Ein Bundes-Jogi mit zweierlei Maß? …und raus bist du!

Als es Sigismund Haringer, seines Zeichens Verteidiger in München, 1934 wagte, unter den Augen seines Reichstrainers, Otto Nerz, verbotener Weise eine Apfelsine zu essen, musste er seine Koffer packen und aus dem Trainingslager der Nationalmannschaft abreisen. Er durfte nicht mit zur WM in Italien.
Sepp Herberger nahm die Ausrutscher seiner Jungs wohl nicht ganz so ernst. Er holte einen Helmut Rahn zurück ins Team. Obwohl der, vor der WM in Schweden, 1958, volltrunken in eine Baugrube gefahren war und dafür sogar zwei Wochen einsitzen musste.

Zwei Trainer, zweierlei Maß.
Und 2016?
Haben wir einen Trainer mit zweierlei Maß.

Während es Kevin Großkreutz nachgesehen wurde, dass er sich 2014, nach dem verlorenen Pokalfinale gegen die Bayern, in einer Berliner Hotelhalle öffentlich „erleichterte“ und auch der Dönerwurf, kurze Zeit vorher, nicht zu einer Suspendierung aus der Nationalmannschaft führte, wurde Max Kruse von Joachim Löw kurzerhand aus dem Aufgebot für die anstehenden Testspiele, gegen Italien und England, geschmissen.

Während Oliver Bierhoff himself vor zwei Jahren von „emotionalen jungen Kerlen“ sprach, die man „nicht zu sehr fertig machen sollte“, mag Jogi nicht mehr daran glauben, dass das Wolfsburger enfant terrible sich genug auf seinen Job und die anstehende EM konzentrieren kann.

Alles schon mal da gewesen, mag man sich denken und erinnert sich an Kevin Kuranyi, der, nach seiner Stadionflucht, 2008, als Löw ihn, im Qualifikationsspiel gegen Russland, nicht mal in den Kader berief, nicht nur aus dem Trainingslager abreisen musste, sondern gleich endgültig aus der Nationalmannschaft flog.
Bleiben durfte Jerome Boateng, obwohl der sich, vor der WM 2014, fotonachweislich mit dem Medien-Sternchen Gina-Lisa Lohfink, spät nachts, wenn alle lieben Nationalspieler längst schlafen sollen, im Hotel vergnügte.
Und ein Marco Reus fuhr jahrelang lustig ohne Führerschein durch die Gegend. Auch nicht unbedingt vorbildlich…

Gut, auf der einen Seite kann ich es durchaus nachvollziehen, was Jogi Löw erreichen will. Er möchte, dass sich alle Nationalspieler der Ehre bewusst sind, für ihr Land spielen zu dürfen und eine Vorbildfunktion, insbesondere für die junge Generation, einnehmen.
Dass er sich dabei allerdings auf keine Linie mit sich selber einigen kann, ist mir unverständlich.

Ja, Kruse ist nicht zum ersten Mal auffällig. Bereits vor der WM 2014 kostete ein, nennen wir es „erotischer Ausrutscher“, ihn wohl die Teilnahme am größten Fußballturnier der Welt.
Und gerade in den vergangenen Wochen häuften sich die Auffälligkeiten des Wolfsburger Spielers (75.000 Euro im Taxi verloren, zu viel Nutella ist auch nicht gut und nun der Vorfall in der Berliner Diskothek).
Sehr, sehr unglücklich!
Und es mag auch sein, dass Kruse sein Job und das damit verbundene Gehalt ein wenig zu Kopf gestiegen ist.

Böse Zungen behaupten allerdings, dass Jogi seinen drohenden Zeigefinger immer dann besonders weit ausfährt, wenn der jeweilige Spieler a) adäquat ersetzbar oder b) eh nicht so wichtig für das angedachte Spielsystem ist.
So gab es eben für Boateng keine Alternative und auch Großkreutz profitierte seinerzeit von seinem sportlichen Alleinstellungsmerkmal.
Während Löw eh nicht so unbedingt auf echte Stürmertypen steht…
Ja, es bedarf eines Zeichens.
Und nein, das Verhalten einiger Nationalspieler ist nicht einfach so hinnehmbar.

Vielleicht hätte es bei Max Kruse gereicht, wenn der Vfl Wolfsburg ihm ein deutliches Signal gegeben und Jogi ihm eine Art Abmahnung geschickt hätte. Die mediale Abschlachtung und der Rauswurf aus der Nationalmannschaft halte ich jedoch für reichlich übertrieben!
Bleibt zu hoffen, dass dem Bundes-Jogi deutlicher Gegenwind entgegenweht und er sich, bis zur EM noch eines Besseren besinnt.
Gleiches wünschen wir doch trotzdem auch noch Max Kruse, der sein Verhalten auf der ein oder anderen Seite gerne mal überdenken darf.
Reden soll da helfen.
Vielleicht klappt es dann ja auch noch mit der Nationalmannschaft!

By the way: was macht eigentlich der Führerschein von Marco Reus?

(mg)

Alles Scheiße oder was?

Am Samstag hatten wir den Tabellensiebzehnten, die TSG aus Hoffenheim, zu Gast. Anscheinend waren viele der Meinung, gegen das Kellerkind müssten wir locker gewinnen, anders kann ich mir die Reaktionen nach dem gestrigen Spiel nicht erklären. Was hat man nicht alles lesen müssen: Das schlechteste Saisonspiel, das schlechteste Spiel der letzten fünf Jahre … sorry, ward ihr irgendwie die letzten Jahre irgendwo im Dschungel verschollen? Vielleicht verlorengegangene Testkandidaten aus dem Dschungelcamp von RTL? Oder habt ihr ein extremes Kurzzeitgedächnis?

Die TSG mag zwar Vorletzter gewesen sein, aber hatte unter Nagelsmann die drittbeste Bilanz der Liga, hinter Dortmund und Bayern. Das war die eher entscheidene Statistik, wenn man die Leistungsfähigkeit des Gegners einschätzen wollte.

Wir legten gut los. In den ersten fünf Minuten hatten wir 4 sehr gute Möglichkeiten. Gregerl setzt den Ball neben den Pfosten, leider auf der falschen Seite, Ivo stolpert bei der Ballannahme, ein Schuß bleibt in der Abwehr hängen und Rudi schiesst ein Luftloch. Und auf der anderen Seite hatte Hoffenheim eine recht ansehnliche Chance, die Adler noch gerade an die Latte lenken konnte. So ging es fast das ganze Spiel weiter.

Auf die Tore will ich nur ganz kurz eingehen: Beim 0:1 hat Sakai mit der Abseitsfalle gepennt, das 0:2 folgte einem sehr zweifelhaften indirekten Freistoß im 16er, das 1:2 war ein zweifelhafter Handelfmeter, der richtige Handelfmeter hätte ne halbe Minute nach Handspiel Strobel im Hoffenheimer 16er gepfiffen werden müssen. Das 1:3 war ein klassischer Konter, Volland wird nur begleitet und Spahic verliert für einen entscheidenen Augenblick den Torschützen Vargas aus den Augen.

Knut Kircher hatte nicht seinen besten Tag

Verloren haben wir in erster Linie wegen der Chancenverwertung, die wir schon aus dem letzten Spiel kennen. Dazu kamen noch einige Unkonzentriertheiten.
Es war kein perfektes Spiel, nein, davon weit entfernt. Aber wenn wir unsere Chancen machen, dann gehen wir als Sieger vom Platz. Die Mannschaft hat sich in den letzten Monaten weiterentwickelt. Vor einem halben Jahr konnten wir keine Chancen kreieren, wenn sich der Gegner hinten reingestellt hat. Das hat sich geändert, die Mannschaft hat dazugelernt.

Was mir Sorgen bereitet, ist, daß wir aus diesen Chancen keine Tore machen. Rudi trifft nicht, Lasogga ist zu weit weg vom Tor, er muß in den 16er, um seine Stärken ausspielen zu können. Aber ich hab das Gefühl, ihn behindert seine Schulter mehr, als er es selber wahrhaben will. Er geht nicht mehr so intensiv in die Zweikämpfe, er schliesst überhastet ab, wohl, weil er Angst vor einem Zweikampf hat. So hilft er uns nicht. Olic ist nicht fit, Bruno steht wohl eh nicht so sehr auf ihn, Altintas ist angeschlagen, Schipplock trainiert zwar recht gut, aber eine Alternative ist er auch nicht wirklich. Und dann ist da noch Drmic, der die Saison verletzungsbedingt beenden musste. Er fehlt, ich denke, er wäre am ehesten die Lösung für das Problem im gegnerischen 16er.
Gregerl verschiesst seine hervorragenden Chancen zu oft, Hunt spielt lieber nochmal quer, der einzige, der trifft, ist im Moment Müller. Das ist zu wenig.
Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich habe den Eindruck, unsere Stürmer sind nicht unbedingt bereit, den Torerfolg zu erzwingen, sie wollen das Tor zu wenig, es wird zu wenig Energie investiert, um den Ball ins Tor zu bringen. Die Konzentration ist meist schon verbraucht, wenn der Ball angenommen wurde.

Und ich bin überzeugt, mit unserem Käpt’n hätten wir hinten sicherer gestanden. Johan hätte, so glaube ich, dem Spiel gestern mehr Sicherheit gebracht

Unterm Strich: Wir hatten schon bessere Spiele, aber auch schon deutlich schlechtere. Der Knackpunkt ist bei uns im Moment die Chancenverwertung. Daran muß Bruno dringend arbeiten! Wir hätten eine schöne ruhige Länderspielpause haben können, diese Ruhe ist vorbei, selber Schuld. Es stehen zwei sehr wichtige Spiele gegen direkte Konkurrenten an, 4 Punkte müssen wir mindestens holen, sonst wird es sehr ungemütlich im Volkspark. Und ausgerechnet im wichtigen Spiel gegen Hannover fehlt Matze Ostrzolek, der gesetzte LV. Und Sakai ist auf Länderspielreise, kann sich auf links nicht einspielen. Schade.
Und wir müssen den Sieg mehr wollen, als der Gegner. Ich weiß aus eigener Erfahrung, das ist extrem anstrengend, wenn man nicht genügend Qualität in der Mannschaft hat, und jedes Spiel über den Willen entscheiden muß. Aber im Moment bleibt uns nichts anderes übrig. Und jetzt zu wollen, ist einfacher, als später wollen zu müssen. Von daher sollte die Mannschaft die Hacken in den Teer hauen und alles geben, um die nächsten beiden Spiele positiv für uns zu gestalten. Dann können wir das Spiel gegen Dortmund geniessen und vor allem können wir ohne den Druck des Abstiegskampfes das Derby gestalten. Was meint ihr, wie gerne würde Pizarro uns in die Relegation schiessen?

Es gibt viel zu tun, packen wir’s an … ‪#‎nurderHSV‬ (fb)

HEIMSPIEL – „Tradition schlägt jeden Trend?“

Nach diesem Wochenende beginnt die erste Länderspiel-Pause des Jahres. Auch die Deutsche Nationalmannschaft bereitet sich so langsam auf die EM Endrunde in Frankreich vor.
Am 26.3. geht es gegen England, am 29.03. trifft „Die Mannschaft“ auf Italien. Das dürften interessante Begegnungen werden.
Doch bevor sich die Spieler der einzelnen Nationen auf den Weg zu ihren Länderspielen machen, geht es am Wochenende erst noch einmal um wichtige Bundesligapunkte.
Morgen kommt die TSG aus Hoffenheim in den Volkspark.
403 Auswärtskarten sollen verkauft worden sein.
Für ein Bundesligaspiel?
Im Existenzkampf?
Nachmittags, an einem Samstag??
Sorry liebe Hoffenheimer, aber das ist nicht mal mehr peinlich.
Das ist in der Bundesliga wohl ein absoluter Negativrekord.
Nach Bremen sind wohl sogar nur 191 Fans mitgereist.
Bei einem Freundschaftsspiel des HSV in der Türkei, ja selbst bei so manchem Training in der Hansestadt, sind mehr HSV Fans dabei!
Traurig…

Kommen wir zum Sportlichen.
Nach dem gesundheitlichen Aus von Huub Stevens bei der TSG, ist mit Julian Nagelsmann der jüngste Trainer der Liga ins kalte Wasser geworfen worden.
Eigentlich sollte er erst im Sommer die Nachfolge antreten.
Unter Nagelsmann ist die Hoffnung in Sinsheim, auf einen Nichtabstieg, zurück gekommen.
In 6 Spielen konnte seine Mannschaft 10 Punkte einfahren (3 Heimsiege, 1 Unentschieden in Bremen und 2 Auswärtsniederlagen).
Aktuell trennt Hoffenheim (17.) und Frankfurt (16.) nur die Tordifferenz und es fehlen 3 Punkte auf Werder Bremen (Platz 15).
Bereits nach dem letzten Heimsieg gegen den VFL Wolfsburg, am vergangenen Wochenende, hat Nagelsmann davon gesprochen, seine Spieler auf den HSV so vorzubereiten, als ob man ein Heimspiel habe.
Nach den beiden guten Auftritten gegen die Hertha und in Leverkusen, erwartet den HSV ein unangenehmer Gegner, der mit dem Rücken zur Wand alles riskieren wird.
Ich bin sehr gespannt wie der HSV gegen einen Gegner aus den unteren Tabellenregionen agiert.
Eigentlich erwarte ich einen offensiven HSV, der versuchen wird, das Heft des Handelns nicht aus der Hand zu geben.
Mit dem Ausfall von Müller (Gelbsperre) ist Bruno mal wieder gezwungen, die Mannschaft umzustellen.
Da Drmic sich bereits verletzungsbedingt (Gute Besserung) aus der Saison verabschiedet hat, bleiben auf den Aussenbahnen allerdings wenig Alternativen.
Gregoritsch könnte nach seiner langen Verletzung (7 Wochen Pause) auf rechts Müller ersetzen.
Aber auch Hunt könnte auf die Aussenbahn ausweichen und Gregoritsch über die Mitte kommen. (Diese Option halte ich aber für sehr unwahrscheinlich).
Auch bei der Personalie Djourou bin ich gespannt.
Vor seinem Platzverweis auf Schalke fand ich ihn etwas „neben der Spur“, und auch bei seinem Comeback in Leverkusen fehlte ihm einiges zu seiner ausgestrahlten Sicherheit aus der Vorrunde.
Zudem soll er durch einen Virus- Infekt angeschlagen sein.

Zum Spiel.
26. Spieltag
Anstoß: Sa. 19.03.2016, 15:30 Uhr, Volksparkstadion, Hamburg
Der Tabellen 12. trifft auf den Tabellen 17.

In der Heimtabelle steht der HSV auf Platz 12 (4 Siege, 4 Unentschieden und 5 Niederlagen).
Die Hoffenheimer belegen in der Auswärtstabelle Platz 18. (1 Siege, 4 Unentschieden und 8 Niederlagen)

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
240 Spiele in der 1. Bundesliga (822 gelbe, 9 Gelb-Rote Karten, 8 Rote Karten, 45 Elfmeterpfiffe)
36 Spiele des HSV: 16 Siege, 12 Niederlagen, 8 Unentschieden
78 Gelbe Karten, 1 Gelb-Rote und 1 Rote Karte, 3 Elfmeter
(Gegner: 63 Gelbe, 0 gelb-rote, 0 rote Karte, 3 Elfmeter)
Assistenten: Kempter (Sauldorf), Schiffner (Konstanz)
Vierter Schiedsrichter: Dr. Kampka (Mainz)

sky: Bundesliga 3 & HD 3
Kommentar: Torsten Kunde

Bilanz aus Sicht des HSV:
15 Spiele
6 Siege 3 Unentschieden 6 Niederlagen 15:26 Tore

Letzter Heimsieg gegen TSG Hoffenheim:
07.12.20122:0Torschütze: 2x Rudnevs (Trainer: Fink)
Letzte Heimniederlage gegen Hertha BSC:
17.08.20131:5Torschütze: van der Vaart (Trainer: Fink)

Formtabelle der letzten 5 Spiele:
HSV:
Platz 12: 1 Siege / 2 Unentschieden / 2 Niederlagen 5 Pkt 5-5 Tore
TSG Hoffenheim:
Platz 5: 3 Siege / 0 Unentschieden / 2 Niederlagen 9 Pkt 8-11 Tore

Kader: (voraussichtlich)

HSV:
Adler, Drobny, Jung, Djourou, Ilicevic, Diekmeier, Holtby, Lasogga, Hunt, Ostrzolek, Cleber, Spahic, Sakai, Kacar, Schipplock, Rudnevs, Bahoui, Gregoritsch
Trainer: Labbadia

TSG 1899 Hoffenheim:

Baumann, Kaderabek, Bicakcic, Süle, Toljan, Polnanski, Rudy, Nad, Amiri, Uth, Volland, Kramaric, Stolz, Kim, Schär, Strobl, Elyounoussi, Hamad, Schmid, Vargas, Zuber, Kuranyi, Ochs

Sperren drohen:
Hamburger SV: Ostrzolek, Jung, Ekdal, Gregoritsch, Lasogga (4 Gelbe Karten)

Meine Wunschelf:
Adler – Ostrzolek, Spahic, Djourou, Sakai – Ekdal, Holtby – Hunt – Ilicevic, Gregoritsch – Rudnevs

#NurderHSV
(CM)

An Tagen wie diesen…

Am 8. März starb Jonathan „Johnny“ Heimes. Glühender Fan und schon so etwas wie ein Maskottchen für die Darmstädter Lilien, die ihn jahrelang im Kampf gegen den Krebs unterstützten.

Am Tag darauf kam die Meldung, dass auch Simon seinen Kampf gegen die aggressive Krankheit verloren hatte.
Simon, ebenso glühender Fussballfan wie Johnny, allerdings für die Farben des HSV, war bei Feststellung seiner Leukämie voller Lebensmut und Hoffnung und löste, durch den öffentlichen Umgang mit seiner Krankheit, eine der größten Typisierungswellen innerhalb Deutschlands und auch des Hamburger Sportvereines aus.

Als ob die beiden Todesfälle in der Woche dem Fußballgott noch nicht reichen würde, holte er am Sonntag zu einem weiteren Schicksalsschlag aus und riss einen Dortmundfan, durch einen Herzinfarkt, mitten aus der Kurve und dem Leben. Ein weiterer Anhänger konnte, nach einem Infarkt, auf dem Weg ins Krankenhaus reanimiert werden.
Gänsehautfeeling im gesamten Signal-Iduna-Park, als die Fans ihr „Never walk alone“ anstimmten und damit dem Verstorbenen gedachten.

Der Fußball trat in den Hintergrund an diesem Wochenende.
Viel zu viel war geschehen, was Grund und Anlass zum Nachdenken bot und weiterhin bietet.
Dabei habe ich den katastrophalen Ausgang der drei Landtagswahlen und auch den erneut feigen Anschlag in Ankara, mit 27 Toten, noch gar nicht erwähnt.

Wie soll man dabei die Kurve zum Fußball finden?
Vielleicht in der Diskussion, ob der HSV am kommenden Samstag, um Simon zu gedenken, mit Trauerflor auflaufen sollte oder nicht.
Zwei Herzen schlagen dabei in meiner Brust. Zum einen habe auch ich Simons schweren Weg auf Facebook mitverfolgt. Und ich muss gestehen, er ist mir ans Herz gewachsen. Auch wenn sich das noch so doof anhört, da man ihn ja „nur“ über das Internet kennenlernen konnte.
Auch mir sind die Tränen geflossen als die Familie mitteilte, dass der Kampf verloren war.
Ja, Simon war etwas Besonderes. Allerdings aus dem Grund, weil er sein Leiden öffentlich machte.
Wie viele HSVer mag es geben, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben und gerade noch erleben?
Sie leiden im Stillen und niemand wird ihrer mit einem Trauerflor gedenken, wenn sie gehen müssen.
Und würde man doch dazu übergehen, die Mannschaft müsste wohl jede Woche mit schwarzer Binde auflaufen.
Im Januar, während der Jahreshauptversammlung des HSV gibt es eine Schweigeminute. Im Vorweg werden die Namen aller im Laufe des Jahres verstorbenen HSV-Mitglieder verlesen und ihrer gedacht.
Wir sollten alle Mitglieder gleich behandeln. Niemand ist mehr oder weniger wert. Von daher: Ruhe in Frieden, Simon. Wir werden dich nie vergessen.
Auch ohne Trauerflor…

Fußball wurde natürlich am Sonntag auch noch gespielt. Allerdings reicht heute ein kurzer Ausflug und Rückblick, um das Spiel zusammenzufassen. Das Motto lautete: Rudnevs gegen Leno.
Insgesamt 4x scheiterte Rudi am glänzend aufgelegten Leverkusener Torwart.
Leider… Und selbst das Gegentor mussten wir selber übernehmen. In der 18. Minute fälschte Ekdal unglücklich und unhaltbar einen Ball ab und beförderte ihn in Adlers Tor. Das Spiel war hektisch, manchmal ruppig, über weite Strecken ausgeglichen aber nie so, als dass man sich großartig Sorgen machen musste, dass der HSV untergehen könnte. Dafür auch noch mal Danke an René Adler.
Die Leverkusener verwalteten den Vorsprung und gingen letztendlich als glücklicher Sieger von einem Platz, auf dem am gestrigen Tag mehr für die Rothosen drin gewesen wäre. Allerdings war der Fußballgott, wie wir jetzt alle wissen, ja mit anderen Dingen als Fußball beschäftigt…
(mg)

Auswärtsspiel bei Völler, Schmidt & Co.

Nächster Halt: Leverkusen.

Am Sonntag gibt es das Rückspiel gegen das Team von Roger Schmidt, dessen Hinspiel im Hamburger Volkspark mit einem heiß umkämpften Unentschieden endete.

Unrühmlicher Höhepunkt: die Bierbecher-Wurfgeschosse aus der Nordkurve, auf die sich warm machenden Ersatzspieler um Hakan Calhanoglu.

Nach dem guten Auftritt, am vergangenen Sonntag gegen die Hertha aus Berlin, bin ich sehr gespannt auf das Spiel in Leverkusen.
Leverkusen ist vom Kader her besser aufgestellt, verfügt über eine gute Mannschaftsstruktur. Auch wenn am Sonntag sehr viele Spieler auf Seiten der Gastgeber fehlen werden sind wir der klare Außenseiter.
Alles außer einer Niederlage wäre in meinen Augen somit ein Erfolg für den HSV.

Was erwarte ich?
Ich hoffe, dass die Mannschaft mit dem nötigen Selbstvertrauen an den Start gehen wird.
Mit aktuell 31 Punkten stehen wir besser da, als es die meisten Fans zu diesem Zeitpunkt erhofft hatten.

In den verbleibenden 9 Spielen fehlen zur „magischen“ 40 noch 9 Punkte.
Also 3 Siege oder 2 Siege und 3 Unentschieden oder 1 Sieg und 6 Unentschieden oder 9 Unentschieden…
Mit einer engagierten Leistung wäre der HSV am Sonntag durchaus in der Lage, 1 Punkt aus der BayArena mit nach Hamburg zu entführen.

Spannend wird auch die Rückkehr von Schmidt auf die Trainerbank.
Während der 3 Spiele-Sperre gegen ihren Trainer, konnte die Werkself lediglich am vergangenen Wochenende, nach einer Aufholjagd in Augsburg, aus einem 0-3 noch ein 3-3 und damit einen Zähler einfahren.

Zum Spiel.
26. Spieltag
Anstoß: So. 13.03.2016, 15:30 Uhr, BayArena, Leverkusen
Der Tabellen-Achte trifft auf den Tabellen-Zehnten

In der Heimtabelle steht Bayer auf Platz 9 (5 Siege, 3 Unentschieden und 2 Niederlagen). Der HSV belegt in der Auswärtstabelle Platz 10. (4 Siege, 3 Unentschieden und 5 Niederlagen)

Schiedsrichter:
Dinkert (Lebecksmühle)

74 Spiele in der 1. Bundesliga (294 gelbe, 5 Gelb-Rote Karten, 1 Rote Karten, 15 Elfmeterpfiffe)
5 Spiele des HSV: 2 Siege, 1 Niederlagen, 2 Unentschieden
10 Gelbe Karten, 1 Gelb-Rote und 0 Rote Karte, 0 Elfmeter
(Gegner: 7 Gelbe, 0 gelb-rote, 0 rote Karte, 0 Elfmeter)

Assistenten:
Christ (Münchweiler), Aarnink (Nordhorn)
Vierter Schiedsrichter:
Ben. Brand (Bamberg)

sky:
Moderation: Thomas Wagner
Kommentar: Fritz von Thurn und Taxis

Bilanz aus Sicht des HSV:
73 Spiele
26 Siege 20 Unentschieden 27 Niederlagen 91:106 Tore

Letzter Auswärtssieg in Leverkusen:
22.02.2009 1:2 Torschütze: 2x Jansen (Trainer: Martin Jol)
Letztes Auswärtsspiel in Leverkusen:
04.04.2015 4:0

Formtabelle der letzten 5 Spiele:
HSV:
Platz 7: 2 Siege / 2 Unentschieden / 1 Niederlagen 8 Pkt 8-6 Tore
Bayer 04 Leverkusen:
Platz 15: 1 Siege / 1 Unentschieden / 3 Niederlagen 4 Pkt 7-12 Tore

Kader: (voraussichtlich)

HSV:
Adler, Drobny, Jung, Djourou, Drmic, Ilicevic, Diekmeier, Holtby, Lasogga, Hunt, Ostrzolek, Müller, Cleber, Sakai, Kacar, Rudnevs, Bahoui, Ekdal

Trainer: Labbadia

Bayer 04 Leverkusen:
Leno, Jedvaj, Ramalho, Tah, Wendell, K. Papadopoulos, Calhanoglu, Bellarabi, Mehmedi, Kießling, Chicharito, Kresic, Yelldell, Boeder, Frey, Henrichs, Yurchenko, Brandt, R. Kruse

Sperren drohen:
Hamburger SV: Ostrzolek, Jung, Lasogga, Gregoritsch, Ekdal (4 Gelbe Karten)
Bayer 04 Leverkusen: K. Papadopoulos (4 Gelbe Karten)

Meine Wunschelf:
Adler – Sakai, Djourou, Cleber, Ostrzolek – Holtby, Ekdal – Hunt – Müller, Ilicevic – Drmic

#NurderHSV
(CM)

Brustlöser

Habe ich jemals geschrieben, dass der HSV eine Wundertüte ist?
Ich nehme alles zurück.
Denn eigentlich ist der von uns allen so geliebte Fußballverein berechenbar wie eine Schweizer Kuckucksuhr.
Geht es gegen Gegner auf der so oft bemühten „Augenhöhe“, kann man sein letztes Hemd drauf verwetten, dass das in fast allen Fällen daneben geht. Ein Pünktchen wird es, wenn es hoch kommt und wenn Glück, Schiri, Rasen und natürlich der Gegner selber, mitspielt.
Setzt man dagegen nicht einen Pfifferling darauf, dass die Rothosen als Sieger vom Platz gehen, da die gegnerische Elf spielerisch besser, tabellarisch viel höher angesiedelt und das eigene Selbstbewusstsein eh gerade angekratzt ist, dann, ja dann, wachsen sie über sich hinaus und ziehen sich an den eigenen Haaren aus der Minikrise.

So auch am Sonntag. Es kam: der Tabellen Dritte! Die letzten sechs Jahre trat die Hertha jeweils siegreich die Heimfahrt von Hamburg nach Berlin an. Was also sollte man großartig erwarten?

Was genau Bruno Labbadia mit der Mannschaft angestellt hatte, in den vergangenen vier Tagen, nach dem grottigen Spiel gegen Schalke?
Man wird es wohl nie erfahren.
Am Anfang stand jedenfalls eine nicht unerhebliche Umstellung in der Startaufstellung.
Endlich war er wieder da: Albin Ekdal, schmerzlich vermisst in den letzten Monaten, als Ballverteiler, Ruhepol aber auch kluger Kopf (oder sollte ich sagen, Fuß?), der stets den Weg durch noch so gut gestaffelte Gegnerketten, nach vorne sucht. Auch Aaron Hunt erhielt einmal mehr das Vertrauen des Trainers. Für ihn musste Kacar weichen. Lasogga und Drmic fanden sich zugunsten Ilicevic und Rudi auf der Bank. Die Aufstellung somit etwas offensiver als die gegen Schalke.

Ja, da war noch eine Restangst spürbar, in der ersten Halbzeit. Aber auf beiden Seiten. Es war fast wie Beamtenmikado: wer sich als erstes bewegt, hat verloren. Nur, dass es eben darum ging, den ersten Fehler zu vermeiden, den der Gegner vielleicht gnadenlos hätte ausnutzen können.
Für die Hamburger wäre ein Führungstor der Hertha fatal gewesen. Ich wage zu bezweifeln, dass man mit der Kopflast, die man nach den Spielen gegen Ingolstadt, Frankfurt und Schalke mit sich rumschleppte, den Vorsprung wieder hätte einholen, geschweige denn das Spiel drehen können.
Und so ging es mit einem trägen 0:0 in die Kabinen.

Dort gab es wohl einen ordentlichen Schluck aus der Motivationsflasche, denn in der 2. Halbzeit wurden die Hamburger lockerer. Sakai wurde immer stärker (und frecher), Holtby legte noch einen Zahn drauf und in der 57. Minute auch (mit kleiner Hilfe des Berliners Stark) für Nicolas Müller auf. Der wählte die rechte untere Ecke und zauberte den Ball ins Netz des Berliner Keepers Jarstein.
Tor! Unglaublich Unfassbar! Tor gegen die Hertha! 1:0! Aber noch über eine halbe Stunde zu spielen…

Doch im Gegensatz zu den vergangenen Spielen steckten unsere Jungs nicht auf, setzten nicht auf Verwaltung und zogen sich zurück.
Der Treffer schien wie ein Brustlöser!
Man legte noch einen Gang zu und plötzlich klappte das auch mit den Pässen um Klassen besser!
Und wieder war es unser „Duracel-Häschen“, der für die Einleitung des Entscheidungstores sorgte.
Über Ilicevic und Hunt kam der Ball zu Holtby, der erneut für Müller auflegte. Müller traf und schnürte seinen ersten Doppelpack im Dress der Hamburger. Er überholte mit seinem insgesamt 7. Treffer Kollege Lasogga, der die gesamten 90 Minuten nicht zum Einsatz kam.

Dafür erlebte ein anderer seine Premiere in der Kulisse des Volksparkstadions: Nabil Bahoui, schwedischer Winterzugang, durfte in der 88. Minute erste Bundesligaluft schnuppern.
Ich freue mich darauf, mehr von ihm zu sehen.
Bis dahin hoffe ich, dass dieser Sieg mehr als ein Strohfeuer war, sich die Mannschaft in sich stabilisiert und am Sonntag dort weitermacht, wo sie gestern aufgehört hat.
Was soll da passieren? Schließlich spielen wir gegen Leverkusen. Da stehen wir, bei den Wettanbietern, sicherlich nicht in der Favoritenrolle.
Also: was soll da schief gehen, im Schweizer Uhrwerk?
(mg)

Umfrage 2 zu den Hauptverantwortlichen des HSV & des Supporter Club (SC)

Leider ist es hier nicht möglich, einzelne Kommentare unter den jeweiligen Umfragepunkte abzugeben. Wenn Ihr Anmerkungen habt, schreibt diese Bitte jeweils am Ende in die Kommentarfunktion. Ihr müsst Euch nicht mit Klarnamen bei der Kommentarfunktion anmelden. Diese Anmeldung dient lediglich zum Schutz vor „Spam“

Zum ersten teil der Umfrage gelangt Ihr hier:  http://www.blog-perlen.de/?p=541

Vielen Dank für Eure Teilnahme!

Beide Umfragen enden am Freitag, 10.03.2016 um 23:59:59 Uhr

Frage 1:

Wie benotet Ihr die Arbeit von Didi Beiersdorfer (1= sehr gut, 6 = ungenügend)

  • 3 (41%, 24 Votes)
  • 4 (19%, 11 Votes)
  • 2 (15%, 9 Votes)
  • 5 (10%, 6 Votes)
  • 6 (8%, 5 Votes)
  • Kann ich nicht beurteilen (5%, 3 Votes)
  • 1 (2%, 1 Votes)

Total Voters: 59

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Frage 2:

Wie benotet Ihr die Arbeit von Peter Knäbel? (1 sehr gut, 6 ungenügend)

  • 3 (40%, 24 Votes)
  • 5 (20%, 12 Votes)
  • 4 (15%, 9 Votes)
  • 2 (13%, 8 Votes)
  • 6 (10%, 6 Votes)
  • Kann ich nicht beurteilen (2%, 1 Votes)
  • 1 (0%, 0 Votes)

Total Voters: 60

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Frage 3:

Wie benotet Ihr die Arbeit von Bernhard Peters? (1 sehr gut, 6 ungenügend)

  • Kann ich nicht beurteilen (41%, 24 Votes)
  • 3 (29%, 17 Votes)
  • 2 (9%, 5 Votes)
  • 5 (7%, 4 Votes)
  • 6 (7%, 4 Votes)
  • 4 (5%, 3 Votes)
  • 1 (2%, 1 Votes)

Total Voters: 58

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Frage 4:

Wie benotet Ihr die Arbeit vom Supporter Club? (1 sehr gut, 6 ungenügend)

  • 3 (25%, 15 Votes)
  • Kann ich nicht beurteilen (25%, 15 Votes)
  • 2 (17%, 10 Votes)
  • 4 (15%, 9 Votes)
  • 5 (10%, 6 Votes)
  • 6 (5%, 3 Votes)
  • 1 (2%, 1 Votes)

Total Voters: 59

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Umfrage Teil 1 zur sportlichen Entwicklung des HSV & der Abstiegsplätze

Leider ist es hier nicht möglich, einzelne Kommentare unter den jeweiligen Umfragepunkte abzugeben. Wenn Ihr Anmerkungen habt, schreibt diese Bitte jeweils am Ende in die Kommentarfunktion. Ihr müsst Euch nicht mit Klarnamen bei der Kommentarfunktion anmelden. Diese Anmeldung dient lediglich zum Schutz vor „Spam“

Zu Teil 2 der Umfrage gelangt Ihr hier:  http://www.blog-perlen.de/?p=545

Vielen Dank für Eure Teilnahme!

Beide Umfragen enden am Freitag, 10.03.2016 um 23:59:59 Uhr

Umfrage

Frage 1:

Was hat sich positiv beim HSV in der aktuellen Saison im Vergleich zur Vorsaison 2014/15 verändert?

  • Abwehrverhalten (79%, 65 Votes)
  • Umschaltspiel (45%, 37 Votes)
  • Aufbauspiel (39%, 32 Votes)
  • Torausbeute (23%, 19 Votes)
  • Leider nichts (5%, 4 Votes)

Total Voters: 82

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Frage 2:

Wie benotet ihr die Transferpolitik des HSV für die aktuelle Saison 2015/16? (1 sehr gut, 6 ungenügend)

  • 3 (43%, 36 Votes)
  • 4 (22%, 18 Votes)
  • 2 (17%, 14 Votes)
  • 5 (11%, 9 Votes)
  • 6 (7%, 6 Votes)
  • 1 (0%, 0 Votes)

Total Voters: 83

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Frage 3:

Wie sollte der HSV im Sommer bei den Transfers vorgehen?

  • Nur geringe Ablösesummen zahlen. (max. 3-5 Mio) (58%, 46 Votes)
  • Egal, Hauptsache die Mannschaft wird besser (28%, 22 Votes)
  • Nur noch Spieler bis max. 23 Jahre verpflichten (25%, 20 Votes)
  • Nur ablösefreie Spieler verpflichten (18%, 14 Votes)

Total Voters: 80

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Frage 4:

Welche Mannschaften steigen in diesem Jahr ab? (Direktabstieg)

  • Hannover 96 (100%, 79 Votes)
  • Eintracht Frankfurt (35%, 28 Votes)
  • TSG 1899 Hoffenheim (34%, 27 Votes)
  • Darmstadt 98 (24%, 19 Votes)
  • SV Werder Bremen (5%, 4 Votes)
  • FC Augsburg (0%, 0 Votes)
  • Hamburger SV (0%, 0 Votes)
  • 1. FC Köln (0%, 0 Votes)
  • VFB Stuttgart (0%, 0 Votes)
  • FC Ingolstadt (0%, 0 Votes)

Total Voters: 79

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Frage 5:

Welche Mannschaft spielt in diesem Jahr die Relegation? (Platz 16 nach dem 34. Spieltag)

  • Eintracht Frankfurt (41%, 32 Votes)
  • Darmstadt 98 (26%, 20 Votes)
  • TSG 1899 Hoffenheim (17%, 13 Votes)
  • SV Werder Bremen (13%, 10 Votes)
  • Hamburger SV (3%, 2 Votes)
  • FC Augsburg (1%, 1 Votes)
  • VFB Stuttgart (0%, 0 Votes)
  • 1. FC Köln (0%, 0 Votes)
  • Hannover 96 (0%, 0 Votes)
  • FC Ingolstadt (0%, 0 Votes)

Total Voters: 78

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Frage 6:

Im Welchen Bereich sollte sich der HSV im Sommer verstärken?

  • Mittelsturm (55%, 44 Votes)
  • Linke Aussenverteidigung (45%, 36 Votes)
  • Innenverteidigung (38%, 30 Votes)
  • Offensives Mittelfeld (30%, 24 Votes)
  • Aussenbahnen (28%, 22 Votes)
  • Rechte Aussenverteidigung (8%, 6 Votes)
  • Torwart (3%, 2 Votes)
  • Defensives Mittelfeld (3%, 2 Votes)

Total Voters: 80

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„Wenn Du aus der Hauptstadt kommst…“

Aufgrund der englischen Woche gab es gestern einen fußballfreien Freitag. Zeit also, um einen Ausblick auf das Spiel am Sonntag zu wagen.

Vor der Saison habe ich mit einem Herthaner noch gewettet, dass wir am Ende der Saison mit dem HSV vor Hertha stehen werden. Tja, so kann man sich täuschen. Glückwunsch zur gewonnenen Wette nach Berlin.

Auch sonst habe ich eher weniger gute Erinnerungen an Berlin gemacht. Das einzige Highlight aus sicht des HSV war dieses merkwürdige Spiel in Berlin am 4.10.2009 das wir dank 2 kurioser Treffer von Jarolim (!!!) und Ze Roberto mit 3-1 gewinnen konnten. Mit freundlicher Unterstützung des zuvor eingewechselten Torwarts Burchert. Sonst? Letzter Heimsieg 2010 mit 1-0.

Hertha spielt in dieser Saison sehr konstant. Ruhig, abgeklärt und sehr diszipliniert. Mit jetzt 42 Punkten stehen sie zurecht auf Platz 3. 3 Punkte vor der Borussia aus Mönchengladbach und immerhin schon 7 Punkte Vorsprung auf Platz 7 (Nicht-EL-Platz).

 

Kommen wir zum HSV. Gegen Gladbach gewonnen, dann in Frankfurt, gegen Köln und Ingolstadt jeweils Unentschieden und auf Schalke dann 2-3 verloren.

Wurden jetzt Punkte verschenkt oder haben wir glückliche Punkte gewonnen? Es wäre sicher mehr drin gewesen, aber insgesamt ist die Punkteausbeute OK. Die Auftritte gegen Ingolstadt und auf Schalke waren allerdings etwas enttäuschend, wenn man das spielerische in die Waagschale wirft. Gerade auf Schalke hat mit Aaron Hunt ein sehr wichtiger Spieler gefehlt. Jaja, ich weiss. Bei Aaron scheiden sich die Geister. Gar ein zweiter #HW4 ? Bei den Fans sicherlich. Ich halte da zu Bruno. Aaron kann das Tempo bestimmen. Mit seiner Klasse und seinem Instinkt weiß er genau, wie er das Spiel bestimmen kann. Sicher kann er noch torgefährlicher werden. Aber seine schnellen, kurzen Pässe oder auch das „den Fuß auf den Ball stellen“ oder seine langen Pässe haben gegen spielstarke Schalker gefehlt. (Neben vielen anderen Sachen die in diesem Spiel auch gefehlt haben…)

 

Was erwarte ich am Sonntag? Ich muss ehrlich zugeben, ich erwarte aus den kommenden beiden Spielen nicht viel. Für mich sind es Spiele, wo wir Punkte holen können, die man nicht eingeplant hat. Also jeden Punkt, den wir gegen Hertha und auch in Leverkusen holen, wäre für mich ein Bonuspunkt. Wenn beide Mannschaften ihre Normalform abrufen, werden wir keine Chance haben. Also gilt es diese zu nutzen 😉

 

 

Zum Spiel.

  1. Spieltag

Anstoß: So. 06.03.2016, 17:30 Uhr, Volksparkstadion, Hamburg

Der Tabellen-Elfte trifft auf den Tabellen-Dritten

 

In der Heimtabelle steht der HSV auf Platz 14 (3 Siege, 4 Unentschieden und 5 Niederlagen). Die Hertha aus Berlin belegt in der Auswärtstabelle Platz 5. (5 Siege, 2 Unentschieden und 5 Niederlagen)

 

Schiedsrichter: Dr. Brych (München)

208 Spiele in der 1. Bundesliga (718 gelbe, 24 Gelb-Rote Karten, 18 Rote Karten, 56 Elfmeterpfiffe)

24 Spiele des HSV: 9 Siege, 8 Niederlagen, 7 Unentschieden

39 Gelbe Karten, 3 Gelb-Rote und 1 Rote Karte, 5 Elfmeter

(Gegner: 46 Gelbe, 0 gelb-rote, 1 rote Karte, 4 Elfmeter)

Assistenten: Borsch (Mönchengladbach), Lupp (Zossen)

Vierter Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

 

sky:

Moderation: Jessica Kastrop

Kommentar: Kai Dittmann

 

Bilanz aus Sicht des HSV:

65 Spiele

25 Siege 13 Unentschieden 27 Niederlagen 99:97 Tore

 

Letzter Heimsieg gegen Hertha BSC:

06.03.2011   1:0     Torschütze: Jansen (Trainer: Bruno Labbadia)

Letzte Heimniederlage gegen Hertha BSC:

20.03.2015   0:1     Torschütze: Langkamp

 

Formtabelle der letzten 5 Spiele:

HSV:

Platz 11: 1 Siege / 3 Unentschieden / 1 Niederlagen 6 Pkt 7-7 Tore

Hertha BSC:

Platz 7:   2 Siege / 2 Unentschieden / 1 Niederlagen 8 Pkt 4-3 Tore

 

Kader: (voraussichtlich)

 

HSV:

Adler, Drobny, Jung, Drmic, Ilicevic, Diekmeier, Holtby, Lasogga, Hunt, Ostrzolek, Müller, Cleber, Spahic, Sakai, Kacar, Schipplock, Rudnevs, Bahoui

 

Trainer: Labbadia

 

Hertha BSC Berlin:

 

Jarstein, Kraft, Weiser, Stark, Brooks, Plattenhardt, Lustenberger, Skjelbred, Haraguchi, Darida, Kalou, Ibisevic, Mittelstädt, Pekarik, j. van den Bergh, Baumjohann, Beerens, Cigerci, Hegeler, Ronny, Stocker, Kurt, Schieber

 

Sperren drohen:

Hamburger SV: Ostrzolek, Jung, Lasogga, Spahic (4 Gelbe Karten)

Hertha BSC: Plattenhardt, Haraguchi (4 Gelbe Karten)

 

Meine Wunschelf:

Adler – Sakai, Spahic, Cleber, Diekmeier – Holtby, Kacar – Hunt – Müller, Ilicevic – Drmic

 

 

#NurderHSV

(CM)

Copy & Paste! (#S04HSV)

Nach 30 Minuten habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich heute nicht den Blog vom vergangenen Montag nehme, ihn einfach kopiere, den Gegner austausche und als Nachbericht für das Grottenspiel gegen Schalke veröffentliche.
Zu ähnlich war das Geschehen auf dem Rasen in den ersten Minuten, bei dem der Hsv mit einer frühen Führung, einem (diesmal vielleicht nicht ganz so schönen) Tor und dazu noch auswärts, glänzte.
Danach dasselbe Spielchen wie vor vier Tagen. Man stellte das Spielen ein, zirkelte Pässe wie ein Regionalligist und ging davon aus, dass die Schalker die restlichen gut 86 Minuten, plus Nachspielzeit auch nichts anders tun würden, außer sich in der Nase zu bohren und den drei Punkten nachzutrauern.
Frechheit. Denn das taten sie so überhaupt nicht! Wie die Ingolstädter vor ihnen drehten sie richtig auf. Dreimal rettete Adler allein bis zur 27. Minute gegen aggressive Gelsenkirchener die Führung. Dazu schenkte Schiri Günter Perl den Hanseaten in der 22. Minute den 1. von 2 nicht gegebenen Elfmetern, indem er übersah, was Ostrzolek mit seinem Gegenüber Schöpf im Strafraum veranstaltete.
Acht Minuten vor dem Halbzeitpfiff kam was kommen musste: Meyer tanzte Lasogga (sehr behäbig) und Jung (unverhältnismäßig unsicher) aus und zirkelte den Ball rechts oben ins Netz vom (schuldlosen) Adler. Auch das kurz davor stattgefundende Foul an Jung übersah der Pullacher Schiri geflissentlich. Und mit ihm zusammen sämtliche Sky-Kommentatoren.
Djourou erwies seiner Mannschaft dann in der 45. Minute noch einen Bärendienst, als er zweimal innerhalb von fünf Minuten Belhanda von den Füßen holte und mit zweimal Gelb und der folgerichtigen Roten Karte frühzeitig duschen gehen konnte.
Schon da ahnten die etwa 3000 mitgereisten Hsv-Fan in der Veltins-Arena nichts Gutes.
Labbadia nahm den (harmlosen) Drmic runter und Cleber kam.
Mit 10 Leuten noch auf Sieg? Lieber nicht. Und so verlagerte man sich sichtbar auf das Verwalten des 1:1.
Perl schenkte den Hamburgern dann noch den 2. Elfer. Diesmal war es Cleber, der sich bedanken durfte. Ungestüm rammelte er Huntelaar im Strafraum griechisch-römisch um.
Der holte sich seinen Treffer dann aber doch noch kurz danach mit einem Abseitstor, in der 66. Minute. Auch hier schlief Perl den Schlaf der Gerechten.
In der 77. Minute fiel das Fallbeil über den Hamburgern, den Kacar, mit einem netten Törchen in der Nachspielzeit, noch in ein schmeichelhaftes 3:2 verwandelte.
Irgendwo dazwischen ging eine weitere Nachsichtigkeit des unfassbar schlechten Schiris unter: auch dem Hsv wurde ein berechtigter (Hand-)Elfer verwehrt.
Doch seien wir ehrlich, ein 3:3 wäre wirklich nicht gerechtfertigt gewesen.
Ja, ich bin sauer! Ich bin sogar stinksauer! Was fällt den Hamburgern eigentlich ein, ihren Fans solch eine Leistung zuzumuten?
Es wird nicht lange dauern und Labbadia wird sich die ersten unbequemen Fragen, nach einer Entwicklung stellen lassen müssen!
Und eines kann er mir bei der Gelegenheit auch gleich mal erklären: wieso stand ein (grottenschlechter) Lasogga wieder in der Startelf? Wieso muss man Rudi wieder das Selbstbewusstsein beschneiden?
Letzte Woche schrie der halbe Volkspark noch „zweite Liga, Bremen ist dabei…“
Der Abstand auf den uns so wohl bekannten Relegationsplatz beträgt NOCH fünf Punkte! Und den Relegationsplatz belegt nicht mehr Werder Bremen! Und am Sonntag kommt die Hertha!
Und nun tue ich es doch, den Satz aus meinem letzten Blog kopieren und ihn aktuell wie eh und je hier zu präsentieren: spielen wir gegen Berlin ähnlich emotionslos, gibt es (noch) eine Klatsche.
Ach ja, auf den Sprung über die 30Punkte-Marke warten wir natürlich immer noch. Aber das nur am Rande. Denn mit dem Mund hatten Djourou und Co den ja schon eingefahren! Und die Statistik beweist: je mehr im Vorfeld gefaselt wird, umso weniger kommt hinterher dabei raus!
Ich bin sauer, die Mannschaft wieder komplett verunsichert und selbst Bruno scheint sie nicht mehr zu erreichen.
Der erzählte die Woche übrigens was von Stabilität. Er sagte aber nicht, welche genau er meinte. Ich habe auch nicht wirklich eine gesehen!
(mg)