Umfrage zur Saison 2015/16

UMFRAGE ZUR SAISON 2015/16

!!! ABGABESCHLUSS:   DONNERSTAG, 06.August 2015 um 23.59 Uhr !!!

Moin Moin,

zum Start der Bundesligasaison 2015/16 interessieren uns die unterschiedlichsten Meinungen und daher bitte ich Euch, uns die Fragen zu beantworten und per EMail zurück zu senden.

  1. Wie sieht Eure Bundesligaabschlusstabelle 2015/16 aus?

(Reihenfolge von Toralarm übernommen ;-))

Köln                            Mainz

Hoffenheim               Leverkusen

Bayern München      Dortmund

Frankfurt                    Augsburg

Ingolstadt                   Schalke

Hamburg                    Hannover

Hertha                        Gladbach

Darmstadt                  Stuttgart

Wolfsburg                   Bremen

  1. Wer wird DFB Pokalsieger 2016
  1. Ein kurzes Statement mit max. 280 Zeichen zum HSV und wo er landen wird
  1. Ein kurzes Statement zu Eurem Lieblingsverein (ebenfalls max. 280 Zeichen)
  1. Dein Twitter-Account, wenn vorhanden
  1. Deine Lieblingsmannschaft
  1. Was trifft auf Dich zu: Blogschreiber, Sportjournalist, „nur“ Fan
  1. Bist Du mit einer eventuellen Veröffentlichung Deiner Tipps inklusive Nennung etc. einverstanden? (Wer mag kann auch noch ein Foto o.ä. mitsenden)

Vielen Dank für Deine/Eure Mithilfe.

Die Ergebnisse der Umfrage werden am Freitag, vor dem 1. Spieltag veröffentlicht bei www.blog-perlen.de

Gruß

Euer BlogPerlen-Team

ZUR UMFRAGE: Umfrage ausfüllen, speichern und per mail an  christian.maass@blog-perlen.de

Gerne sende ich Euch dieses auch per Email zu.

Top oder Flop? Oder vielleicht doch etwas dazwischen?

Heute am 27.7. kamen zwei Artikel zum HSV heraus, einer von Kai Behrmann in der Welt und einer von Daniel Jovanov auf Goal.com. Während in der Welt die Meinung herrscht, daß der eingeschlagene Weg Mut macht sieht Daniel Jovanov es erwartungsgemäß negativ.

In der Welt lobt Herr Behrmann vor allem die Mentalität der Transferpolitik. Man habe sich von Spielern getrennt, die nicht passen und bei den Neuverpflichtungen darauf geachtet, daß die Neuen charakterlich zum erkannten Mentalitätswechsel passen.
Auch sieht er die Entwicklung beim HSV positiv.

Auf Goal legt Daniel Jovanov seinen Schwerpunkt auf die fehlenden Erfolge der abgelaufenden Saison, verweist noch auf die 50 Mio, die der HSV unter Beiersdorfer in Spieler investiert hat (im Gegensatz zu Bremens 10 Mio), auf die schlechten Testspiele usw.

Nun, 50 Mio hört sich ja gewaltig an. Daß dem aber auch Spielerverkäufe von knapp 35 Mio entgegenstehen, das wird geflissentlich verschwiegen. Ebenso, wie die Tatsache, daß der HSV seine Einkäufe für diese Saison weitestgehend beendet hat, während Werder noch nicht fertig ist. Auch verschweigt man gerne, daß man einige Leistungsträger der letzten Jahre ohne Ablösesummen hat ziehen lassen müssen und daß Bremen ausserdem noch einige Spieler geliehen hat, zB Öztunali.
Wenn man solche Zahlen vergleicht, dann sollte man das zur Erklärung dazuschreiben, denn die nackten Zahlen sagen nichts aus.

Die Testspiele, die ja so schlecht sind:
Schluein Ilanz: 1:13 gewonnen
Chur: 0:6 gewonnen
Gladbach 4:5 im Elfmeterschiessen gewonnen
Augsburg 1:2 gewonnen
Schneverdingen 0:7 gewonnen
Bielefeld 0:2 verloren
Bursa 1:1 unentschieden
Kassel 0:2 gewonnen

Ok, sortieren wir das mal ein: Die beiden Schweizer Mannschaften mussten gewonnen werden, auch in der Höhe.
Gladbach und Augsburg, war ganz nett, aber sagen nichts aus. Schneverdingen musste auch gewonnen werden.
Bielefeld, ok, das hätte man besser spielen müssen. Aber Bielefeld war in der letzten Phase der Vorbereitung, während wir noch in der Phase waren, wo Grundlagen trainiert werden. Nicht schön, aber vertretbar.
Bursa war ein netter Kick im Trainingslager. Bruno hat die Mannschaft dort die Trainingsinhalte spielen lassen, die die Mannschaft vorher einstudiert hat. Das sah teilweise ganz nett aus. Aber beide Mannschaften hatten schwere Beine.
Kassel, 0:2 gewonnen am Ende eines Trainingslagers, das erste mal, daß Gregoritsch und Schipplock mit dabei waren.

Für mich haben diese Testspiele keinen besonderen Wert, was die Aussagen auf die Leistung des HSV angeht. Die entscheidenen Testspiele, die mich interessieren, kommen jetzt: Aalborg und Verona. Die Mannschaft ist jetzt endlich vollzählig, die Grundlagen sind gelegt, jetzt geht es ans Spielerische. Diese beiden Spiele sind aussagekräftig und sollten tunlichst gewonnen werden. Nach Verona wird es ernst, dann geht es nach Jena zum Pokal.

Also, was ist unterm Strich zu den beiden Artikeln zu sagen? Kai Behrmann sieht alles recht positiv, vor allem, was die Entwicklung angeht.
Daniel Jovanov sieht es gewohnt negativ, kommt teilweise mit alten Kamellen, sucht gezielt das Negative.
Die Wahrheit, und da geb ich Daniel recht, liegt letztlich auf’m Platz. Und ich denke, sie wird irgendwo in der Mitte zu finden sein. Es ist nicht alles gut, wie bei Kai Behrmann und nicht alles schlecht, wie bei Daniel.
Die nächsten beiden Testspiele werden genauer Auskunft geben, wo der HSV tatsächlich steht. Ich denke aber, die Transfers könnten passen, sowohl Zu- als auch Abgänge.
Ich erwarte am Ende der Saison einen Platz zwischen 10 und 15. (fb)

Unser Trainer – gestanden, mit Köpfchen, gefordert.

Harsewinkel Trainingstagebuch, Teil 3

Es wurde voll im Kloster. Am Dienstag reiste der türkische Erstligist Bursaspor an und bezog Quartier. Die Spieler des 6. der abgelaufenen Saison bewegten sich merklich freier über das Klostergelände. Welch Wunder, müssen sie doch weniger Fans „befürchten“, als unsere Jungs. Das einzige was ein wenig an den neuen Gästen störte: ihre Trikots sind grün. Ab und an mochte man denken, hier laufen dir ständig Brämer über den Weg .
Zwei Mannschaften, ein Trainingsgelände? Logische Konsequenz: ein Testspiel am Mittwoch, ohne Anreiseweg.
Mal wieder nicht öffentlich, dafür mit einem türkischen Stream, der bei mir mit 12:2 lief (12 Sekunden Spiel, zwei Minuten Ladezeit). Also: Kk! Konntste knicken.
Endstand 1:1. ein Elfer von Lasogga und ein, wie könnte es anders sein, spätes Ausgleichstor. Sie können es also doch noch *grummel*.
Während des Spiels, und weil die muskelbepackten Ordner eben nicht überall sein konnten, überwältigten wohl irgendwelche Vollpfosten die Gitter-Absperrung und verbeulten sie dabei. Viel näher ran brachte sie das auch nicht, aber wohl eine kurzfristige Befriedigung, ein bestehendes Verbot überwunden zu haben.

Apropos Verbot. Nach dem ersten Rausschmiss vom laufenden Trainingsbetrieb habe ich es nicht noch mal versucht. Man ist irgendwann zu alt zum Kämpfen und vor allem zu stolz, erneut zurückgeschickt zu werden.
Zudem trainierten die Jungs die letzten zwei Tage auf dem vorderen Platz, sodass wir, vor der Zaunabsperrung, beste Sicht auf das Geschehen hatten. Sie liefen quasi zum Berühren nah an uns vorbei.
Auch das begeisterte Anspringen, Selfie machen und um Autogramme bitten, bei den Offiziellen, die man abends im Restaurant oder an der Rezeption traf, unterblieb. Dafür gab es das ein oder andere kurze, nette Gespräch. Es sind halt auch nur Menschen. Menschen die froh sind, wenn sie ganz normal behandelt werden (ja, Knäbel hat tatsächlich Humor ).

Zum Trainingseindruck noch ein Wort: zum 1. Mal habe ich in einem Trainingslager gesehen, dass Kombinationen und schnelles Umschaltspiel eingeübt wurden. Auch Kondition und kleine Technikspielchen, die die Konzentration fördern, waren Teil der Vorbereitung. Ohne Gegner, beim 5:5 sah auch der Torabschluss gefällig aus (die Verlierer mussten jeweils Liegestütze machen). Bei dieser Übung stach mir insbesondere unser Relegationsheld Nicolai Müller ins Auge. Der Junge hat echt nen Hammerschuss!
Und, Kinners, wir haben wohl den durchtrainiertesten Trainer der Liga. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern stand Bruno keine einzige Minute ruhig irgendwo rum und verschränkte eitel die Arme, um ab und zu dazwischen zu pfeifen.
Nein. Bruno war immer mittendrin, statt nur dabei! Er zeigte, was er wie jeweils erwartete, köpfte selber die Bälle ins Tor, wenn es bei dem ein oder anderen mal wieder nicht klappen wollte, und er lief Runde um Runde mit, beim Konditionstraining! Hut ab dafür!

Von unserer jüngsten Neuzugängen bekamen wir leider nicht viel mit. Nur aus der Presse erfuhren wir, dass erneut ein Zimmer im Sporthotel bezogen wurde.
Naja, dann halt beim nächsten Mal. Immer wieder Trainingslager, aber nie wieder Klosterpforte .
Ich gehe mit viel Hoffnung in die neue Saison. Das was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Und auch Labbadias bestimmende Art hat mir imponiert. Bruno scheint erwachsen geworden. Vielleicht überlebt er ja die Saison als HSV Trainer. Ich gönne es ihm und der Mannschaft, die endlich mal zur Ruhe kommen muss. Vor Labbadia liegt eine schwere Saison. Ein Spagat zwischen Ehrfurcht und Selbstbewusstsein, zwischen Wille und noch mehr Einsatz. Ich hoffe er bringt das in die Köpfe der Jungs!
Von mir aus kann es losgehen.
(mg)

Hinter Gittern

Trainingslager Tagebuch

Tag 2 in Harsewinkel

Nachdem ich den ersten Tag sehr spät angereist und den ganzen Trubel rund um das öffentliche Training und den gemeinsamen Fangabend nicht mitbekommen habe, geht es nach dem aufwachen erst mal zum Frühstück. Im Hoteleingang angekommen, liefen mir plötzlich einige Spieler über den Weg und vor dem Frühstücksraum saß Peter Knebel und war fleißig am telefonieren. Nachdem ich draußen mein erstes Frühstück zu mir genommen habe, wollte ich dann auch feste Nahrung zu mir nehmen. Wir gingen in den grossen Saal und wunderten uns, dass dort nur HSV Spieler und Betreuer saßen… Wir warteten dann am Eingang. Bruno Labbadia kam uns entgegen und begrüßte uns gut gelaunt mit einem erfrischenden „Guten Morgen“. Nachdem eine Mitarbeiterin des Hotels kam, zeigte sie uns dann den „Normalen“ Frühstücksraum für Hotelgäste 🙂

Es war also ein netter Start in den Tag. Zum Glück, dachte ich, gibt es für uns und den anderen Gästen, einen separaten Bereich. Die Spieler sollen sich ja 100% auf die wichtige Vorbereitung konzentrieren und dazu gehört nach meinem Empfinden auch genug Ruhe.

Nach dem Frühstück wurde das Gelände (etwa 100.000m2) erkundet. Die dem HSV zur Verfügung stehenden Fußballplätze sind umzäunt. Ein direkter Zugang zum Training wird durch die Security überwacht und somit haben auch die Hotelgäste keinen uneingeschränkten Zugang, näher ans Training zu kommen. Gut so!

Am Montag wurde noch auf dem hinteren Platz trainiert, so dass auch ein zusehen vom Zaun keinen Spaß gebracht hat. So wurde der Montag dann ausgiebig zur Erholung genutzt.

Ab Dienstag wurde dann der Platz getauscht und auf „Platz1 “ trainiert. Für die wenigen Hotelgäste und auch Fans von außerhalb machte es somit mehr Spaß, den Treiben der Jungs zu verfolgen. Die Fans stören dabei in keinster Weise das Geschehen. Die Zaungäste bewegen sich immer um die 5-10 Personen. Die Pressevertreter (gesehen Vertreter der Bild, Mopo, Hamburger Abendblatt usw.) sind etwas dichter dran um ein paar Fotos zu machen. Auch hier hat man den Eindruck, dass die Journalisten von den Spielern gar nicht wahr genommen werden.

Am Nachmittagstraining durften wir dann ein paar Meter weiter ran und hinter dem Tor uns hinsetzen, einige Worte wechseln und dem Treiben der Mannschaft verfolgen.

Ich finde es großartig, dass die Mannschaft in Ruhe gelassen wird und sich auf Ihre Aufgaben konzentrieren kann. Damit den Fans aus der Region die Möglichkeit gegeben werden kann, nah dabei zu sein, wird es am Donnerstag ein öffentliches Training um 17 Uhr geben.

‪#‎NurderHSV

‪#‎HSVinHarsewinkel

(CM)

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"Hinter Gittern"

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Von roten Trauben und Bierzeltgarnituren!

Trainingslager – Tagebuch
Tag 1 in Harsewinkel

Man, man, man, traue niemals einem Navi!
Zumindest keinem, das dich von Bremen aus (wo ich eine liebe Beifahrerin einsammelte) über Hannover nach Harsewinkel lotst. Und das auch noch an dem Tag, wo gefühlt halb Hannover, wegen eines Bombenfundes, evakuiert und gesperrt, den Nachmittag auf der Autobahn verbracht hat!
Nach 5 1/2 (fünfeinhalb!) Stunden endlich angekommen! O-ber-ab-genervt vom Rumstauen und Umleitungen fahren, begrüßt uns das Hotel Klosterpforte mit einem kräftigen Regenschauer. Na super! Das fehlte auch noch! Auch unser Parkplatz lag, dank regem Auflauf zum öffentlichen Training, gefühlte 500m vom Haupteingang, wohin wir nun mit Taschen und Koffern flüchteten.

Eine schnelle Dusche ein erstes „komm mal runter Bier“. Dabei die Karawane beobachten, die unablässig auf das Hotelgelände strömt.
Das öffentliche Training war in vollem Gang, mit geschätzten 600 Zuschauern, die sich nach knapp 90 Minuten Mannschafts – Sichtung aufmachten, Richtung Fanabend.
Auf einem separaten Teil des insgesamt ca 100.000qm Areals des ehemaligen Klosters standen (ich muss es leider sagen) lieblose 4 Bierzeltgarnituren, ein Grill- und ein Bierwagen. Von Atmosphäre, so wie ich sie aus dem Zillertal gewohnt war, leider keine Spur…

Recht pünktlich, kurz nach 20 Uhr rollte der „rote Tross“ unserer Jungs an. Jeder Einzelne war kurz danach im Gewühl der Fans verschwunden.
Die größten Trauben? Natürlich um Holtby, Lasogga und unseren Trainer, Bruno Labbadia.
Außer Olic, der auf mich einen leicht entnervten Eindruck machte (er hatte schon ein mächtig gequältes Lächeln drauf, unterwarf sich aber trotzdem klaglos dem Ansturm), waren sie alle erstaunlich gut drauf.
Ich würde wohl eher ne (weitere) Meise kriegen, angesichts der Mengen, die die Spieler teilweise umdrängelten…
Besonders locker drauf?
Cleber Reis (der wirklich jeden Scherz mitmachte. Er ist, so macht es den Eindruck, angekommen im Team) und unsere Nr. 1, Drobny. (Man, ist der riesig 😉

Mit irgendwas um die 15 Unterschriften und den dazu passenden Fotos, machte ich mich nach 30 Minuten „vom Acker“. Der Trubel nahm irgendwie kein Ende. Zudem vermisste man die Möglichkeit, irgendwo mal zwei, drei Sätze mit einem Spieler wechseln zu können. Oder selbiges mit den anderen HSVern.
Nach gut einer Stunde verließen auch die Spieler das „Schlachtfeld“, um den verdienten Feierabend einzuläuten. Erneut zog der „rote Tross“ an uns vorbei.
Auch die Fanmassen lösten sich erstaunlich schnell auf. Liebes Team vom Hotel Klosterpforten, da wäre mehr drin gewesen!
Wir beendeten den Abend bei ein, zwei Bierchen und freuten uns auf Tag 2, der mit dem Kiebitzen beim (nicht öffentlichen) Training beginnen sollte. Was daraus wurde, lest ihr morgen. Im Blog-Perlen Traininingslager – Tagebuch. Soviel kann ich jetzt schon verraten: Es bleibt spannend! 😉
#HSVinHarsewinkel
(mg)

Was spielen wir eigentlich für ein System – der Taktiktisch

In der letzten Saison haben wir ja das 4-5-1 bis zum Erbrechen durchgenudelt und das nicht unbedingt in seiner schönsten Art. Wie werden wir in Zukunft spielen?

Nun kann man das noch nicht so genau sagen, dazu ist es eigentlich noch zu früh. Aber der Telekom-Cup und die (potentiellen) Neuzugänge sagen doch schon etwas aus. Meiner Ansicht nach werden wir in Zukunft mit einem 4-3-3 rechnen können, zumindest bei eigenem Ballbesitz. Die 4er-Kette hat dabei ihre altbekannten Aufgaben zu erfüllen. erste Spieleröffnung und einer der AV geht mit nach vorne, mitunter auch mal beide, je nach Situation. Mit Spahic haben wir einen Spieler, der die Spieleröffnung auch spielen kann. Das Abfallen lassen der 6er haben wir vorgestern nicht mehr gesehen.
Dann spielen wir mit einem 3er-Mittelfeld, das fast unbegrenzt rotieren kann. Kein klassischer 6er, kein klassischer 10, sondern drei Spieler, die von box to box spielen können. Das erklärt auch, warum Ekdal den Vorzug vor Maxim erhält, Maxim arbeitet nicht gerne hinten. Dieses Dreigestirn kann dann je nach Situation variieren und bedeckt die gesamte Zentrale. Die Aufgabe ist es, das Spiel zu eröffnen und auch die Defensivarbeit gemeinsam zu leisten. im Mittelfeld gibt es auch keine reinen Flügelspieler (LM/RM), im Grunde drei 8er. Das Herz des gesamten Spiels. Für dieses Mittelfeld haben wir Diaz, Kacar, Jiracek, Steinmann, Demirbay, Holtby und wahrscheinlich noch Albin Ekdal.

Vorne spielen wir dann mit einem Dreiersturm. Ein Mittelstürmer und zwei Aussenstürmer. Diese Aussenstürmer haben nicht mehr so viel mit den Defensivaufgaben zu tun, wie noch im 4-5-1 und können sich mehr aufs Toreschiessen konzentrieren, bzw darauf, den Mitspieler in Szene zu setzen. An Gouaida konnte man gestern schon sehen, daß es ihm gut bekommt, wenn er nicht so viel nach hinten arbeiten muß. Er ist richtig aufgeblüht.

Schaffen wir es, oder vielmehr, schafft Bruno es, der Mannschaft beizubringen, daß jeder Spieler mehr für den anderen da sein muß, als es bisher der Fall war, dann könnte diese offensivere Ausrichtung der Mannschaft auch ohne Verlust unserer Defensivstärke funktionieren.

Die neue Saison wird torreicher als die letzte, soviel scheint klar zu sein. Hoffentlich findet Bruno auch die richtige Balance.
Entscheidend wird aber sein, wie gut das neue Mittelfeld harmoniert und agiert (fb)

Kinners, bleibt auf dem Teppich!

„Jetzt werden wir Meister!“
„Europapokal!“
„Die Bauern neiden uns den Sieg!“
Das ist nur ein kleiner Auszug der Kommentare, die momentan durch Facebook und Twitter wandern.
Ja, viele davon mögen humorvoll gemeint sein oder drücken eine kleine Erleichterung aus, dass das, was wir da gestern, beim Telekom Cup, von unseren Jungs gesehen haben, nach mehr Fußball aussah, als wir es oft in der abgelaufenen Saison von Ihnen gewohnt waren.
Ich habe aber den Eindruck, dass mindestens 50% derer, die derartige Sprüche ablassen, es auch wirklich ernst meinen!
Damit bauen sie bereits vier Wochen vor Beginn der neuen Saison eine schier unüberwindbare Drohkulisse auf, die nur nach hinten losgehen kann und nicht nur von persönlichen Enttäuschungen geprägt sein wird!
Denn wer gestern die Mannschaften von Bayern und auch Gladbach gesehen hat wird festgestellt haben, dass es lediglich Rumpfmannschaften waren, die einen teilweise sehr unansehnlichen Rumpelfussball abgeliefert haben. Bei Gladbach lag es an den zahlreichen Verletzungen und wohl auch Urlaubern, die noch nicht zur Mannschaft gestoßen sind, bei den Bayern zeigt es mir einfach den Stellenwert, den man dem Cup einräumt. Nämlich gar keinen. An Stelle des Sponsors würd ich mal ein ernsthaftes Wort mit Pep und Konsorten suchen.
Entgegen Gladbach und Bayern, konnten wir (fast) in Bestbesetzung auflaufen. Auch wenn der ein oder andere Neuzugang vielleicht noch fehlt. Und unser Spiel gegen Augsburg war leider nicht so überzeugend, wie das Spiel im Finale. Elfmeter bleiben eben immer ein wenig Glückssache.
Ich will die 2×45 Minuten Fußball sicherlich nicht schmälern, und auch der Trainer mag gesehen haben, woran es noch mangelt und welche Spielzüge schon ganz nett aussehen. Ich warne aber dringend davor, diesen Pott überzubewerten.
Denn das Letzte, was unsere Jungs bei Beginn der neuen Saison gebrauchen können, ist Druck von außen!
Trotzdem muss ich zugeben, dass mich (beim 2. Spiel) der ein oder andere Pass schon positiv überrascht hat. Man sieht, dass Labbadia viel „mit dem Spielgerät“ trainieren ließ. Und meine ich auch, ein anderes Mannschaftsgefühl mitbekommen zu haben. So arbeitete der Sturm auch mit nach hinten und das Spiel ohne Ball funktionierte ebenso schon besser. Auch das würde für Brunos Art des Trainings und erste Erfolge der Teambildungsaktionen sprechen.
Also Leute. Lasst uns davon ausgehen, dass bis zum Anpfiff gegen (ganz anders auf-und eingestellte) Bauern weiter so intensiv und erfolgreich gearbeitet wird. Lasst uns hoffen, dass (nach Tahs Abgang, von dem ich fest ausgehe) noch die ein oder andere Ergänzung im Kader aufschlägt (insbesondere eine offensive Verbindung zwischen MF und Sturm wäre klasse!). Und gehen wir mal davon aus, dass die Saison 15/16 nicht wieder mit Zittern und Relegation einhergeht! Wenn wir dann noch eine Mannschaft erleben, die siegen will und die gemeinsam den Weg auf dem Platz geht, die endlich wieder sowas wie Spaß am Fußball hat…
Das würde mir schon reichen!
(mg)

Das trojanische Pferd

Ab 1.8. gibt es beim HSV eine OFC-Reform. Dazu hat der HSV ein Rundschreiben veröffentlicht ( http://service.hsv.de/…/125734a54eb0683624bab773b6501ddb080… ). Dort stehen einige sehr interessante Dinge drin. Zum Beispiel folgender Passus:
„Eine Mitgliedschaft von Fanclubmitgliedern im HSV bzw. im Supporters Club ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung für das Erheben von Beiträgen oder das Bestellen von z.B. Eintrittskarten durch OFCs! Alle OFCs werden von uns gleich behandelt, unabhängig davon, wie viele Mitglieder im HSV organisiert sind. Damit schaffen wir die Koppelung OFC/HSV-Mitglied ab, an den mit einer HSV-Mitgliedschaft verbundenen Vorteilen (z.B. Rabatt auf Dauerkarten, Verkauf von Tickets an Mitglieder) ändert sich natürlich nichts.“

Das hört sich auf den ersten Blick ja ganz nett an. Aber denken wir mal dran, was wir im letzten Jahr beschlossen haben. Der HSV eV finanziert sich durch die Mitgliedsbeiträge. Schafft man die Koppelung OFC/HSV-Mitglied ab, dann gibt es für viele weniger Anreiz Mitglied zu sein. Das kann den eV mittel- und langfristig empfindlich treffen. Nun mag es einige Kurzsichtige geben, die sagen „was geht mich der eV an?“. Der eV geht uns alle ne ganze Menge an. Der eV ist die Mutter der AG. Ist der eV nicht auf solide finanzielle Füße gestellt, dann kann das Fundament auch für die AG zusammenbrechen. Der AG kann es nur gut gehen, wenn es dem eV auch gut geht und umgekehrt. Dieser Passus ist gefährlich … auch wenn er auf den ersten Blick so harmlos scheint.

Es sind aber noch mehr Sachen, die dort erst auf den zweiten Blick eine Gefahr in sich bergen. ZB die Absenkung der Mitgliederzahl auf 4 Personen. Mal abgesehen davon, daß ich den Sinn nicht sehe, denn 4 Personen sind für mich noch kein Club, bei Spielen mit starker Ticketbegrenzung kann es durchaus sein, daß kleine Fanclubs relative Vorteile haben. Also daß die Chance größer ist, an Tickets zu kommen, wenn man zwei kleine Clubs hat, als einen großen. Das ist nicht gerecht.

Und mit der Entkoppelung von Mitglied und OFC schafft man zudem noch eine Kontrollmöglichkeit ab. Bisher konnte man bei Kartenbestellungen die Personen mit den Mitgliederlisten abgleichen. Das geht in Zukunft nicht mehr. Findige OFCs könnten dann auf die Idee kommen und Karten für Personen bestellen, die es nicht gibt, wer soll das kontrollieren. Schwarzmarkt?

Mir scheint, diese Reform ist zwar gut gemeint, aber nicht gut ausgeführt, weil nicht zuende gedacht. Es bedarf dringend einer Reform der Reform!(fb)

Ich möchte aber noch auf einen Punkt hinweisen, der für viele Fanclubmitglieder interessant sein kann:
-Gewährung eines Rabattes bei Fanartikelbestellungen in Höhe von 10% ohne Mindestbestell.
Bisher gab es die Regelung auch, aber mit Mindestbestellwert von 250,-€

Der HSV verpflichtet Emir Spahic

Hmm, soll ich das nun gut finden, oder doch eher schlecht?

Was gegen ihn spricht: Sein Ausraster, bei dem er die Ordner des eigenen Vereins geschlagen hat, zeigt, daß er sich anscheinend nicht immer im Griff hat. Bei einem 34jährigen kann man auch nicht erwarten, daß sich das noch gravierend bessert.
Ausserdem wirkt sich das mal wieder negativ auf die Aussendarstellung des HSV aus.

Was für ihn spricht: Er ist ein guter „mit allen Wassern gewaschener“ IV. Er kann unserer IV, die immer mal wieder mit Aussetzern zu kämpfen hat, die nötige Stabilität bringen. Ob sein Nebenmann nun Djourou oder Cléber heisst, beide neigen dazu ins Schwimmen zu geraten, wenn es nicht läuft. Sprich: Wenn es nicht läuft, dann ist es bei uns gerade die IV, die noch zusätzlich Unsicherheit ins Spiel bringt. Das sollte mit Emir besser werden.
Nun hängt aber viel davon ab, welches Standing er in der Mannschaft bekommt. Akzeptiert die Mannschaft ihn als Führungsspieler, dann bringt er viel Sicherheit in unser Spiel.

In Leverkusen hatte er zumindest bei den Fans ein hervorragendes Standing, weil er, wie oft zu hören war, eine Siegermentalität mit sich brachte

Weiterhin empfinde ich es als gut, daß er nur einen 1-Jahresvertrag bekommt

Wir verpflichten einen Spieler, der ablösefrei ist und mit großer Wahrscheinlichkeit Stabilität in unser Spiel bringt, aber den Nachteil des unberechenbaren Charakters in sich trägt. Eine Verpflichtung, die gut sein kann, aber Risiken birgt.(fb)