Fietes Saisonrückblick 2015/16 Teil 2

In diesem Teil widme ich mich den Spielen und dem Saisonverlauf.

In der Vorbereitung haben wir einen recht flüssigen Fußball gezeigt. Wir haben ein 4-3-3 gespielt in dem wir das Dreiermittelfeld ohne feste Positionen rotieren ließen. Ich hatte mich für die Saison schon auf dieses System gefreut, aber kurz bevor es losging stellte Bruno wieder auf ein System mit relativ festen Positionen für die Spieler um. Er traute ihnen wohl nicht so recht.

Motiviert durch die durchweg guten Testspiele freute ich mich auf den Saisonbeginn. Traditionell ging es mit dem Pokal los. Und da war die Vorfreude auch schon verschwunden. Das Pokalspiel war ein Rückfall in die alten Zeiten. “Es geht schon wieder los, das darf doch wohl nicht wahr sein”, mir fiel der alte Klassiker von Roland Kaiser ein. Es war grausam. Ich weiß nicht, was schlimmer war: Die Tatsache, daß wir in Runde 1 ausgeschieden sind, oder der grausame Fußball, der dazu geführt hat.

Eine Woche später beim Spiel gegen die Bayern sah es schon ganz anders aus. In der ersten Halbzeit konnten wir uns erfolgreich wehren. Das einzige Tor entstand aus einem Einwurf, den es gar nicht hätte geben dürfen. In der zweiten Halbzeit wollte Bruno offensiver spielen, das ging allerdings gewaltig in die Hose. Zeitweise wurden wir vorgeführt, aber das war ok. Bayern spielte in der zweiten Halbzeit richtig gut. Unterm Strich war ich zufrieden.

Danach kamen die Spiele, die man erfolgreich gestalten musste: Stuttgart und Köln. Gegen Stuttgart haben wir drei Punkte geholt und gegen Köln verloren wir wegen eines unberechtigten Elfmeters … und weil wir nicht diszipliniert gespielt haben. Gegen Gladbach lief es wie geschmiert. Danach kam eine Phase mit sehr engen Spielen (sieht man mal von der obligatorischen Klatsche in Berlin ab). Das Heimspiel gegen Hannover hätten wir gewinnen MÜSSEN, statt dessen standen wir nach 90 Minuten mit hängenden Schultern da. Aber dafür haben wir gegen Dortmund und in Bremen gewonnen.
Platz 7 und 21 Punkte (11 Punkte vor Platz 16), es loift. Die Rede ist vom Europapokal. Alle, die sich insgeheim darauf Hoffnungen gemacht haben, hatten eines vergessen: Mit Ekdal und Lasogga hatten sich zwei sehr wichtige Spieler langfristig verletzt. Deren Fehlen machte sich bemerkbar und wir haben bis Weihnachten nur noch einen Punkt geholt.

In der Hinrunde haben wir unsere besten Spiele gemacht, wenn wir uns hinten reinstellen konnten, auf Ballgewinn lauern und dann schnell umschalten. Mit Ekdal, Holtby und der Saisonüberraschung Jung lief dieses System wie geschmiert. Ohne Ekdal und Jung mussten wir anders spielen. Wir mussten klassisch das Spiel machen und das gelang uns nur selten erfolgreich.

Die Rückrunde lief nicht ganz so gut, was allerdings auch so zu erwarten war. Nach der obligatorischen Niederlage gegen die Bayern folgte eine verdiente gegen Stuttgart. Das tat weh. Weniger, weil weil wir verloren haben, sondern in erster Linie wie wir verloren haben. Hier zollten wir Tribut für die nicht sehr erfolgreiche Vorbereitung. Immer wieder wurden Spieler von Verletzungen geplagt, so daß sie nicht an der Vorbereitung teilnehmen konnten. Einer der wenigen, die positiv aufgefallen sind, war Finn Porath, der sich allerdings auch bald wieder verletzte. Erst ein Muskelbündelriss und als der überstanden war folgte ein Kahnbeinbruch und damit das Saisonaus.

Lasoggas Schulter war zwar offiziell wieder ok, aber man merkte ihm deutlich an, daß er noch nicht bereit war, dorthin zu gehen, wo es auch mal weh tut. Fatal für einen Stürmer wie ihn.
Ekdal konnte erst am 25. Spieltag wieder mitmischen, aber auch nur, weil uns die Leute ausgingen. Im Grunde war er noch nicht so weit.
Jung hatte seit Weihnachten mit Rückenproblemen zu kämpfen. Sebst wenn er spielte, war er weit von seiner Form aus der Hinrunde entfernt.
Hunt war auch dauerverletzt/dauernichtfit. Irgendwas stimmt mit seinem Körper nicht. Immer wieder muskuläre Probleme. Mal Oberschenkel, mal Rücken, mal … jetzt hat er die Mandeln rausbekommen, vielleicht waren sie ja die Ursache. Auf jeden Fall war er die gesamte Rückrunde angeschlagen und fehlte der Mannschaft, selbst wenn er auf dem Spielfeld stand.
Und zu guterletzt verletzte sich unsere Leihgabe Drmic auch noch am Knie. Knorpelschaden und damit Saisonaus.

Die Mannschaft verfügt nicht über genügend Breite, um das alles auffangen zu können. Die Leistungen wurden dürftiger, die Ergebnisse blieben aus.
Richtig eng wurde es zwar nicht mehr, aber die Tendenz war nicht gut. Das führte dazu, daß es nochmal spannender wurde, als man es lange Zeit gedacht hat. Mehrere Matchbälle wurden nicht verwandelt. Erst der 38ste Punkt nach dem Unentschieden in Mainz brachte soetwas wie Sicherheit, daß man die Klasse halten würde … ohne Relegation. (fb)

Fietes Saisonrückblick 2015/16 Teil 1

Moin, die Saison ist Geschichte, aber mein Rückblick fehlt noch. Erinnern wir uns kurz, wo kommen wir her?

Wieder einmal Relegation, die wir dank Bruno noch erreicht haben, Klassenerhalt nicht zuletzt wegen des grandiosen Freistoßes von Marcelo Diaz!

Danach wurden viele Stammkräfte der Mannschaft abgegeben, weil die Verträge (endlich) ausliefen. Die sportliche Führung musste dem Kader ein neues Gesicht geben und ursprünglich musste dazu auch noch ein Transfergewinn erzielt werden. Das zeugt davon, wie knapp die Kassen gefüllt waren. Durch die drei Millionen , die uns der Weiterverkauf Sons von Bayer zu Tottenham einbrachte, waren wir in der Lage netto 2 Mio für Transfers auszugeben.

Bevor es daran ging Spieler zu verpflichten, musste im Kader erstmal Klarschiff gemacht werden. Man trennte sich neben den auslaufenden Verträgen von Behrami und vom Wiederkehrer Tah. Das tat sehr weh, weil er ein eines unserer jungen Talente war, auf die wir im Grunde doch bauen wollten. Aber wollten wir im Kader was machen, brauchten wir die Transfereinnahmen. Ohne die 7,5 Mio wären wir handlungsunfähig gewesen.

Von Maxi Beister und Lasse Sobiech konnten wir uns nur trennen, indem wir Abfindungen gezahlt hatten. Gerade bei Publikumsliebling Beister war die Empörung der Fans groß. Aber wenn man sich Maxis Weg anschaut, in Mainz wurde er kaum eingesetzt, dann wurde er zum Kellerkind der zweiten Liga, 1860 München, verliehen. Acht Spiele hat er dort gemacht, nur eines über die volle Distanz, kein Tor, keine Vorlage. Zum Schluß saß er nur auf der Bank, bzw war noch nicht mal im Kader. Alles richtig gemacht.

Die ersten Zugänge waren Ivo ilicevic und Gojko Kacar. Mit ihnen hat man die Verträge um ein Jahr zu deutlich geringeren Bezügen verlängert. Dazu holte man den vereinslosen Bad Boy Emir Spahic. Nicht immer ganz einfach, aber die Leistung stimmt und auch wenn seine Hand mitunter etwas locker sitzt, scheint die Mannschaft seine Authorität anzuerkennen. Bei Valon Behrami war das nicht der Fall.

Weitere Zugänge waren unter anderem Michael Gregoritsch, Sven Schipplock und der Königstransfer Albin Ekdal. Gregerl hat sich gut gemacht, aber er muß (und wird) sich noch steigern. Schipplock hat enttäuscht. Wenn er spielte war er zwar immer sehr mannschaftsdienlich, aber als Stürmer muß er zumindest ab und an mal das Tor treffen. Albin Ekdal ist ein sogenannter box to box-Player. Er ist für den Spielaufbau verantwortlich und auch für die Defensivarbeit im Mittelfeld. Er hat seine Arbeit gut gemacht, nur fehlte er ganze 20 Spiele. Ich hoffe, das wird nächste Saison besser. Auf den Aussenpositionen sollte der beidfüssige Sakai Druck auf die etablierten Spieler ausüben. Links gelang es ihm weniger, aber auf Rechts hat er mit guten Spielen Dennis Dieckmeier auf die Bank verbannt.

Als die Transferperiode fast zuende war, konnten wir durch den oben genannten Son-Transfer nochmals drei Mio extra ausgeben. Dieses Geld hat man in Aaron Hunt investiert. Er war in der Saison oft verletzt oder zumindest angeschlagen und hatte auch sonst seine Probleme ins Spiel zu finden. Sehr steigerungsfähig würde ich seine Leistung bezeichnen.

Enttäuscht hat mich der Rückkehrer Kerim Demirbay. Ich fand, er hat in den Testspielen gute Leistung gezeigt. Aber er hatte Bedenken, daß er sich beim HSV nicht durchsetzen kann und deshalb auf eine weitere Leihe gedrängt. Wäre er nicht gegangen, hätte man Hunt nicht geholt. Und ohne Hunt hätte Kerim seine Spielanteile auf jeden Fall bekommen. Ich denke, es war ein Fehler von ihm.

Im Winter lieh man sich den Offensivallrounder Drmic von Gladbach, nachdem eine Leihe von Mané wegen der Höhe der Kaufoption geplatzt war. Drmic hatte sich gerade in die Mannschaft gespielt als ein Knorpelschaden im Knie für ihn das Saisonaus bedeutete.
Eine Verpflichtung von Sékou Sanogo scheiterte in letzter Minute, weil die Mail mit den Verträgen nicht rechtzeitig angekommen ist.

Dazu verpflichtete man noch den ehemaligen schwedischen Nationalspieler Nabil Bahoui. Er war dem Lockruf des Geldes in die Wüste gefolgt und ist in seinen Leistungen nicht nur stehengeblieben, sondern hat sich rapide zurückentwickelt. Er muß erst wieder aufgebaut werden. Eine ablösefreie Verpflichtung für die kommende Saison. Am Ende dieser Saison hat er sein Können angedeutet. Vor allem seine Ecken sind besser als das, was wir sonst gewohnt waren. (fb)

Wir sagen DANKE und ihr könnt was gewinnen

 
Sommerpause beim HSV? Nicht wirklich. 2 Freundschaftsspiele werden noch absolviert, bis Bruno seine Spieler in die Sommerpause “entlässt”. Trainingsauftakt wird dann in der letzten Juni Woche sein. Mit welcher Mannschaft werden wir die nächste Saison angehen? Wer kommt noch, wer geht? All das erfahrt ihr auf unserer Internetseite, die regelmäßig aktualisiert wird. Hier findet ihr auch den aktuelle Kader mit den Vertragslaufzeiten.
 
Nach der abgelaufenen Saison ist es auch für uns BlogPerlen mal an der Zeit, danke zu sagen. Danke an all die treuen Leser, die uns mit sachlicher Kritik, positiv und negativ, stets Feedback gegeben haben und uns zeigen, dass ihr Spaß an unseren Beiträgen habt. Zugleich begrüßen wir zahlreiche neue Leser. Wir hoffen, euch auch in der nächsten Saison, mit unseren Gedanken, Gefühlen und Eindrücken, rund um unseren HSV gut zu unterhalten.
 
Als kleines Dankeschön an euch verlosen wir 2 Armbänder von “Du musst kämpfen”. Was ihr dafür tun solltet? Einfach diesen Beitrag liken und teilen bis Sonntag, 22.06.2016 um 18.87 Uhr (19.27 Uhr). Für die Twitter Freunde: Beitrag auf Twitter retweeten
 
Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am Montag, 23.06.2016.
 
Wir wünschen euch eine tolle, sonnige Sommerpause, mit einer spannenden EM und werden natürlich ab und zu von uns hören lassen.
 
Eure drei BlogPerlen:
Christian, Manu und Fiete

Ein Jahr ohne Relegation

Gestern vor zwei Jahren hatten wir gerade ganz knapp in der Relegation gegen Fürth den Klassenerhalt klargemacht. So etwas möchte ich nie wieder erleben müssen, auch wenn ich mir darüber klar bin, daß es besser ist, als abzusteigen. So etwas gönne ich auch keinem Feind, ausser den Bremern.

Das war ganz schlimm!
 
Vor zwei Jahren war ich noch der Meinung, ich müsse den HSV im Stadion unterstützen. Ein Fehler.
Ok, den HSV zu unterstützen ist kein Fehler, aber meine Gesundheit hat extrem gelitten.
Im letzten Jahr war ich schlauer, ich hab das Rückspiel mit einem Freund zusammen gesehen, damit wir uns nach dem Spiel zur Not trösten können … oder wie geschehen, zusammen feiern. Aber es ist am Fernseher nicht so ein Druck, wie im Stadion. Alle, die mit nach Fürth oder Karlsruhe gefahren sind, haben meine Hochachtung.
 
Ich bin ja eigentlich ein positiver optimistischer Mensch. Ich habe nie dran gezweifelt, ok, fast nie, daß wir die Klasse halten. Aber im letzten Jahr, das gebe ich zu, hab ich mir das erste Mal in meinem Leben überlegt, wo Sandhausen liegt. Ich weiß es immer noch nicht, und das ist gut so!
 
Heute drücke ich den Nürnbergern den Daumen. Warum? Ganz einfach, ich bin ein egoistischer HSVer.
 
Im Grunde ist es mir egal, welche der beiden Mannschaften im nächsten Jahr in der Bundesliga spielt. Ich bin der Meinung, beide Mannschaften gehören in die Buli, dafür dürften gerne einige andere absteigen. Und besonders Heribert Bruchhagen würde ich es gönnen, daß er einen Bundesligisten übergibt und keinen Absteiger. Aber wenn der FCN aufsteigt und die Eintracht absteigt, dann gibt das für unseren HSV ne gute Million mehr Fernsehgelder. Das ist nicht zu verachten, besonders da der HSV so klamm ist.
Also, ich bin für den HSV und damit für Nürnberg
 
Aber auf jeden Fall werde ich es genießen, heute und Montag ganz entspannt vor dem Fernseher ein gutes, weil hart umkämpftes, Fußballspiel zu sehen (fb)
 
ps: Wir Blogperlen senden Marco Russ die besten Wünsche zur Genesung

Versöhnliches Ende in Augsburg. Ab jetzt “think big”?

“Klotzen statt kleckern, soll die neue Devise lauten. Milliardär Klaus-Michael Kühne soll es möglich machen, indem er sein Portemonnaie in einer noch nicht dagewesenen Form öffnet.” (Mopo)

Think big, solle demnächst das Motto beim HSV lauten, mit diesen Worten schließt der Artikel.
Da dreht sich jedem normalen HSV-Fan ja schon mal der Magen um!
War es nicht fast genau vor einem Jahr, als die gesamte Führungsspitze das anschließend inflationär gebrauchte D-Wort in den Ring schmiss?
Demut sollte man zeigen, nach den zwei vergangenen Jahren bedenken, wo man herkam! Kleine Schritte sollten getan werden, mit jungen, hungrigen Spielern! Keine Wunder würden geschehen, aber man würde solch eine Saison nie wieder erleben wollen.
Nun, keine 365 Tage später, ist man diese kleinen Schritte gegangen. Wir wissen, es waren manchmal zwei nach vorne und dann wieder einen zurück. Die Geduld der Fans wurde, insbesondere im Volkspark, immer wieder auf die nächste Stufe der Geduld gestellt. Die man im übrigen auch forderte.
Geduld! Schließlich sei Rom ja auch nicht…
Aber lassen wir das.
Nun ist ja alles wieder anders.
Es war ein versöhnlicher Abschluss der Rothosen in Augsburg, bei dem Bruno Labbadia aus den verschiedensten Gründen die halbe Mannschaft umkrempeln musste. Er sollte sich fragen, warum diese “Rumpfmannschaft” größtenteils mehr Fußball ablieferte, als die müden Profis der vergangenen Woche, im heimischen Volkspark!
Bahoui zeigte sich engagiert und genoss sichtlich die Kulisse, aus der ihn wohl auch die Rufe der über 3000 HSVer beflügelten. Überhaupt wusste die Achse Bahoui, Gregoritsch und Müller zu gefallen. Ich für meinen Teil habe einen Aaron Hunt überhaupt nicht vermisst! Und Gregerl hat eh schon öfter gesagt, auf Mitte fühle er sich wohler, als auf außen.
Nach einem kapitalen Missverständnis zwischen Djourou und Mickel, der sein BuLi-Debüt ebenso genoss, stand es plötzlich 1:0 und man dachte schon, “na gut, alles wie immer”. Doch Gregerl bewies sein Freistoß-Talent, glich in der 36. Minute direkt aus und sorgte damit zugleich für einen Saisonrekord. Mit drei dieser Zauberschüsse beförderte er mehr als jeder andere Spieler den Ball direkt ins Netz.
Das 1:2 ging an einen aufgedrehten Nicolai Müller, der sich mit seinem unermüdlichen Einsatz und 9 Toren, in der abgelaufenen Saison mehr als wertvoll für die Mannschaft erwiesen hat. Den Deckel drauf machte Gregerl, in der 74. Minute, während auch Mickel auf der anderen Seite, nach dem 1:0 seinen Job gut erledigte.
Schön: auch Altintas durfte in der 64. Minute nochmal BuLi-Luft schnuppern. Er kam für einen an dem Tag doch eher mal wieder unauffälligen Lasogga.
Platz 10 für den HSV. Die 40 Punkte-Marke geknackt. Bruno Labbadia erklärte das Saisonziel für erreicht.
Auch wenn dieser 10. Platz für mich schmeichelhaft klingt (zu oft kickte man sich regionalligareif über den grünen Rasen. Manchmal fehlte wohl auch das letzte bisschen Wille), wäre das die richtige Position, um von da aus das letztes Jahr ausgegebene Ziel weiter zu verfolgen: mit kleinen Schritten nach oben. Mit jungen, hungrigen Spielern etwas aufbauen, was vielleicht in zwei, drei Jahren ein Ausgangspunkt für Europa wäre, das Freiräume schafft, gut entwickelte Spieler zu verkaufen, ohne das Gerüst der Mannschaft insgesamt zu gefährden oder immer wieder neu anfangen zu müssen. Mit Bahoui und Altintas hat man bereits zwei aussichtsreiche Kandidaten im Kader (falls man Altintas nicht wieder auf Nimmer-Wiedersehen verleiht!)
Aber nein. Nun soll ja geklotzt, statt gekleckert werden.
Mir wird schlecht!
Ich sehe schon einen Miroslav Klose im Trikot des HSV oder einen anderen großen Namen, der vielleicht nicht mehr DIE Leistung wie früher mitbringt, aber den Glanz und den Glamour, den man in Hamburg, in gewissen Kreisen wohl so schmerzlich vermisst.
Bitte Didi, bitte Herr Kühne! Tretet nicht wieder auf das zarte Pflänzchen, das sich da, unter schweren Geburtswehen entwickelt hat!
Kauft mit Bedacht und vor allem Maß! Und findet damit ein Wort zwischen Demut und Größenwahn!
Die Fans wollen gar nicht, dass der HSV 2017 wieder Championsleague spielt! Sie wollen lediglich endlich wieder ein gelungenes Passspiel, schöne Kombinationen, eine sichere Abwehr und vorne Tore, von einem Team, von einer bissigen Mannschaft, die harmoniert, sehen!
Hier ist dann auch besonders Labbadia gefragt, der entwickeln und fördern muss. Mal schauen, wie weit ihm das mit jungen Talenten gelingt.
Den Zeiten von Keagan und Co trauern zwar viele irgendwie immer noch hinterher. Aber auch sie kamen nicht von heute auf morgen. Und der Verein lag vor zwei Jahren noch in Schutt und Asche, war zerstritten und zeitweise führungs- weil ahnungslos.
Deshalb: vor dem Portemonnaie aufmachen: bitte Kopf einschalten!
Danke!
(mg)

Saisonfinale in Augsburg #FCAHSV

Während die Augsburger am Sonntag für 3 Tage nach Malle aufbrachen, um ein wenig zu feiern, sorgte Didi Beiersdorfer am Tag darauf, in Hamburg, für einen Paukenschlag, in dem er Peter Knäbel vor die Tür setzte und ab sofort in Doppelfunktion als Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor tätig sein wird. Fortan geht es nur noch um Beiersdorfer, Knäbel, Eier,Spannung, Leistungszerrung, Million, Kühne usw…
 
Mir persönlich fehlen noch immer ein wenig die Worte und ich werde mir die Entwicklung der kommenden Tage ganz genau ansehen, bevor ich mich hier im Detail äussere.
 
Für Samstag erwarte ich nichts. Die Vorschau auch etwas kürzer als gewohnt.
 
Zum Spiel:
34. Spieltag
Anstoß: Sa. 14.05.2016, 15:30 Uhr, WWK-Arena, Augsburg
 
Der Tabellen-Elfte trifft auf den Tabellen-Zwölften.
 
In der Heimtabelle steht der FCA auf Platz 16 (3 Siege, 6 Unentschieden und 7 Niederlagen).
 
Die Hamburger belegen in der Auswärtstabelle Platz 9. (5 Siege, 4 Unentschieden und 7 Niederlagen)
 
Schiedsrichter: Florian Meyer
Assistenten: Willenborg, Bornhorst
Vierter Schiedsrichter: Bibi Steinhaus
 
sky: Bundesliga 8 & HD 8
Kommentar: Toni Tomic
 
Bilanz aus Sicht des HSV:
9 Spiele 2 Siege 1 Unentschieden 6 Niederlagen 8:13 Tore
 
Letzter Sieg in Augsburg
26.10.2012 2:0 Torschütze: Son, Rudnevs (Trainer: Fink)
 
Formtabelle der letzten 5 Spiele:
HSV: Platz 15: 1 Siege / 1 Unentschieden / 3 Niederlagen 4 Pkt 3-7 Tore
FC Augsburg: Platz 3: 3 Siege / 2 Unentschieden / 0 Niederlage 11 Pkt 6-2 Tore
 
Kader:
HSV: Mickel, Dehmelt, Spahic, Bahoui, Schipplock, Diekmeier, Holtby, Djourou, Lasogga, Ostrzolek, Gregoritsch, Müller, Cleber, Sakai, Kacar, Altintas
Trainer: Bruno Labbadia
 
FC Augsburg: Hitz, Opare, Hong, Klavan, Max, Baier, Kohr, Bobadilla, Halil Altintop, Caiuby, Finnbogason Gelios, Manninger, Janker, Stafylidis, Feulner, Moravek, S. Parker, Er. Thommy, To. Werner, Al. Ajeti, Ji
Trainer: Markus Weinzierl
 
Meine Wunschelf: Mickel – Ostrzolek, Spahic, Djourou, Sakai –Kacar, Holtby – Gregoritsch – Müller– Lasogga, Cleber
 
#NurderHSV
(CM)

Die letzte Patrone

Meine Mitbloggerin hat ja schon ihren Standpunkt zu den Dingen, die jetzt um unseren HSV passieren, kundgetan. Nun versuche ich meine Meinung in Worte zu fassen.

Der Vorstand hat sich vom Direktor Sport getrennt, weil Dietmar Beiersdorfer und Peter Knäbel sich uneins über die zukünftige Ausrichtung der Mannschaft waren.

Wenn man die Situation beurteilen will, muß man die PK gesehen haben. Didi fängt mit erhobenem Haupt an, kämpferisch, verschmitzt will er sagen: “Schaut, ich kann handeln, ich bin ein Entscheider”
Schnell wird er aber wieder in die Defensive gedrängt, wird grantig, als man ihn damit konfrontiert, daß die Entwicklung doch recht dürftig wäre. Ok, er hat nicht ganz Unrecht, der HSV entwickelt sich in die richtige Richtung. Daß es nicht schneller geht, das ist nicht seine Schuld. Dazu hätte es eines richtigen Managers bedurft, der die Ärmel hochkrempelt und die Aufbruchstimmung nach der Ausgliederung nutzt, um was aufzubauen, einen Macher. Das ist Didi nicht, aber das hat man anscheinend bewusst in Kauf genommen, um den Namen Beiersdorfer zu bekommen.
Allerdings hatte Dietmar Beiersdorfer auch nicht den Mumm, um Ziele zu formulieren. Ihm war nicht zu entlocken, wie es nun mit dem HSV weitergehen soll. Das halte ich für bedenklich, äusserst bedenklich.

So oder so, es kann nur ein Ziel geben: Die Fortsetzung des Umbruchs der Mannschaft bei höchstens gleichbleibenden Kosten. Für diese Saison war das Erreichte ok, in der nächsten Saison MUSS es nach oben gehen.
Sportliche Konsolidierung UND wirtschaftliche Konsolidierung. Schafft er eines von beiden nicht, ist er auf die Hilfe von Kühne angewiesen, um die Mannschaft aufzuwerten, dann hat er versagt! Dann muß er gehen!

Schaue ich nun mal in die Vergangenheit: Die Mannschaften unter Didi hatten immer ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis. Auch früher beim HSV war die Mannschaft für das Erreichte schon zu teuer. Ausgeglichen wurde das immer wieder durch das Geschick Hoffmanns, Gelder aufzutreiben. Bei Red Bull und in St Petersburg war das ebenfalls so und die Transfers, die er 2014 geholt hatte, waren auch sehr teuer. Ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis pflastert seinen Weg.
Es wurde ihm immer zu Gute gehalten, daß er Spieler günstig geholt hat und am Ende wieder teuer verkauft. Dabei sollte man bedenken, die Verhandlungen mit den Vereinen waren Hoffmanns Anteil an den Transfers. Hatte Didi den Spieler überzeugt, war es an Hoffmann, den Transfer einzutüten ohne zuviel zu zahlen, bzw ohne zuwenig zu bekommen.

Bedenke ich, wie Didi sich bisher immer verhalten hat, so sehe ich für den HSV dunkle Zeiten aufkommen. Es wird wieder viel Geld verbrannt.

Ich weiß Peter Knäbel besitzt bei vielen nicht den besten Ruf. Seine Trainertätigkeit war überflüssig, aber man muß ihm zugute halten, daß ER es war, der in dieser Situation gehandelt hat, während alle anderen noch gezögert haben. Er war es auch, der auf Bruno gedrängt hat, als sich abgezeichnet hat, daß es mit Tuchel nichts wird.
Die Rucksackaffaire nehmen ihm viele auch krumm. Ich habe eigentlich nur Bedenken gehabt, wenn er mit der Presse sprach.

Ich halte ihn allerdings für einen klugen Kopf, für jemanden, der ein Konzept hatte und der relativ schmerzbefreit war, dieses Konzept auch gegen Widerstände durchzusetzen. Er hat, auch wenn viele es nicht glauben, der Mannschaft im letzten Jahr ein neues Gesicht verpasst, ein Gerüst, auf dem man aufbauen kann. Dabei musste er noch Didis Altlasten tragen.
Natürlich war Käbel kein perfekter SpoDi, aber ich hätte ihm zugetraut, daß er es schafft, ein guter Sportdirektor zu werden. Das hätte aber Kontuinität erfordert. Und diese Kontinuität hat die HSV-Führung, sprich Vorstand und Aufsichtsrat, gebrochen. Wir haben im Kader Spieler, die wurden von Didi geholt, dann von Hoffmann/Labbadia, dann von Hoffmann/Basti, dann von Arnesen, dann von Kühne und dem Restvorstand, dann von Kreuzer, dann wieder von Didi, dann von Knäbel und jetzt wieder von Didi. Und jeder verfolgt eine andere Strategie. Die Entlassung von Knäbel schmeisst uns wieder zurück. Zumal ich mir auch nicht vorstellen kann, daß Didi als SpoDi ein Konzept mit Zukunft ist.

Interessant finde ich, daß Beiersdorfer betont, er hätte ja die Gesamtverantwortung und deshalb wäre es seine Aufgabe, Dinge zu hinterfragen, wenn etwas nicht so läuft, wie gewünscht und gegebenenfalls zu handeln. Als Bernd Hoffmann das in Bezug auf die Jugendarbeit im Verein getan hat, war er es, der sich empört jegliche Einmischung verbeten hat.

Ich halte die Entscheidung, Peter Knäbel zu entlassen, für falsch. Dietmar Beiersdorfer muß jetzt liefern, sportlich wie wirtschaftlich. Frisches Geld von Kühne wäre ein Zeichen dafür, daß er versagt, daß er nicht in der Lage ist, den Verein aus der Krise zu führen. Dies ist Didis letzte Patrone. Und wenn ich ehrlich sein soll, im Grunde auch Gernandts, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß er diese Entscheidung ohne den Vorsitzenden des AR getroffen hat. (fb)

ps: Wer glaubt, wir haben zum Beginn der Vorbereitung den Kader auch nur ansatzweise zusammen, der wird sich täuschen. Aber tröstlich ist: Ende des Transferfensters ist der 31.8., das erste Saisonspiel ist erst am 26.8. Also nur 5 Tage ohne vollständigen Kader

Alle auf einem Schleudersitz

Wo fängt man an?
Vielleicht bei der seltsam anmutenden Pressekonferenz, am gestrigen Dienstag, zu der Didi Beiersdorfer als amtierender Vorstandschef der HSV Fußball AG rein ging und als Doppelspitze VV und Sportdirektor wieder rauskam.
Für die meisten war die erste Botschaft von Beiersdorfer keine wirkliche Überraschung. Man trennt sich von Peter Knäbel.
Der Blätterwald hatte ja dementsprechend bereits gerauscht. Längst war sich zumindest die Journalie darin einig, Horst Heldt würde ihn beerben.
Die Reaktionen darauf: wie immer durchwachsen. Einige hätten Knäbel gerne mehr Zeit gegeben, sich zu beweisen, andere hatten ihn längst als Schuldigen der mehrfachen Fehleinkäufe und der begrenzten Spielqualität ausgemacht.
Dabei übersehen jedoch die meisten auch, dass ein Spieler selten von einem allein verpflichtet wird. Der gesamte Vorstand und der Trainer müssen zustimmend nicken.
Kaum auszumachen, wie viel Anteil Knäbel, Beiersdorfer und Co jeweils an den Verträgen eines Behramis, eines Drmics oder auch eines Olics hatten.
Fakt ist: die Mannschaft hat zu selten das abgerufen, was sie können sollte und auch die ein oder andere Einstellung wurde zu oft an der PlayStation rausgelassen, anstatt auf dem Rasen.
Aber da muss noch mehr gewesen sein. Sonst hätte Didi nicht einerseits die in den vergangenen Monaten gemachte Entwicklung auf dem sportlichen Sektor rausgestellt und andererseits unterschiedliche Vorstellungen der sportlichen Zukunft als einen der Trennungsgründe von Knäbel genannt.
Ich empfinde Knäbel als Bauernopfer. Irgendjemanden musste man dem unzufriedenen Pöbel als Schuldigen für teils desaströse Spielkultur und -einstellung zum Frass vorwerfen. Wer passt da besser, als einer, der eine sehr unglückliche Figur als Ersatztrainer abgegeben hat? Einer, der seinen Rucksack verliert und es keine Auflösung darüber gibt wieso, wohin und warum überhaupt?
Und vielleicht fehlte ihm ja auch zusätzlich das letzte Quentchen Vernetzung, um für die kommende Saison eine bissigere und vor allem charakterstärkere Truppe im Dress der Rothosen auf den Platz zu schicken. Who knows?
Ich persönlich finde Teil 2 der Bekanntmachungen, während der merkwürdigen PK wesentlich bedenklicher.
Didi übernimmt den Spodi-Posten in Personalunion.
Das, liebe Leute, kann nur zwei Sachen bedeuten:
1. man ist als Vv nicht genügend ausgelastet und/oder
2. man ist eigentlich auch mit den klassischen Aufgaben eines Sportdirektors nicht so wirklich ausgelastet.
Liebe Leute! Genau das ist schon mal schiefgegangen!
Auch ein Bernd Hoffmann meinte seinerzeit, er könne zwei Sachen gleich gut und auf einmal. Was dabei herauskam ist bekannt!
Was mir am liebsten wäre?
Didi würde sich seinem eigentlichen Talent wieder zuwenden, Spodi sein, mit allem was dazugehört. Und für den Vorstandsvorsitzenden sucht man sich jemanden, der (sorry Didi) schlagkräftiger ist, Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit trifft und mit jeder Menge Charisma den Hamburger Sportverein, Abteilung Profifußball, nach außen hin vertritt. Denn, dass sich Beiersdorfer als Frontmann noch immer nicht so wirklich wohl fühlt, war auch gestern für alle, die die PK gesehen haben, wieder eindrucksvoll zu merken.
Allerdings gehört da schon ne Menge dazu, wieder ins zweite Glied zurückzutreten. Wobei… Wenn einem der HSV so am Herzen liegt, wie Didi bisher immer behauptet hat…?
Und eines ist eh klar: was er jetzt anpackt muss klappen. Ausreden gibt es keine mehr, die Zeit der Geduld ist vorbei.
Es sei denn, man frustet sich an Labbadia ab. Dem wird wohl eine noch größere Rolle bei der Kaderplanung zuteil. Und auch für ihn sind schwerere Zeiten angebrochen. Denn wenn es auch mit einem erneuerten Kader nicht klappt, dürfte auch seine Uhr ticken. Ein weiteres Jahr Abstiegskrampf wäre den Fans wirklich schwer zu vermitteln!
Und was für mich ebenso schwer vermittelbar wäre, wenn an der Schlagzeile, bei der Entlassung Knäbels habe Papa Kühne seine Finger im Spiel gehabt und vergolde den Schritt jetzt mit weiteren 25 Millionen, was dran wäre. Noch weniger Verständnis hätte ich dann dafür, wenn diese erneut in teure Altstars investiert werden würden. Aber das wollen wir ja wohl alle nicht hoffen, nicht wahr? Schließlich kennt ja auch unser Vv-Spodi das neue Leitmotiv. Er soll sogar daran mitgearbeitet haben!
Fazit: seit Montag befindet sich nicht nur Didi Beiersdorfer auf einem Schleudersitz, sondern mit ihm die gesamte HSV Fußball AG. Und was ich von der heutigen Aussage Labbadias, er hätte gerne mit Knäbel weiter gearbeitet, halten soll. Ich weiß es auch nicht…
Die Sommerpause verspricht spannend zu werden. Ob nun mit oder ohne EM, aber mit dem HSV…
(mg)

Ein Wort noch zu den Spielern, deren Verträge nicht verlängert wurden.
Ein Abschiedsspiel für all diejenigen, die in den vergangenen drei Jahren maßgeblich am jeweiligen Klassenerhalt mitgewirkt haben, wäre ein Leichtes und zudem würdevoll für beide Seiten gewesen… Mal so als Denkansatz: Man hat doch noch ne Testspielreise vor sich.

Klassenerhalt #HSVWOB

Ich nehme es zur Kenntnis

“Das war ein wenig Sommerfussball. Auch die Fans sind nicht richtig glücklich.” (Matze Ostrzolek nach dem Spiel)
Ach was!
Warum eigentlich nicht? Und überhaupt. Da sollen die meisten Fans schon während der Ehrenrunde ihre Plätze geräumt haben! Wer soll das verstehen? Undankbar sowas, oder?
Einen Spieltag vor Saisonende hat der HSV doch das geschafft , was wir uns in den letzten beiden Jahren so sehr gewünscht hätten: den direkten Klassenerhalt, ohne Umweg über die Relegation!
Was eine Leistungssteigerung!
Demut, Leute, Demut!
“Noch immer stehen wir auf Platz 12, haben 38 Punkte. Hätte man mir das vor der Saison so gesagt, ich hätte es sofort unterschrieben.”
Ich weiß gar nicht, wie oft ich diesen Satz in den vergangenen Monaten gehört und gelesen habe.
Ja! Es ist Platz 12! Und, ja, man hat mit 38 Punkten 6 mehr, als noch vor einem Jahr, als man zeitgleich auf Platz 14 stand.
Mit 1 Punkt Abstand auf die Relegation.
Welch Leistungssteigerung.
Aber Platz 12 ist, wenn man ehrlich ist, Augenwischerei. Darmstadt steht hinter uns aufgrund eines schlechteren Torverhältnisses. Hoffenheim hat zwei Pünktchen weniger und dann folgt schon Bremen, auf dem Relegationsplatz, die uns nur nicht mehr gefährlich werden können, weil sie am kommenden Samstag gegen Frankfurt spielen, die einen Punkt über ihnen rangieren.
Was will ich damit sagen?
So gut, wie die Tabellensituation aussieht, ist sie bei weitem nicht. Und wir hatten Glück und sehr wohl Unterstützung von anderen Plätzen, dass nun schon der Klassenerhalt in trockenen Tüchern ist.
Und was hatte man uns nicht alles versprochen , für das letzte Heimspiel gegen angeschlagene Wolfsburger?
Einen versöhnlichen Saisonausklang.
Einen Sieg, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu packen.
Kampf und Einsatz, um den Fans etwas von ihrer sagenhaften Unterstützung zurückzugeben.
Und dann?
Kam den Spielern wohl das Wetter dazwischen.
Oder die Ergebnisse aus den anderen Stadien.
Oder die letzte Baldriantablette war schlecht.
Oder alles zusammen!
Nagelt mich ans Kreuz fehlender Demut oder bezeichnet mich als undankbarer Weissichnichtwas, der doch zu den Bayern gehen soll, aber DAS, was sich da gestern auf dem Platz abgekrampft wurde, war teamfähiges Hallenhalma.
Bis zur 73. Minute hätte ich Kopf und Kragen verwettet, dass Hecking und Labbadia einen Nichtangriffspakt abgeschlossen hatten. Beiden Mannschaften hätte ein Unentschieden für den Klassenerhalt gereicht. Gut, dass ich es nicht tat, denn schlaue Rechner, im neuen Heimdress der Hamburger (ich finde es übrigens, sagen wir mal…unspannend) sind aber wohl drauf gekommen, dass selbst eine Niederlage reichen würde, um den Dino erstligafähig zu halten.
Und so ließ man Luiz Gustavo dann doch nochmal was für seinen Marktwert tun. Er legte dem ansonsten fehlerfreien Drobny, ein unhaltbares Ei ins Netz.
So sinnlos! So unnötig!
Die Wolfsburger wären mit ein wenig mehr Einsatz zu schlagen gewesen und dann, ja, liebe Leute, dann hätte es vielleicht sowas wie ein versöhnliches Ende im Volksparkstadion gegeben.
Dort, wo die Fans in dieser Saison wahrlich alles andere als verwöhnt wurden. Lediglich fünf (5!) mal gingen die Rothosen hier als Sieger vom Platz!
Und bevor jetzt wieder die Leute aus dem Gebüsch kommen, die mir erzählen wollen, dass da ja nicht mehr drin gewesen wäre, ein gesicherter Mittelfeldplatz das einzige sei, was realistisch war, all denen sei gesagt: JA! Aber, 1.: siehe oben
Und 2. ich habe inzwischen keinerlei Erwartungen mehr an die Mannschaft (was schlimm genug ist!). Denn ES WÄRE mehr drin gewesen. Gestern zumindest ein Sieg! Aber dafür hätte man sich bewegen müssen…
Und somit nehme ich zur Kenntnis, dass wir auch 2016/17 erstklassig spielen. Nicht mehr und nicht weniger.
Auf Peter Knäbel und sein Team kommen harte, arbeitsreiche Zeiten zu. Denn eines dürfte klar sein: mit der Truppe geht es nächstes Jahr dort weiter, wo es gestern aufgehört hat.
Da kann auch ein Labbadia nix dran ändern. Der, so sah es übrigens aus, ist am Spielfeldrand gestern mehrfach fast kollabiert. Denn das, was die Jungs auf den Rasen brachten, hat er Ihnen sicher nicht beigebracht!
Und ich hoffe auch Bruno hat den Mut, sich von dem ein oder anderen seiner Lieblingsspieler zu verabschieden. Für das Team! Für die Mannschaft! Für einen ansehnlicheren, bissigen Fußball!
Dann können sich die Jungs für mich im kommenden Jahr gerne auch im (wirklich) gesicherten Mittelfeld einrichten!
(mg)

P. S. Ich weigere mich übrigens noch immer, einen nicht stattgefundenen Trainerwechsel als spielerische Weiterentwicklung zu deuten!
P. P. S. Macht es gut, Ivi und Rudi. Vergesst die Raute nicht. Denn euch nehme ich ab, sie wirklich im Herzen gehabt zu haben!