein Bild zur Vereinsführung, insbesondere zur sportlichen Führung des Vereins erlauben.
Und dieses Bild ist verheerend. Sportlich, finanziell und auch intern ist der Verein immer noch marode.
Gerade sportlich solte mit Beiersdorfer, Peters und Knäbel ein Kompetenzteam geschaffen werden, daß den HSV voran bringt. Davon keine Spur mehr.

Werter Karl Gernandt.
Wahrscheinlich werden sie diese Zeilen nicht lesen, aber mein Fazit über die Zeit seit dem 25.05.2014 ist niederschmetternd und desillusionierend.
Ihr Boss stopft Millionen und Abermillionen in den Verein und sie versickern im Sande. Ich würde mir an ihrer Stelle mal den Berater ihres Chefs zur Seite nehmen und ihn fragen, ob er nicht gute Leute für den Posten eines VV und eines SpoDi weiß.
Die Gelegenheit jetzt zu wechseln ist gut, bis zur nächsten Transferperiode ist noch weit hin.
Und falls sie nicht handeln, dann sollte sich der Vorsitzende des HSV eV überlegen, ob diese Konstellation an der Spitze der AG wirklich die beste für den HSV ist.
Das Versagen des Trainers ist ein Zeichen für das Versagen der gesamten HSV-Führung. Im Vorstand und im Aufsichtsrat.(fb)

Wahrheit oder Pflicht?

Ob es wohl aufgefallen wäre, hätte ich den Blog von Sonntag, mit einer anderen Einleitung und einem geänderten Schlusssatz, an dieser Stelle gepostet?
Wohl schon. Denn gestern gab es immerhin „nur“ ein Gegentor. Aber auch das reichte, um erneut den Platz als Verlierer zu verlassen.
Als ich Renés unglückliches Gesicht, im Anschluss an das Spiel vor den Mikros der Reporter sah, tat er mir fast leid. Denn er hatte sich als Schuldigen für die Niederlage ausgemacht und er entschuldigte sich dafür bei der Mannschaft!
Hallo?
Natürlich hat er einen Bock geschossen. Klar hätte er den Ball, wenn schon nicht festhalten, dann nach rechts oder links wegfausten müssen. Aber, ehrlich, Leute, ein Torwart ist nicht dafür da, Tore zu schießen. Und nur mit Toren gewinnt man Spiele und erhält dafür wichtige Punkte! Wobei…an einem der beiden (!) Tore, nach vier (!) Spielen ist unser Torwart ja sogar mit beteiligt!
Ich mag nicht glauben, dass die Mannschaft mit einem müden 0:0 zufrieden gewesen wäre. Naja. Zufriedener als jetzt wahrscheinlich, aber zufrieden?
Kann mit dieser Leistung eh niemand sein. Nicht der Trainer, nicht die Spieler und schon gar nicht der Vorstand, der ja, in persona Beiersdorfer himself, am Sonntag mehr oder weniger ausdrucks(und hilf-)los mehr Leistung forderte.
Ich frage mich allerdings, was ist mit dem Hamburger Mittelfeld passiert? Da ist ja nichts! Njente! Nada! Egal, wen Bruno dort auflaufen lässt!
Die erste Entschuldigung, die mir dafür einfällt ist, dass alle (inklusive des 10ers) damit beschäftigt sind, den Ball, ausgelöst durch intensives Pressing des Gegners, vom eigenen Tor fern zu halten. Somit kommen die gar nicht dazu, nach vorne etwas aufzubauen.
Und wenn, dann ist da eh niemand, der die Bälle annimmt, um sie mal gefährlich in Richtung gegnerischen Strafraum zu bringen!
Das Fazit ist: die komplette Mannschaft hat gestern eine gruselige Vorstellung abgeliefert! Da kann man ja nur froh sein, das Nikolai Müller festen Glaubens ist, dass „sich die Mannschaft aus diesem Tief auch wieder rausbringt“. Halleluja!
Nun könnte man trefflich darüber streiten, warum Brunos Spieler noch immer nicht in der Lage sind, Bälle sauber anzunehmen oder diese mal über zwei, drei (eigene) Stationen nach vorne zu bringen. Einen (!) gefährlichen Schuss aufs Tor gab den mitgereisten Hamburger Fans kurz mal Luft, für ein wenig Optimismus. Doch genau in dem Moment kam Murphys Law angedackelt und ließ den Schuss von Wood, über Bande, eben nicht ins Tor, sondern ins Aus laufen. „Haste Scheisse am Fuß, haste Scheisse am Fuß“, oder so ähnlich.
Was mich aber noch viel mehr beschäftigt ist die Aussage eines Freiburgers, der da sagte: „wir wussten, dass die Hamburger nach 60 Minuten platt sind…“
Oha! Da hat jemand wohl Video geschaut!
Apropos, da war doch was?…
Aber das nur am Rande. Denn irgendwie hatte man eh das Gefühl, die Spieler um Kapitän Djourou, hatten noch Termine und spulten das Spiel nach gewohnter Manier „mal eben runter“. Selten so uninspirierten Fußball gesehen.
Tja, Leute. Und nun?
Ja, ja… Erst vier Spiele, noch viel Zeit, Geduld und alle müssen sich erstmal richtig lieb haben…
Wenn man doch wenigstens erkennen könnte, dass sich irgendwas in dieser Richtung tut! Ich konnte das gestern jedenfalls nicht. Und jeder, der so etwas wie Entwicklung entdeckt hat, der möge sich bitte melden und es mir erklären!
Klar ist, für Labbadia dürfte es das gewesen sein, wenn am Samstag der Schlusspfiff gegen die Bayern ertönt. Denn dass wir da was holen, mag wohl selbst der größte Optimist bezweifeln!
Klar ist auch, dass ein Teil der Schuld bei Didi zu suchen ist, dem es einfach nicht gelang, einen Mittelfeldregisseur an die Elbe zu lotsen.
Erschreckend, denn das wird sich bis Ende der Hinrunde auch nicht ändern… Und ebenso erschreckend, dass er wohl um seinen Fehler weiß aber sich sicherlich trotzdem von Labbadia trennen wird! Trennen MUSS! Allein schon, um die Fanseele zu beruhigen!
Mir wäre eh eine „Gewaltenteilung“ im Vorstand inzwischen sehr viel lieber! Wenn es unbedingt sein muss, mit einem Beiersdorfer als Spodi und einem VV, der den HSV so repräsentieren kann, wie es der ehemals so große Dino verdient hat! Mit welchem Trainer werden wir sehen. Wobei ich wirklich gespannt bin, was und ob der diesem Team noch was beibringen kann!
Ich jedenfalls bleibe ratlos zurück…
(mg)
P. S. Wer Spuren von Ironie entdeckt, der darf sie behalten!

Nachbetrachtung #HSVRBL

Labbadia, unternimm was!

Das Rennen um den 1. Trainerwechsel hat Werder Bremen schon mal gewonnen. Viktor Skripnik ist seit heute Geschichte an der Weser.
Beim HSV nimmt die Forderung, zum Wechsel des Übungsleiters, nach dem desolaten 0:4, gegen den RB Leipzig, erneut Fahrt auf.
Während die 1. Halbzeit eher ein lockeres Abtasten der beiden Teams war, Motto: wer den ersten Fehler macht, hat verloren, lieferte die Mannschaft von Bruno Labbadia in der 2. Halbzeit ein Feuerwerk an individuellen Fehlern ab. Angefangen bei Adlers Griff, in die Beine von Timo Werner (wobei der oscarreif abhebt…) über einen bitteren Ballverlust von Gideon Jung, im Mittelfeld, bis hin zu zwei dicken Abwehrpatzern vom Kapitän himself (nicht seine ersten!)
Bereits nach dem verwandelten Elfer schien es, als kämen die Rothosen nicht mehr in den Tritt. Es fehlte das Gerüst, an dem man sich wieder aufrichten konnte. Irgendeine Idee, ein kreativer Schub, der den Ball doch mal ins Tor (und nicht direkt auf den Keeper) bringen konnte.
Da mühte sich ein Kostic auf links, Pässe in Richtung Sechzehner zu schlagen. Allein: dort war niemand, der damit etwas anfangen konnte! Lasogga saß (warum auch immer) auf der Tribüne und Wood ist eher ein Stürmer, der eben nicht dort wartet, um zu netzen!
Rechts (wie immer für mich sehr auffällig): Sakai. Doch auch sein Zusammenspiel mit Müller scheiterte ein ums andere Mal an der geschlossenen Defensive der Leipziger.
Die mussten eigentlich nur darauf warten, dass die Hamburger (warum auch immer) den Ball versemmeln, um danach ein wunderbar schnelles Konterspiel einzuleiten. Mit zwei, drei Pässen überwand man das bewegungslose Mittelfeld, erhielt im besten Fall Geleitschutz und brachte die wacklige Abwehr ein ums andere Mal in Bedrängnis. Auf schnelle Konter wartete man bei den Hamburgern auch an diesem Samstag vergeblich. Erneut versuchte sich Adler mit weiten Abschlägen, die oft genug beim Gegner landeten oder gab an den eigenen Mann, um Sekunden später wieder in Ballbesitz zu sein.
Die Leipziger mussten sich im Vorweg nur genügend Videos der letzten Hamburger Spiele angucken, dann dürften sie gerüstet gewesen sein.
Behäbig das Mittelfeld, mangelnde Kreativität im Sturm und hinten… naja, das hatten wir ja schon.
Doch, was tun?
Die Mannschaft läuft doch jetzt schon wieder mit hängenden Köpfen durch die Gegend… Geduld hin, Geduld her!
Der Trainer kommt mit Phrasen („wir haben verpasst, das 1:0 zu machen“), erneut bricht das Team nach Rückstand auseinander und scheint, ab Minute 60 bereits platt.
Von Spiel zu Spiel kommen auch die Spieler selber zu dem immer wieder gleichen Fazit („wir müssen da als Team wieder rauskommen“).
Und dann haut ein Ashton Götz, bei „Matz ab“ auch noch Internas raus, dass dem gemeinen Fan nur schlecht werden kann! (Videos vom gegnerischen Spieler KÖNNEN! MÜSSEN aber nicht angesehen werden/ es käme immer darauf an, wie Labbadia zu den jeweiligen Spielern stünde, ein Halilovic ist desillusioniert, weil er nicht spielen darf…etc).
Davon ab, dass diese Sachen sicherlich in der Öffentlichkeit nichts zu suchen haben, bleibt die Frage: Naivität oder Frust?
Spielt die Mannschaft schon wieder gegen den Trainer?
Der Fan allerdings bleibt mal wieder ratlos zurück. Denn WER sollte übernehmen, wenn feststeht, dass Bruno das (mit Sicherheit) vorhandene Potential ums Verrecken nicht aus der Mannschaft bekommt? Und WER sagt, dass der Trainereffekt nicht wieder nach 2,3 Spielen verpufft?
Eines ist allerdings klar. Es muss was passieren! Schnell! Denn mit den Fanphrasen des „es ist doch erst das 3.,4.,5. Spiel“ lässt sich in Hamburg inzwischen kein Blumentopf mehr gewinnen.
Und was, wenn Bruno einfach mal die komplette Mannschaft umstellt?
Wie wäre es mal so:
Mathenia – Sakai/Spahic/Cleber/Santos – Müller/Halilovic Porath/ Kostic -Lasogga/Waldschmidt
Vielleicht tut ja dem ein oder anderen Stammspieler ne Runde auf der Bank ganz gut! Denn ernsthaft, man spricht von Konkurrenzkampf und dann stehen doch am Ende der Woche wieder dieselben Nasen auf dem Platz, die uns denselben berechenbaren Fußball präsentieren!
Klar ist: ein „weiter so“ darf es nicht geben. Und wenn man sich denn schon so schwer tut, den Trainer zu wechseln, weil man besonders in Hamburg um den begrenzten Erfolg weiß, dann muss man eben auf dem Rasen was anderes aufbieten… Aber dafür ist dann wirklich der Übungsleiter gefragt! Und zwar schnell!
Sonst ist Labbadia, spätestens nach dem Besuch der Bayern mal wieder Geschichte an der Elbe!
(mg)

MATCHDAY – HSV gegen RB Leipzig

Heute ist es also soweit. RB Leipzig feiert sein Bundesliga-Debüt im Volksparkstadion. Herzlich Willkommen in der Bundesliga und der schönsten Stadt Deutschlands.

Ich persönlich freue mich für Leipzig und die Region, dass sie endlich wieder Bundesligafussball sehen können. Über das „Wie“ kann man geteilter Meinung sein. Darüber wurde viel geschrieben.
In meinen Augen zu viel. Auch den geplanten „Fan-Marsch“ halte ich für überflüssig. Aber das ist halt Demokratie.

Zum aktuellen Spiel:
Anstoß: 17.09.2016 – 15.30 Uhr – Hamburg, Volksparkstadion
Beim HSV fehlt verletzungsbedingt: Dennis Diekmeier.

Der Kader besteht aktuell aus 19 Spielern. Ein Spieler wird also noch auf die Tribüne müssen.

Adler, Mathenia – Sakai, Cleber, Djourou, Spahic, Ostrzolek, Santos – Holtby, Jung, Hunt, Ekdal – Müller, Gregoritsch, Kostic, Halilovic – Wood, Lasogga, Waldschmidt,

Dem RB Leipzig, mit seinem neuen Trainer Hasenhüttl, stehen folgende Spieler zur Verfügung:
Gulacsi, Coltorti, Schmitz, Orban, Compper, Halstenberg, Ilsanker, Demme, D. Kaiser, Sabitzer, Ti. Werner, Y. Poulsen, M. Müller, Bernardo, K. Papadopoulos, Burke, Forsberg, Keita, Khedira, Selke

Schiedsrichter: Dr. Kampa, Assistenten: Schaal, Kempes 4. Schiedsrichter: Bibi Steinhaus

Einschätzung zum Spielverlauf:
Einige sprechen ja bereits vor einem „Alles-Oder-Nichts-Spiel“ für Bruno Labbadia und sehen eine Parallele zum letzten Spiel der Ära Slomka beim HSV.
Ich für meinen Teil sehe das viel entspannter und auch deutliche Fortschritte im spielerischen Bereich.
Dazu kommen noch einige vielversprechende Spieler aus der bisherigen 2. Reihe, die das Spiel weiter verstärken werden (Halilovic, Santos zB). Ebenso wird kurzfristig auch Ekdal wieder richtig fit sein und der Mannschaft Stabilität verleihen.

Bis zur 75./80. Minute war ich vom Spiel in Leverkusen sehr angetan. Auch mein Bekannter, der das erste Spiel des HSV, seit dem Nordderby in Hamburg 15/16 sah, war richtig beeindruckt und sprach von einer unglücklichen und unverdienten Niederlage.

Heute wird es schweres Spiel gegen eine gut eingespielte Leipziger Mannschaft werden.

Meine Wunschformation:
Adler – Ostrzolek, Spahic, Djourou, Sakai – Holtby, Jung – Müller, Kostic, Hunt – Wood

Nur der HSV
(CM)

Bullshit! Vorschau #B04HSV

Typisch im Umfeld des HSV kam es in der Länderspielpause von aussen mal wieder zu Unruhen verschiedenster Art.
Da waren zum einen die Worte von Klaus Michael Kühne, der in einem Interview auf die Frage, wo der HSV am Ende der Saison landen wird, mit „irgendwo zwischen Platz 6-8“ antwortete. (Hat jemand ernsthaft einen Gedanken verschwendet, dass er das NICHt sagen darf? )
Einige bekannte „Möchtegernjournalisten“ haben das natürliche wieder mal dankbar aufgenommen und behauptet, dass Bruno damit erhöht unter Druck geraten ist. Bullshit!
Der Druck ist jede Saison beim HSV sehr hoch.
Höher als bei vielen anderen Bundesligisten.
Durch die Verpflichtungen von Kostic und Halilovic werden bereits Wunderdinge erwartet.
Bullshit.
Da hieß es weiter, Bruno / Didi würden ihrerseits versuchen, die Erwartungshaltung zu dämpfen, da sie um ihre eigenen Verträge bangen.
Bullshit!
Bruno hat selbst mitentschieden, seinen Vertrag immer nur um jeweils 1 Jahr zu verlängern! (Ok. Bei Didi könnten man es so auslegen, da man in der Hansestadt ja gerne mal ein Glas halbleer statt halbvoll sieht…)
Die Mannschaft hat in den vergangenen 2 Jahren ein komplett neues Gesicht bekommen.
Gerade mal Diekmeier, Adler, Djourou und Lasogga waren bereits vor der Ausgliederung da.
Morgen wird vermutlich mit Rene Adler nur ein Spieler davon unter den ersten Elf auflaufen.
In dieser Saison wurden junge, hungrige und entwicklungsfähige Spieler geholt.
Mit Wood, Halilovic, Kostic und Santos werden in einigen Wochen vermutlich 4 neue Spieler in der ersten Elf zu finden sein.
Natürlich muss Bruno liefern.
Wenn Bruno nicht liefert, bedeutet das auch Probleme für Didi Beiersdorfer.
Aber was müssen sie denn liefern?
Europa?
Natürlich.
Aber nicht in dieser Saison.
2017/18 muss der Verein um die Plätze 5-6 mitspielen.
Dieses Jahr muss lediglich eine Steigerung zur Vorsaison erfolgen.
Nach dem 4. / 5. Spieltag wird man, meiner Meinung nach, die ersten Aussagen treffen können.
Im Vergleich zu den letzten Jahren sehe ich den Saisonbeginn schon verbessert.
Also: Alle mal entspannt durchatmen.
Auch morgen, nach dem Spiel, wird man noch nicht genau sagen können, wohin die Reise geht.
Wie gesagt, Platz 6-9 und damit eine Verbesserung ist das Ziel.
Und Platz 7-9 reicht bekanntlich nicht, um kommende Saison im Europapokal zu spielen…

Zum aktuellen Spiel:
Anstoß: 10.09.2016 – 15.30 Uhr – Leverkusen, BayArena
Beim HSV fehlen aufgrund von Verletzungen Gideon Jung(Muskelfaserriss Oberschenkel) und Johann Djourou (Zerrung Oberschenkel).
Emir Spahic wird dagegen wieder zu 100% zur Verfügung stehen, somit Djourou in der Innenverteidigung ersetzen.
Spahic kommt mit grossem Selbstbewusstsein, durch seinen Doppelpack für Bosnien, zurück in die Mannschaft.
Der HSV Kader:
Adler, Mathenia – Sakai, Cleber, Spahic, Diekmeier, Ostrzolek, Santos –Hunt, Ekdal, Holtby – Müller, Gregoritsch, Kostic, Bahoui, Halilovic – Wood, Lasogga, Waldschmidt

Bayer 04 Leverkusen , mit seinem Trainer Schmidt, stehen folgende Spieler zur Verfügung:
Leno, Jedvaj, Tah, Toprak, Wendell, Baungartlinger, Kampl, Bellarabi, Calhanoglu, Brandt, Mehmedi, Lomb, Özcan, Aabu Hanna, da Costa, Dragovic, Henrichs, Hilbert, Aranguiz, L. Bender, Schreck, Chicharito, Kießling, R. Kruse, Pohjanpolo

Schiedsrichter: Welz (hat das Hinspiel in 2015/16 schon gepfiffen. Eher schlecht als recht…)
Assistenten: Foltyn, Dr. Thomsem
4. Schiedsrichter: Fischer

Einschätzung zum Spielverlauf:
Ich denke, wir können uns auf 2 offensiv ausgerichtete Mannschaften einstellen. Leverkusen zuhause gewohnt offensiv. Dem HSV werden sich deutlich mehr Räume als im Auftaktspiel gegen den FC Ingolstadt oder im Pokal in Zwickau ergeben.
Auch wenn der HSV zuletzt 2009 in Leverkusen gewinnen konnte, ist morgen durchaus 1 oder sind auch 3 Punkte möglich.
Wenn Leverkusen in „Normalform“ aufläuft, ist eine Niederlage allerdings einzukalkulieren.
Meine Wunschformation für morgen:
Adler – Ostrzolek, Cleber, Spahic, Sakai – Hunt, Ekdal – Müller, Kostic, Halilovic – Lasogga

(Lasogga für Wood da er es sich verdient hat und Wood leicht angeschlagen war. Holtby UND Ekdal halte ich für ein Risiko, da beide bisher verletzungsbedingt noch nicht zum Einsatz kamen. Und Santos ist ja noch müde ?)

Mein Tipp: 2-2

Nur der HSV
(CM)