Das war K(r)ampf!

Tja, liebe Leute, so geht das eben nicht. Mal eben ein Zaubertor hinlegen, bei dem das Spiel mal wieder richtig nach Fußball aussah, um anschließend zwei Gänge runterzuschalten und das Ergebnis zu verwalten! Das klappt vor allem dann nicht, wenn der Gegner sich mit Händen, Füßen und was sonst noch kurzfristig zur Verfügung steht, heftigst wehrt. Dass dabei der ein oder andere (unnötige) Schauspieleinsatz hinzukommt und auch mal gnadenlos gesenst wurde… Fußball ist eben kein Kindergeburtstag! Letztes Jahr, gegen Leverkusen, waren doch alle noch so begeistert vom Kampfgeist! Schön war auch damals anderer Fußball! Und gesenst wurde auch. Ja, das ein oder andere Foul sah am Samstag nicht gut aus und war sicher auch nicht nötig. Letztendlich haben die Ingolstädter aber doch erreicht, was sie wollten: sie haben 1 Punkt aus dem Volksparksstadion entführt. Übrigens sprechen die Statistiken eine andere Sprache als das Gefühl: hier stehen 17 Hamburger Fouls zehn des Gegners gegenüber. Und ernsthaft, wenn nicht mal jeder zweite Pass dahin kommt, wo er hin soll, wen wundert da noch dieses zerfahrene Spiel das wir, insbesondere in der 2. Halbzeit zu sehen bekamen? Ja, wir sind mal wieder drei Kilometer mehr gelaufen. Die Frage ist nur: wohin? Zielführende waren sie jedenfalls nicht. Daran änderten auch die Auswechslungen, die Bruno vornahm, dieses Mal nichts. Ilicevic, Kacar und auch Lasogga (war der überhaupt mal am Ball?) reihten sich mühelos in den Harmlosreigen ihrer Mannschaftskollegen ein. Dazu war es fast bezeichnend, dass der in der letzten Woche noch so viel gelobte Gideon Jung nicht unschuldig am Ausgleich, in der 61. Minute war. Man wusste doch, dass die Ingolstädter, gerade bei Standards, immer gefährlich sind! Hinterseer so sträflich freistehen zu lassen… Selber schuld, würde ich sagen. Im Grunde kann man froh sein, dass es nicht nochmal im Kasten von Adler geklingelt hat. Die Chancen dafür waren jedenfalls da. 12:7 lautete letztendlich das Ergebnis der Torschussstatistik. 12:7 – für die Ingolstädter, nicht für die Hamburger. Und jetzt kommt mir nicht wieder mit dem Spruch „vor einem Jahr hätten wir das Ding noch versemmelt“. Damit muss bald mal Schluss sein. Denn das neue Buli-Jahr ist schon 23 Spieltage alt! Und dieses Jahr können wir uns nicht drauf verlassen, dass die Aufsteiger so einfach gewillt sind, wieder abzusteigen! Sie wehren sich. Mit Händen und Füßen und allem, was sonst noch so zur Verfügung steht. Gut, das Loblied von Hasenhüttl, á la Tiki-Taka-Fußball seiner 11 war wohl ein paar Stufen übertrieben. Schließlich reden wir immer noch über ein 1:1 und nicht über ein 1:7 oder so. Aber eines bleibt festzuhalten: spielen wir, am Mittwoch gegen Schalke ähnlich emotionslos, gibt es eine Klatsche. Und dann wird weiter gewartet, auf den Sprung über die 30-Punkte-Marke. Die haben die Ingolstädter übrigens gerissen. Am Samstag. Im Volkspark… (mg)

Premiere im Volkspark

Morgen ist es so weit. Endlich wieder Heimspiel im Volksparkstadion.

Wir begrüßen die Gäste aus Ingolstadt, zu Ihrer Premiere bei uns in Hamburg.

Das Hinspiel endete 1:0, durch einen abgefälschten Freistoss von Michael Gregoritsch.
Insgesamt war es ein ausgeglichenes Kampfspiel, mit einem nicht unverdienten Auswärtssieg.

Aufgrund der Konstellation am heutigen Spieltag, kann der HSV durch einen Heimsieg einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt gehen.
Bei einem Sieg würden bereits 30 Punkte auf der Habenseite stehen.
Bei dann noch 11 Spielen wären es „nur“ noch 10 bis zur magischen 40.
Die Konkurrenten um den Klassenerhalt haben ebenso schwierige Aufgaben vor der Brust.
Spannend wird es im direkten Duell an der Weser, wo Darmstadt zu Gast ist. Aktuell für mich der leichte Favorit in diesem Spiel. Zurück zu unserem HSV

Zum Spiel.
23. Spieltag

Anstoß: Sa. 27.02.2016, 15:30 Uhr, Volksparkstadion, Hamburg

Der Tabellen 12. Trifft auf dem Tabellen 10.

In der Heimtabelle steht der HSV auf Platz 13 (3 Siege, 3 Unentschieden und 5 Niederlagen). Die „Schanzer“ aus Ingolstadt belegen in der Auswärtstabelle ebenfalls Platz 13. (3 Siege, 3 Unentschieden und 5 Niederlagen)

Also spricht eigentlich alles für ein Unentschieden

Schiedsrichter: Fritz (Korb)
88 Spiele in der 1. Bundesliga (319 gelbe, 5 Gelb-rot, 10 rote Karte, 17 Elfmeterpfiffe)

8 Spiele des HSV:4 Siege, 4 Niederlagen

15 Gelbe Karten, keine Platzverweis, 1 Elfmeter

(Gegner: 16 Gelbe, 1 gelb-rote, 1 rote Karte, 0 Elfmeter)

Assistenten: Schaal (Tübingen), Pelgrim (Bocholt)

Vierter Schiedsrichter: Siebert (Berlin)

sky:
Moderation: noch nicht benannt.
Kommentar: Marc Hindelang

Bilanz:
1 Spiel 1 Siege 0 Unentschieden 0 Niederlagen 1:0 Tore

Formtabelle der letzten 5 Spiele:
HSV:
Platz 11 1 Siege / 2 Unentschieden / 2 Niederlagen 5 Pkt 6-7 Tore

FC Ingolstadt:
Platz 5 3 Siege / 0 Unentschieden / 2 Niederlagen 9 Pkt 5-5 Tore

Kader:

HSV:
Adler, Drobny – Diekmeier, Cleber, Djourou, Ostrzolek, Carolus, Sakai, Spahic – Jung, Arslan, Kacar, Holtby – N. Müller, Drmic, Hunt, Ilicevic, Porath, Bahoui – Lasogga, Rudnevs, Schipplock, Olic, Altintas (5 Spieler werden noch gestrichen) Trainer: Labbadia

FC Ingolstadt
Özcan – da Costa, M. Matip, B. Hübner, Ro. Bauer – Roger – P. Groß, Cohen – Mo. Hartmann, Lezcano, Leckie , Nyland (Tor), Blomeyer, Bregerie, Engel, Christiansen, Multhaup, Hinterseer, Kachunga, Lex

Sperren drohen:

Hamburger SV: Ostrzolek, Jung, Lasogga (4 Gelbe Karten)

FC Ingolstadt:M. Matip (4 Gelbe Karten)

Meine Wunschelf:
Adler – Sakai, Spahic, Djourou, Ostrzolek – Holtby, Kacar – Hunt, – Müller, Dremic – Rudnevs

Kacar wird eine Alternative zu Gideon Jung sein, der aufgrund seiner Knöchelprobleme leicht angeschlagen ist.

#NurderHSV

(CM)

Immer nur nörgeln macht Falten!

„Ich habe keine Lust mehr! In den vergangenen beiden Tagen habe ich an einem etwas längeren Beitrag gesessen, um über das Leitbild und künftige Verpflichtungen zu schreiben. Ich versuchte zu erklären, warum man durchaus, trotz des HSV-Leitbildes, in dem man sich auf junge Spieler fokussieren will, auch ältere Spieler verpflichten kann, ja sogar muss.

Ich meine damit auch Spieler, die vielleicht ihren letzten Vertrag beim HSV unterschreiben, um anschließend in die wohlverdiente Fußballrente zu gehen. Oder Spieler Ü23, die (oh Schreck!) auch noch Ablöse kosten. Diesen Beitrag habe ich gelöscht. Ich habe keine Lust mehr. Warum? Es kommen immer wieder Störfeuer aus denselben Ecken, die einfach an allem, was der HSV tut oder auch nicht tut, etwas zum Kritisieren finden. Ich bin es leid, dieses ständig zu kommentieren oder das Gefühl zu haben, ihnen das Gegenteil beweisen zu müssen.

Jeder darf seine Meinung haben. Jeder hat die Möglichkeit sich zu äußern. Und ich werde den HSV (da unterscheide ich nicht zwischen eV und AG, da es für mich EIN Verein ist) sicherlich nicht in allen Dingen verteidigen, nur weil ich für HSVplus war und der Ausgliederung zugestimmt habe. Nein. Auch ich kritisiere weiterhin. Aber sachlich, im Rahmen und mit Argumenten, die ich sammel, bevor ich draufhaue.

Ich habe keine Lust mehr, auf dieses „Ich sehe was Negatives und ihr nicht“ zu reagieren.

Ich freue mich, dass es dem HSV gelungen ist, mit einem der größten HSV Talente der vergangenen Jahre zu verlängern. Ich freue mich auf Mats Köhlert. Ich freue mich auf die „jungen Wilden“; Porath, Feka, Gregoritsch, Jung, Altintas und Köhlert

Und ich freu mich, meine Konzentration wieder voll auf die Spiele des HSV zu legen und mich nicht von diesen negativen Schwingungen, diesen Platten mit Sprung, runterziehen zu lassen. Darauf habe ich keine Lust mehr.

‪#‎nurderHSV‬
(CM)

Es nervt

Es nervt
Es nervt
Es nervt einfach!

Der gestrige Eklat ist nur die Spitze des Eisbergs. Was ist passiert?

Spiel B04-BVB – Roger Schmidt kommentiert und kritisiert, wie gewohnt, jede Entscheidung des Schiedsrichterteams, meist auch nicht gerade gentlemanlike – Schmidt wird dafür ermahnt – Kießling foult Bender – 5m vom „Tatort“ entfernt führt der BvB schnell aus – Bayers Spieler pennen – Dortmund schießt ein Tor – Schmidt gibt Zwayer die Schuld und tickt aus – Zwayer verweist Schmidt des Innenraums – Schmidt will nicht und zitiert, mit der Ausrede er möchte eine Erklärung für die Verbannung, Zwayer zu sich – Zwayer geht nicht drauf ein und schickt regelkonform den Kapitän zu Schmidt – Schmidt weigert sich immer noch – Zwayer unterbricht das Spiel.
Zwayer hat sich vollkommen korrekt und auch richtig verhalten. Erstens ist es eine Unart, die immer mehr um sich greift, jede noch so kleine Entscheidung zu kommentieren. Das muss nicht sein, das nervt (und bringt auch nichts). Schmidt hat mit seinem Verhalten eine neue Stufe der Missachtung des Schiedsrichters erklommen.
Er wollte den Schiedsrichter wie einen kleinen Schuljungen zu sich zitieren.
Das konnte Zwayer nicht auf sich sitzen lassen.
Zwayer hat alles richtig gemacht. (das Handspiel war später und hat nichts mit dieser Situation zu tun).

Die Krönung des Ganzen gab es nach dem Spiel. Als wenn sich Bayers Verantwortliche nicht schon genug in die Scheiße geritten hatten, legten sowohl Schmidt als auch Völler nochmal nach. Schmidt gab indirekt dem Schiedsrichter die Schuld, entschuldigte sich dann aber … bei der Mannschaft. Von Einsicht also keine Spur.
Und Völler musste selbst das noch toppen, indem er Zwayer unterstellt hat, er hätte den Handelfmeter bewusst nicht gegeben.
Ich hoffe die beiden erhalten ganz empfindliche Strafen, denn sie sind beide Wiederholungstäter und haben gestern nach dem Spiel immer noch nicht ihr Fehlverhalten eingesehen.

Wir reden im Fußball von Respekt.
Die Uefa fährt seit Jahren die intensive Kampagne „respect“.
Die Spieler und Verantwortlichen sollten ein Vorbild für die Gesellschaft sein, nur die Akteure sind in den Werbespots zwar sehr aktiv, aber ansonsten lässt der Respekt deutlich zu wünschen übrig.
Es ist nicht nur das ständige Meckern wegen den Schiedsrichterentscheidungen.
Es passiert auch oft genug, dass bei Freistößen der Ball nicht freigegeben wird oder weggeschlagen, vom „Tatort“ entfernt, um sich einen Vorteil zu verschaffen oder an der Seitenlinie wird der Ball nach dem Aus verzögert. Der Spieler läuft 10m mit Ball, ehe er wirft usw usw.
Es sind diese vielen Nicklichkeiten, mit denen man sich einen unfairen Vorteil verschaffen will.

Das alles nervt gewaltig. Ursprünglich komm ich ja vom Handball, sprich ich war aktiver Spieler.
In den 90ern hatten wir eine ähnliche Entwicklung zu verzeichnen.
In den letzten Jahren wurde jedoch aktiv dagegen gewirkt.
Bei großen Turnieren oder in der Liga, also dort, wo die Vorbilder der Kids spielen, sieht man nicht mehr, dass sich über Schiedsrichterentscheidungen aufgeregt wird.
Selbst als die deutsche Nationalmannschaft bei der EM unter äußerst merkwürdigen Entscheidungen zu leiden hatte, war es „nur“ Kretsche, der seine besten Zeiten in den 90ern hatte, der sich aufgeregt hat.
Ansonsten hat jeder diese Entscheidungen akzeptiert und ließ sich selbst von den Reportern nicht zu Kritik bewegen.

Und das ist gut so. In der Winterpause war ich mal wieder in der Halle.
Vor dem Spiel der Männer, das ich sehen wollte, spielte die C-Jugend.
Einer der Kids fing auch an zu lamentieren, prompt kam von einem der Männer der Spruch: „Pascal, wenn du labern willst, dann geh zum Fußball“.
Rums, das hatte gesessen.
Im Handball sind die, die lamentieren, als Pussys, Weicheier oder Warmduscher verschrien. So hat sich das Blatt gewendet.
Es wird nicht mehr über den Schiedsrichter gelabert, höchstens auf der Tribüne.
Aber auch das hat merklich abgenommen. Beim Handball hat man bereits früh gemerkt, dass es so nicht weitergehen konnte.
Der DHB und die DHL haben es vorgemacht, die regionalen Verbände haben nachgezogen. Und auch bei uns im Verein ist es zunehmend verpönt, sich unsportlich zu verhalten.
Das was früher als clever galt, ist jetzt unsportlich.
Die Atmosphäre ist wesentlich angenehmer geworden, der Sport steht im Vordergrund, so wie es sein soll.

Für den Fußball wäre es gut, er würde eine vergleichbare Entwicklung nehmen.
Aber was nutzt das ganze Predigen im Jugendverein, wenn die Schmidts, Völlers, Rummenigges, Ronaldos, Messis, Ibrahimovics dieser Welt als clever gelten, wenn sie sich unsportlich verhalten.
Erst wenn diese Akteure ihrer Vorbildfunktion gerecht werden, wird der Sport sauber werden können. Bis dahin ist alles, was die Trainer usw versuchen ihren Kids und erwachsenen Spielern an Werten beizubringen, vergebene Liebesmüh.
Beim Frauenfußball geht es doch auch.

Es sollte dringend was passieren, denn es nervt (fb)

Zwei Punkte versemmelt

Hunt in der 11., Jung in der 20., Rudi in Minute 25 und auch Nicolai Müller, in der 44., reihten sich ein in eine ärgerliche Aufzählung.
Sie alle hätten ihre Mannschaft, in Frankfurt, in dem bei Fans und Mannschaft so beliebten Flutlichtspiel, zum Auftakt des 22. Spieltages der Fußball-Bundesliga, in Führung schießen können.
Können? Nein, MÜSSEN!
Man munkelt, Bruno sei in der Halbzeitpause mächtig sauer gewesen.
Und womit? Mit Recht!
7:1 lautete die Torschussbilanz nach 45 Minuten.
Die Frankfurter? Nur ein laues Lüftchen bis zu dem Zeitpunkt. Selbst von dem im Vorhinein mit vielen Lorbeeren behängten Alex Meier war nichts bis gar nichts zu sehen.
Da ging sogar mal was Sehenswertes nach vorne. Pässe kamen an, Kombinationen funktionierten. Für mich besonders auffällig: Gideon Jung. Der 21Jährige strahlt eine Ruhe und Sicherheit am Ball aus, das ist schon klasse! Er wirkt überlegt, verteilt klug und scheut sich auch nicht, mit nach vorne zu gehen, um den ein oder anderen Ball abzustauben. Spötter sagen, Rudi Völler bastelt schon an einem Angebot…

Doch wie schon so oft in dieser Saison, versagten allen Jungs vor dem Tor die Nerven.
„Uns fehlt vorne die Abgeklärtheit“, sagte ein sichtlich genervter Bruno Labbadia im Nachhinein.
Wer weiß schon wie das Spiel geendet hätte, wäre der ein oder andere Schuss im Ziel gelandet.
Es wäre zumindest Balsam für das mangelnde, anscheinend im Kopf verankerte Selbstbewusstsein gewesen, hätte aufgebaut und neue Kräfte freigesetzt. Da bin ich mir sicher!
Bekanntlich kam es anders. Es schien, als habe die miese Abschlusstechnik am gegnerischen Netz die Frankfurter stark gemacht, für Halbzeit zwei.

Gut, auch Armin Veh wird seinen Jungs noch das ein oder andere Machtwort mit auf den Weg gegeben haben.
Unsere Jungs, so schien es, kamen mit halber Kraft aus der Kabine. Und so war es auch kein Wunder, man ließ die Frankfurter mehr und mehr ins Spiel kommen. Erstmals in der 50. Minute hätte es gut und gerne 1:0 stehen können.
Es folgten Ballverluste der bekannteren Art, zudem standen die Hessen in der 2. Halbzeit hinten kompakter.
Apropos kompakt. Adler bezeichnete die Szene als „ein bisschen griechisch-römisch“, ich als einen klassischen Elfer, den wir mal wieder nicht bekommen haben. In der 56. Minute rangelte Yanni Regäsel Josip Drmic so gar nicht gentlemanlike, im Strafraum nieder. Entweder Stark hat nicht genau hingeschaut oder er legt die Nahkampfregel im 16er ganz besonders eigen aus. Da ist schon für ganz andere Berührungen auf den Punkt gepfiffen worden!
Spätestens mit der Auswechslung von Drmic, dem erneut kein Einstandstreffer gelingen wollte, gegen Kacar, war klar: Bruno wollte lieber mit einem als mit keinem Punkt nachhause fahren.
Und so zitterte man sich bis in die 92. Minute, nahm wahr, dass Adler mal wieder das Spiel festhielt und seufzte erleichtert auf, als endlich der Abpfiff kam.
Und während die Presse dem HSV 3 Spiele ohne Niederlage attestierte, schrieb man den Frankfurtern das 4. Spiel ohne Sieg in die Statistik.
Wie lange sich der am Spielfeld völlig emotions- und mimenlose Armin Veh noch gedulden muss, bevor er mit einer ordentlichen Abfindung wieder aufs heimische Sofa darf, bleibt abzuwarten.
Für uns hoffe ich innigst, dass sich diese leichtfertig verschenkten zwei Punkte nicht noch mächtig bemerkbar machen! Denn auch wenn der Abstand zum Relegationsplatz auf 7 Punkte angewachsen ist (danke, Bremen), Nullnummern dieser Art können auf Dauer teuer werden. Noch sind es 12 Spieltage und mindestens 13 Punkte, die es zu holen gilt. Jungs: die Konkurrenz schläft nicht!
Kampfgeist und Einstellung stimmen. Nun müssen auch mal Tore her. Denn nur die sind es, die mehr als einen Punkt bringen.
Also: Kopf aus- Fuß einschalten und auf geht´s…
(mg)

Nächster Schritt Richtung Klassenerhalt? #SGEHSV

Nach dem ersten Brustlöser, dem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach, vom vergangenen Sonntag, geht es am Freitag Abend nach Frankfurt, zur Eintracht. Das Hinspiel endete im Volkspark leistungsgerecht 0-0. Mit etwas Glück hätte man das Spiel sogar für sich entscheiden können (Ilicevic kurz nach der Pause mit einer Großchance oder Djourou an den Querbalken). Auf der anderen Seite hat ein gut aufgelegter Drobny den Kasten sauber gehalten. Am Freitag hat der HSV die große Chance, den Vorsprung auf den Relegationsplatz zunächst auf 9 Punkte auszubauen und damit die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Nachdem wir jetzt 2x sonntags nachlegen mussten, können wir nun endlich mal vorlegen. Die Chancen stehen schon alleine deshalb gut, da ich das Spiel leider nicht live verfolgen kann. Letztes Mal, als das der Fall war, stationierte der HSV in Gladbach… Zum Spiel. 22. Spieltag Anstoß: Fr. 19.02.2016 / 20:30 Uhr / Commerzbank Arena, Frankfurt Rein tabellentechisch trifft der 15. auf den 11.

In der Heimtabelle steht Frankfurt auf Platz 13. 3 Siege / 3 Unentschieden / 4 Niederlagen bei 17:20 Toren

Der HSV steht in der Auswärtstabelle auf Platz 7 4 Siegen / 2 Unentschieden / 2 Niederlagen bei 12:15 Toren

Schiedsrichter: Wolfgang Stark, Assistenten: Mike Pickel, Martin Petersen, Christian Dingert sky: Moderation: Patrick Wasserziehr, Kommentar: Marcus Lindemann.

Bilanz: 93 Spiele 41 Siege 23 Unentschieden 29 Niederlagen 160:115 Tore Letzter Auswärtssieg in Frankfurt 28.08.2010: 1-3 (HSV Trainer damals Armin Veh) Saison 2014/15: 28.09.2014 HSV – Eintracht Frankfurt 1-2 28.02.2015 Eintracht Frankfurt – HSV 2-1

Formtabelle der letzten 5 Spiele: HSV: Platz 15 1 Siege / 1 Unentschieden / 3 Niederlagen 2 Pkt 6-8 Tore Eintracht Frankfurt: Platz 8 2 Siege / 1 Unentschieden / 2 Niederlagen 7 Pkt 8-10 Tore

• Bruno Labbadia hat als Bundesligatrainer noch kein Spiel gegen Eintracht Frankfurt verloren (4 Siege, 4 Unentschieden) • Armin Veh ist seit August 2009 gegen den HSV ungeschlagen (5 Partien) • Der EX-Hamburger Alexander Meier traf in 9 Heimspielen 7x gegen den HSV

Kader: HSV: Adler, Drobny – Diekmeier, Cleber, Djourou, Ostrzolek, , Sakai, Spahic – Jung, Kacar, Holtby – N. Müller, Drmic, Hunt, Ilicevic, Ekdal, – Lasogga, Rudnevs Trainer: Labbadia
Nicht im Kader: Carolus, Schiipplock, Olic, Altintas , Bahoui, Porath,Arslan, Gregoritsch

Kader Eintracht Frankfurt: Hradecky, Regäsel, Zambrano, Abraham, Hasebe, Stendera, Russ, Aigner, Fabian, Huszti, Meier, Lindner (Tor), Ayhan, Chandler, Djakpa, Ignjovski, Ben-Hatira, Gacinovic, Kittel, Medojevic, Seferovic, Waldschmidt

Sperren drohen Hamburger SV: Ostrzolek (4 Gelbe Karten), Gideo Jung (4 Gelbe Karten), Eintracht Frankfurt: niemand

Meine Wunschelf: Adler Sakai, Spahic, Djourou, Ostrzolek Holtby, Jung, Hunt, Müller, Dremic, Rudnevs

*Sakai hat mich in den letzten beiden Spielen überzeugt. Im Moment hat er Diekmeier hinter sich gelassen. Für Gideon Jung könnte auch Gojko Kacar in die Mannschaft kommen, um aus der Defensive heraus, Alexander Meier aus dem Spiel zu nehmen. In der IV wird unser Kapitän, Johann Djourou, für Cleber in die Mannschaft rücken.

‪#‎NurderHSV‬
(CM)

Das Leitbild des HSV

Naja, hier geht es eher um das Leidbild. Aber fangen wir von vorne an: Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben nach der Ausgliederung beschlossen, dem HSV ein Leitbild zu verpassen und das auch schriftlich für jeden erkennbar festzuhalten. Kann man gut finden, muß man nicht. Also wurde eine externe Agentur damit beauftragt in Zusammenarbeit mit den Angestellten, Fans und Gremien von AG und eV ein Leitbild für den HSV zu erstellen. Herausgekommen ist eine Liste mit Punkten, die zusammengefasst sagen: Wir wollen das Gute und wir wollen Leistungssport. Kann man gut finden, muss man nicht. Kann man auch schlecht finden, aber auch das muß man nicht.

Was festzustellen ist, und da kommen wir zum Leidbild des HSV, es gibt eine relativ große Gruppe, die gegen dieses Leitbild ätzt. Und wer zu dieser Gruppe gehört, das sind die, die immer nur am ätzen und meckern sind. Es sind ausnahmslos die gleichen. Diese Gruppe versucht gar nicht erst etwas positiv zu finden. In diesem Leitbild hätte stehen können, was will, diese Gruppe hätte es negativ beurteilt. Weil diese Gruppe es negativ sehen will. Ich halte das für bedenklich.

Ok, es gibt Menschen, die sehen das Glas halb leer, während die anderen dazu neigen, das Glas halb voll zu sehen. Das ist normal, das sind Emotionen, das ist im Grunde ok.
Ich gebe zu, ich gehöre tendenziell zur letzteren Gruppe und sehe die Dinge in der Regel eher optimistisch.. Aber ich weiß das und hinterfrage mich diesbezüglich immer wieder um am Ende ein möglichst realistisches Bild zu bekommen, das ich dann auch zB hier im Blog teile.
Ich frage mich, warum diese Gruppe, von der ich rede, irgendwann mal aufgehört hat, sich selbst zu hinterfragen und alles nur noch negativ zu deuten. Warum macht man das? Negative Gedanken in diesem Ausmaß machen einen unglücklich und sind kontraproduktiv. Negative Gedanken kann man eindämmen … wenn man will. Sascha Rebiger zB hat einen Twitteraccount https://twitter.com/WunderbarerHSV aufgemacht und twittert dort nur gute Nachrichten. Soweit muß man ja nun nicht unbedingt gehen, aber er hat ja noch seinen Stammaccount.

Aber um nochmal auf das Leitbild zurückzukommen: Der große Wurf ist dem HSV damit nicht gelungen. Was da drin steht, halte ich eigentlich eh für selbstverständlich und frag mich, warum dieser Aufwand.
Und wenn man ehrlich ist, was war denn zu erwarten? Was hätte man anders machen sollen, anders machen können? Wir alle hatten die Möglichkeit uns mit einzubringen, auch die Leute von der Negativgruppe, aber wer hat das Angebot letztlich genutzt? Wenn wir uns nicht einbringen, dann dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn nicht das Ergebnis rauskommt, das wir uns wünschen. Hat was mit kämpfen zu tun. Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Wer hier nicht mitgemacht hat, der hatte quasi von Anfang an verloren und konnte nur hoffen, daß andere zufällig die gleichen Wünsche und Visionen haben und diese auch durchsetzen.

Wollen wir uns nochmals vor Augen halten, warum man diesen Weg der Leitbildbildung gegangen ist: Der HSV hatte in den letzten Jahren so sehr mit sich und mit Grabenkämpfen und mit der sportlichen Misere zu kämpfen, daß zurecht gefragt wurde: „Wofür steht der HSV eigentlich?“ Es wurde gefordert, wir sollten doch diese vermaledeite Bundesligauhr abbauen, wir würden uns zu sehr auf die Traditionen, auf die Vergangenheit konzentrieren, zu wenig im Hier und Jetzt leben, zu wenig in die Zukunft schauen. Dem Verein fehlte gerade nach der Ausgliederung mit den Grabenkämpfen und den Relegationen die Orientierung. Wer oder was ist der HSV, wofür steht der HSV? Das soll das neue Leitbild ändern. Und auch wenn ich es im Grunde für nicht nötig halte, vielleicht ist es gar nicht mal so schlecht, daß man sich diese Punkte mal erarbeitet und aufgeschrieben hat, als (un)verbindliche Zielsetzung. Vielleicht kann man in seinem Tun und Handeln mal innehalten und sagen „Ok, wir entwickeln uns in die richtige/falsche Richtung“. Und man kann ev auch mal den Gremien und handelnden Personen auf die Finger klopfen und ihnen sagen: „Jungs, wir haben ein Leitbild und euer Verhalten passt nicht dazu“, wenn es nötig ist..

Auch wenn dem HSV nicht unbedingt der große Wurf gelungen ist (was wäre eigentlich der große Wurf gewesen?), so ist dieses Leitbild per se nichts Schlechtes. Die Kosten (Die Zahlen schwanken zwischen 60 und 100tsd) sind zwar nicht schön, aber wenn wir ehrlich sind, das sind nicht mal zwei Monatsgehälter von Zoltan Stieber, der wahrlich kein Großverdiener ist. Der Nutzen wird nie greifbar sein, deshalb ist dieses Projekt angreifbar. Einer der Kritikpunkte lautet auch „warum jetzt, wo wir kein Geld haben und Verluste schreiben?“. Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn der Laden läuft, dann kommt die Kritik „Wozu denn, es läuft doch alles“

Und wenn der nächste Sportdirektor kommt und meint, er müsse Spieler in die Trainingsgruppe2 abschieben, dann können wir ihm das Leitbild unter die Nase reiben.
In diesem Sinne, alles mal nicht so eng sehn, alles mal nicht so negativ sehen, positiv in den neuen Tag gehen, es gibt genug, was es wert ist, sich drüber zu ärgern … ‪#‎nurderHSV‬ (fb)

ps: Was noch ganz gut zu dem Thema passt: Ich bekam von der Negativgruppe gestern des öfteren die Kritik zu hören, ich würde in meinem Blog zum Konzernergebnis vieles zu positiv sehen. Ich denke nicht, daß das der Fall ist. Die Zahlen sind beschissen, da beisst die Maus keinen Faden ab. Und das hab ich auch so geschrieben. Es besteht aber auch kein Grund in Panik zu verfallen. Die kann kommen, wenn der nächste Abschluss auch beschissen ist

Anmerkungen zum Konzernergebnis 14/15

Moin liebe Leser, es wurden ja gerade die Bilanz und auch der Konzernlagebericht der AG vom HSV veröffentlicht. Ich hatte ja schon angemerkt, daß ich dazu einen Blog schreiben möchte, also: here we go

Bervor ich anfange, möchte ich aber noch drauf hinweisen, daß man die Vergleiche zu den Vorjahren immer etwas mit Vorsicht geniessen muß. Das eine ist der Gesamtverein, das andere die AG.
Und alle Zahlen betreffen das letzte Geschäftsjahr, das am 30.6.15 geendet hat. Wir hinken also der aktuellen Betrachtung etwas hinterher.

Fangen wir dem Umsatz an: 128,1 Mio im Vergleich zu 118,9 im Schnitt der letzten 4 Jahre. Der Anstieg ist in erster Linie auf erhöhte Transfererträge zurückzuführen.
Der größte Kostenfaktor ist der Personalaufwand mit 69,3 Mio. Der Schnitt der letzten 4 Jahre davor lag bei 61,5 Mio. Auch hier ist der höhere Aufwand in erster Linie mit den erhöhten Transferausgaben zu begründen. Wir haben mehr Geld eingenommen, das aber auch wieder investiert. (Ob gut oder schlecht steht hier nicht zur Debatte)
Das EBITDA (das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug 22,9 Mio. Die vier Jahre zuvor waren es durchschnittlich 18 Mio.
Das Ergebnis war also gar nicht mal sooooo schlecht (schlecht ist es trotzdem), reingerissen haben uns die hohen Abschreibungen mit 40,7 Mio. Im Schnitt der 4 Jahre zuvor haben wir nur 24,5 Mio abgeschrieben. Der Grund für die erhöhten Abschreibungen waren die hohen Ausgaben für Spielerkäufe, die ja anteilsmäßig wieder abgeschrieben werden mussten und die Abschreibung auf die Spielerwerte, die im Zuge der Ausgliederung aktiviert wurden.
Wir haben in 14/15 3,7 Mio an Zinsen zahlen müssen.

Unterm Strich stand dann auch das negative Rekordergebnis von 16,9 Mio Verlust.

Die Verbindlichkeiten liegen am Stichtag bei 89,1 Mio. Frank Wettstein sprach in seinem Interview neulich ja an, daß er die Fälligkeiten der Kredite entzerren möchte. Da wurde von einigen Stellen die Sorge laut, daß wir den Verbindlichkeiten nicht nachkommen können und sie deshalb strecken müssen. Von den 89,1 Mio sind 37,9 Mio innerhalb eines Jahres zu tilgen, 45 Mio im Zeitraum von 1-5 Jahren und 6,2 Mio haben noch eine Laufzeit von über 5 Jahren. In den 37,9 Mio sind der Großteil die sogenannten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (davon entfallen 13.3 Mio (i. Vj. 7.6 Mio) auf Verbindlichkeiten für Transfers und 6.2 Mio (i. Vj. 7 Mio) auf Beraterverbindlichkeiten), sowie sonstiger Verbindlichkeiten. Diese sind immer kurzfristig gehalten und werden auch bei einem schuldenfreien Verein auftreten. Ansonsten ist zu sehen, daß wir, wenn wir die Verbindlichkeiten gemäß der normalen Fälligkeiten tilgen würden, in 5 Jahren fast schuldenfrei wären. Daß das illusiorisch ist, sollte jedem klar sein. Von daher ist eine Streckung der Kredite nur sinnvoll.

Da wir Anteile im Wert von 22,4 Mio verkauft haben, hat sich das Eigenkapital von 16,6 Mio auf 22,5 Mio erhöhen können (ohne Anteilsverkäufe wäre wir bei Null). Die Eigenkapitalquote lag am 30.6.15 bei 15,8%.

Was ist sonst noch erwähnenswert:
-Es gibt im Konzernlagebericht einen Passus: „Annahmen in der Vermarktung beim Stadionnamen wurden verfehlt“. Anscheinend hat Imtech wegen der Insolvenz nicht seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen können.
-Die HSV Fußball AG hat nach dem Abschlussstichtag sämtliche von SPORTFIVE gehaltenen Anteile an Tochterunternehmen erworben und ist zum jetzigen Zeitpunkt alleinige Gesellschafterin sämtlicher Tochtergesellschaften mit Ausnahme der HSV-Campus gGmbH.
-Wir haben inzwischen ja schon wieder einiges an Anteilen verkauft (Margaritoff, Burmeister und nochmals Kühne).
-man kalkuliert in diesem Jahr mit Rang 12 in der Schlußtabelle, einem Umsatzrückgang auf 113 Mio (128,1 Mio) und mit einem EBITDA von ca 25 Mio (22,9 Mio in 14/15). Trotzdem wird ein leichter Verlust erwartet.

Unterm Strich sehen die Zahlen nicht rosig aus, aber auch nicht dramatisch. Daß das Jahr scheiße war, wissen wir schon länger. Die aussergewöhnlichen Abschreibungen werden in Zukunft auch geringer ausfallen, was das Ergebnis optisch verbessern wird.
Ansonsten hängt sehr viel vom sportlichen Ergebnis ab. Solange wir im Abstiegskampf rumkrebsen, werden wir nie wirklich gute Zahlen schreiben können.
Und wir müssen dringend zusehen, daß wir unseren Schuldenberg verringern, denn Tilgung und Zinsen belasten insbesondere die Liquidität sehr.
Bei allem Willen zum Sparen dürfen wir aber auch nicht die Mannschaft vergessen. Vernachlässigen wir die Investitionen in die Mannschaft und das Drumherum, dann kann der Schuß nach hinten losgehen. Jarchow hat das mit dem Kaputtsparen ja schon gut vorgemacht. Wir müssen einen Mittelweg finden und immer zusehen, daß wir überdurchschnittlich „performen“, wie man in neudeutsch sagt (fb)

ps: Wenn ihr Fragen habt, scheut euch nicht, sie zu stellen. Auch Anmerkungen sind willkommen

Achterbahnfahrt im Volksparkstadion

Um 14.20 Uhr twitterte der HSV die Aufstellung. Entgegen meiner Hoffnung, dass Diekmeier für Sakai & vorne weiter Lasogga spielen wird, hat Bruno die Mannschaft ordentlich durcheinander gewirbelt. Cleber für Djourou, Rudnevs für Lasogga, Jung für Kacar. Und weg war es, mein gutes Gefühl. Das konnte nur in die Hose gehen!
Die ersten Minuten nach Anpfiff wirkte der neuformierte HSV sehr nervös, fabrizierte dementsprechend viele Fehlpässen. Eine Grundordnung schien nicht vorhanden. Ideen? Fehlanzeige.
Wie aus dem Nichts dann, in der 13. Minute, die Großchance für Drmic. Leider konnte Sommer klären. Nur 17 (!!!) Sekunden später trifft, nach einem schnellen, direkten Konter, Fabian Johnson zur 1-0 Führung…
Kurz zuvor hatte ich noch eine FB Nachricht bekommen: „Das gibt ne Klatsche“. Ich konnte dem nichts entgegensetzen. Diese ersten 15 Minuten waren grausam. Und wenn man sich an die letzten Wochen und Monate erinnert, hat der Eindruck in den ersten Minuten meistens bereits Rückschlüsse auf das Endergebnis erlaubt…
Gladbach lieferte zwar bis zu diesem Zeitpunkt keine Glanzleistung, aber wir waren auch nicht in der Lage, diesen Umstand auszunutzen und ins Spiel zu finden. Die Chancen waren Zufallsprodukte und resultierten aus Unachtsamkeiten der Borussia.
Aber nach dem Gegentreffer erwachte beim HSV wenigstens sowas wie Kampfgeist. Nach 18 Minuten dann die Riesenchance von Holtby. Leider wollte er es zu gut machen. Er versuchte, auf Aaron Hunt aufzulegen. Vielleicht damit dieser endlich auch regulär zu seinem ersten Tor für den HSV kommt? Jedenfalls hätte er es lieber lassen sollen. In der 38. Minute dann das Eigentor von Hinteregger und damit der Ausgleich zum 1-1. Kurios, diese Entstehung: Nach einer Ecke von Hunt, auf den Kopf von Cleber, ging der Kopfball noch an die Latte, den Abpraller kann Spahic mit dem Kopf auch nicht über die Linie bringen. Der Ball landet bei Gideon Jung, der einfach abzieht. Der Ball wäre meterweit neben das Tor gegangen. Aber zum Glück für uns wird er von Hinteregger unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Puh… 1:1.
Etwas glücklich, aber egal. Kämpferisch war der HSV jetzt in der Partie und konnte sich dadurch immer wieder Chancen erarbeiten. Bereits 3 Minuten nach dem Ausgleich landet ein Abschlag von Adler bei Rudnevs, der in bester Torjägermanier zum 2:1 aus 12 Metern abzieht. Sommer hatte keine Chance. Was für eine verrückte 1. Halbzeit…

Nach dem Wechsel kam der HSV noch besser ins Spiel und hatte diverse Chancen, es für sich zu entscheiden. In der 80. Minute folgte dann der Wechsel. Rudnevs wurde mit großem Applaus verabschiedet, für ihn kam Dennis Diekmeier. Der holte mit seiner ersten Ballberührung einen Eckball für uns heraus. Wiederum Aaron Hunt brachte die Ecke herein und Spahic konnte auf den sträflich alleingelassenen Ilicevic, per Kopfball verlängern. Aus ca. 3 m Entfernung war es dann kein Problem zum 3-1 einzunetzen.

80. Minute. 3-1. Drops gelutscht? Denkste…
Gladbach machte noch mal Druck und kam in der 88.Minute zum 2-3 Anschluss durch Raffael. Nach gefühlt endlosen 3 Minuten Nachspielzeit pfiff Schiri Aytekin ab. Heimsieg! Endlich mal wieder!
Apropos: Aytekin gehörte in diesem Spiel mit 3 Ballkontakten zu den auffälligen Akteuren auf dem Rasen „wink“-Emoticon

Fazit:
Mit viel Kampf konnten wir das Spiel vom Krampf in Kampf umwandeln. Zwar mit etwas Glück, letztendlich aber verdient, gingen wir als Sieger vom Platz und machen einen Sprung auf Platz 11. Aus den noch verbleibenden 13 Spieltagen fehlen jetzt noch 14 Punkte zur „magischen 40“. Ich hoffe, dass dieser Sieg der Mannschaft Selbstvertrauen gibt, die nächsten Aufgaben selbstbewusst aber auch mit der notwendigen Konzentration anzugehen. Mit dem wiedergenesenen Ekdal steigt auch die Qualität, ebenso wie die Möglichkeiten, aus dem Spiel heraus von außen zu reagieren.
Auffällig war die Laufleistungen der Teams. Der HSV hat in diesem Spiel 126,57km zurückgelegt. Gladbach immerhin noch 122,42km. Damit lagen sowohl der HSV als auch Gladbach an diesem Spieltag, im Vergleich mit den anderen Mannschaften, weit vorne. Auf Platz 3 folgt mit 121,18km Hannover 96. Das widerlegt zumindest die Mär der fehlenden Kondition.

Noch ein paar Worte zum, gerade in den letzten Tagen, häufig kritisierten Aaron Hunt: Gestern hat er gezeigt, wie wichtig er als Schnittpunkt zwischen Mittelfeld und Angriff ist. Er war Dreh- und Angelpunkt des HSV und hat in meinen Augen sein bisher bestes Spiel für die Rothosen gezeigt. 2 Tore hat er mit seinen Ecken eingeleitet und er war auch an der ein oder anderen gefährlichen Situation beteiligt. Im übrigen: Wenn sich Werder Fans während des Spiels einen Aaron Hunt nach Bremen zurück wünschen, kann er nicht schlecht gewesen sein.

Bei Rudnevs habe ich mich ein wenig getäuscht. Ich war der Meinung, dass er unserem Spiel zur Zeit nicht helfen kann, wenn er in der Startelf einen Platz einnimmt. Doch er kann. Er hat mich positiv überrascht. Mit seiner teils unorthodoxen Art, sorgt er vorne immer wieder für Unruhe. Seine technischen Mängel kann er zur Zeit durch seinen unermüdlichen Einsatz und seinen Toren wett machen. Da gebe ich es gerne zu, mich getäuscht zu haben. Trotzdem sehe ich in Rudi auf längerer Sicht nicht den Stürmer für unser Spiel. Sorry…

Es war Sonntag ein erkämpfter Sieg. Ein Sieg des Willens. Auch hier hat Bruno immer wieder darauf hingewiesen, dass die Mannschaft für einen Sieg immer an ihre Grenzen und darüber hinaus gehen muss. Wie recht er damit hat, hat sich gestern mal wieder gezeigt.

‪#‎NurderHSV‬

(CM)

Step By Step zum Klassenziel: Gladbach kommt

Endlich wieder Bundesligawochenende. Am Sonntag geht es im Volkspark gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Da erinnert man sich gerne an das Hinspiel. Mit 3-0 konnten wir die 3 Punkte mitnehmen und am 4. Spieltag bereits den zweiten Saisonsieg feiern. Für alle sicher etwas überraschend. Nach dem Auftaktprogramm konnte man eher nicht damit rechnen, nach dem 4. Spieltag bereits 7 Punkte auf dem Konto zu haben. Sicherlich haben wir im Hinspiel davon profitieren können, dass Gladbach etwas neben der Spur stand. Trotz allem war es ein sehr guter Auftritt vom HSV.

Jetzt am Sonntag ist die Ausgangslage eine andere. Gladbach spielt zwar nicht den „Zauberfussball“ den es in den ersten Spielen unter Trainer Schubert teilweise gespielt und auch verdient dem FC Bayern die bisher einzige Saisonniederlage beschert hat. Trotzdem wird Gladbach mit mehr Selbstvertrauen in Hamburg antreten, als im Hinspiel. Daher sind wir klarer Außenseiter und alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung. (Ja ich weiß: Bitte kein Runterzählen / wir müssen auch endlich anfangen zu punkten usw….)

In der Hinrunde haben wir, im Gegensatz zur allgemeinen Erwartung, einen sehr guten Start hingelegt. Berechtigt dieser jetzt aber dazu, einen ähnlichen Rückrundenstart zu erwarten? Ich meine nicht. Bruno hat es eigentlich immer wieder und wieder gebetsmühlenartig gesagt. Man kann, nach 2-3 Jahren Anti-Fussball, mit dem man in den letzten 5-6 Spielen nur durch 1887% Einsatz und Kampf gerade mal so den Kopf aus der Schlinge gezogen hat, „nur“ mit 4-5 Neuzugängen, plötzlich erwarten, spielerisch jeden Gegner zu bezwingen. Genau diese Erwartungshaltung in und um Hamburg herum ist aber das Problem, das dem HSV in den vergangenen Jahren / Jahrzehnten immer wieder zu schaffen gemacht hat. Wir sollten meiner Meinung nach alle lernen, dass man eine 100 stufige Treppe nicht mit 40-50 Schritten erklimmen kann. Das funktioniert eben nur step by step!

Zum Spiel.

21. Spieltag

Anstoß: So. 14.02.2016 15:30 Uhr Volksparkstadion, Hamburg

Schiedsrichter: Aytekin(Oberasbach) Assistenten: Dietz (Kronach), Leicher (Landshut)

Vierter Schiedsrichter: Rohde (Rostock)

sky:

Moderation: Thomas Wagner, Kommentar: Martin Groß.

Bilanz:

95 Spiele 37 Siege 25 Unentschieden 33 Niederlagen 147:147 Tore

Letzter Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach   16.02.2013 1-0

Saison 2014/15:

24.09.2014 Gladbach – HSV 1-0

22.02.2015 HSV – Gladbach 1-1

Formtabelle der letzten 5 Spiele:

HSV:

Platz 16 0 Siege / 2 Unentschieden / 3 Niederlagen 2 Pkt 4-7 Tore

Gladbach:

Platz 11 2 Siege / 0 Unentschieden / 3 Niederlagen 6 Pkt 9-12 Tore

Kader:

HSV: Adler, Drobny – Diekmeier, Cleber, Ostrzolek, Carolus, Sakai, Spahic – Jung, Arslan, Kacar, Holtby – N. Müller, Drmic, Hunt, Ilicevic, Porath, Ekdal, Bahoui – Lasogga, Rudnevs, Schipplock, Olic, Altintas (5 Spieler werden noch gestrichen) Trainer: Labbadia

Kader Mönchengladbach: Sommer – Elvedi, A. Christensen, Hinteregger, Wendt – Dahoud, G. Xhaka – Hazard, F. Johnson – Stindl, Raffael, Heimeroth (Tor), Sippel (Tor), Brouwers, Korb, M. Schulz, Stranzl, Hofmann, Nordtveit, Traoré, Hrgota, Ritter

Sperren drohen Hamburger SV: Ostrzolek (4 Gelbe Karten) Bor. Mönchengladbach: Korb (4 Gelbe Karten), Wendt (4 Gelbe Karten), Stindl (4 Gelbe Karten), G. Xhaka (4 Gelbe Karten)

Meine Wunschelf:

Adler Diekmeier, Spahic, Cleber, Ostrzolek Holtby, Kacar Hunt, Müller, Dremic Lasogga

* Diekmeier & Sakai sind für mich fast auf Augenhöhe, wobei ich Diekmeier im Gesamtpaket stärker einschätze. Gegen Gladbach werden wir sicher einen Aussenverteidiger benötigen, der schnell und dynamisch umschalten kann. Sakai war gegen Köln die bessere Lösung, aufgrund seiner Passsicherheit & Kreativität

** Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft noch nicht so weit ist, um mit 2 oder mehr Spitzen zu spielen. (Alle Siege wurden mit 1 Stürmer in der Startaufstellung erzielt!)

#NurderHSV

(CM)