Auswärtssieg in Stuttgart? Warum denn nicht?

Samstag, 18.30 Uhr!

Flutlichtspiel!
Topspiel des Tages!
Mit dem HSV!

Was kann es Schöneres geben?

In den vergangenen Tage gab es in sämtlichen Gazetten und auch in den Social Medien wieder mal vieles zu möglichen Neuzugängen beim HSV zu lesen.
Täglich gab es neue Infos zu #Mane. 2x soll er gar schon im Flieger nach Hamburg gesessen haben.
Die örtlichen Medien, vor allem HA, Bild und Mopo überschlugen sich mehrmals täglich mit „Neuigkeiten“. Was kam am Ende raus? Nichts.
Keine Verpflichtung.
Klar gab es von der ein oder anderen Seite wieder die übliche Schelte, getreu dem Motto „da baggert man tage/wochenlang an einem Spieler und bekommt es nicht hin, ihn dann auch zu verpflichten.“
Von Katastrophe und Unfähigkeit war die Rede.
Wäre es anders gekommen und der HSV hätte Mane verpflichtet, hätten wir sicher sowas lesen dürfen wie: „Wieder erst so spät. Lässt sich von Lissabon an der Nase rumführen & zahlt viel zu viel“ usw.
Es gibt leider eine „Fraktion“ im Umfeld, denen kannst Du nichts mehr recht machen. Es wird zuerst das Negative gesucht und natürlich immer schnell gefunden.
Gestern beim #tkhh (Tweet-Kick-Hamburg, Treffen von Fussballinteressierten die bei Twitter aktiv sind) hat einer in der Runde die Frage gestellt: „Was macht eigentlich Knäbel?“ (zumindest inhaltlich). Alleine die Frage fand ich wunderbar.
So etwas gab es früher nicht. Da wusste ganz Fussballdeutschland, was unser Sportdirektor gerade so anstellt. Nicht immer selbstverschuldet, da es noch genügend andere „Quatschköppe“ im Verein gab, die gerne vor die Kameras traten oder der schreibenden Zunft Internas zuspielten.

Ja, auch ein Knäbel hat Fehler gemacht und der Umgang mit dem #Rucksackgate hätte man durchaus etwas „eleganter“ lösen können.
Aber in der Summe bin ich persönlich mit seinen Ergebnissen sehr zufrieden. Für mich zählt das hier und jetzt. Und da sehe ich mehr positive Ansätze als negative.

Zurück zum Spieltag. Es geht nach Stuttgart. Ein Spiel auf „Augenhöhe“.
Der HSV kann in diesem Spiel (fast) aus dem Vollen schöpfen.
Lediglich Ekdal und Spahic stehen Trainer Bruno Labbadia nicht zur Verfügung. Es wird spannend, wer alles im 18er Kader zu finden sein wird.
Vermutlich wird Bruno mit 20 Leuten anreisen und vor Ort den endgültigen Kader bestimmen. Da das Spiel der U23 am Wochenende ausfällt, ist das auch kein Problem.

In der Startelf erwarte ich im Vergleich zum Auftaktspiel gegen den FC Bayern München keine Veränderungen.
In den vergangenen 18 Spielen hat sich gezeigt, dass wir gerade auswärts besser zurecht kommen. Dieses liegt in meinen Augen u.a. an folgenden:

1. Wir müssen nicht das Spiel machen
2. Die Heimmannschaften sind grundsätzlich stärker um ein Offensivspiel bemüht, und das kommt unserer Mannschaft entgegen.

Gerade der VFB zeigt ein sehr offensives Spiel. Die besten Spiele in dieser Saison haben wir zuhause gegen den offensiv ausgerichteten BVB aus Dortmund und an der Weser bei Werder Bremen abgeliefert. Auch Werder kann kein reines Defensivspiel.

Da ich generell sehr positiv bin, glaube ich an 3 Punkte in Stuttgart und tippe daher mutig auf einen 3-1 Auswärtssieg.

#NurderHSV
(CM)

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste…

Das war er nun, der sehnlichst erwartete und mit den unterschiedlichsten Hoffnungen verbundene Rückrundenauftakt, gegen die Münchner Bayern.
Für die einen eine ordentliche Vorstellung unserer Jungs, mit einem unglücklichen Ausgang. Für andere DAS Zeichen, dass man mit Abstieg in dieser Saison nichts mehr zu tun haben wird. Schließlich habe man uns ja eben NICHT mit einem blamablen Ergebnis aus dem Stadion gefegt, so es doch bereits einige Male vorgekommen ist.
Ich persönlich bin wohl eher ersterer Gruppe zuzuordnen. Ja, der Auftritt war ordentlich. Aber auch wenn es jetzt wieder einige geben wird von denen man hört „ja, ja, waren wir gut, waren die anderen eben schwach…“, seien wir ehrlich, bei 100% waren diese Bayern bei weitem nicht!

Klar wäre auch ein 1:1 durchaus angemessen gewesen. Denn, selten dämlicher kann man sich diese zwei Tore wirklich nicht einfangen.
Leider hat Adler am ersten Tor selber Schuld! Da vorne hat er am eigenen Strafraum, wenn noch drei eigene Spieler vor ihm stehen, einfach nichts zu suchen. Zudem war dem Müller sein Ball, als René angegrätscht kam, schon neben dem Tor verschwunden!
Und das 2. Ding? Naja. Wenn ein Lewandowski so alleine vor dem gegnerischen Tor steht und dann noch einen dermaßen beneidenswerten Reflex im Bein hat…

Das zwischenzeitliche 1:1 ist inzwischen übrigens Alonso zugeschrieben worden. Also kann man Lasogga nur einen klitzekleinen Störer-Scorerpunkt aufs Fleisskärtchen schreiben.
Darüber will ich mich gar nicht beschweren. Denn läuferisch und kämpferisch ist dem Hsv nicht viel vorzuschmeissen. Da wurde auch aus der Offensive heraus schön und teamgefällig mit nach hinten gearbeitet, da kamen einige Kombinationen durchs Mittelfeld nach vorne an den Mann und da musste ein Manuel Neuer sich einige Male wirklich ins Hamburger Grün schmeißen.
Leider blieben all diese Bemühungen erfolg- und damit torlos… Mal wieder…

Augsburg und Ingolstadt können, bei einem Sieg heute Nachmittag, noch an uns vorbeiziehen, Darmstadt und Frankfurt theoretisch gefährlich nah heranrücken. Somit kann es, nächste Woche gegen Stuttgart, schon wieder darum gehen, nicht in die direkte Nähe des uns so bekannten Relegationsplatzes zu kommen!
Und hier liegt für mich der Hase im Pfeffer. Denn gegen vermeintlich schlechtere oder „auf Augenhöhe“ befindliche Gegner taten wir uns in den vergangenen Jahren bekanntlich schwer. Ich hoffe, die Jungs haben auch das letzte Quentchen Großspurigkeit in der Türkei gelassen und nehmen den Kampf JEDES Spiel aufs Neue an, als gäbe es kein Morgen mehr!
Nächste Woche gegen Stuttgart MÜSSEN Punkte her!

Zudem bleibe uns der Verletzungsgott vom Hals, denn wenn nicht, könnte es diesem dünn besiedelten Kader an den Kragen gehen! Last but not least hoffe ich, dass uns unser Spodi vielleicht noch mit einem Neuzugang beglückt. Wäre nicht schlecht, wenn es dieses Mal wirklich jemand wäre, der uns sofort helfen kann und der auch weiß, wo das Tor steht!
Die Rückrunde hat gerade erst begonnen. Das ist aber kein Grund, sich gemütlich zurückzulehnen und sich auf den ersten zarten Pflänzchen erster Fortschritte auszuruhen. Bruno wird es wissen. Ich hoffe, die Jungs auch!
In dem Sinne: uns allen ein spannendes BuLi-Wochenende!
(mg)

Es geht wieder lohos! – Ausblick auf die Rückrunde

Es geht wieder lohos!

Sowohl der HSV als auch Bayern München patzten in der Vorbereitung. Der HSV verlor alle seine drei Testspiele, Bayern verlor mit 2:1 gegen Karlsruhe. Ich persönlich halte die Vorbereitungsspiele allerdings für nicht besonders aussagefähig. Es gab Vorbereitungen, da haben wir alle weggehauen, den Telekom Cup oder andere unwichtige Turniere gewonnen und haben in der Liga dann „versagt“. Ich schaue mir sowohl Test-als auch Freundschaftsspiele nur noch ganz selten an. Was mir allerdings Sorgen bereitet, ist der gesamte Kader des HSV. Bereits in den letzten Spielen konnte man erkennen, dass verletzte Stammkräfte (Hunt, Ekdal, Lassoga etc.) nur sehr schwer zu ersetzen sind. Für 1-2 Spiele kann das mal gutgehen. Aber ein längerer Ausfall ist nicht zu kompensieren. Auch das Reagieren im Spiel mit Ein-/Auswechselungen gestaltet sich als sehr schwierig, da viele Positionen sehr dünn besetzt sind und gleichwertiger Ersatz einfach nicht vorhanden ist. Aktuell fehlt „nur“ der langzeitverletzte Ekdal und nach der Verletzung im letzten Testspiel auch Spahic. Daher stellt sich die Mannschaft am Freitag schon fast von selbst auf. Zumal hinter Djourou und Lasogga auch jeweils noch ein Fragezeichen steht.

Und so siehts aus:

Tor: Rene Adler

– Hier haben wir die geringsten bis gar keine Probleme. Drobny hat seine Klasse schon oft zeigen können und auch im Notfall steht er parat. Dieses gilt ebenso für Andreas Hirzel.

Aussenverteidigung: Dennis Diekmeier & Mathias Ostrzolek

– Hier stehen als Ersatzleute Sakai und Götz parat. Sakai hat schon gezeigt, dass er sowohl über links und rechts ein guter Ersatz für die beiden Stammkräfte und damit auch eine Alternative für die erste 11 darstellt. Götz fehlte verletzungsbedingt einige Spiele und konnte sich bisher nicht wirklich zeigen. Für die Rückrunde hoffe ich, dass sich keiner der genannten 4 Spieler verletzt.

Innenverteidigung: Johann Djourou & Cleber Reis

– Ersatz für Freitag: Fehlanzeige… Hier könnte zur Not Gojko Kacar in die einspringen, sollte Djourou den Sprung nicht mehr schaffen. Ein weiterer Kandidat wäre Kerim Carolos, der bisher nur im Nordderby als Ersatzmann nominiert war und ansonsten in der U23 zum Einsatz kommt. Auf der „IV“ haben wir aufgrund der Verletzungsanfälligkeit von Spahic eine der größten Baustellen in der Rückrunde.

6/8: Kacar & Holtby sind hier normalerweise gesetzt. In der Hinrunde konnte Gideon Jung im Zusammenspiel mit Holtby gefallen. Seine Stärke liegt im schnellen Umschaltspiel nach vorne. Im 1 gegen 1 zeigt er noch seine Schwächen und muss noch zulegen. Ein weiterer Spieler ist Albin Ekdal, der vermutlich Anfang / Mitte März wieder zur Verfügung stehen wird. Für Freitag sollten Kacar & Holtby 1. Wahl sein, wenn Kacar nicht noch in die Innenverteidigung wechseln muss. Weitere Alternativen auf der 6 und/oder 8 sehe ich im Moment nicht.

Zentrales Mittelfeld Hier ist Aaron Hunt gesetzt. Als Ersatz steht unser Offensivallrounder Michael Gregoritsch bereit. Weitere Spieler sehe ich auf dieser Position nicht. Im äussersten Notfall maximal noch Lewis Holtby, der allerdings meiner Meinung nach auf der 6 / 8 sein Glück beim HSV gefunden zu haben scheint.

Mittelfeld aussen: Nicolai Müller und Ivo ilicevic – Auch hier steht als Alternative Michael Gregoritsch parat. Weitere Alternativen: Fehlanzeige

Sturmzentrum: Pierre-Michel Lasogga

– Pierre hat in dieser Saison wieder zur alter Stärke gefunden. Seine Einsätze in der Vorbereitungen kommen ihm hier zugute. Anscheinend hat er auch etwas Gewicht verloren, was seinem Spiel ebenfalls zu gute kommt. Ersatz: Schipplock (hat bisher leider noch nicht im Ansatz gezeigt, zu was er eigentlich in der Lage ist oder zumindest in Hoffenheim war…) Artjom Rudnevs. Sorry, aber bei ihm sehe ich nach der ersten Saison leider keine Bundesligafähigkeit. Ich würde mich für Rudi sehr freuen, wenn ich mich hier täuschen und er noch mal so richtig explodieren würde. Und, Last bist not least: Ivica Olic. Ivica hat in seiner ersten Saison sehr viel für den HSV getan und immer alles für den Verein gegeben. Auch in der Hinrunde der letzten Saison im Dress des VFL Wolfsburg konnte er seine Klasse zeigen. Davon konnten wir beim HSV bisher leider wenig sehen. Sollte er tatsächlich doch beim HSV bleiben, so wünsche ich mir für ihn noch ein paar gute Auftritte und vielleicht das ein oder andere Tor. In der Wintervorbereitung sollte sich eigentlich Batuhan Altintas zeigen und sich im Training für einen Einsatz aufdrängen. Aufgrund eines grippalen Infektes, konnte er das volle Vorbereitungsprogramm leider nicht absolvieren und auch nicht alle Trainingsspiele mitmachen. Hier hoffe ich auf den ein oder anderen Einsatz und glaube, dass wir in Zukunft noch einiges von ihm erwarten können.

Im erweiterten Kader: Ahmet Arslan – In meinen Augen sicher ein Spieler, der sich in der 2. Liga durchsetzen könnte, aber mehr traue ich ihm leider nicht zu. Philipp Müller – Hat sich beim Skifahren böse verletzt und fällt noch einige Wochen aus. Bisher auch nur in der U23 im Einsatz, daher „ohne Bewertung“ Dren Feka und Finn Porath: Feka muss sich über Trainingseinheiten weiter der Profimannschaft annähern und in der U23 zeigen. Etwas weiter scheint Finn Porath zu sein. Trotzdem werden wir ihn vermutlich maximal mal auf der Ersatzbank sehen. Andreas Hirzel hat schon in Köln gezeigt, dass man sich auf ihn verlassen kann.

Fazit: insgesamt man qualitativ sehr dünn besetzt und wir sollten alle die Daumen drücken, dass wir ohne größere Verletzungen durch die Rückrunde kommen. Ob und welchen Spieler Peter Knäbel noch aus dem Hut zaubert, werden wir sehen. Für welche Position ist da (fast) egal, da wir überall noch Qualität benötigen. Am dringensten vermutlich auf der 6/8 und auf den Aussenbahnen sowie im Mittelfeld. Ich bin sehr gespannt auf den Start und die ersten 3 Spiele.

Gegen die Bayern erwarte ich einen selbstbewussten Auftritt, Aggressivität mit dem nötigen Ernst und der notwendigen Aufmerksamkeit. Nur so könnten wir gegen München ein achtbares Ergebnis (für mich alles bis zu einem 0-4), in Stuttgart vielleicht einen Punkt und im Heimspiel gegen den 1. FC Köln den ersten 3er der Rückrunde einfahren. Daher wären für mich 4 Punkte ein optimaler Start, 3 Punkte ein sehr guter Start. 1 oder 2 Punkte wären in meinen Augen zu wenig. Am meisten drücke ich die Daumen, dass alle verletzungsfrei bleiben und die zum Ende der Hinrunde und in der Vorbereitung verletzten Spieler wie Kacar, Jung Lasogga usw schnell zu Ihrer Form finden werden.

Auf eine erfolgreiche Rückrunde ohne größeres Zittern und mindestens einem Platz besser als 2014/15.

Nur der HSV

(CM)

Euphorie ist was anderes

Am Sonntag war ja mal wieder Mitgliederversammlung des HSV. Wir waren in der Spitze 334 stimmberechtigte Mitglieder, mehr leider nicht. Das zeugt davon, daß es richtig war, auszugliedern. Die meisten wollen den direkten Einfluß auf den Profifußball nicht. Und obwohl es ca 6000 Amateursportler im HSV gibt, waren davon erschreckend wenige vor Ort. Denn von den paar Leuten, die dort waren, kamen die meisten wegen des Fußballs. Schade, der HSV hätte meiner Ansicht nach mehr verdient.

Was den e.V. angeht, hab ich ein gutes Gefühl. Mein Eindruck war, daß es dort läuft. Es wurde ein moderates Plus erarbeitet, das sich allerdings in ein moderates Minus wandeln wird, weil man grad die Betriebsprüfung im Haus hat.
Auch von der Organisation her scheint man die Umstrukturierung gemeistert zu haben.

Anders sieht es bei der Tochter des eV aus, der AG: Ganz knapp die Zahlen: 16,9Mio € Verlust, der Umsatz stieg um 6 Mio auf 128,1 Mio€, das Ebita stieg um 5,6 Mio auf 22,9 Mio€ und das Eigenkapital stieg um 5,6 Mio auf 22,5 Mio€. Genauer beleuchten wir die Zahlen, wenn die Bilanz veröffentlicht wird, was wohl im März der Fall sein wird.

Auch wenn es einige positive Zahlen gibt, darf man nicht vergessen, wo wir herkommen, nämlich von ganz unten. Noch weniger Umsatz und Ebit wäre schon fast als mutwillig zu bezeichnen. Hier ist noch viel zu tun! Aber es wird auch ne Menge getan.
Vor einiger Zeit hatte ich noch vermutet, wir würden das jetzige Jahr wohl mit einer roten Null abschliessen, allerdings war ich da wohl zu optimistisch. Wir werden wahrscheinlich wieder einen Verlust ausweisen, allerdings nicht in der katastrophalen Größenordnung des letzten Jahres. Danach soll es aber besser werden.

Der HSV kann seinen Kapitaldienst aber leisten und wird auch die Fananleihe wie geplant ablösen.

Nichts desto trotz hat der HSV nichts in der Suppe zu krümeln. Die Kosten des Kaders möchte man am liebsten noch weiter senken, so ja auch die Klage von Peter Knäbel, der erwartungsgemäß als Sportdirektor lieber mehr Geld in die Mannschaft pumpen würde. Allerdings akzeptiert er die Einschnitte genauso wie auch Bruno das tut.

Das Spardiktat kommt aber nicht, wie einige berichten, von der DFL und deren Lizenzauflagen. Der HSV hat keine Auflagen und Bedingungen zu erfüllen. Das war im Frühjahr so und das ist noch immer so.

Von einigen Leuten kam auf der MV die Forderungen nach mehr Informationen der AG, wie zB dem momentanen Kontostand und ähnlichen Zahlen. Diese Informationen wurden nicht preisgegeben. Die AG berichtet ihren Aktionären gegenüber. Aktionäre sind Kühne, Bronkhorst, Margaritov und vor allem der HSV e.V.. Den Mitgliedern des e.V. ist die AG nicht mitteilungspflichtig. Es besteht auch keine moralische Pflicht, denn die Informationen sind nun mal nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Schon Bernd Hoffmann klagte damals: „Wahnsinn, da muß man seinen Konkurrenten mitten in der Transferperiode sagen, wieviel Geld man auf dem Konto hat“. Die Veröffentlichung der Zahlen würde den Verein schwächen, den Mitgliedern aber keinen Nutzen bringen. Schliesslich sind es nicht die Mitglieder, die den Aufsichtsrat wählen, sondern die Hauptversammlung der AG. Zentraler Punkt der Ausgliederung war es doch schliesslich auch, daß die Mitglieder nur noch mittelbar Einfluss auf den Profifußball nehmen können. Aber das haben einige wohl „vergessen“. So wie der Fragesteller auftrat, neige ich sogar zu der Annahme, daß er dem HSV wissentlich Schaden zufügen wollte. Schliesslich war er einer derjenigen, die im engen Kreis um Rieckhoff auch für die Ausarbeitung der Satzung verantwortlich war und somit wissen sollte, was dort geschrieben steht.

Auf die Rede von unserem Aufsichtsratsvorsitzenden gehe ich nicht ein. Sie kommt mir zu diffus vor, ohne Strucktur und ohne Inhalt. Aber das macht nichts.
Aber halt, eines ist doch hängengeblieben: Man bemüht sich um weitere Investoren.

Die Satzungsänderung wurde anstandslos beschlossen, es waren ja auch keine strittigen Punkte dort vertreten.

Mein Gefühl: Alles in allem war es eine harmonische Veranstaltung. Ein Sitznachbar meinte nur „früher war mehr Lametta“, ein anderer (ratet mal von wem das kommt) meinte „das ist nicht mehr mein HSV „wink“-Emoticon ). Beide Sprüche sagen das aus, was viele gedacht haben: Endlich ist Ruhe eingekehrt.

Aber eines war doch noch von allen zu spüren: Man macht sich Sorgen um die sportliche Entwicklung in der Rückrunde. Das war richtig krass zu spüren. Mich hat das ein wenig beunruhigt, aber auch ein bisschen beruhigt. Daß ich dem Frieden noch nicht so ganz traue, hab ich ja schon hier im Blog klar gemacht. Zu hören, ja mehr noch zu spüren, daß die Verantwortlichen sich auch große Sorgen machen, war irgendwie bedrückend. Mich beruhigt aber, daß ich weiß, sie gehen nicht blauäugig in die Rückrunde, sondern sehen die Gefahren.

Hoffen wir also auf eine gute Rückrunde. Das wäre für unseren HSV enorm wichtig (fb)

Neues Jahr – Neues Glück oder altes Leid?

Die vergangenen Jahre als HSV Fan waren wirklich sehr anstrengend und kaum auszuhalten. 2014: durch die quälenden Ausgliederungsdiskussionen und die teils unter der Gürtellinie geführten Auseinandersetzungen innerhalb der Fangruppierungen des HSV geprägt. Dann der „Gipfel“ mit der Relegation gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth, wo das Glück auf unserer Seite war. Die ersten Hoffnungen auf zumindest sportlich angenehmere Zeiten wurden in der Saison danach ziemlich schnell bitter enttäuscht. Das lange Warten auf Tuchel, in 2015, endete fast in der 2. Liga. Als diesmal deutlich verdienter Sieger aus beiden Relegations-Spielen, konnten wir uns erneut vor dem Abstieg retten. Bruno Labbadia hatte das Wunder geschafft, der Mannschaft wieder Leben einzuhauchen. Inzwischen macht es tatsächlich oft wieder Spaß, die Spiele des HSV zu verfolgen. Und die Betonung liegt tatsächlich auf SPIELEN. Das hat wieder was mit Fußball zu tun. Dass es trotzdem sportlich noch ein langer, steiniger Weg wird, war und ist vermutlich jedem klar. Aktuell steht die Mannschaft dort, wo sie in meinen Augen auch hingehört. Sie belegt, im „noch“ gesicherten Mittelfeld, Platz 10, mit 7 Punkten Vorsprung auf den unliebsamen Relegationsplatz. Aber es sind auch immer noch 18 Punkte die es zu holen gilt, um die „magischen“ 40 Punkte, die zum Klassenerhalt reichen sollten, zu erreichen. Vor der Saison habe ich eine kleine Umfrage gestartet. Der überwiegende Teil der Teilnehmer sieht den HSV zum Ende der Saison wieder auf Platz 16. Ein kleinerer Kreis von 11 „Szene-Kennern“, setzt den HSV am Ende auf Platz 12. Die „Szene-Kenner“ liegen zur Halbzeit also gar nicht so verkehrt „wink“-Emoticon Mein persönlicher Tipp: Platz 11. #ganzOk

Von der Mannschaft und dem Verein ist zu hören, man habe zu viele Punkte liegengelassen. Ich persönlich bin mit der Punktausbeute sehr zufrieden. Über die 17 Spiele denke ich schon, dass sich Glück und Pech die Waage gehalten hat. Es gab gute Spiele und überraschende Spielausgänge (in Gladbach und zuhause gegen Dortmund). Aber auch enttäuschende und unglückliche Auftritte (in Berlin, zuhause gegen Hannover und das Spiel in Köln).

In den letzten Wochen habe ich mir häufiger die Frage gestellt: was erwarte ich von 2016? Sportlich: es wird sicherlich eine schwierigere Rückrunde. Es gilt viele kleine Berge zu erklimmen. Der Start in die Saison ist durch das Heimspiel gegen die Übermannschaft aus München und das anschließende Auswärtsspiel in Stuttgart schon sehr schwierig. Somit kommt es dann bereits am 20. Spieltag zum ersten wirklich richtungsweisenden Spiel, gegen den 1. FC Köln. Da eine Woche später die wiedererstarkte Borussia im Volkspark zu Gast sein wird, ist ein 3er gegen den #effzeh schon Pflicht. Aus den ersten 5 Spielen werden von möglichen 15 Punkten, in meinen Augen, nur zwischen 2 – 6 zu erzielen sein. Somit könnten sich die oben erwähnten 7 Punkte Vorsprung noch als sehr, sehr wertvoll erweisen.

In den dann verbleibenden 12 Spielen gilt es, die fehlenden Punkte bis zur magischen „40“ einzufahren. In diesen ersten 4-6 Spielen wird sich zeigen, inwieweit die Mannschaft wirklich gewachsen und stabilisiert wurde. Wollen wir hoffen, dass uns nicht wieder das Verletzungspech der vergangenen Wochen ereilt. Die Ausfälle von Hunt, Ekdal und vor allem Kacar waren schon sehr schmerzvoll. Für 1-2 Spiele kann man sicher mal den ein oder anderen ersetzen. Über einen längeren Zeitraum wird es schon sehr schwer. Das hat sich gerade in den letzten 3 Partien der Hinrunde deutlich gezeigt.

Aufgrund der prekären finanziellen Situation wird es im Sommer keine großen Kaderveränderungen geben. Geben können! Es ist zu befürchten, dass von den Leistungsträgern sogar der ein oder andere abgegeben werden muss. Hier hoffe und erwarte ich eine rechtzeitige Planung der sportlich Verantwortlichen. Eine deutlichere Verjüngung ist für mich die logische Konsequenz. Es kommt harte und schwierige Arbeit auf Bruno Labbadia zu. Ich habe größtes Vertrauen in Bruno, da er in den vergangenen Monaten gezeigt hat, dass er sich im Gegensatz zu seinem ersten Engagement beim HSV, verändert hat. Auch traue ich ihm zu, junge Spieler zu formen und in die Mannschaft zu integrieren. Jetzt, wo die Mannschaft stabiler geworden ist, wird es auch einfacher sein, diese Verjüngung vorzunehmen. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung von Gregoritsch, Altintas und Jung.

Zur neuen Saison erwarte ich daher auch keine großen Sprünge, Richtung oberer Tabellenhälfte, sondern eine ähnliche Punktausbeute, wie in der 1. Hälfte dieser Saison. Bevor wir an Europa kratzen, erwarte ich noch mindestens die kommende Saison zum „Einspielen“.

Noch ein paar Worte zum gesamten HSV: Für mich ist es immer noch EIN VEREIN. Daher ist es mein größter Wunsch für 2016, dass sich keine Grüppchen mehr bilden sondern alle an EINEM STRANG ziehen. Vor allem für den SC erhoffe ich mir eine stärke Position. Hierzu ist es in meinen Augen zwingend notwendig, endlich die nötigen Änderungen und Ankündigungen auch umzusetzen. Bescheidenheit und Demut ist gut, aber man sollte es nicht übertreiben. Seid etwas mutiger. Haut mal auf den Putz. Nutzt die neuen Medien, die ja schon fast wieder alte sind. Zeigt euch auch den Leuten, die keine Möglichkeit haben in der Woche oder auch zu den Spielen nach Hamburg zu kommen. Übertragt mal ein paar öffentliche Sitzungen der AL. Zeigt, das ihr für ALLE da seid und es nicht wieder zu DEM Hamburger Sportverein im Hamburger Sportverein verkommt.

2016 – Es wird langsam besser. Noch nicht gut, aber wir sind auf einem guten Weg.

PS:

Ein Wort noch zur Personalie Jatta:

Was in den vergangenen Tagen und Wochen über Bakery geschrieben und gesagt wurde, ist als Außenstehender schwer einzuschätzen. Zumindest finde ich das Verhalten seiner „Berater“ sehr fragwürdig. Und damit meine ich nicht nur die Übermittlung des Gehaltes an die BILD-Zeitung. Die „Investition“ wird im Endeffekt von den Kosten überschaubar bleiben. Am wichtigsten und entscheidend aber ist die sportliche Leistung. Hoffen wir für alle Seiten, dass es, so es denn zu einem Vertrag kommen sollte, funktioniert.

Nur der HSV

(CM)

Trotz Regen: alles in trockenen Tüchern

Heureka, es ist vollbracht!

Was wochenlang die Medien fast mehr beschäftigte als der Fußball selber, hat zu einem guten Ende gefunden: Bruno Labbadia hat für ein weiteres Jahr beim HSV unterschrieben.
Ich für meinen Teil habe ja nie so wirklich verstanden, warum man so ein geschreibseltes Brimborium veranstalten musste, in dem sich Verschwörungstheorien und die wildesten Spekulationen abwechselten.
Bruno will nicht, der HSV kann nicht.
Der HSV UND Bruno wollen nicht, das Risiko ist einfach zu groß und im Übrigen können eigentlich nur alle verlieren…
Ich finde, beide Seiten haben gewonnen! Der HSV einen Trainer (und sein Team), der den Verein, der die Stadt lebt, der die Mannschaft in guten und schlechten Zeiten mitnimmt und der einfach seine Arbeit tut, ohne Gedanken an lange Verträge zu verschwenden. Er kennt die prekäre finanzielle Situation und stellt sich einer schier unlösbar scheinenden Aufgabe.
Und der HSV tut gut daran, schon allein aufgrund seines Verschleißes, Abstand von langfristigen Trainerverträgen zu nehmen. Wobei wir alle hoffen wollen, dass die Geschichte von Bruno und dem Hamburger Sportverein noch um das ein oder andere erfolgreiche Kapitel erweitert wird. Und was überhaupt spricht dagegen, diese Kapitel im einjährigen Rhythmus zu verfassen?
Wo es hier Verlierer geben soll, erschließt sich mir nicht wirklich.

Im Gegensatz zu Samstag. Im Spiel gegen Ajax Amsterdam gab es einen eindeutigen Verlierer: den HSV.
Während natürlich die üblichen Phrasen gedroschen wurden, so von wegen „hartes Training in den Beinen“ und „Ajax ist schon ne Woche weiter als wir“, tendiere ich eher zum logischen Ansatz von Labbadia, der da lautete: „wir haben uns bewusst einen sehr starken Gegner für den Vorbereitungsstart ausgesucht um zu sehen, wo wir stehen.“
Nun, wo stehen wir?
Ganz klar vor einer Mannschaft, die eindeutig will, aber nicht kann.
Unglaublich, diese Abschlussschwäche, von der wir bereits in der Hinrunde negativ beeinflusst wurden!
Der Test hätte gerne 3:3 ausgehen können, die Chancen waren da. Aber erneut scheiterten sie alle an ihren eigenen Fähigkeiten oder an den Tormaßen. Für mich besonders erschreckend: die Leistung von Rudnevs.
Kinders! Das war nicht mal bundesligatauglich! Ich bin ehrlich, ich mag den Rudi. Und ich verstehe deshalb umso weniger, wie er in der Saison 2012/13 insgesamt 12x die Bude getroffen hat! Was ist in diesem Mann zerbrochen? Fußball spielen verlernt man doch nicht so einfach?
Er wirkte wie ein Fremdkörper, kam immer einen Schritt zu spät und bediente, wenn überhaupt, nur den gegnerischen Torwart mit sanften Bällen.
Ja, viel liegt es auch im Kopf. Hier ist eine Blockade, bestehend aus mangelndem Selbstbewusstsein und vielleicht auch schon Aufgabe. Die Aufgabe einer Hoffnung, je wieder eine größere Rolle in der Mannschaft spielen zu dürfen. Leider! Denn mit ein wenig mehr Willen und dem Bewusstsein, dass er es ja eigentlich kann, sollte er einen anderen Weg beschreiten! Auf geht’s, Rudi! Du allein kannst wissen, dass du es nochmal schaffen willst!

Ja, es war gut, von Ajax genau jetzt aufgezeigt zu bekommen, dass es noch viel Arbeit gibt! Der Stimmung und dem Teamgefühl scheint die verdiente Niederlage nichts getan zu haben. Das, was aus Belek stimmungsmäßig rüberschwappt, macht einen stabilen Eindruck, der Trainerstab und den mitgereisten Vorstandsvorsitzenden positiv stimmen sollten.
Jungs seht zu, dass sich in den kommenden 14 Tagen noch etwas in Sachen Torgenauigkeit tut. Denn, während die direkte Konkurrenz in der Liga aufrüstet, dürfen wir auf Verstärkung, so wie es momentan aussieht, ja wohl nicht hoffen! Das, ihr Lieben, wird eine heiße Rückrunde!
(mg)

Der HSV 2015 Ein Rückblick. Teil 2: die Spiel der Hinrunde 2015/16

Ein beklopptes HSV-Jahr 2015

Teil 2:       

Die Spiele der Hinrunde 2015/16

August

09.08.        DFB Pokal         Jena – HSV 3-2 

Tore: Olic, Gregoritsch

  14.08.        FC Bayern München – HSV   5-0  

22.08.        HSV-VFB Stuttgart 3-2        

Tore:Ilicevic,Lasogga,Djourou

 

29.08.        1.FC Köln-HSV   2-1 Tor: Holtby  

September

 

11.09.        Borussia M-Gladbach – HSV 0-3        

Tore: 2 Lasogga,N.Müller

 

19.09.        HSV-SGE Frankfurt 0-0  

22.09.        FC Ingolstadt-HSV   0-1          

                  Tor: Gregoritsch

 

26.09.        HSV-Schalke 04     0-1  

Oktober

 

03.10.        Hertha BSC-HSV         3-0

 

17.10.        HSV-B04 Leverkusen 0-0  

23.10.        TSG 1860 Hoffenheim – HSV 0-1      

Tor: Lasogga

 

November   01.11.        HSV-Hannover 96         1-2                   Tor: Gregoritsch  

07.11.        Darmstadt 98-HSV       1-1                  

Tor: Lasogga (FE)

 

20.11.        HSV- B-Dortmund        3-1     Tore: Lasogga (FE),Holtby,ET: Hummels  

28.11.        Werder Bremen-HSV   1-3

Tore: Ilicevic,Gregoritsch,N.Müller

 

Dezember   05.12.        HSV-1.MSV Mainz 05      1-3     Tor: Djourou  

12.12.        VFL Wolfsburg-HSV         1-1    

Tor: N. Müller

 

19.12.        HSV-FC Augsburg           0-1  

Resultat nach der Hinrunde 2015/16 : 

Platz 10 mit 22 Punkten und ein Torverhältnis von 19:23 Toren

6 Siege, 4 Unentschieden und 7 Niederlagen (1,29 Punkte / Spiel)