Von roten Trauben und Bierzeltgarnituren!

Trainingslager – Tagebuch
Tag 1 in Harsewinkel

Man, man, man, traue niemals einem Navi!
Zumindest keinem, das dich von Bremen aus (wo ich eine liebe Beifahrerin einsammelte) über Hannover nach Harsewinkel lotst. Und das auch noch an dem Tag, wo gefühlt halb Hannover, wegen eines Bombenfundes, evakuiert und gesperrt, den Nachmittag auf der Autobahn verbracht hat!
Nach 5 1/2 (fünfeinhalb!) Stunden endlich angekommen! O-ber-ab-genervt vom Rumstauen und Umleitungen fahren, begrüßt uns das Hotel Klosterpforte mit einem kräftigen Regenschauer. Na super! Das fehlte auch noch! Auch unser Parkplatz lag, dank regem Auflauf zum öffentlichen Training, gefühlte 500m vom Haupteingang, wohin wir nun mit Taschen und Koffern flüchteten.

Eine schnelle Dusche ein erstes „komm mal runter Bier“. Dabei die Karawane beobachten, die unablässig auf das Hotelgelände strömt.
Das öffentliche Training war in vollem Gang, mit geschätzten 600 Zuschauern, die sich nach knapp 90 Minuten Mannschafts – Sichtung aufmachten, Richtung Fanabend.
Auf einem separaten Teil des insgesamt ca 100.000qm Areals des ehemaligen Klosters standen (ich muss es leider sagen) lieblose 4 Bierzeltgarnituren, ein Grill- und ein Bierwagen. Von Atmosphäre, so wie ich sie aus dem Zillertal gewohnt war, leider keine Spur…

Recht pünktlich, kurz nach 20 Uhr rollte der „rote Tross“ unserer Jungs an. Jeder Einzelne war kurz danach im Gewühl der Fans verschwunden.
Die größten Trauben? Natürlich um Holtby, Lasogga und unseren Trainer, Bruno Labbadia.
Außer Olic, der auf mich einen leicht entnervten Eindruck machte (er hatte schon ein mächtig gequältes Lächeln drauf, unterwarf sich aber trotzdem klaglos dem Ansturm), waren sie alle erstaunlich gut drauf.
Ich würde wohl eher ne (weitere) Meise kriegen, angesichts der Mengen, die die Spieler teilweise umdrängelten…
Besonders locker drauf?
Cleber Reis (der wirklich jeden Scherz mitmachte. Er ist, so macht es den Eindruck, angekommen im Team) und unsere Nr. 1, Drobny. (Man, ist der riesig 😉

Mit irgendwas um die 15 Unterschriften und den dazu passenden Fotos, machte ich mich nach 30 Minuten „vom Acker“. Der Trubel nahm irgendwie kein Ende. Zudem vermisste man die Möglichkeit, irgendwo mal zwei, drei Sätze mit einem Spieler wechseln zu können. Oder selbiges mit den anderen HSVern.
Nach gut einer Stunde verließen auch die Spieler das „Schlachtfeld“, um den verdienten Feierabend einzuläuten. Erneut zog der „rote Tross“ an uns vorbei.
Auch die Fanmassen lösten sich erstaunlich schnell auf. Liebes Team vom Hotel Klosterpforten, da wäre mehr drin gewesen!
Wir beendeten den Abend bei ein, zwei Bierchen und freuten uns auf Tag 2, der mit dem Kiebitzen beim (nicht öffentlichen) Training beginnen sollte. Was daraus wurde, lest ihr morgen. Im Blog-Perlen Traininingslager – Tagebuch. Soviel kann ich jetzt schon verraten: Es bleibt spannend! 😉
#HSVinHarsewinkel
(mg)