EUROPAPOKAAAAAL! Europapokal?

René Adler schaut nach oben und das Internet und die Medien überschlagen sich mit Superlativen (mal wieder).

Der zweite Sieg hintereinander. Dazu noch im Derby gegen unsere Lieblingsfeinde, die Hühner aus Bremen.
Das 3:1 durchaus gerechtfertigt, die 3 Punkte sollten sich wohlgefühlt haben im Bus bei einer siegtaumeligen Mannschaft, Richtung Hamburg.
Die Stimmungsbilder aus der Kabine, die der HSV selber ins Netz stellte, sprechen Bände. Und sie sind meiner Meinung nach eine der Erklärungen für diesen so wichtigen Sieg. Da stehen eben, im Gegensatz zum Vorjahr, keine 11 Solisten auf dem Platz. Da ist ein Team zusammengewachsen. Eine Mannschaft in der der eine auch mal für den anderen läuft. Die Jungs rund um Bruno Labbadia haben eine ganz andere Körpersprache als noch vor einigen Monaten. Sie jubeln gemeinsam und sie „pöbeln“ auch gemeinsam.
Womit wir beim eigentlichen Grund wären: mindestens 50% des Erfolges gilt eben auch dem Trainer dem dieser Spagat gelungen ist, zum einen Respektsperson zu sein und gleichzeitig „Papa“ und Ansprechpartner.

Er läuft mit, er schwitzt mit und er redet eben mit… mit jedem wenn er merkt, da stimmt was nicht. So hat er es geschafft, einen Lasogga wieder zu reaktivieren, einen bis dato glücklosen Holtby zu einem Leistungsträger zu pushen, einem Ilicevic wieder den Torriecher zu vermitteln und auch Nicolai Müller, nach zahlreichen durchwachsenen Leistungen wieder zu gesundem Selbstbewusstsein zu verhelfen.
Und im Gegensatz zu manch einem „Experten“, sei es nun im Netz oder auch in den sogenannten „Expertenrunden“, vermag ich durchaus einen spielerischen Fortschritt erkennen! Man denke nur mal an den zuckersauberen Pass, den Ivo in Richtung Müller brachte, damit der eiskalt zum 1:3 einnetzen konnte! Sogar durchs Mittelfeld ging es ab und an mit zielgerichteten Doppelpässen relativ zügig.
Holtby, mit den meisten Ballkontakten und einer Zweikampfquote von 62%, ja sogar ein schnelles Umschaltspiel war ab und an erkennbar und auch erfolgreich! Hätte Gregoritsch noch seine Chance genutzt, als er völlig allein vor dem Bremer Keepern stand, niemand der Weseraner hätte sich über das 1:4 beklagen können!

So weit, so gut.

Jetzt kommt das große AAAABER.
Freuen? Ja! Feiern? Klar! Aber bitte nicht vergessen, dass diese 21 Punkte noch lange keinen Klassenerhalt bedeutet! Noch kann alles passieren. Denn so schnell wie es rauf geht, kann es auch wieder runter gehen! Wer weiß das besser als ein HSV- Fan?
Zudem zeigt Augsburg gerade vorbildlich was passieren kann, wenn man sich als „geldbegrenzter“ Club plötzlich in einem europäischen Wettbewerb wiederfindet und somit ständig mit englischen Wochen zu kämpfen hat.
Wohl bedenkend: mit einem begrenzten Budget und einem eben solchen Kader!

Man stelle sich vor, der HSV erreicht wirklich die EL. Man muss kein großes Orakel sein um zu wissen, dass die Mannschaft jetzt schon, verletzungsbedingt geschwächt, jede Woche in der Buli immer über 100% geben muss!
Zudem weiß man, dass sich die EL eh finanziell erst nach der Gruppenphase lohnt. Und die würde es erst mal überstanden werden müssen! Woran ich, sorry, ist so, reichlich Zweifel habe…
Die finanzielle Situation ist weiterhin bescheiden! Da ist null Spielraum für weitere BackUps und/oder Ergänzungsspieler!
Es sei denn, man holt sich erneut Herrn Kühne ins Boot…
Ich für meinen Teil würde gern darauf verzichten wollen!
Auch im seit Jahren vernachlässigten Jugendbereich wächst momentan noch nicht genug nach, was mittelfristig helfen könnte!

Also: lieber ein paar Jahre konsolidierendes „Mittelmaß“, mit stetiger Weiterentwicklung und gemäßigtem Zukauf von talentierten (günstigen) Jungspielern.
Hoffend darauf, dass man anschließend nicht wieder die größten Leistungsträger verticken muss!
Den Weg ist Dortmund gegangen, den Weg ging Gladbach, wir sollten ihn auch beschreiten!
In dem Sinne: auf geht’s, ihr Derbyhelden, haut nächste Woche die Mainzelmännchen aus dem Volkspark! Damit ihr uns wieder so schöne Bilder aus der Mannschaftskabine posten könnt! Einer Mannschaftskabine, die ihren Namen endlich verdient! Nicht zuletzt dank Papa Bruno, mit dem in der Winterpause gerne verlängert werden darf. So er sich das denn auch selbst antun möchte…
P. S. Ein dicker Genesungswunsch geht an dieser Stelle in Richtung Lasogga, der hoffentlich nicht operiert werden muss. Du wirst fehlen! Wer hätte vor ein paar Wochen gedacht, dass ich das mal schreiben würde
(mg)

#Nordderby #SVWHSV #103

ANPFIFF: 28.11.2015 Um 15.30 Uhr

Endlich wieder #Nordderby

Nach dem tollen Auftritt gegen den BVB und dem absolut verdientem 3-1 gegen den Tabellenführer nach Bayern München geht es heute zum Nordderby nach Bremen.

Es ist bereits das 103. aufeinandertreffen in der Bundesliga. Kein Derby wurde häufiger gespielt. Ein Klassiker. Dabei spielt der Tabellenstand eigentlich keine Rolle. Es ist egal, wie die Spiele davor gelaufen sind. Wenn das Sprichwort : „was zählt ist auf dem Platz“ eine Bedeutung hat, dann im Nordderby.

Bei den „Buchmachern“ ist Werder leichter Favorit. So gibt es bei einem Heimsieg 2,40 Euro und bei einem Auswärtssieg des HSV 2,75 Euro pro eingesetzten Euro. Wenn man sich neutrale Beobachter ansieht, so gilt der HSV als ganz leichter Favorit.

Kommt der HSV vermutlich mit breiter Brust an die Weser, so sind die Bremer gewillt, die 0-6 Schmach in Wolfsburg wett zu machen.

Unser HSV geht so langsam am Stock. Die Liste der Verletzten hat sich jetzt noch mit Spahic und Kacar erweitert. Hunt, der eigentlich wieder fit ist, liegt mit einer Mandelentzündung flach Auch Stieber fällt noch mit einer Kapselverletzung kurzfristig aus. Somit fehlen folgende Spieler Verletzungsbedingt:
Ekdal, Diekmeier, Spahic, Kacar, Stieber, Hunt

Zur Stärkung der Innenverteidigung rückt erstmalig Carolus mit den in den Kader, der wie folgt aussieht:

Adler, Drobny – Cleber, Djourou, Sakai, Ostrzolek, Carolus, Götz – Jung, Diaz, Holtby, Ilicevic, Müller, Gregoritsch – Schipplock, Lasogga, Olic

Nicht im Kader: Altintas, Diekmeier, Ekdal, Hunt, Hirzel, Marcos, Rudnevs, Kacar, Spahic, Stieber

Bilanz aus Sicht des HSV: (Nur Bundesliga)

32 Siege 33 Unentschieden 37 Niederlagen

Formcheck letzte 5 Spiele:

#HSV 2 Siege 2 Unentschieden 1 Niederlage 6-4 Tore
#SVW 2 Siege 0 Unentschieden 3 Niederlagen 6-12 Tore

Tabellenplatz:
HSV 10 – 18 Pkt 14-17 Tore (2014/15: 17. 12 Pkt. 7-17 Tore)
SVW 14 – 13 Pkt 13-25 Tore (2014/15: 14. 13 Pkt. 18-26 Tore)

Ich persönlich hoffe, dass ich endlich wieder einen Derbysieg in Bremen sehen darf und dass sich die „Krawallmacher“ aus beiden Fanlagern zurück halten und es ein tolles Derby wird.

Nur der HSV
(CM)

Eine bittere Bilanz?

Laut Presseberichten wird der HSV für das abgelaufene Geschäftsjahr ein zweistelliges Millionenminus ausweisen. Wie ist das zu bewerten?

Zunächst muß man bedenken, es ist die erste Bilanz für die neue AG nach der Ausgliederung (Von der Eröffnungsbilanz mal abgesehen). In dieser Bilanz finden sich dann auch viele Kosten wieder, die mit der Umstrukturierung zu tun haben.
Der HSV beschäftigt in dieser Saison immer noch die viel zu teuren Stars, die uns am Saisonende verlassen haben, also Van der Vaart, Jansen usw
Dann belasten die nicht angepassten und zu teuren Einkäufe von Didi die Bilanz sehr. Lasogga wurde zB zu teuer gekauft, Behrami war nicht billig und Holtby einfach nur viel zu teuer. Bei Holtby muß man allerdings sagen, ein Großteil seiner Kosten wird erst in der aktuellen Saison anfallen und bilanziert werden.
Zwei Trainerentlassungen und die Entlassung von Kreuzer schlagen auch mit einigen Millionen zu Buche.
Das Personalgefüge ausserhalb der Bundesligamannschaft wurde auch kräftig durcheinandergeschüttelt, das hat auch Abfindungen gekostet und es wurden neue, teils auch teure Jobs geschaffen.
Der Vorstand kostet mehr Geld als es bisher der Fall war, die Direktorenebene wurde auch ausgebaut.
Und last but not least, der fehlende sportliche Erfolg.

All das hat dazu geführt, daß wir einen fetten Verlust ausweisen müssen.
Also ein Teil ist übernommen worden, ein Teil hat mit der Umstrukturierung nach der Ausgliederung zu tun und ein Teil ist vom jetzigen Vorstand hausgemacht.

Entgegen den Aussagen einiger Leute haben die Anteilsverkäufe keinen direkte Auswirkung auf den Gewinn. Man kann also nicht rechnen 10 Mio Verlust + 20 Mio Anteilsverkäufe macht 30 Mio Verlust ohne Anteilsverkäufe (Die Rechnung hab ich heute schon mehrfach gelesen)

Unser Aufsichtsratschef hat für die Zukunft auch schon angekündigt, daß die nächsten 1-2 Jahresabschlüsse wieder ein Minus ausweisen können.
Meine persönliche Vermutung (die sicherlich nicht jeder teilt) ist, daß dieses Jahr schon ein ausgeglicher Abschluß erreicht werden wird. Vorausgesetzt allerdings, sportlich läuft es einigermaßen und man hält sich auf dem Transfermarkt zurück. Aber das ist Spekulation.

(fb)

Notiz an mich

Hamburg / Dortmund. Naja, was soll man erwarten? Die Dortmunder haben unter ihrem XS- Trainer einen Lauf, hauen so ziemlich alles wech, was ihnen in den Weg kommt. Und überhaupt: Aubeamedingsbums, Marco Reus und… Ach, die beiden reichen ja eigentlich schon. Also: planen wir mal ne dicke Pleite ein.

Na gut, irgendwie liegen uns die Dortmunder ja und für den ein oder anderen Überraschungsmoment sind unsere Jungs ja auch immer gut. Zudem sind wir bestimmt entsprechend motiviert. Allein schon wegen dieses Tuchel-Hickhacks, das noch im Hinterkopf rumschwirrt.
Also planen wir mal eine nicht sooo dicke Pleite ein. Torreich war es meist.
Sagen wir mal…. *grübel*… 2:3.

Notiz an mich: diese Saison bringt es selten Punkte, tippt man den HSV auch nur annähernd logisch.

Thomas Tuchel sollte es werden. Das pfiffen die Spatzen von den Dächern im vergangenen Jahr, obwohl den Namen niemand so wirklich in den Mund nahm. Ich liebte Didi allein schon wegen seiner Bemühungen, den Erfolgstrainer an die Elbe zu locken. Stand er doch nicht nur für eben diesen Erfolg, sondern für Jugend, Spritzigkeit, Emotionen, trotzdem für Disziplin, Weiterentwicklung und vor allem Beständigkeit. Alles Dinge, die wir so schmerzlich vermissten.
Dass sich Beiersdorfer beinahe vertuchelt hätte, Knäbel sich um Kopf und Kragen trainierte und der Thomas doch ein mehr oder weniger böses Spiel mit dem gutmütigen Vorstandsvorsitzenden trieb, wissen wir heute.
Wer weiß dagegen, was daraus geworden wäre, hätte Tuchel statt Labbadia die Aufgabe übernommen, uns vor Liga 2 zu bewahren.

Notiz an mich: die Vergangenheit und auch die halbherzige Entschuldigung Tuchels, bei der PK, machen den Sieg vom Freitag noch ein bisschen geiler!

Oh mein Gott! Diese Aufstellung! schon wieder der selbstverliebte Dribbler Ilicevic, vorne die torlose Wuchtbrumme Lasogga und Ostrzolek lässt bestimmt seine Seite wieder offen wie ein Scheunentor! Und auf der anderen Seite fehlt Dieki noch sooo lange! Warum lässt Labbadia nicht Gregoritsch ran? Darf der nur Tore für die Ösis schießen? Und warum spielt der überhaupt immer nur auf rechts außen? In der Mitte ist er doch besser aufgehoben!
Der Gipfel: Wieder nur mit einer Spitze… Das kann ja nichts werden!
Doch siehe da! Dribbeltänzer Ivo dribbelt zwar, wird aber kurz nach dem Verdribbeln von Bürki dankenswerter Weise von den Füßen geholt. Die Wuchtbrumme verwandelt sicher. Supermääääääään!

Notiz an mich: unterschätze nie die Tagesform deiner „Sorgenkinder“. Sie können es nämlich eigentlich!

Auf Müller geht anschließend niemand drauf, er kann in Ruhe warten, bis Holtby in Position gelaufen ist und…eiskalt verwandelt! 2:0! Wusste gar nicht, dass unsere Jungs das noch können! wusste auch nicht, dass Hummels sich für einen Vertrag in Hamburg empfehlen wollte. Tolles Kopfballtor. Muss man zugeben!
Und die beiden Außen-Sorgenkinder? Machten wohl das bisher beste Spiel im Namen der Raute!
Lag es nun an einer, sagen wir mal zaghaft, gewissen Anfangsarroganz der Dortmunder? Naja, jedenfalls reichte es dieses Mal in Hamburg einfach nicht, erst in der 2. Halbzeit aufzudrehen. Denn da waren unsere Jungs schon mächtig eingegroved. Und wenn alles schiefging, stand ja immer noch ein Adler im Tor! Aubeamedingsbums machte dann doch noch eins. Pffff…. Das war bestimmt Absicht, damit das am Spielfeldrand wild fuchtelnde Tuchelmännchen nicht doch noch entkräftet umkippt.

Notiz an mich: Bruno im nächsten Trainingslager mal nach seinem Motivationstrainer fragen.

Es war ein gutes Spiel, es war eine Mannschaftsleistung! Einer für alle, alle für einen. Warum nicht öfter so?
Nächste Woche ist Derbytime. Die Statistik sagt, wir gewinnen selten bis gar nicht 2x hintereinander. Aber was ist schon logisch im Fußball? Genau! Nix!

Notiz an mich: immer auf eine Niederlage für den HSV tippen, dann klappt das auch mit den Punkten

Nachtrag: das Allerschönste dieses Wochenendes ist dann aber doch die Tatsache, dass wir „nur“ über Fußball reden können. Dass wir von Terror verschont blieben, in allen Stadien die Besucher erweiterte Sicherheitsmaßnahmen und damit verbundene Wartezeiten klaglos ertrugen (bis auf ein paar Vollpfosten, die sich vor oder nach dem Spiel noch prügeln mussten) und wir alle hoffen können, dass sowas wie Alltag in die Liga einziehen darf…

Nachtrag 2: gute Besserung an Emir Spahic! Werd schnell wieder fit!
(mg)

Klüngelt der Klüngel wieder? Chance verpasst!

Donnerstag, den 3. Dezember, 19 Uhr.
Die Mitglieder des HSV e. V. sind aufgerufen, über das neu zu erstellende Leitbild des Vereins zu diskutieren.
Nach der (zugegeben für die Masse) verwirrenden, weil abstrus wirkenden Online-Umfrage nun also die nächste Veranstaltung, auf der wir unseren Senf dazugeben dürfen.
Zwei Fragen seien gestattet:
Warum auf einem Wochentag und warum eigentlich (für alle die nicht aus Hamburg kommen) so kurzfristig?
Einer der Kernpunkte während des Ausgliederungsprozesses war, alle Mitglieder ins Boot zu holen. Ob sie denn aus Hamburg seien oder nicht. Sie sollten teilhaben an den künftigen Entscheidungen, an den Entwicklungen, am entstehen von Großem… Also zum Beispiel auch an der Findungen eines neuen Leitbildes.
Doch was ist diesbezüglich passiert in den vergangenen knapp eineinhalb Jahren?
Nix (na gut, außer der o.g. Umfrage und einer Arbeitsgruppen- Sitzung mit ausgewählten Mitgliedern ).
Somit klüngelt wohl wieder der altbekannte Kern Anfang Dezember zusammen. Denn weder die auswärtigen Mitglieder, noch viele die selbst aus Hamburg oder dem nahen Umfeld kommen, werden dabei sein. Sie alle werden sich schwer tun, mitten In der Woche, eineinhalb bis zwei Stunden Anfahrtsweg in Kauf zu nehmen. Denn ja, den brauche selbst ich, quer durch Hamburg (und dann noch zum besten Feierabendverkehr) um den Weg in die Raute zu finden!
Last but Not least: bei all der vorhandenen Technik im Jahr 2015 frage ich mich:
Wo sind mögliche Liveschaltungen?
Wo ist eine live-Berichterstattung über HSV-TV?
Wo sind live-Ticker über Facebook oder Twitter, bei denen Diskussionsbeiträge in die Runde eingebracht werden können?
Man bewegt sich in der Hinsicht noch immer keinen Millimeter!
Schade eigentlich!

Dass wohl der Vorstand der AG auch nicht vertreten sein wird, da es schließlich „um das Leitbild des e. Vs gehe“ (Auskunft über die Facebookseite HSV e.V.) ist zumindest für mich ein weiterer Tiefschlag. Ich dachte doch bisher wirklich, dass die AG wichtiger Bestandteil des e. V. sei! Oder hat es der AG-Vorstand ganz einfach nicht nötig, sich mit so profanen Dingen, wie dem Leitbild der Muttergesellschaft zu befassen (dem man als Tochter doch untersteht)?
Schade HSV! Dicke Chance verpasst, mal alle (oder doch ganz viele) in ein Boot zu holen und gemeinsam zu diskutieren!

Ich fühle mich jedenfalls momentan alles andere als „mitgenommen“!
(mg)

http://www.hsv-ev.de/news/2015-11-13-einladung-zum-gemeinsamen-gedankenaustausch

Das Leid mit dem Leitbild

Der HSV ist auf der Suche nach einem Leitbild. Gut so. Darüber sollte man sich immer und ständig seine Gedanken machen.
Im Sommer gab es einen Workshop zu diesem Thema, jetzt hatte ich eine Umfrage in der Mail, eine Umfrage, die meiner Ansicht nach für die Tonne ist.

Lieber HSV. Ich will euch hier mal mitteilen, was ich für ein Leitbild für unabdingbar halte.

Als erstes eiert man nicht rum. Man hat klare Antworten auf klare Fragen. Man ist weltoffen und brät nicht so sehr im eigenen Saft, daß man schwachsinnige Umfragen für das Leitbild braucht. Ein alter Mentor von mir hat mal gesagt: „Fiete, wenn du nicht weißt, was du machen sollst, dann löse deine Gedanken, schwebe mit ihnen in die Lüfte, wie ein Adler und schau dir die Situation aus großer Höhe an. Dann erkennst du das Wesentliche.“
Wer fragen muß, ob der Klassenerhalt für den HSV wichtig ist, der hat den Sinn für das Wesentliche verloren.

Oberste Institution des HSV sind immer noch die Mitglieder.
Sie können zwar nicht mehr so direkt wie vor der Ausgliederung auf das Tagesgeschäft Einfluß nehmen (und das ist gut so), aber sie sind immer noch die oberste Instanz. Darüber muß sich ein jeder, der im HSV etwas macht, im Klaren sein. Kein Investor ist der Chef des HSV, sondern es sind die Mitglieder. Nicht die Ultras, nicht die VIPs, sondern die Summe der Mitglieder. Aller Mitglieder, nicht nur der Hamburger, schliesslich ist der HSV kein Provinzverein, sondern ein großer weltoffener Verein. Wer das nicht begreift, der wird kein für den HSV angepasstes Leitbild leben können.

Der HSV ist ein Universalsportverein. Dem ist Rechnung zu tragen. Aber das Herz des HSV ist der Bundesligafußball. Und das ist Leistungssport. Daß da der Klassenerhalt nicht infrage gestellt wird, sollte jedem klar sein, selbst wenn er Verfasser einer Umfrage ist. Und auch die Positionierung in der Bundesligaspitze muß das Ziel sein. Natürlich werden wir es nicht so einfach erreichen, aber ein Leistungssportverein mit 70.000 Mitgliedern gibt sich bestimmt nicht damit zufrieden, auf Dauer nur gegen den Abstieg zu spielen. Wir haben die Satzungsänderung am 25.05.14 beschlossen, weil wir die Amateure an der Spitze unseres Vereins leid waren. Wir erwarten Professionalität, keine Ertels, keine Jarchows und auch keine Rieckhoffs, sondern Profis. Und das Ergebnis dessen muß dann eben auch sein, daß man auf Dauer das Bestmögliche aus den Möglichkeiten des Vereins macht. Wie gesagt, wir reden vom Leistungssport.

Demut? Wenn das heisst, daß wir kurzfristig mal kleinere Brötchen backen sollten, schliesslich waren wir in den letzten Jahren nicht gerade erfolgreich, dann ja. Ansonsten: Wir sind der HSV. Wir sind ein Verein mit 70.000 Mitgliedern. Warum sollten wir uns vor irgendjemandem verstecken?

Als nächstes erwarte ich, daß man bei all dieser Professionalität immer noch menschlich bleibt. Dazu gehört, daß man den HSV als große Familie sieht. Und in einer Familie weiß ich, daß es wohl mal knartscht und knirscht, aber nach aussen hält man zusammen wie Pech und Schwefel. Dazu gehört dann auch, daß man die Spieler und Angestellten gegen Anfeindungen von Aussen schützt, sei es von der Presse, von Fremdfans, von gegnerischen Spielern und Trainern, wie auch von Schiedsrichtern.
Beispiel: Bekommt einer unserer Spieler eine rote Karte, dann erwarte ich Empörung von allen HSVern und kein hanseatisches Understatement. Anschliessend können wir unter uns sagen: Spieler X, so geht man nicht in die Zweikämpfe.
Noch ein Beispiel: Greift Rudi Völler mal wieder einen unserer Spieler an, dann erwarte ich, daß es volle Breitseite kontra gibt.

Wir sind Familie, wir akzeptieren nicht, daß irgendjemand einem Familienmitglied was tut. Wir schützen es … und bestrafen es, wenn nötig anschliessend selber. Aber erst wird einem Familienmitglied immer Schutz gewährt. (Auch einem Paolo Guerrero, Heiko Westermann oder Peter Knäbel, solange sie unsere Farben tragen!). Wer sich mit einem HSVer anlegt, muß sich darüber im Klaren sein, daß er sich mit 70.000 anlegt.

Menschlichkeit erwarte ich aber auch in anderen Bereichen: Der HSV hat eine hohe Strahlkraft in der Region. Diese sollte er nutzen, wie er es ja auch macht, um Gutes zu tun. Der Hamburger Weg ist da ein gutes Beispiel.

Wenn wir uns fragen, welches Leitbild der HSV haben sollte, sollten wir uns vielleicht kurz innehalten und uns fragen, wie würden Ernst Happel oder Helmut Schmidt jetzt reagieren. Ein bisschen Happel, ein bisschen Helmut Schmidt … das sollte unser Leitbild sein (fb)

Die gekaufte WM 2006 – Na und?

Seit Jahren gibt es Korruptions-Spekulationen bei den Vergaben für die Fußball-EM und speziell der WM. Eigentlich sollte jedem, der sich etwas mit der Materie beschäftigt und der nicht mit Scheuklappen durch die Gegend läuft klar sein, dass es um Geld geht. Und zwar um sehr viel Geld. Wie sonst ist es zu erklären, dass eine Fussball WM nach Qatar vergeben wird? Qatar und Fussball? Da gab es noch nicht mal Fussballstadien. Diese werden jetzt gebaut. Und weil es dort im Sommer für Hochleistungssport einfach zu heiß ist werden die Stadien gleich mit Klimaanlagen (!!!) gebaut. Was für ein Wahnsinn.

Wenn die USA / das FBI sich nicht der FIFA angenommen hätte, würden jetzt wahrscheinlich immer noch viele denken, dass all dieser Wahnsinn mit (ge-)rechten Dingen, zum Wohl der Allgemeinheit und der „kleinen“ Fußballverbände geschieht, wie uns einige der hohen FIFA-Funktionäre Glauben machen wollen. Dass wir die WM 2006 nur auf legalem Wege bekommen haben, ist wohl so wahrscheinlich, wie ein Champions League Titel für den HSV in der kommenden Saison…

Was mich an der Sache ganz besonders stört, ist diese Scheinheiligkeit. Auch bei der Affäre Hoeness kann ich mich noch ganz genau an die Auftritte von Uli H. erinnern, wo er „die anderen“ in den Medien lauthals des Steuerbetruges bezichtete. Mit dem für seine Art urtypischem roten Kopf hat er „die anderen“ an den moralischen Pranger gestellt. Nur wenige Monate später kam dann die „ungeschminkte (??)“ Wahrheit ans Tageslicht. Hoeness war selber ein Steuersünder. Und dass nicht zu knapp. Komplette Aufklärung im Steuerfall Hoeness? Für mich persönlich bleiben bis heute viele Fragen unbeantwortet…

Wenige Jahre später das gleiche Spiel auf anderer Bühne: Der „Spiegel“ erschüttert die Massen mit der Enthüllung über die WM Vergabe 2006: auch Deutschland hat sich sein Sommermärchen mutmaßlich erkauft. Was für ein Schock! Oder doch nicht? Jetzt wäre die Chance da gewesen, sich zu stellen und reinen Tisch zu machen. Es war (ist?) ohne Schmiergeldzahlungen nicht möglich, eine WM auf legalem Wege zu bekommen. Der DFB und all seine Verantwortlichen hätten die Chance gehabt, das ganze System FIFA auffliegen zu lassen und endlich einen sauberen Neustart einzuleiten. Aber nichts passierte. Es war wie immer. Keiner kann sich wirklich erinnern. Es wurden zivilrechtliche Schritte angedroht. Klagen sollten folgen. Keiner wollte es gewesen sein. Stück für Stück kommt jetzt die Wahrheit mal wieder scheibchenweise ans Licht. Warum? Weil wieder ein Journalist oder ein „Externer“ irgendein Beweisstück gefunden hat….
Und so wird es vermutlich noch Wochen / Monate dauern, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Schade. Chance verpasst…

Mir ist es im Grunde genommen vollkommen sch…egal, wer, wo, wie jemanden geschmiert hat. Ich bin jedem Beteiligten dankbar, der dafür gesorgt hat, die WM 2006 nach Deutschland zu bringen. Es waren Wochen der puren Begeisterung. Es waren die wohl wunderbarsten Wochen, in denen Einigkeit und Recht und Freiheit in Deutschland mehr als Worthülsen waren. „Willkommen bei Freunden“ wurde nicht nur so gesagt, es war auch so gemeint!
Allein beim Schreiben dieser Worte, bekomme ich schon wieder Gänsehaut. Es war eine geile Zeit. Das war mein Deutschland, das war meine Heimat so, wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Nicht das in der jetzigen Zeit, wo Unterkünfte von Hilfesuchenden angezündet werden. Wo Parolen auf den Straßen geschrien werden, die ich nicht wiederholen möchte.
Mein Dank gilt der großen Anzahl an freiwilligen Helfern und denen, die mit Spenden helfen. All denen, die daran mitwirken, dass nicht die negativen Ereignisse in den vergangenen Wochen Oberhand behalten. Denn das ist nicht mein Land.
Ich will die Willkommenskultur von 2006 wieder zurück haben. Dieses Mal ohne Korruption, ohne Schmiergeld, sondern nur mit viel Herz und viel Hilfe.

Mit einem Wort: mit Menschlichkeit!

(CM)

„Heller“ Wahnsinn…

Die Vier am Sky-Tisch waren sich nach dem Abpfiff schnell einig. Das Ergebnis des Samstag-Abend-Spiels war ein „leistungsgerechtes Unentschieden“.

Ein leistungsgerechtes Unentschieden gegen Darmstadt. Gegen einen Aufsteiger, der (und darauf hatte man sich schon im Vorfeld festgestellt) unorthodoxen Fußball spielt. Was auch immer das bedeutet.
Vielleicht meint das, dass die Darmstädter in jeder Halbzeit mindestens eine Viertelstunde eher wach waren, als die Hamburger?
Oder es bedeutet, dass die Lilien über lange Strecken einfach griffigeren Fußball spielten?
Vielleicht läuft es aber auch ein bisschen darauf hinaus, dass man beim Tabellennachbarn bessere Schauspiellehrer hat, die ihren Spielern, beim Freistoßschinden, einfach die sehenswerteren Übungen, zum sofortigen Ableben auf dem Rasen vermitteln.
Und das oft sogar ohne vorheriger, gegnerischer Berührung!
Sei es wie es wolle. Zufrieden kann der HSV mit 1 Punkt aus den letzten beiden Spielen wirklich nicht sein.
Wer sich allerdings so schulbubenhaft, vor dem 1:1 vorführen lässt, der hat es einfach nicht besser verdient.
Mit acht (8!) Hamburgern, die sich um alles, nur nicht um das, was sich in ihrem Rücken abspielt kümmerten, verpennte man Marcel Hellers Einlauf in den Strafraum. Völlig alleine vor René Adler, brauchte er nur noch die Flanke einnicken, die trotz der Hamburger Überzahl von Jerome Gondorf, flockig rüberkam.
Überhaupt. Diese Freistöße und Ecken, die die Gastgeber zahlreich bekamen. Ich weiß ja nicht, wie es euch ging. Aber mir wurde regelmäßig übel, wenn Konstantin Rausch sich den Ball zurecht legte.
Gäbe es den Adler nicht, und es wäre ganz dumm gelaufen, wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wären wir mit einem beschämenden 3-4:1 nachhause gefahren.
Dabei mag ich unseren Jungs nicht mal den Kampfwillen absprechen. Man ist ganz einfach spielerisch noch immer mächtig begrenzt.
Das kristallisierte sich immer dann heraus, wenn es Darmstadt gelang, den HSV in der eigenen Hälfte einzuschnüren.
Denn nach 2,3 Pässen ging der Ball entweder an den Gegner oder landete bei René Adler, dem nichts anderes übrig blieb, als ihn weit nach vorne zu dreschen.
Dort fand sich dann oft genug kein Abnehmer oder es fehlte erneut das Quäntchen Glück und Können, um das Spielgerät im Tor zu versenken.
Trotzdem herauszuheben ist für mich die Leistung von Holtby, Müller und auch Djourou.
Untergegangen sind Schipplock und leider auch Diaz.
Das was bleibt, war graues Mittelmaß (bis auf den sauber versenkten Elfer natürlich ).
Der 11. Tabellenplatz sieht besser aus, als er ist.
Nun sind es nur noch fünf Punkte bis zum Relegationsplatz und in zwei Wochen geht es gegen Dortmund.
Die werden sich mit Sicherheit nicht wieder so leicht austanzen lassen, wie in den vergangenen Jahren.
Was las ich gestern am späten Abend noch: Wir bewegen uns auf ganz dünnem Eis.
Dem ist nichts hinzuzufügen!

Zwei Sachen gilt es aber noch zu erwähnen.
Zum einen diese unsägliche Pyro- und Feuerwerkvorstellung der mitgereisten Hamburger Fans, die den Verein mal wieder mehrere 10.000 Euro kosten dürfte. Wir haben es ja…
Zum anderen würde ich von Labbadia zu gerne diese merkwürdigen Wechsel erklärt bekommen.
Insbesondere die in der 90.+ Minute.
Stieber beispielsweise hätte ich gerne viel früher gesehen!
Jung erschließt sich mir gar nicht. Sah so aus, als habe Bruno Angst, da könnte noch das 2:1 folgen. Denn mit dem Unentschieden KANN er nicht zufrieden gewesen sein.
(mg)

Hamstern, hamstern, hamstern oder auf dem schweren Weg zur 40

Heute haben wir nach der Heimschlappe gegen unsere Freunde aus Hannover wieder die Chance, die verlorenen Punkte zurück zu holen.

Es ist erst das 5 aufeinandertreffen in der Bundesliga. Das letzte Aufeinandertreffen in Darmstadt fand am 08. Mai 1982 statt und endete 2:2.

Nachdem wir in den vergangenen Woche schon diverse Ausfälle erleiden mussten, hat es gestern auch noch Dennis Diekmeier erwischt. Gerade die letzten Wochen fand ich ihn sehr ansprechend mit Formkurve nach oben. Und jetzt wird es der Mannschaft um die 6 Wochen fehlen und damit wohl erst in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen.

Formbarometer: (letzte 5 Spiele)
HSV 1 Siege 1 Unentschieden 3 Niederlagen 2-6 Tore
D98 1 Siege 1 Unentschieden 3 Niederlagen 6-8 Tore
Unser Gegner Darmstadt 98:
Tabellenplatz 13:
3 Siege, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen, 12:15 Tore, 13 Punkte
In den bisherigen 6 Heimspielen schaut Darmstadt auf 1 Sieg, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen, steht damit in der Auswärtstabelle auf Platz 13.
Direkter Vergleich:
Darmstadt 98 – HSV
0 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen, 5:12 Tore

Nach dem 11. Spieltag 2015/16
*** Verbesserung um 7 Plätze zur Vorsaison (17. Platz)
*** mit 14 Punkten haben wir 3 Punkte mehr auf der Habenseite
*** 4 Tore wurden mehr erzielt (Mit 10 Toren haben wir jetzt bereits 1 Tor mehr erzielt, wie in der gesamten Hinrunde 14/15)
*** Bei den Gegentreffern haben wir 1 Tor mehr kassiert
Auch der direkte Vergleich zur Vorsaison gegen die bisherigen Gegner ist positiv:
3 Punkte mehr auf der Habenseite,
4 Tore mehr erzielt
4 Tore weniger kassiert.
(*** Ingolstadt ersetzt den SC Freiburg und Darmstadt 98 ersetzt Paderborn)

Zum Spiel:
Kader:
Adler, Drobny, Sakai, Cleber, Djourou, Jung, Spahic, Ostrzolek, Diaz, Holtby, Arslan, Müller, Ilicevic, Gregoritsch, Stieber, Schipplock, Olic, Lasogga
Nicht im Kader: Altintas, Diekmeier, Ekdal, Hunt, Götz, Hirzel, Marcos, Rudnevs, Kacar
Meine Wunschelf: Adler – Sakai, Spahic, Djourou, Ostrzolek – Diaz, Holtby – Gregoritsch – Müller, Ilicevic, Lasogga
Ich hoffe, das Bruno zum bewährten System mit 1 Spitze zurück rudert. Mit mehr wie 1 Spitze konnte wir unter Labbadia bisher kein Spiel siegreich gestalten.

Hoffen wir auf 3 Punkte.

Nur der HSV
(CM)

Wie ein Feuerwerk ohne Rauch und Feuer…

Würde man die dicken Seufzer, all die Aufschreie und anschließenden „oohhs“, die enttäuschten Gesichter und alle Sätze wie „das gibt’s doch gar nicht“ zusammenzählen, man hätte wohl genug, um ganze Bücherbände damit zu füllen.
Der HSV brannte in der 1. Halbzeit, gegen schwache Hannoveraner, ein wahres Feuerwerk an Torchancen ab.
Oder sollte ich lieber sagen; an?
Denn zünden wollten die Chancen so gar nicht.
Dabei begann alles so vielversprechend.
Labbadia hatte meine stillen Gebete erhört und stellte mit Schipplock und Lasogga eine Doppelspitze auf. Müller legte, bereits in der 6. Minute, für Gregoritsch auf. Und der brachte das Stadion zum Jubeln.
Endlich mal wieder ein heimisches Tor aus dem Spiel heraus, ein sauberes, nigelnagelneues Tor, das Hoffnung auf mehr machte. Denn die Hannoveraner brachten auch danach nicht viel auf die Reihe.
Im Gegensatz zum HSV.
Bereits zur Pause hätte man gut und gerne 2 oder 3:0 führen können. Können? Man hätte MÜSSEN!
Besonders Nicolai Müller muss sich fragen lassen, warum er (nach einem Lattenknaller von Diaz), freistehend vor Zieler, den Ball nicht einnetzte.
Einige schöne Zuspiele, Pässe die auch mal ihren Adressaten fanden und hinten ein fast arbeitsloser René Adler, so lassen sich die ersten 45 Minuten am besten beschreiben.
Ich hatte die Hoffnung, dass Bruno den Jungs in der Pause ordentlich Dampf macht, dass sie noch einen Ticken aggressiver aus der Kabine kommen.
Doch leider war das nicht der Fall. In den ersten Minuten von Halbzeit 2 musste man ab und an sogar Angst haben, da zieht wieder der bekannte Schlendrian ein.
Und es kam, wie es kommen musste. Mal wieder war (für mein Empfinden) ein Schiedsrichter auf Spahic und seinen Rüpelruf fixiert.
Emir grätscht im Strafraum, Beche fädelt geschickt ein, fällt um und Stegemann zeigt auf den Elfmeterpunkt.
Nein, ich will nicht jammern. Schließlich haben wir im Grunde das Spiel bereits mit den verschenkten Chancen der ersten Halbzeit verloren.
Trotzdem beginnt mich, dieses Spahic-Schiri-Gebashe extrem zu nerven!
Dass selbst ein Marcel Reif meinte, der Elfer sei eher unnötig gewesen, ist erstaunlich, aber wahr. Auch Labbadia erklärte diplomatisch, Beche habe „das Geschenk dankbar angenommen“ (sinngemäß).
Zwei für den HSV nicht gegebene Elfer (ja, ja, kann, nicht muss…) lassen meine momentan schwindenden Sympathiewerte für Schiedsrichter nicht unbedingt ins Gegenteil rotieren.
Ich habe das Gefühl, alle dürfen mal vom Punkt aufs Tor, nur die Rothosen nicht!
Für mich war das 1:2 eine völlig natürliche Konsequenz. Wer vorne nicht trifft, kriegt hinten eben die Quittung dafür.
Und auch 55% Ballbesitz sorgen noch lange nicht für ein volleres Punktekonto!
Dass man aus dem heimischen Stadion nichts Zählbares mitnahm, die Punkte nach Hannover schickte, dafür sorgte dann in der 67. Minute Salif Sané, der sowohl Diekmeier als auch Djourou locker austanzte und zum 1:2 einköpfte.
Auch hier ist Statistik nur das, was sich geduldig auf Papier drucken lässt. 17:5 (!) Torschüsse lassen nicht unbedingt einen Hannoveraner Sieg vermuten.
Klingt komisch, ist aber so!
Nicht nur Labbadia, auch seine Elf war, nach dem Schlusspfiff verständlicherweise wütend. Wütend auf sich selbst und ob der vertanen Chance, sich im gesicherten Mittelfeld, weiter oben, erst einmal festzusetzen.
Aber hey, die Statistiker unter uns hätten es eigentlich wissen müssen. Denn jedes Mal, wenn es in den letzten Jahren irgendwie möglich war, einen Schritt nach oben zu machen, hatte der Fußballgott gerade was anderes zu tun.
Was soll ich sagen? Der HSV ist und bleibt vorne zu harmlos. Und ein bisschen mehr Glück vor dem Kasten könnte auch nicht schaden.
Jetzt einfach so zur Tagesordnung überzugehen und auf das Spiel gegen Darmstadt zu hoffen, das wäre mir zu einfach.
Denn auch die Lilien werden nicht drauf warten, dass es einem Lasogga, einem Schipplock oder Holtby endlich mal gelingt, wofür sie eigentlich bezahlt werden: nämlich fürs Tore schießen!
Für Labbadia gilt es in der Woche Kopf und Fuß der Jungs zu trainieren. Denn Beides brauchts, um endlich mal eiskalt den Torwart nicht an, sondern an ihm vorbei zu schießen!
(mg)