Kein Grund zur Panik

Heute fängt die Vorbereitung an. Auch wenn noch nicht alle Spieler da sind (Nationalspieler, Verletzte und Neuzugänge fehlen noch), so geht es zumindest wieder los.

Schauen wir auf unseren Kader:
-Im Tor haben wir keine Sorgen. Adler, Drobny und Brunst

-In der Abwehr haben wir in der IV Djourou, Cléber und Tah. Ausserdem noch Jung, der aber eventuell noch verliehen wird. Rechts Diekmeier und den verletzten Götz und links Ostrzolek und Marcos.
Für die Abwehr ist der HSV gerüchteweise an einem 18jährigen Nigerianer dran (der wahrscheinlich schon 20 ist ^^ ). Muhammend Musa, so sein Name, ist in erster Linie RV, kann aber zur Not auch LV spielen. Schaun mer mal, was draus wird.

-im Mittelfeld haben wir Diaz, Jiracek, Demirbay, Holtby, Stieber, Ilicevic, Müller, Gouaida und Olic (ich hoffe, ich hab niemanden vergessen). Valon Behrami wird sehr wahrscheinlich den Verein verlassen, der Verein will, der Spieler will. Steinmann soll verliehen werden, Gojko Kacar liegt ein Angebot zur Vertragsverlängerung vor, aber er will noch erst ein Gespräch mit Bruno führen, bevor er es annimmt, so zumindest die Presse. Sollte Gojko bleiben, dann wird wahrscheinlich niemand mehr für’s defensive Mittelfeld kommen. Die Doppel6 mit Kacar/Jiracek und Diaz/Demirbay ist ausreichend besetzt. Wenn man gutes Geld für Valon bekommt, könnte ev noch was passieren, aber ich persönlich denke eher nicht.
Vorne soll der Österreicher Gregoritsch kommen, 7 Spieler für drei Positionen, das langt, wenn man nicht international spielt.

-Im Sturm haben wir Lasogga, Rudnevs, Altintas und Müller, Olic und Gregoritsch können dort auch spielen.

Insgesamt sind das 25 Spieler, damit kann man in die neue Saison gehen.

Wenn also Kacar verlängert und die beiden anderen Neuzugänge (Gregoritsch und Musa) kommen, haben wir einen Kader, der funktionieren kann. Kein Kader, um Europa anzugreifen, aber das erwarten wir ja auch nicht.

Wenn das Geld stimmt, könnte ich mir vorstellen, daß wir uns vielleicht noch den einen oder anderen weiteren Neuzugang leisten, jung, perspektivisch, aber das ist kein Muß.

Also kein Grund zur Panik (fb)

Eine Ode an Heiko Westermann

Mit Heiko Westermann geht der wohl umstrittenste Spieler des HSV seit vielen Jahren den Verein.
Auf der einen Seite hat er den Ruf, oftmals entscheidende Fehler zu machen.
Auf der anderen Seite ist er ein Kämpfer, der immer alles für den Verein gegeben hat. Bei ihm stand nie das ICH im Vordergrund, sondern immer das WIR. Eine Eigenschaft, die ihn auch zum Mannschaftskäpt’n werden liess. Es gibt sicherlich bessere Fußballer in der Liga, aber es gibt nicht viele bessere Menschen. Er hat da gespielt, wo er hingestellt wurde, ohne sich zu beschweren. Er hat überall sein möglichstes versucht, auch wenn es nicht seine Optimalposition war. Er war in erster Linie Innenverteidiger. Einer derjenigen, die keine Fehler machen dürfen, denn sonst ist nur noch der Torhüter da, um das Tor zu verhindern. Er war nicht fehlerfrei, aber seien wir mal ganz ehrlich: Wer ist das schon. Selbst welcher IV ist das schon. Selbst die Guten seiner Zunft machen ab und an mal Fehler und auch seine Mitspieler machen Fehler. Und er hat nie gezögert, zu versuchen, diese Fehler auszubügeln. Er hat sich nie versteckt. Während Mitspieler sich mitunter schön nah an den Gegenspieler gestellt haben, damit der Ball nicht zu ihnen kommt, war er immer anspielbar.
Und auch nach verlorenen Spielen hat er sich den unangenehmen Fragen der Journalisten gestellt, wenn andere mit gebeugtem Kopf an den Mikrofonen vorbeigegangen sind.

Ich bin traurig, daß er geht.

Trotzdem ist es richtig, daß er geht. Die Mannschaft des HSV muß ein vollkommen neues Gesicht bekommen, es muß ein neuer Geist in die Mannschaft installiert werden. Die jetzigen Spieler sind es zu sehr gewohnt, zu verlieren, sie sind auch den Trott des HSV zu sehr gewohnt. Und Heiko Westermann steht in gewisser Weise, auch wenn es nicht seine Schuld ist, für den Niedergang des HSV. Er kam, als es begann bergab zu gehen.
Wenn es nach mir ginge, würden auch Ivo ilicevic und Gojko Kacar kein neues Vertragsangebot bekommen. Aus genau dem selben Grund, sie stehen für die Zeit des Niedergangs, auch wenn ich sie ebenfalls nicht als Schuldige sehe.

Wir brauchen frischen Wind in der Mannschaft, deshalb ist es gut, daß Heiko geht. Auch wenn ich traurig bin.
Für mich bleibt Heiko immer einer der großen HSVer, auch wenn sein Name nicht für Erfolg steht. (fb)

ps: Teilweise liest sich das schon fast wie ein Nachruf. Liegt vielleicht dran, daß mir die Tränen in den Augen standen, als ich das geschrieben hab.
pps: Heiko, ich wünsche dir alles Gute! Ich hoffe, du findest einen Verein, in dem du noch lange glücklich spielen kannst. Wenn es geht im Ausland, damit wir nicht gegen dich spielen müssen, denn das würde sich falsch anfühlen.
Und hoffentlich kommst du dann zu uns zurück.

Wie am Fleischtresen: „Darfst ein Bisschen mehr sein?“

Liebe Leser der BlogPerlen. Es passiert nicht oft, aber es kommt durchaus vor, dass einige Perlen derselben Meinung sind.
Dieser Tage ist es aus unserer Sicht allerdings auch nicht besonders schwer, einer Meinung zu sein. Wären wir Uwe Seeler, wir würden uns ernsthaft sorgen…
Denn sollten die Gerüchte nur annähernd wahr sein, bahnen sich gefährliche Vorgänge an, die sich schnell verselbständigen könnten.
So, wie die nette Dame hinter dem Fleischtresen, erschallt aus den Tiefen der Sylvesterallee die fröhliche Frage: „Darfs ein Bisschen mehr sein?“
Während man, mit ein wenig Good Will, noch Verständnis dafür aufbringen könnte, dass man Lasse Sobiech zum Kiezclub ziehen ließ, ihn dafür gar mit einer netten Abfindung ausstattete, damit er seinen Vertrag auflöst und wir ihn von der Gehaltsliste bekommen, fehlt uns bei Maxi Beister, sollte ihm dasselbe Prozedere drohen, vollends das Verständnis.

Immer mehr kann man nachvollziehen, dass es gute Gründe gab, dass seiner Zeit Bernd Hoffmann die Finanzen in den Händen hatte und somit er die Verhandlungen, bei Spielerkäufen und –abgängen führte.
Nicht jeder ist fürs Handeln, schon gar nicht fürs harte VERhandeln geboren!

Mehr als anfangs gedacht, haben wir daran zu knabbern, mit Maxi Beister ein weiteres Eigengewächs ziehen zu lassen. Erst recht als zu lesen war, dass auch er wohl mit einem Geldrucksack sogar für den Abgang noch bezahlt werden soll!
Wie stand heute in einigen Posts so richtig zu lesen: vielleicht brauchts der Hilfe des Trödeltrupps, der auf RTL2 sogar aus vermeintlich Wertlosem noch Geld macht!
Gut, man hat jetzt in beiden Fällen keine mega Ablösesummen erwartet. Aber ein paar 100.000 zu bekommen, anstatt sie auch noch draufzulegen, sollte machbar gewesen sein! Zumal es für beide interessierte Vereine gab.

Und der Ausverkauf geht wohl munter weiter. Wir wissen, dass in unserer momentanen finanziellen Lage kein Spieler unverkäuflich ist.
Aber Tah ist einer unser Jungs und noch dazu eines der größten Talente auf der IV in Deutschland, auch wenn er eine durchwachsene Rückrunde gespielt hat. Man darf nicht vergessen: der Junge ist 19 Jahre alt und längst noch kein fertiger Spieler.

Wollten wir in Zukunft nicht auf unsere eigene Jugend setzen? Bauen wir dafür nicht sogar für viel Geld einen Campus?
Langsam muss man sich fragen: für wen eigentlich?
Für Bayer Leverkusen vielleicht, die sich nicht die Mühe machen, Jugendliche auszubilden, sondern sie lieber mit den Millionen, die der Konzern ihnen in den Arsch schiebt, von fremden Vereinen abwirbt?
Sorry, bei der jetzigen Politik wäre es wohl besser, wir sparen uns das Geld für den Campus, für die zig Jugendtrainer, für Bernhard Peters usw und kaufen uns ebenfalls die Spieler zu.
Das Signal, das wir in Richtung der gesamten Liga senden ist fatal!
Kommt, bedient euch, keiner ist unverkäuflich! Und wenn ihr lange genug wartet, zahlen wir euch vielleicht sogar noch was dafür, dass ihr eure Wunschspieler bekommt!
Das mag ein wenig überzogen sein, trifft aber das Gefühl, das uns umtreibt schon relativ gut.

Wir kaufen zu teure Spieler, siehe Behrami, Müller, Holtby und Lasogga und schmeißen ihnen nach kurzer Zeit Geld hinterher, damit wir sie wieder loswerden? Das passt von vorne bis hinten nicht!
Früher war es das Team aus Hoffmann und Beiersdorfer, das erfolgreich war. Jeder hat das gemacht, was er konnte. Didi hat gesagt, welche Spieler er haben wollte und Bernd hat alles Finanzielle geregelt. Wir haben vor einigen Jahren festgestellt, dass Bernd Hoffmann kein guter SpoDi ist. Sollten sich die Medienberichte bewahrheiten müssten wir feststellen, dass Didi nicht der Mann für Finanzen ist.

Eure BlogPerlen (fb & mg)

P.S.: und vielleicht war der mündliche Rausschmiss für Maxi ja auch ein Schlüsselerlebnis, das ihn dazu anspornt, jetzt noch ne Schippe draufzulegen!

Von HSVPlus, Rautenherz und anderen „Beratern“ des HSV

Die Saison ist schlecht gelaufen, da brauchen wir nichts schönreden, und nun stehen sie wieder alle auf der Matte: Die Möchtegernberater des HSV.

Mit den Machern von HSVPlus ist unsere gegenwärtige HSVFührung ja schon seit der Wahl auf Kriegsfuß. Diese agiert nicht so, wie die Initiatoren von HSVPlus es gerne hätten. Schon früh hat man „seine Hilfe angeboten“ und diese wurde abgelehnt. Das führte prompt dazu, daß im Juni letzten Jahres eine konzertierte Aktion gegen unseren neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gefahren wurde … mit zweifelhaftem Erfolg. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist angeschlagen, aber ansonsten hat man gar nichts erreicht. Im Gegenteil, durch diese Aktion hat man das Tischtuch gänzlich zerschnitten. Jetzt bleibt ihnen nur noch die Möglichkeit so oft und so viel wie möglich gegen die HSV-Führung zu ätzen, um diese zu schwächen, damit sie irgendwann mal abgelöst wird. Tolle Strategie! Man schädigt den HSV, damit man selber alles besser machen kann? Dabei haben sie es ja noch nicht mal geschafft, einen Aufsichtsrat inklusive Vorsitzenden auszusuchen, der ihre Ziele vernünftig umsetzt.
Ich will nicht behaupten, daß die Intitiatoren von HSVPlus dem Verein nicht hätten helfen können. Ich behaupte auch nicht, daß sie es nicht vielleicht hätten besser gemacht. Das kann und will ich nicht bewerten. Aber ich gebe zwei Dinge zu bedenken:
-Otto Rieckhoff hat als AR-Vorsitzender schon in der Personalie Carl Jarchow ein nicht besonders gutes Händchen bewiesen. Mit der Personalie Karl Gernandt ist ihm anscheinend auch nicht der große Glücksgriff gelungen. Unfehlbar sind die Macher von HSVPlus also auch nicht.
-Und der zweite Punkt ist: Die permanenten Einmischungen von aussen haben dazu geführt, daß wir seit Jahren eine Führungskrise beim HSV haben. Jeder meint, er müsse mitmischen, jeder mischt mit und das Chaos ist das Resultat

Von daher stehe ich hier eindeutig auf der Seite der HSV-Führung … auch wenn sie Fehler macht, die ich ja auch anspreche.

Der nächste Fall ist die Einmischung der Rautenherzen, die ja ein ganz tolles revolutionäres Konzept zur Nachwuchsförderung erarbeitet haben, daß der HSV so nicht übernehmen will. Es geht sogar so weit, daß man die Gerichte einschalten musste.
Jedem steht es frei, Ideen zu haben. Jedem steht es frei, sie dem HSV mitzuteilen. Es steht aber nur dem HSV, bzw der HSV-Führung, zu, zu entscheiden, ob man diese Ideen übernimmt oder auch nicht. Auch, ob man vielleicht Teile dieser Ideen umsetzt und andere nicht. Niemand anderes hat das zu entscheiden! Sonst haben wir bald wieder Zustände, wie vor HSVPlus und das wollen wir alle nicht wirklich. (fb)

Déjà vu?

Sommer 2014. Der HSV hat mit Mühe, Not und Glück den Klassenerhalt geschafft.
Ein Umbruch innerhalb der Mannschaft sollte erfolgen.
Um den Hoffnungsbringer Hakan Calhanoglu sollte ein neues, schlagkräftiges Team aufgebaut werden, hörte man aus Vorstandskreisen.
In der Winterpause 2013/14 hatte Hakan, mit mächtig großen Treueschwüren dem Hsv gegenüber, seinen Vertrag verlängert, in dem sich auch der damalige Spodi, Oliver Kreutzer, sonnte.
Doch kaum war die Saison vorbei, da kam die Kehrwende. Entgegen seinen großspurigen Ankündigungen wollte Hakan schnell groß rauskommen und sofort CL spielen.

Das Angebot von Bayer 04 kam da gerade recht. Nachdem sein mehrfach vorgetragener Wunsch intern beim HSV auf taube Ohren stieß, und er nicht mehr weiter wusste, suchte und fand er einen anderen Weg. Er ließ sich krankschreiben.
Entweder Wechsel oder Gelber Zettel. Hakan begann, den HSV zu erpressen.
Unter den Fans traf diese Maßnahme natürlich auf wenig Gegenliebe, er wurde schnell zum Feindbild und, meiner Meinung nach, für den HSV nicht mehr tragbar.
Seine Erpressung hatte am Ende Erfolg. Er wechselte für etwa 14 Mio Euro zu Bayer Leverkusen…

Sommer 2015 – Der HSV hat mit Mühe, Not und Glück, aber am Ende verdient, den Klassenerhalt, in einem dramatischen Finale gegen den KSC, geschafft.
Wieder einmal soll im Sommer ein Umbruch erfolgen.
Spieler wie VDV und Jansen haben den Verein bereits verlassen. Weitere 4 Verträge laufen aus, von denen vermutlich 1-2, stark leistungsbezogen, doch noch verlängert werden sollen.
Um die Rückkehrer Tah und Demirbay, so war aus der Führungsetage zu vernehmen, soll eine neue, schlagkräftige Mannschaft aufgebaut werden. Das Ziel: nie wieder Relegation!

Jetzt kommt abermals ausgerechnet Bayer Leverkusen um die Ecke und will Tah verpflichten. Daran scheiden sich momentan die Geister.
Einige meinen, 6/7/8 Mio Euro seien sehr gutes Geld , damit könne die Mannschaft sinnvoll verstärkt werden. Andere wiederum sagen, er darf nicht verkauft werden.
Und zu denen gehöre ich auch. Warum?

Wir, der HSV, haben uns im vergangenen Jahr erpressen lassen.
Erpressen von einem Spieler mit langfristigem Vertrag!
Will der HSV nicht zum Selbstbedienungsladen der Liga werden und weiterhin (für Spieler, Berater und/ oder Konkurrenten) erpressbar bleiben, darf er einem Transfer in diesem Sommer NICHT zustimmen.
Es gab / gibt eine Ausstiegsklausel von 15 Mio (mit Vetorecht und Anpassung des Gehalts), und von 25 Mio ohne Vetorecht. Egal ob diese Fristen jetzt abgelaufen sind oder nicht. Diese Beträge müssen in meinen Augen unbedingt erzielt werden, so man sich doch für einen Verkauf entscheidet. Alles andere würde einen weiteren Gesichtsverlust bedeuten: Der HSV hätte ein zusätzliches, riesengroßes Imageproblem!

‪#‎NurderHSV‬

(CM)

Gibt es überhaupt einen Plan A

n meinem engsten Freundeskreis herrscht die Meinung vor, das sei normal.
Es sei normal, dass sich um uns herum fröhlich das Wechselkarussel dreht, Spieler kommen, Spieler gehen, während man das Gefühl hat, der HSV hat mal wieder ne Runde Baldrian geschmissen und die gesamte Führungsriege hockt nun, mit erweiterten Pupillen vor der Spielekonsole. Fifa 16? Oder wie heißt das Ding, was kleine wie große Jungs gerne zocken. Bei dem man sich Wunschspieler kaufen und aufstellen kann. Bei dem der HSV gerne auch mal 16 : 0 gegen die Bayern gewinnt.

Wenn ich ehrlich bin (und das bin ich meistens) dann glaube ich, bevor wir jemals wieder überhaupt nur an einen Sieg gegen die Norditaliener träumen dürfen, werden noch Jahre vergehen.

Besagter, enger Freundeskreis mahnt ständig Geduld an und fordert Vertrauen und Hoffnung.
Geduld, weil Didi noch nie der Schnellste war, was Verpflichtungen angeht und Hoffnung, dass man wisse, was man tue. Schlecht sei eben die Ausgangsposition. Kein Geld, kein Image, keine Spieler. So isses nu ma.

Was mich aber richtig und WIRKLICH wuschig macht ist das Gefühl, dass ich inzwischen nicht mal mehr daran glaube, dass man in der baldrianbeseelten Führungsriege überhaupt einen Plan hat. Weder einen A geschweige denn einen B – Plan.
Wenn ich lese, dass sich Knäbel JETZT auf den Weg macht, um bei der EM der U21 zu sichten und beobachten, ja spätestens dann, Kinners, geht mir der Schnürsenkel auf!

Denke ich daran, dass man nicht mal in der Lage ist, mehr als 2 Wochen nach der Relegation den ausgelaufenen Altverträgen zu sagen: „du bleibst, du gehst!“, fehlt mir jegliches Verständnis!
Klar kann man warten, bis andere Vereine Interesse zeigen und sich zumindest dieses Problem von alleine löst. So ist es wohl, zumindest was Westermann angeht. Dann braucht man eben keine Entscheidungen treffen. Wie bequem ist das denn?
Sorry, Jungs, das kanns nicht sein!
Bisher sitzen wir auf einem Kader, der keinen Deut besser ist, als in der vergangenen Saison. Und mit Ivo und Kacar sollen ja wohl (so hört man, entschieden ist ja wie gesagt noch nichts) zwei der Abstiegsgesichter bleiben. Verstehen muss ich das nicht. Aber bitte: fordert nicht noch mehr Geduld oder Hoffnung dafür ein, dass es mit denselben Nasen, in der kommenden Saison hoffentlich besser läuft!

Dabei nicht mal berücksichtigt, dass uns mit Tah wohl ein weiterer hoffnungsvoller Nachwuchsspieler und dann auch noch mal wieder Richtung Leverkusen verlässt! Ich kanns schon nicht mehr hören! Leverkusen!!! Da, wo Son, Prinz Psycho und bald wohl auch Tah sich zu Weltklassespielern mausern! Da kann man gar nicht so viel essen, wie man kotzen mag!

Was ich erwarte? Ganz einfach!
Keine Namen, keine Bestätigungen von Gerüchten, Zu – oder Abgängen, sondern einfach eine kleine Pressemitteilung vom HSV.
Inhalt: Liebe Leute macht euch keine Sorgen! Wir haben einen Plan und liegen im abgesteckten Zeitrahmen!
Das wär doch mal was für schwer beschädigte HSV – Seelen!
Dann wäre ich sogar bereit dazu, nochmal ein klitzekleines Stück Geduld und Hoffnung zu investieren!
(mg)

Ich hab da mal ne Frage.

Liebe Leser,

Nach der geglückten Relegation sind schon wieder fast 2 Wochen ins Land gegangen. Zur Zeit wird in vielen Foren / Gruppen / Seiten etc. das Thema „Umsetzung HSVplus – Was ist davon übrig geblieben“ diskutiert.

Was ich mich seit Wochen, oder eigentlich seit Monaten Frage:

Was wird denn konkret kritisiert? Welche Punkte sind nicht umgesetzt worden? Welche Punkte sind heute eher das Gegenteil von dem, was im Konzept stand?

Was ich den verschiedenen Beiträgen immer wieder entnehme sind Argumente wie:

Anstatt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen oder in junge Talente zu investieren, wurden ca.33 Mio (Ca. 10 Mio netto) für „fertige Spieler“ bezahlt.

Aber stand etwas anderes in HSVplus? Und: Wäre Euch ein Abstieg lieber gewesen?

Bitte helft mir und gebt mir ganz konkrete Beispiele, was HSVplus „versprochen“ hat und was genau falsch umgesetzt wurde.

Freue mich auf sachliche Diskussionen! (CM)

Fietes Saisonrückblick V

Dies ist der letzte Teil des Saisonrückblicks.

Zeit, um ein (persönliches) Resümee zu ziehen.

Fassen wir zusammen: Vor gut einem Jahr haben wir, mit der Wahl von HSVPlus, die Weichen für unseren Verein vollkommen neu gestellt. Die Satzungsänderung war, wenn ich diesen Begriff auch ungern verwende, alternativlos. Allerdings ist HSVPlus nicht frei von Fehlern. Es gibt Schwächen in der Satzung, an denen wir arbeiten müssen. Der Aufsichtsrat ist sicherlich auch nicht das Gelbe vom Ei, aber es ist meiner Ansicht nach ein AR, mit dem wir leben können. Karl Gernandt sollte aber, zumindest in Sachen Öffentlichkeitsarbeit noch dazulernen. Nicht in jedes Mikro, das am Weg steht, muss man reinsprechen. Beherzigt er das in Zukunft nicht, sollte er an der Spitze des ARs abgelöst werden.

Was den Vorstand angeht… Ich bin mir nicht sicher. Sportliche Kompetenz ist gegeben, aber um ein Unternehmen wie den HSV zu leiten, braucht es mehr. Ob Didi mit seinen Kollegen dieses „mehr“ leisten können? Ich bin mir nicht sicher. Frank Wettstein kenne ich nicht, von ihm hört man auch nichts. Was ja nicht unbedingt etwas Schlechtes heißen muss. Er fliegt für die Öffentlichkeit unbemerkt unter dem Radar. Insofern kann man seine Qualität schlecht beurteilen.

Joachim Hilke war schon Bestandteil des Vorstands vor der Strukturänderung. Ich hätte auf dem Posten des Marketingchefs lieber einen neuen Mann gesehen, der frischen Wind mitbringt. Allerdings… bei dem sportlichen Erfolg und dem ganzen Chaos im Verein, haben wir doch noch recht gute Sponsoringverträge … wegen ihm? Trotz ihm? Auch das ist nur schwer zu beurteilen.

Didi halte ich, wie bereits erwähnt, für einen guten Sportchef, weniger für einen guten Vorstandsvorsitzenden. Ich bin noch immer der Ansicht es fehlt ihm an Entscheidungsfreude. Besonders dann, wenn Chefqualitäten gefordert sind. Also zum Beispiel, wenn es um unangenehme Entscheidungen geht. Für einen Chef ist Didi einfach zu nett, zu lieb und zu ehrlich.

Apropos Entscheidungsfreude. Didi wollte, so jedenfalls mein Eindruck, Tuchel unbedingt. Er konnte ihn aber nicht kriegen und hätte fast den Zeitpunkt verpasst, auf Plan B umzusatteln! Wir sind dem Abstieg nur um Haaresbreite entronnen. Die Verantwortung dafür trägt unser Vorstandsvorsitzende, Dietmar Beiersdorfer, der nicht in der Lage war, früher von Plan A auf Plan B umzuschalten! Was mich zudem stört: Er stärkt seinem Team nicht den Rücken, gibt Spielern keinen Rückhalt, verteidigt den Verein nicht in der Öffentlichkeit.

Die Frage ist, welche Konsequenz zieht man aus dieser Erkenntnis?

Ich für mich bin zu dem Schluß gekommen, wir brauchen einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Dietmar Beiersdorfer kann meinetwegen im Vorstand bleiben, aber unter einer anderen Führungsperson.

Der Sportchef, oder auch Direktor Profifußball, Peter Knäbel, hat noch nicht zeigen können, ob er eine erfolgreiche Mannschaft zusammenstellen kann. Was er aber gezeigt hat, ist, dass er ne Plaudertasche ist, die kaum einem Mikro aus dem Weg gehen kann und dass er ein schlechter Trainer ist. Was ich ihm aber richtig krumm nehme ist die Tatsache, dass er als Trainer die Spieler in der Öffentlichkeit schlecht gemacht hat. Nicht nur kein Rückhalt, sondern Spieler in der Öffentlichkeit in die Pfanne hauen. Für mich ein absolutes NoGo. Ich denke wir sollten uns, bei aller Fachkompetenz, die er ev haben mag, von ihm trennen. Didi wird SpoDi, da wird er ja auch nicht unbedingt mehr gebraucht.

Nächster Punkt: Die Öffentlichkeitsarbeit. Viele schießen sich dabei auf unseren Mediendirektor Jörn Wolf ein. Für mich trifft man damit nicht ganz den Kern. Jeder im Verein muß sich Gedanken darüber machen, wie er in der Öffentlichkeit rüberkommt. Unser Image ist negativ? Dann müssen sich unter Umständen alle im Verein einem gesamtheitlichen Coaching unterziehen. Ein Eindruck beginnt damit, dass Didi, also der Chef vom Ganzen, nur am Stammeln ist, wenn er ans Mikro geht. Klingt sympathisch, wenn jemand eine Schwäche hat, ist aber nicht zielführend. Sicheres Auftreten und flüssiges Reden kann man lernen. Wenn nicht, ist man falsch auf dieser Position. Hinzu kommen solche Dinge, wie das gestrige Interview von Hilke im Abendblatt. Ein absolutes Armutszeugnis. Es sollte ein Interview sein, das einen positiven HSV zeigt. Alles in Ordnung, Planungen im Soll. Was dabei rauskam: der HSV will den Dino und die Uhr abschaffen, Shitstorm inklusive. Die Erhöhung der Preise für Dauerkarten der Kinder und Behinderten wurden nach außen mindestens genauso desolat kommuniziert! Nach dem Relegationsspiel hat sich die gesamte Führungsriege des HSV dem Shitstorm der Öffentlichkeit ergeben. Alle sind abgetaucht, anstatt auch da mal gegenzuhalten. Andere Vereine machen es vor, wie sowas geht! Allen voran unser Erzrivale von der Weser. Auch hab ich den Eindruck im Verein hat man noch immer nicht die sozialen Netzwerke verstanden. Seien es die Foren, Facebook oder Twitter. Ist schon so’ne Sache mit dem Internetz. Immerhin haben wir ne anständige HP Ok, bedenkt man woher wir kommen, dann mag das ja alles ein riesen Fortschritt sein, aber verglichen mit anderen Vereinen ist unsere Öffentlichkeitsarbeit einfach nur Mist. Professionell sieht anders aus!

Unterm Strich: 1) Wir brauchen jemanden an der Spitze des Vereins, der Entscheidungen treffen kann. 2) Wir müssen mehr zusammenstehen. Beginnen muss das an der Führungsspitze. Intern kann man sich zoffen, nach außen muss man wie eine Familie zusammenstehen. 3) Es sollte nicht mehr so viel gesabbelt werden, aber wenn, dann richtig. 4) wir alle sollten unser Auftreten in der Öffentlichkeit überdenken! Denn nicht nur was man sagt, sondern auch das was man tut, wird beobachtet.

Und wenn wir schon beim Thema sind: Wir kuschen meiner Ansicht nach viel zu sehr vor den anderen. Auch wenn es im Moment sportlich nicht so läuft, sind wir immer noch der HSV, einer der größten Fußballvereine Deutschlands mit 70.000 Mitgliedern. Der Verein, der bei den Zuschauerzahlen in Europa an achter Stelle steht und der die zweitmeisten Auswärtsfans der Liga stellt. Demut ja, was die Erwartungen an die sportlichen Erfolge angeht. Aber nicht, was unser Ansehen in der Öffentlichkeit betrifft. Da dürfen wir schon aufrecht durch die Gegend laufen.

Ich hoffe euch hat mein Saisonrückblick gefallen. Selbst dann, wenn ihr hier und da meine Meinung vielleicht nicht teilt. Ich habe versucht direkt und ehrlich zu sein, ohne beleidigend zu werden. Wenn ihr einiges anders seht, wir können gerne drüber diskutieren. Vielen Dank für’s Lesen und auch für die bisherigen Rückmeldungen (fb)

Die anderen Teile findet Ihr hier:

Fietes Rückblick Nr. I

Fietes Rückblick Nr. II

Fietes Rückblick Nr. III

Fietes Rückblick Nr. IV

Fietes Saisonrückblick als .pdf Datei in kompletter Ausführung zum lesen oder ausdrucken

 

 

Fietes Saisonrückblick IV

Mit Didi haben wir einen VV der sportlich zwar sehr kompetent ist, aber nicht sehr entscheidungsfreudig.

Ihm zur Seite stehen im Vorstand Joachim Hilke für das Marketing, seit dem 15.November. Frank Wettstein für die Finanzen und bis zum 15. Mai noch Carl Jarchow.
Unter dem Vorstand sind Didis sportliche „Partner“. Seit dem 1.August Bernhard Peters, als „Direktor Sport“, und seit dem 1.Oktober Peter Knäbel, als „Direktor Profifußball“.
Ihr fragt euch sicherlich, warum ich die Daten so genau nenne. Es geht mir darum darzustellen, dass Didi die Mannschaft 2014/15 so wie sie ist, ziemlich alleine zu verantworten hat. Einen Grossteil hat er übernommen, zudem haben, zumindest anfangs, noch Slomka und Kreuzer Einfluss genommen.
Die beiden Verpflichtungen im Winter sind das Ergebnis des o.g neuen Teams.

Slomka peilte ein System an, dass er schon immer bevorzugt hat: den Ball in der eigenen Hälfte erobern und dann schnell umschalten und schnell nach vorne spielen.
So wurde die Mannschaft zusammengestellt.
Das klappte aber leider absolut nicht, folgerichtig musste der Trainer gehen.
Da ich der Ansicht bin, dass Didi von Anfang an nicht von Slomka überzeugt war, war es falsch, aus welchen Gründen auch immer, an ihm so lange festzuhalten.
Das war für mich der Anfang einer Fehlerkette, die letztendlich Schuld daran war, dass wir uns plötzlich erneut im Tabellenkeller wiederfanden. Es mag gut sein, dass Didi immer sehr weit voraus denkt… leider vergisst er dabei mitunter etwas die Gegenwart.
Slomka sollte, davon bin ich überzeugt, die Übergangssaison leiten, bis zur neuen Saison Tuchel kommt. Ich denke, das war schon damals der große Plan, der hinter allem stand.
Aus Mainz munkelte man, dass der HSV sich mit Tuchel bereits zu diesem Zeitpunkt wohl weitestgehend einig war. Ja, es hieß sogar, man habe über eine vorzeitige Vertragsauflösung geredet.
Die Transfers untermalten diese These.
Müller und Holtby gehören zu den Spielern, die Tuchel immer sehr gefördert hat. Besonders die Verpflichtung Holtbys hat mich gewundert. Was man bei unserer angespannten Finanzlage bereit war zu investieren, nur um ihn zu verpflichten! Wow!
Nachdem man nun Spieler hatte, die halb auf Slomka, halb auf Tuchel ausgerichtet waren, kam es, wie es kommen musste: es ging in die Hose.

Auch als Slomka gehen musste, blieb Tuchel erste Wahl.
Labbadia, mit dem man damals schon Kontakt hatte, sagte man ab. Ich vermute, und bitte dies auch nur als Vermutung meinerseits anzusehen, dass Tuchel sich damals wie auch vor ein paar Wochen einfach nicht entscheiden konnte (oder wollte).
Also wurde kurzfristig Joe Zinnbauer „bis auf Weiteres“ zum Trainer gemacht. Man hatte wohl die Hoffnung auf Tuchel noch nicht aufgegeben, und Joe als Provisorium auf dem Trainerstuhl, installiert.
Solange bis es nicht mehr ging. Nein, eigentlich noch ein wenig länger. Ich gebe zu ich habe immer gehofft, dass Joe der Mannschaft nochmal den Kick geben kann, dass wir uns mit ihm retten. Ich mag ihn halt.
Anstatt nun Nägel mit Köpfen zu machen, installierte man mit Knäbel das nächste Provisorium. Wie am Tag der Legenden durchzuhören war, hatte Bruno damals noch immer ein gewisses Interesse am Job. Aber Bruno wollte, wie auch andere Trainer, nicht nur bis zum Saisonende bleiben … verständlich.
Und Didi wollte noch immer Tuchel. Der zierte sich aber immer noch.
Tuchel wäre, so sehe ich das, nur zum Erstligisten HSV gekommen, und auch die komplette Planung für die neue Saison sollte seine sein.
Den Abstiegskampf hat er sich ganz einfach nicht zugetraut.
Ich glaube tief im Innersten wusste er, dass der HSV, mit all seinen komplexen Problemen, eine Nummer zu groß für ihn gewesen wäre. Daraus resultierte die Hinhaltetaktik, auf die Didi und (leider am Mikro der Medien) auch Karl Gernandt reingefallen sind. Diesem Klammern an eine Vision hätte Didi denn auch fast die Erstliga geopfert!
Gerade noch rechtzeitig zog man die Reissleine und holte Bruno Labbadia.
Man mag sich nicht ausdenken, wo wir heute stünden, wenn Bruno schon im Herbst (oder sogar Sommer) gekommen wäre.

Im Grunde genommen hat Didi Kompetenz und weiß, was gut ist. Leider schafft er es manchmal nicht rechtzeitig, sich von Gedankengängen zu trennen, wenn es nicht läuft wie geplant. Das war schon immer sein Manko. Schon in seiner ersten Amtszeit beim HSV war es immer eher Bernd Hoffmann, der letztlich mit der Faust auf den Tisch hauen musste, um Entscheidungen zu fällen. Oft auch unangenehme Entscheidungen, die ihn dann bei vielen Fans als Buhmann erscheinen ließen.

Ein weiteres Manko unseres Vereines ist der fehlende Rückhalt nach außen, für Spieler und Angestellte. Das ist nicht neu, das hat leider Tradition.
Didi hat sich nie klar zu Slomka bekannt, und auch nicht zu Joe. Und wo war der Rückhalt für die Mannschaft, als der HSV wegen des harten Spiels gegen Leverkusen als Tretertruppe abgestempelt wurde?
Man hat sich nie öffentlich dagegen gewehrt! Man stellte sich auch nicht schützend vor die Spieler, als ein Toprak in einer abgepfiffenen Situation Jansen von hinten umgrätschte!
Das war ne klare rote Karte, jeder hat es gesehen! Rudi Völler nahm seinen Spieler in Schutz, betitelte ihn als einen der fairsten Abwehrspieler der Liga. Und vom HSV?? Da kam gar nichts.
So ein Signal gegenüber der Mannschaft ist verheerend! Die Signale gegenüber der Öffentlichkeit sind: „Mit dem HSV kann man es ja machen“, „So schlimm war es nicht, wenn selbst der eigene Verein nicht widerspricht“, und „der HSV IST ne Tretertruppe“.

Dasselbe Bild nach dem zweifelhaften Freistoß in Karlsruhe, vor dem 1:1.
Ein Shitstorm sondergleichen bricht über den HSV herein.
Und was kommt als Reaktion vom HSV? Nix!!!
Da erwarte ich, dass man klar Stellung bezieht und sagt, wie es ist: Man kann den Freistoß geben, es war keine Fehlentscheidung, Gräfe hat gut gepfiffen. Aber es kommt nichts und ganz Fußballdeutschland stellt sich auf die Seite der Karlsruher. Mit dem HSV kann man es ja machen.
Und wir setzen noch einen drauf: Knäbel hat während seiner Zeit als Trainer über seine Spieler hergezogen … und von denen erwartet er dann, dass sie sich für den HSV zerreißen?

Das sind alles nur Beispiele, man könnte noch viel mehr nennen.

Natürlich wirkt sich das alles auch auf die Fans aus.
Die Fans, die so sagenhaft den Verein unterstützt haben!
Es sind zu einem Teil dieselben, die im nächsten Moment einen Heiko Westermann mobben, einen van der Vaart beleidigen und einen Behrami sofort vom Hof jagen wollen. Darf die Vereinsführung so mit Spielern umgehen, dann dürfen die Fans das doch erst recht, oder? Viele Fans denken so, zumindest unbewusst!

Wir erwarten, dass die Spieler füreinander und auch für den Verein kämpfen, aber wir leben ihnen etwas anderes vor. Das muß besser werden, von uns allen. Und beginnen muss diese Veränderung bei der Vereinsführung!
Wir wollen eine große HSV-Familie sein.
In einer Familie zofft man sich vielleicht, nein, ganz bestimmt, ab und zu mal.
Aber wenn es nach aussen geht, dann hält man zusammen wie Pech und Schwefel. Das ist Familie. Kommt jemand von aussen, dann darf kein Blatt Papier zwischen Fans, Führung und Spieler passen und das muß man allen klar machen.
Leg dich mit einem HSVer an, dann legst du dich mit dem gesamten HSV an. Aber wie gesagt, das muß die HSV-Führung vorleben! Tut sie aber bislang nicht!
(fb)

Fietes Rückblick Nr. I

Fietes Rückblick Nr. II

Fietes Rückblick Nr. III

Fietes Rückblick Nr. V

Fietes Saisonrückblick III

In diesem Teil widme ich mich der Hin- und Rückrunde

Köln 0:0, Paderborn 0:3 im eigenen Haus und Hannover 0:2 und die Bayern vor der Brust. 6 Punkte aus diesen drei Spielen war eigentlich das, was ich erwartet hatte, Didis Erwartungen waren wohl nicht viel anders, also wurde Slomka freigesetzt und Joe Zinnbauer „bis auf weiteres“ als Cheftrainer engagiert. Das „bis auf Weiteres“ zeigt mir, Joe sollte anscheinend nur für den Übergang Trainer sein.
0:0 gegen die Bayern, ein guter Start, überhaupt, Joe hat die Defensive dicht gemacht und nach vorne, das würde wohl noch kommen, so war damals meine Meinung und auch die vieler anderer.
Gladbach nur mit Pech verloren, gegen Frankfurt durch nen Sonntagsschuß von Piazon, Dortmund gewonnen, Hoppendorf ein gutes Unentschieden, es lief gar nicht sooo schlecht. Berlin war ein grausamer Rückfall in alte Zeiten. Gegen Bayer und Bremen haben wir dreifach punkten dürfen, wenn wir nicht zuhause gegen Stuttgart mit unserem grottigen Spiel verloren hätten, dann wäre die Hinrunde trotz der Probleme in der Offensive und den Leistungsschwankungen durchaus in Ordnung gewesen. So hatten wir 17 Punkte, wie gesagt, mit einem Sieg gegen Stuttgart wären es 20 Punkte gewesen, man war durchaus im Plan.

Die Winterpause sollte dazu genutzt werden, die Schwächen aufzuarbeiten, also das Passspiel und den Torabschluß verbessern. Dazu verstärkte man sich auch noch mit Ivica Olic (Mit Lasogga, Rudnevs und dem immer noch verletzten Beister als einzige Stürmer in die Saison zu gehen, war eh knapp)
Und man holte mit Marcelo Diaz einen Spieler, der 90 Minuten aktiv war, der das Spiel aus dem DM leiten konnte und der selbst unter Druck nicht die Nerven verlor und ball- und passsicher blieb, selbst wenn der Gegner intensiv presst (die Nervenstärke sollte sich noch auszahlen)
Schade nur, daß die beiden erst auf den letzten Drücker kamen. Beide waren in der Vorbereitung nicht dabei und auch nicht beim ersten Rückrundenspiel.

Die Rückrunde begann mies. Statt gegen den Aufsteiger im eigenen Stadion den Grundstock für eine ordentliche Rückrunde zu legen verloren wir 0:2. Schnell wurde klar, wir haben weiterhin große Probleme, spielerisch Lösungen zu finden. Also gegen Paderborn und Hannover wieder hinten dichtmachen und vorne hilft der liebe Gott. Es funktionierte. Joe wurde mutig und probierte es wieder spielerisch … gegen die Bayern … und ließ damit seine Spieler ins offene Messer rennen. Das Spiel war eindeutig vercoacht, wir verloren 0:8! Irgendwie war das der Anfang vom Ende. Spielerisch entwickelten wir uns rückwärts, also das Spiel gegen Hertha kam, war klar, das ist ein vorgezogenes Endspiel, ein Spiel, das man gewinnen MUSS. Und wie fast immer, wenn solche Spiele kamen, verloren wir.
Daß Joe zu dem Zeitpunkt seinen Hut nehmen musste, war eine Entscheidung, die viele nachvollziehen konnten. Ein Schritt, der im Grunde zu spät kam, die Mannschaft hatte nach dem Bayernspiel das Vertrauen zu Joe verloren, die Mannschaft fiel auseinander.
Den nun folgenden Schritt hat wohl so wirklich kein Mensch begriffen: Peter Knäbel, unser Direktor Sport, sollte die Mannschaft bis zum Saisonende führen.
Auch wenn ich diese Entscheidung versucht hab zu verteidigen … wenn ich ehrlich bin, ich war geschockt! Ein Mann mit dem Charisma einer Schlaftablette (sorry), der vor etlichen Jahren mal als Spielertrainer einen schweizer Drittligisten trainiert hat, sollte in dieser extrem schwierigen Phase den Klassenerhalt retten? Das konnte nur in die Hose gehen und es ging auch prompt in die Hose. Peter Knäbel ist als Trainer grandios gescheitert. So sehr, daß er auch als Sportdirektor Schaden genommen hat!

Aber dann hatte der Fußballgott ein Einsehen mit uns HSV-Fans und Bruno Labbadia wurde der neue Trainer.
Ein Sieg im ersten Spiel blieb uns verwehrt, aber es war schon mehr Struktur im Spiel zu sehen, als vorher. Die Spieler guckten nicht mehr so hilflos, wie unter Peter Knäbel, Bruno gab ihnen Sicherheit.

Zeitgleich hat der SC viel dafür unternommen, um die Fans hinter die Mannschaft zu bringen (dranglauben/AlleMannanBord). Mit der beispiellosen Unterstützung der Fans und Bruno Labbadia als Trainer gelang das, woran viele nicht mehr geglaubt haben, man erreichte noch die Relegation.
Tendenziell wurde das Spiel unserer Mannschaft immer besser, wir entfernten uns vom „Joe-Zinnbauer-Style“
Bruno setzte auch zunehmend auf Spieler, die im Grunde keine Zukunft mehr bei uns haben sollten: Kacar, Ilicevic usw. Sie dankten es ihm mit Leistung. Behrami der sich beim Wolfsburgspiel noch in der Halbzeitpause heftig mit Djourou gezofft hatte, war ganz aussen vor, man munkelt aber, daß das wenig mit seiner Oberschenkelzerrung zu tun hat.

Unter Bruno spielte man gegen Bremen gut, gegen Augsburg und Mainz sehr gut, aber man verpasste es, den Sack gegen Freiburg und Stuttgart zuzumachen. Gerade gegen Stuttgart war es eigentlich unerklärlich. Man hatte nach einer Viertelstunde das 1:0 geschossen und brach dann ein, anstatt mit dem Selbstbewusstsein des Führenden das Spiel zu dominieren. In diesem Spiel hätten wir den direkten Abstieg schon vermeiden können und es hätte nur ein Punkt, unabhängig von den anderen Spielen, am letzten Spieltag gereicht, um die Klasse sicher zu halten. Aber die Mannschaft wollte es lieber spannend. Ich verstehe bis heute nicht, warum sich die Mannschaft nicht mehr gewehrt hat. So musste heftigst gezittert werden.

Die Relegation gegen den KSC begann nicht gut. Rouven Hennings hat mit einem Glücksschuß schon nach 4 Minuten das Tor getroffen. Das schockte unsere Mannschaft sichtlich. In der Folge steckte man zwar nicht auf, aber es gelang wenig. Erst in der zweiten Halbzeit erholten wir uns davon und wurden immer etwas besser. Nachdem Ivo den Ausgleich schoss, dominierten wir das Spiel. Unterm Strich ein gerechtes Unentschieden.
In Karlsruhe lief es dagegen anders. Der HSV war über weite Strecken des Spiels eindeutig die bessere Mannschaft. Man gönnte sich nur eine kleine Phase, in der man den Druck etwas heraus nahm. Karlsruhe nutzte das, um in Führung zu gehen. Von da ab gab es Powerplay von Seiten des HSV. Nach einem strittigen Freistoßpfiff versenkte Marcelo Diaz den Ball direkt im Tor … Verlängerung. Bemerkenswert war, daß eigentlich Rafa den Ball selber schießen wollte. Alles konzentrierte sich auf Rafa, aber Diaz reagierte nach dem Pfiff am schnellsten. Der Mann hat Nerven aus Stahl. In der Verlängerung hatte der KSC dem Drängen des HSV kaum noch etwas entgegenzusetzen. Der schon fast geniale Schachzug von Bruno, Cléber als, tja, als was eigentlich? Als Mann für alle Fälle aufs Feld zu schicken, zeigte Wirkung. Cléber brachte den Pass so in den Strafraum, daß Müller ihn nur noch einnetzen brauchte. Nun war der Widerstand gebrochen, der KSC hätte in 5 Minuten noch zwei Tore schießen müssen. Da änderte der strittige Elfmeter in den Schlußminuten auch nichts dran.

Dies ist sicherlich nicht der interessanteste Teil meines Saisonrückblicks, aber ich finde das gehört dazu. Morgen geht’s weiter (fb)

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